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22.01.2021 - Ausgabe Nr. 1622

Neue Weinviertler Naturkosmetik schickt ersten Export nach Deutschland



„Wir sind stolz darauf, dass seit 1. Jänner drei unserer Duschbäder in den 115 Alnatura- Filialen in Deutschland erhältlich sind. Und natürlich auch darauf, dass die Gewusst Wie- Drogerien in Österreich unsere Duschbäder vertreiben.“ Mit dieser aktuellen Mitteilung eröffnet Jakob Sommerhuber das Vorstellungsgespräch seines Familienunternehmens mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Gemeinsam mit seiner Frau Rosalia betreibt er die Naturkosmetik-Firma Wunderberg in Auersthal im Bezirk Gänserndorf. Natur und Regional sind die strategischen Vorgaben, die sich die beiden gesetzt haben. Aus den zwei Angestellten, die sie jetzt haben, sollen bald vier werden.

Produziert wird die Naturkosmetik im eigenen Haus - noch ist dies möglich. „Das Jahr 2020 hat uns jenen Aufschwung gebracht, den wir als junges Unternehmen gebraucht haben, um überhaupt am Markt reüssieren zu können. Das begann damit, dass wir mit einer antibakteriellen, antiviralen Teebaumölseife gestartet sind, die einen enormen Absatz gefunden hat“, sagt Sommerhuber. Auf dieser Grundlage habe man die festen Duschbäder und die festen Shampoos aufsetzen können. Die Shampoos sind vorerst nur im Versand erhältlich, da für sie der Zertifizierungsprozess noch im Laufen ist und der Verkauf im Handel die Zertifizierung voraussetzt.

„Für das laufende Jahr planen wir, dass 40.000 Stück unserer Produkte verkauft werden. 2020 sind es 21.000 Stück gewesen gegenüber 3.500 Stück im Jahr 2019. Durchschnittlich kosten unsere Produkte - egal ob Duschbad, Shampoo oder Seife - dem Endverbraucher etwa 10 Euro“, so Sommerhuber.

Was das Unternehmen auszeichnet und manchem Händler interessant macht, ist der Fokus auf die in der Region verwurzelten Grundprodukte. „Unsere grundlegende Formulierung, also die wichtigsten Zutaten, sind Roggenmehl und Sonnenblumenöl. Wir - dies macht insbesondere meine Frau - wollen das alte Wissen, das es in der Region gibt, in unsere Produkte einbringen“, erklärt der gelernte Informatiker, der sich nun ganz der Naturkosmetik verschrieben hat. „Oft wird Naturkosmetik mit Sheabutter oder ähnlichem angeboten - das kommt von weither und entspricht nicht unseren biologischen Grundgedanken. Und wenn wir etwas dazu geben müssen, wie etwa Zitrone in einer Variante unserer Duschbäder, so liegt der Anteil bei rund einem Prozent.“

Dass es noch Potenzial im Familienbetrieb gibt, ist dem Weinviertler klar. Noch kann er nicht genau sagen, wohin die Reise geht. Soviel aber doch: „Das eine oder andere neue Produkt aus dem Bereich Naturkosmetik wird heuer noch von Wunderberg auf den Markt gebracht werden.“ (jm)

http://www.wunderberg.eu

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