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8.10.2021 - Ausgabe Nr. 1658

Klosterneuburger Startup-Firma gründet Tochtergesellschaft in Boston



„Um effektiv zu sein, brauchen Krebstherapien ein Target-Molekül, mit dem ein Medikament den Tumor angreifen kann“, stellt Randolf Kerschbaumer fest. Er ist Managing Director von OncoOne, einem Biotech Startup mit Sitz in Klosterneuburg. „Wir haben herausgefunden“, sagt er, „dass der oxidierte Makrophagenmigration-inhibierende Faktor (oxMIF) ein attraktives Target zur Entwicklung neuer Therapieformen gegen Krebs, aber auch noch andere Indikationen ist, weil es hochgradig tumorspezifisch wirkt.“

Öffentliche Förderungen von Organisationen, wie dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft(AWS) und der Österreichischen Forschungsförderungs GmbH (FFG) haben den Erfolg stark vorangetrieben.

Am 15. September 2021 gab das Unternehmen die Gründung seiner US-Tochtergesellschaft OncoOne US Inc als Basis für strategische Partnerschaften und Geschäftsentwicklungsaktivitäten bekannt. Sie hat ihren Sitz in Boston, Massachusetts, einem der führenden Biotech-Cluster der Welt.

Die Entwicklung neuer Therapien ist ein langwieriger Prozess. Die klinischen Studien dauern mehrere Jahre, da die Sicherheit und der therapeutische Nutzen in einer großen Patientengruppe nachgewiesen werden müssen. Dies alles wird in einem streng regulierten Prozess vollzogen, in dem die Behörden, wie die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und die US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) eng zusammenarbeiten.

Die Erfolgsbilanz zeigt, dass OncoOne Therapien entwickelt hat, die bei unterschiedlichen Tumoren Anwendung finden. „Insbesondere geht es uns darum, Therapiemöglichkeiten für Krebspatienten mit schlechten Prognosen zu erschließen, also um Patienten, für die es so gut wie keine Behandlungsmöglichkeiten gibt“, erklärt Randolf Kerschbaumer. „Aktuell erforschen wir das Potenzial von oxMIF im Einsatz gegen entzündlichen Erkrankungen, was uns ermöglichen würde, auch Therapien zu entwickeln, die nicht nur Krebspatienten zugute kämen.“ (jm)

http://www.oncoone.com

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