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17.09.2021 - Ausgabe Nr. 1655

Gesundheit und Nachhaltigkeit bescheren Reformhaus Prokopp Umsatzexplosion



19,5 Millionen Euro hat der Umsatz des Unternehmens Christian Prokopp GmbH mit Hauptsitz in Baden im vergangenen Jahr ausgemacht. „Das ist ein Plus von 19,2 Prozent gegenüber 2019“, teilt Firmeninhaber Christian Prokopp dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Wir bieten Regionalität, Nachhaltigkeit, Gesundheit und Genuss. Alles sind Trends, die Konsumenten ins Reformhaus locken. Besonders gewachsen ist das Geschäft mit Naturkosmetik, was vor allem eine Folge der ständig steigenden Allergien ist. Auch die Aromatherapie findet mehr und mehr Anhänger“, berichtet Prokopp.

Das Familienunternehmen besteht seit 1998 und hat derzeit 18 Standorte, elf davon in Niederösterreich. 1980 ist es der Einkaufsgenossenschaft „Gewusst wie“ beigetreten. „Wir brauchen ein Einzugsgebiet von rund 30.000 Kunden, damit sich eine neue Filiale lohnt“, erklärt Prokopp. Als mögliche neue Einzugsgebiete nennt er Krems, St. Pölten und Amstetten.

Sofern es der Standort erlaubt, werden regelmäßig Geschäfte vergrößert, die dann ein größeres Sortiment anbieten können. Prokopp spricht davon, dass aus flächenmäßig kleinen A-Filialen größere B- oder gar C-Filialen werden. In den kleinen Filialen gibt es 6.000 Produkte, in der größeren Kategorie sind es rund 8.000. „Insbesondere an solchen Standorten bieten wir auch Rex Eat Biomenüs an“, so Prokopp.

Eine besondere Firmenphilosophie des Unternehmens besteht darin, nach fünf Jahren das gesamte Sortiment verändert zu haben. „Wir probieren laufend aus und tauschen die Produkte, rund 20 Prozent des Gesamtsortiments werden jährlich verändert. Das Ganze ist von den Lieferanten getrieben“, so der Firmeninhaber. Was die langjährig beschäftigten Mitarbeiterinnen betrifft, merkt er an: „Bei uns sind viele schon mindestens 35 Jahre tätig, angefangen von der Lehre und unterbrochen nur mit Kinderpausen.“

Da die Gesundheitsthemen gerade in den letzten zwei Jahren an Bedeutung gewonnen haben, geht Christian Prokopp, davon aus, dass das Familienunternehmen auch 2021 wieder ein Plus wird melden können. „Es wird allerdings nicht in der Dimension des letzten Jahres ausfallen, sondern nur im geringen einstelligen Bereich liegen“, meint er. „Grundsätzlich sind wir an einem Markt tätig, der wächst und von der Pandemie einen massiven Schub bekommen hat.“ (jm)

http://www.prokopp.co.at

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