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19.02.2021 - Ausgabe Nr. 1626

Österreich importiert weniger Strom aus dem „Atomstaat“ Tschechien



Um rund ein Zehntel zurückgegangen ist die Menge elektrischer Energie, die aus Tschechien über die Grenze in die österreichischen Hochspannungsleitungen fließt. Das geht aus der Jahresbilanz des tschechischen Übertragungsnetzbetreibers CEPS hervor, die dem NÖ Wirtschaftspressedienst vorliegt. In den Importzahlen enthalten ist nicht nur die Strommenge, die in den Atom- und Kohlekraftwerken des Nachbarlandes erzeugt wird, sondern auch jene aus dänischer und norddeutscher Windkraftproduktion an der Nord- und Ostsee, von wo beträchtliche Elektrizitätsmengen an Ökostrom über Polen und Tschechien nach Österreich gelangen.

Wie CEPS meldet, hat Österreich im Vorjahr 8.321 Gigawattstunden (GWh) Strom aus Tschechien importiert. Das sind um 10,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2019. Mehr elektrische Energie als aus Tschechien importiert Österreich nur noch aus Deutschland. Von dort sind im Vorjahr 10.018 GWh in das österreichische Hochspannungsnetz gelangt.

Große Strommengen aus Tschechien strömen insbesondere über das Umspannwerk Slavetice nach Österreich. Dieser Netzknoten, der auch die Nuklearenergie aus dem nahe gelegenen Atomkraftwerk Dukovany verteilt, ist über eine 380-Kilovolt-Leitung durch das westliche Weinviertel mit Dürnrohr im Tullner Feld verbunden. Darüber hinaus führt eine 220-Kilovolt-Leitung vom Umspannwerk Sokolnice - rund zehn Kilometer außerhalb von Brünn - durch das östliche Weinviertel bis zum Umspannwerk Bisamberg.

Wie der halbstaatliche Energiekonzern CEZ bekanntgibt, haben die zwei tschechischen Atomkraftwerke Temelin und Dukovany im Vorjahr eine Leistung von etwas mehr als 30 Terawattstunden erzeugt. Das war das viertbeste Ergebnis in der Geschichte der beiden Meiler seit 2002. Dukovany und Temelin produzieren mehr als ein Drittel der elektrischen Energie im Nachbarstaat. (mm)

http://www.ceps.cz/en

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