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18.12.2020 - Ausgabe Nr. 1618

In Wiener Neustadt leben die meisten Migranten, im Waldviertel nur wenige



Exakt 23,7 Prozent der Bewohner der Stadt Wiener Neustadt sind ausländischer Herkunft. Das sind Personen, die entweder ausländische Staatsangehörige sind oder im Ausland geboren wurden. Damit weist die Stadt Wiener Neustadt den höchsten Anteil an Migranten in Niederösterreich auf. Diese Zahl entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst dem jüngsten Bericht des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) zum Thema „Migration und Integration 2020“.

Hohe Ausländer-Anteile in Niederösterreich haben nach der ÖIF-Erhebung auch die Landeshauptstadt St. Pölten mit 21,1 Prozent sowie der Grenzbezirk Bruck/Leitha. Hier kommen nämlich die Gemeinden Wolfsthal mit 44,2 Prozent, Berg mit 38,2 Prozent und Hainburg an der Donau mit 37,4 Prozent auf die höchsten Anteile der Bevölkerung mit Geburtsort im Ausland, nachdem hier viele Zuzügler aus Bratislava und Umgebung sesshaft geworden sind. Die drei Gemeinden mit den geringsten Anteilen von Migranten liegen alle im Waldviertel: Waidhofen/Thaya-Land mit 0,2 Prozent sowie Altmelon und Bad Traunstein mit jeweils 0,6 Prozent.

Am Stichtag 1.1.2020 lebten in Niederösterreich 256.800 Personen ausländischer Herkunft. Das sind 15,5 Prozent der Gesamtbevölkerung von 1,68 Millionen. Zum Vergleich: In Wien hat bereits fast die Hälfte der Einwohner (45,9 Prozent) Migrationshintergrund. (mm)

http://www.integrationsfonds.at

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