//
17.09.2021 - Ausgabe Nr. 1655

Lebensmitteleinzelhandel in der Ostregion legt halbe Umsatzmilliarde zu



Im Vorjahr hat die Corona-Pandemie dem Lebensmitteleinzelhandel in Niederösterreich und im Nordburgenland einen beträchtlichen Umsatzschub verpasst. 2020 gab es in der Ostregion ohne Wien 1.286 Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte, die einen Gesamtumsatz von rund 5,33 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Das war ein Umsatzzuwachs um 546 Millionen Euro oder 11,4 Prozent gegenüber 2019, wie das Handelsforschungsinstitut Nielsen dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt. Die Zahl der Verkaufsstellen ist um 9 geringfügig zurückgegangen.

Deutlich besser als der Durchschnitt aller Vertriebstypen haben in der Lebensmittelhandelsbilanz 2020 die Verbrauchermärkte abgeschnitten. Das sind Geschäfte mit mehr als 1.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, wie z.B. die Merkur- oder Interspar-Filialen. In Niederösterreich und dem Nordburgenland erreichten die 98 Lebensmittelgroßmärkte einen Gesamtumsatz von fast 1,43 Milliarden Euro. Gegenüber 2019 war das ein Anstieg um 213 Millionen Euro oder 17,6 Prozent.

Auch die Supermärkte – Geschäfte mit Verkaufsflächen zwischen 400 und 1.000 Quadratmetern – haben im vergangenen Jahr in der Ostregion ohne Wien überdurchschnittlich zugelegt. Im Untersuchungsgebiet erzielten die 595 Supermärkte ein Umsatzplus mit 219 Millionen Euro oder 10,7 Prozent auf knapp über 2,27 Milliarden Euro.

Ebenfalls zu den Gewinnern zählten im vergangenen Jahr die beiden Diskonter Hofer und Lidl, die von Nielsen in einer eigenen Kategorie ausgewiesen werden. Die zusammengerechnet 173 Hofer- und Lidl-Filialen in Niederösterreich und dem Nordburgenland kamen 2020 nach Schätzungen des Handelsforschungsinstituts auf einen kumulierten Umsatz von rund 1,31 Milliarden Euro. Das war ein Wachstum um 116 Millionen Euro oder 9,7 Prozent gegenüber 2019.

Aus den Lockdowns des Vorjahres keinen Profit schlagen konnten die kleinen Lebensmittelgeschäfte mit Verkaufsflächen unter 400 Quadratmetern, wozu auch die Greißler zählen. In Niederösterreich und dem Nordburgenland gab es 2020 noch 420 Verkaufsstellen dieses Geschäftstyps. Ihre kumulierten Umsätze sind im Vorjahr um 2 Millionen Euro oder 0,6 Prozent auf nur noch 326 Millionen Euro zurückgegangen. (mm)

http://at.nielsen.com

Artikel teilen:

© 2021 - www.wirtschaftspressedienst.at
Donau Media Wirtschaftsverlag 1984 GmbH | Bahnstraße 6 | 2104 Spillern