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2.04.2021 - Ausgabe Nr. 1632

Frischer Fisch aus den niederösterreichischen Voralpen ist ein Renner



„Im März 2020 haben wir unser Projekt der Fischzucht gestartet. Die Nachfrage war sofort höher als das Angebot. Sicherlich auch deswegen, weil wir schon von Beginn an ein Lieferservice anbieten konnten“, teilt Marlene Kirchmayer dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Gemeinsam mit ihrem Mann Christian betreibt sie die Fischzucht „Thorhof“ in Hohenberg in Bezirk Lilienfeld.

Dort haben sie eine Durchflussanlage errichtet, durch die 1.000 Liter Gebirgswasser pro Sekunde fließen. Der Betriebsteil Fischzucht besteht aus zwei Fließkanälen mit jeweils 100 Metern Länge, 6 Metern Breite und 2 Metern Tiefe sowie aus einem Bruthaus und einer Halle, die auf maschinelle Fütterung ausgerichtet wurde. Gezüchtet werden Saiblinge, Regenbogen- und Lachsforellen mit einer jährlichen Kapazität von rund 80 Tonnen Fisch.

Noch bis in den Sommer 2020 hinein hat das Unternehmer-Ehepaar die Fische selber verarbeitet. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage wurde dieser Arbeitsvorgang vorerst ausgelagert. Mittlerweile kommen Stammkunden nicht nur aus der Region und dem Bezirk, sondern auch aus dem Raum St. Pölten. Dazu hat auch der Ab-Hof-Verkauf beigetragen, der im Sommer 2020 gestartet ist und regelmäßig samstags von 9 bis 11 Uhr stattfindet. Auf Wunsch gibt es da auch Führungen durch den Betrieb.

An private Stammkunden können nur etwa 20 Prozent der Fische verkauft werden, denn rund 80 Prozent sind Besatzfische. „Das bedeutet“, erklärt Marlene Kirchmayer, „dass wir den größten Anteil unserer Fische lebend an andere Fischzüchter, Teichbesitzer sowie Gewässerbewirtschafter in ganz Österreich liefern.“

Möglicherweise wird der Anteil der privaten Stammkunden dennoch höher werden, weil die Kirchmayers mittlerweile auch Regionalläden sowie Ab-Hof-Läden in der gesamten Region bis nach St. Pölten beliefern. Weiters haben sie bereits ein Vertriebsnetz im Raum Bruck an der Leitha ausgebaut. „Wir beide sind in Bruck an der Leitha aufgewachsen, wo unser Fischverkauf sehr gut angenommen wurde und viele Leute sich freuen, frische heimische Fische erwerben zu können“, sagt Marlene Kirchmayer.

Als Geheimnis der großen Nachfrage nennt sie die hohe Qualität der Fische, die durch den stetigen Durchfluss des klaren kalten Gebirgswassers und die niedrige Besatzdichte gewährleistet ist. „Im kommenden Jahr wollen wir vom Ei über den Brütling und Setzling bis zum Speisefisch unsere Produktion noch weiter ausbauen und verstärkt in die Veredelung von Fischprodukten gehen“, kündigt Christian Kirchmayer an. (jm)

http://www.thorhof.at

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