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30.04.2021 - Ausgabe Nr. 1636

Bio-Fruchtsaftkonzentrate aus Brunn am Gebirge wecken reges Interesse



Auf die Umwelt achten und trotzdem auf lieb gewonnene Gewohnheiten nicht verzichten? Zumindest bei Fruchtsaftgetränken ist dies Wirklichkeit geworden. „Zumeist gibt es im Handel Fruchtsäfte aus Fruchtsaftkonzentrat, welche dann aufgespritzt werden. Wir verkaufen nur das Konzentrat in der 200 Milliliter Verpackung. Der Kunde und die Kundin kann entscheiden, wie viel Wasser jeweils dazu kommen soll“, erklärt Martina Giczy ihr Konzept. Gemeinsam mit Bernhard Gager hat sie im Februar 2020 in Brunn am Gebirge das Unternehmen „Green Bag“ gegründet.

Beide haben viele Jahre in der Getränkebranche gearbeitet. Das war bei der Unternehmensgründung ein Vorteil, denn sie wussten, worauf es ankommt. „Vielleicht gerade deswegen war es ein Aha-Erlebnis, als wir Konzentrate in reiner Form erstmals in Schweden entdeckt haben“, so Giczy. Sie unterstreicht, weshalb das Konzept gerade für Österreich ideal ist: „Schließlich haben wir hierzulande Trinkwasser in höchster Qualität.“

Die Unternehmerin hebt vor allem die Aspekte der Nachhaltigkeit hervor: Es fallen 66 Prozent weniger Verpackungsmüll an, und das Transportvolumen reduziert sich sogar um 80 Prozent. „Getränke müssen verpackt werden. Wir haben uns für den Verbundkarton entschieden, da dieser zu mehr als 70 Prozent aus recyceltem Material besteht“, so Giczy. Sie weist darauf hin, dass von Einwegglas die Umweltbilanz negativer ausfällt und vor allem Glas auch sehr schwer ist. „Wir möchten ein Produkt vertreiben, das leicht ist und überall mitgenommen werden kann.“

Das Grundprodukt, der Saft, stammt von der Firma Austria Juice aus Kröllendorf im Bezirk Amstetten und wird in der Steiermark abgefüllt. Die Logistiklager befinden sich in der Nähe des Unternehmensstandortes. „Wir prüfen schon im Vorfeld stets die Zusammensetzungen“, sagt Giczy. „Beispielsweise haben wir ein Multikonzentrat im Sortiment, das wir im Vorfeld getestet haben, was optimal ist.“

Handelsunternehmen sind bereits auf die Startup-Firma aufmerksam geworden. „Green Bag“ ist bei sämtlichen heimischen Lebensmittelhändlern auf der Großfläche erhältlich ebenso in Reformhäusern, in Biogeschäften, natürlich wird aber auch online verkauft. Der Gesamtabsatz in den letzten zwölf Monaten, also vom 1. Mai 2020 bis 30. April 2021, betrug rund 120.000 Packungen, der online Anteil lag bei rund 20 Prozent, der Exportanteil bei 10 Prozent.

Die Geschäftsführerin blickt jedenfalls optimistisch in die Zukunft: „Nicht nur im Inland, sondern auch im Export sehen wir ein großes Wachstumspotential. Aufwind erwarten wir, wenn sich die Schwierigkeiten, die durch die Pandemie entstanden sind, gelegt haben, in den Zentralen wieder über Neuheiten diskutiert und Entscheidungen getroffen werden, und wir uns letztlich wieder auf nationalen und internationalen Messen präsentieren können.“ (jm)

http://www.green-bag.at

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