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22.01.2021 - Ausgabe Nr. 1622

Die Corona-Pandemie beutelt Niederösterreichs Gemeindekassen gehörig



Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bekommen auch die Bürgermeister in ihren kommunalen Steuersäckeln schmerzhaft zu spüren. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst einer aktuellen Finanzstatistik des Österreichischen Gemeindebundes entnimmt, sind die Steuereinnahmen der 573 niederösterreichischen Städte und Gemeinden aus den gemeinschaftlichen Bundesabgaben, die sogenannten Ertragsanteile, im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 136 Millionen Euro oder 7,8 Prozent auf knapp 1,62 Milliarden Euro heruntergerasselt. Im Bundesländervergleich rangieren Niederösterreichs Kommunen mit diesem Ergebnis im Mittelfeld. Am geringsten ist der Steuerrückgang in Vorarlberg um 7,3 Prozent, am höchsten in der Steiermark um 8,9 Prozent ausgefallen. Im österreichweiten Durchschnitt haben die Gemeinden bei ihren Einnahmen aus den Ertragsanteilen einen Rückgang um 8,3 Prozent hinnehmen müssen.

Ausgelöst sind die roten Zahlen in den kommunalen Steuersäckeln von den gesunkenen Erträgen aus den Ertrags- und Verkehrssteuern worden, die im Vorjahr gleichermaßen stark zurückgegangen sind. So hat es 2020 bundesweit bei der Körperschaftssteuer ein signifikantes Minus um 32,5 Prozent gegeben, bei der Lohnsteuer – der in absoluten Zahlen wichtigsten Abgabe unter den Ertragssteuern – ein Minus um 4,2 Prozent. Die Umsatzsteuer, die betragsmäßig größte Verkehrssteuer, ist um 8,3 Prozent eingebrochen. (mm)

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