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17.09.2021 - Ausgabe Nr. 1655

Corona-Krise befeuert den Wohnimmobilienmarkt in Niederösterreich



Obwohl der Trend zum Homeoffice während der Corona-Pandemie Wohnimmobilien in Niederösterreich spürbar verteuert hat, bleibt das Bundesland für Haus- und Wohnungskäufer im Österreich-Vergleich dennoch relativ günstig. Allerdings zeigen die Preisunterschiede zwischen einzelnen Bezirken ein starkes regionales Gefälle. Das geht aus dem jüngsten „Wohnimmobilienreport NÖ 2021“ hervor, den die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Raiffeisen Research und Raiffeisen Immobilien gemeinsam erarbeitet und präsentiert haben.

„Neben den klassischen Speckgürtel-Bezirken wie Baden oder Mödling erfreuen sich seit Beginn der Corona-Krise auch ländlichere Regionen im Umkreis von ca. einer Stunde Fahrzeit rund um Wien großer Beliebtheit“, stellt Peter Weinberger, Geschäftsführer Raiffeisen Immobilien NÖ/Wien/Burgenland, fest. Hotspots seien u.a. die Bezirke Amstetten, Tulln, Bruck/Leitha und Wiener Neustadt. Wer nur mehr an einem oder zwei Tagen pro Woche an den Arbeitsplatz pendeln müsse, nehme größere Entfernungen eher in Kauf, so Weinberger.

2020 hat Raiffeisen Immobilien 7.384 Immobilientransaktionen mit einem Volumen von 804 Millionen Euro und einem Honorarumsatz von 34,5 Millionen Euro abgewickelt. Damit war das Unternehmen schon das sechste Mal in Folge die stärkste Dachmarke unter Österreichs Maklern. Raiffeisen Immobilien beschäftigt in ganz Österreich an 95 Standorten 283 Mitarbeiter, davon 170 Makler und Bewerter.

Dass der Wunsch nach Eigentum am Land – dem sprichwörtlichen „Haus im Grünen“ – in Zeiten der Pandemie besonders stark ausgeprägt war und weiter ist, bestätigt auch Generaldirektor-Stellvertreter Reinhard Karl, Kommerzkundenvorstand der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. „Im Vorjahr ist das Finanzierungsvolumen im Vergleich zu 2019 um 15,5 Prozent gestiegen“, rechnet er vor. Auch im ersten Halbjahr 2021 sei die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen stark geblieben. Bis Juli habe das Kreditvolumen im Vergleich zu Ende Dezember 2020 um weitere 6,7 Prozent zugelegt. „Die durchschnittlich aufgenommenen Kreditsummen haben sich in den letzten zwei Jahren um 10 Prozent erhöht und belaufen sich nunmehr auf rund 330.000 Euro“, gibt Karl bekannt. (mm)

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