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25.06.2021 - Ausgabe Nr. 1644

Korneuburger Marinomed will in Multimilliarden-Markt eintauchen



Während sich bei der Corona-Krise in manchen Ländern noch die sogenannte Delta-Variante stark ausbreitet, tauchen am Horizont mit „Kappa“ und „Theta“ bereits die nächsten gefährlichen Mutationen des Virus auf. „Falls in der Pandemie etwas Neues auftritt, braucht es Produkte wie unsere, um in der direkten Bekämpfung schnell handeln zu können“, betonte Andreas Grossauer, Gründer und Vorstand der Marinomed Biotech AG aus Korneuburg, vor Aktionären bei der ordentlichen Hauptversammlung des Unternehmens, die die Finanz-Zeitung „Börsen-Kurier“ mitverfolgt hat.

Große Hoffnungen setzt der biopharmazeutische High-Tech-Betrieb dabei vor allem auf den von ihm entwickelten Virenblocker-Wirkstoff Carragelose. Ursprünglich als Nasen- oder Rachenspray bzw. in Lutschpastillen gegen Husten, Erkältungen und Allergien auf den Markt gebracht, besitzt Carragelose auch die Eigenschaft, die Corona-Pandemie einzubremsen. Diesen Vorzug bewirbt Marinomed jedoch nicht aktiv, „weil wir vorsichtig mit Versprechen sein müssen“, erklärte Finanzvorstand Pascal Schmidt. Nichtsdestotrotz sei er davon überzeugt, „dass wir bald im Multimilliarden-Markt erfolgreich sein werden.“

Mit 47 Beschäftigten entwickelt und vertreibt Marinomed mit Partnern aus der Pharmaindustrie und über Lizenzen innovative Produkte zur Bekämpfung von Atemwegs- und Augenerkrankungen. Vertrieben werden die Erzeugnisse in mittlerweile mehr als 40 Ländern. An seinem Standort in Korneuburg kann Marinomed auf bis zu 75 Mitarbeiter wachsen.

Seit Februar 2019 notiert die Marinomed Biotech AG an der Wiener Börse. Im Vorjahr hat sie ihre Umsatzerlöse um knapp ein Drittel – 32 % – auf 8,12 Millionen Euro gesteigert. Die Forschungsausgaben sind um fast ein Viertel auf 5,94 Millionen Euro geklettert. Im Jahr 2019 sind es 4,78 Millionen Euro gewesen. (mm)

http://www.marinomed.com

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