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17.09.2021 - Ausgabe Nr. 1655

Beim „Upcycling Park“ von Baumit-Tochter bleiben zentrale Fragen offen



Mehr als 50 Millionen Euro will die Bio-Brennstoff GmbH aus Oberwaltersdorf im Bezirk Baden – eine Tochterfirma der Wopfinger Baumit-Gruppe – in den Bau einer Anlage zur Aufarbeitung von Salzschlacke aus Aluminiumrecycling investieren. Noch nicht bekannt ist, ob dieser sogenannte „Upcycling Park“ eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchlaufen muss. „Inwieweit ein Verfahren nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz durchzuführen ist, kann erst nach Vorliegen konkreter Antragsunterlagen durch die zuständigen Behörden beurteilt werden“, teilt Bundesministerin Leonore Gewessler von den Grünen in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Nationalratsabgeordneten Alois Schroll von der SPÖ mit.

Weiter unklar bleibt auch, wo der geplante „Upcycling Park“ errichtet werden soll. Ihren ersten favorisierten Standort, eine Schottergrube in Kematen an der Ybbs im Bezirk Amstetten, hat die Bio-Brennstoff GmbH aufgrund massiven Widerstands aus der Bevölkerung und Teilen der Politik offenbar aufgegeben. Zurzeit sucht das Unternehmen andere Gemeinden, die das Industrieprojekt bei sich aufnehmen wollen. Dem Vernehmen nach haben bisher rund 20 Kommunen aus Nieder- und Oberösterreich ihr Interesse daran angemeldet.

Auf einer Fläche von rund 3,5 Hektar wird der „Upcycling Park“ eine Produktionsanlage zur Herstellung von synthetischem Gas, eine Luftzerlegungsanlage sowie eine weitere Anlage zur Erzeugung von Bindemitteln aufnehmen. Das Projekt gilt als Vorzeigemodell der Kreislaufwirtschaft und soll 50 direkte sowie 200 indirekte Arbeitsplätze schaffen. Der Standort-Gemeinde winken jährliche Kommunalsteuereinnahmen in Höhe von rund 100.000 Euro. (mm)

http://bio-brennstoff.com

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