NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1524 vom 15.02.2019

15.02.2019
NÖ Bezirke an hochrangigen Straßen boomen, jene ohne dünnen aus

Die Bezirke in Niederösterreich, die mit hochrangigen Verkehrsachsen erschlossen sind, haben in den letzten zehn Jahren zum Teil deutlich an Einwohnern hinzugewonnen. Solche hingegen, wohin keine Autobahn oder Schnellstraße führt, schrumpfen markant. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Statistik Austria über die Bevölkerungsentwicklung Niederösterreichs in den Jahren zwischen 2009 und 2019 hervor.

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst den vorliegenden Zahlen entnimmt, ist die „Boom-Region“ Nummer 1 in Niederösterreich der Bezirk Bruck/Leitha. Dort ist die Bevölkerung in den letzten zehn Jahren um 11.100 Personen oder 12,2 Prozent auf 102.000 Einwohner gewachsen. Bruck/Leitha profitiert nicht nur von seiner Nähe zu Wien und dem Wirtschaftsmotor Flughafen, sondern hat auch mit der Ostautobahn A4 und der Wiener Aussenring-Schnellstraße S1 eine exzellente Verkehrsinfrastruktur.

Stark zugelegt hat die Einwohnerzahl in den Jahren 2009-2019 laut Statistik Austria auch in den an der Südautobahn A2 gelegenen Bezirken Baden (plus 10.200 oder 7,5 Prozent auf 146.200) und Mödling (plus 6.300 oder 5,6 Prozent auf 119.000), am Nordabschnitt der S1 im Bezirk Gänserndorf (plus 9.300 oder 9,9 Prozent auf 103.700), in den von der Westautobahn A1 erschlossenen Regionen Purkersdorf und Wienerwald im Bezirk St. Pölten-Land (plus 6.800 oder 5,5 Prozent auf 131.100) sowie auch in den Bezirken Tulln (plus 8.900 oder 9,4 Prozent auf 103.800) und Korneuburg (plus 7.100 oder 8,4 Prozent auf 90.900), deren wirtschaftliche Verkehrsadern die Donauufer-Autobahn A22 und die Stockerauer Schnellstraße S5 sind.

Düster fallen die Ergebnisse der Statistik Austria für jene peripheren Regionen aus, wo hochrangige Straßenverbindungen fehlen. So haben die Waldviertler Bezirke Zwettl (minus 1.900 oder 4,4 Prozent auf 42.200) und Gmünd (minus 1.700 oder 4,4 Prozent auf 36.800) deutliche Bevölkerungsrückgänge hinnehmen müssen, der Bezirk Waidhofen/Thaya sogar ein Minus um 5,2 Prozent oder 1.400 auf 25.900 Einwohner. Ohne leistungsfähige Schnellstraße fährt auch der Alpenvorland-Bezirk Lilienfeld auf Schrumpfkurs: Dort hat die Einwohnerzahl in den Jahren 2009 bis 2019 um 1.000 oder 3,9 Prozent auf 25.800 abgenommen. (mm)

http://www.statistik.at



15.02.2019
Der Tourismus im Weinviertel entwickelt sich sehr erfreulich

Für die Beherbergungsbetriebe im Weinviertel ist das Tourismusjahr 2018 sehr gut verlaufen. „Von Anfang Jänner bis Ende Dezember haben wir in der Tourismusregion Weinviertel rund 630.000 Nächtigungen verzeichnet“, teilt Hannes Weitschacher, Geschäftsführer der Weinviertel Tourismus GmbH, dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. „Das sind um 11.700 Nächtigungen oder 1,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Jahres davor“, fügt er hinzu.

71 Prozent der Gäste, die im Weinviertel übernachten, kommen aus dem Inland, 29 Prozent aus dem Ausland. Bei den Inländer-Nächtigungen liegen die Niederösterreicher mit mehr als 151.000 an der Spitze, gefolgt von Wien (123.000), Oberösterreich (60.000) und der Steiermark (52.000). Die meisten Ausländer-Nächtigungen im Weinviertel entfallen mit knapp 65.000 auf deutsche Staatsbürger. „Bei den Gästen aus Deutschland hat es ein erfreuliches Plus von 2,9 Prozent gegeben“, informiert Weitschacher.

Von besonderer Bedeutung für den Tourismus in der Region ist naturgemäß der nahe gelegene Wiener Markt. Doch obwohl nach einer Umfrage drei von vier Bewohnern der Bundeshauptstadt gern Tagesausflüge unternehmen, führen nur zwölf Prozent dieser Kurzeisen in das Weinviertel. In den kommenden beiden Jahren soll deshalb eine von der Erste Bank unterstützte Marketingoffensive den Wienerinnen und Wienern Lust auf einen Entdeckungstrip in diesen Teil Niederösterreichs machen.

„Wir wollen unsere geographische Nähe zu Wien verstärkt in den Vordergrund rücken und insbesondere in der Stadt bekannter machen, wie gut man im Weinviertel Naturerlebnis, Kultur und kulinarischen Genuss miteinander kombinieren kann“, sagt Landtagsabgeordneter Kurt Hackl, Aufsichtsratsvorsitzender der Weinviertel Tourismus GmbH. Schon jetzt zeigt diese Strategie Erfolge: Regionsspezifische Angebote, wie „In die Grean gehen“, „Tafeln im Weinviertel“ oder „Advent im Weinviertel“ sowie das ausgedehnte Radwegenetz, finden großen Anklang. (mm)

http://www.weinviertel.at



15.02.2019
WIFI Niederösterreich präsentiert Rekord-Bilanz für 2018

Das WIFI Niederösterreich kann für das abgelaufene Jahr eine Rekord-Bilanz präsentieren. „Mehr als 47.800 Kursteilnehmer haben an knapp 4.400 Kursen teilgenommen, was unsere konstant positive Entwicklung als Markt- und Qualitätsführer in der beruflichen Erwachsenenbildung bestätigt“, so WIFI-Institutsleiter Andreas Hartl.

Exakt waren es 47.823 Kursteilnehmer, um 12,5 Prozent mehr als 2017, die an Kursen und Seminaren in der Zentrale St. Pölten sowie in den sechs WIFI-Zweigstellen in Amstetten, Gänserndorf, Gmünd, Mistelbach, Mödling und Neunkirchen teilgenommen haben. Für Hartl ist das rasche Reagieren auf die Erfordernisse der Kunden bzw. der Wirtschaft eines der Erfolgsgeheimnisse. Aktuell seien es vor allem Themen der Digitalisierung sowie die Datenschutz-Grundverordnung gewesen, die das Kursgeschehen dominiert haben.

Dazu kommt, dass auch die Kundenzufriedenheit passt. Mit einer Gesamtbewertung von 1,2 nach der Schulnotenskala darf sich das Aus- und Fortbildungsinstitut der Wirtschaftskammer NÖ über ein ausgezeichnetes Zeugnis der Kursteilnehmer freuen. Hartl: „Auch das Seminaranbieter-Ranking des Industriemagazins konnten wir wieder für uns entscheiden.“

Das WIFI NÖ kümmert sich auch intensiv um eines der wichtigsten Themen in den blau-gelben Wirtschaft – nämlich das Suchen und Finden bzw. das Binden qualifizierter Fachkräfte an die Betriebe. So sind neue Angebote wie der Ausbilderkongress und die WIFI-Lehrlingsakademie ins Leben gerufen worden. Und ein Renner bleibt auch die breite Palette technischer Ausbildungen, etwa die Vorbereitungskurse auf die Meister- und Befähigungsprüfungen oder die WIFI-Werkmeisterschule.

Verstärkte Nachfrage ortet man im WIFI Niederösterreich auch nach den Veranstaltungsangeboten der WIFI-Unternehmerakademie. „In diesem Segment erzielten wir eine Steigerung um 34 Prozent. Damit untermauert das WIFI seine Position als Top-Weiterbildungsanbieter für Unternehmer in Niederösterreich“, stellt WIFI-Kurator Gottfried Wieland mit Freude fest.

Dieser Erfolg kommt freilich nicht von allein. Die NÖ Wirtschaftskammer investiert laufend in die Infrastruktur des Institutes. So sind im Vorjahr die WIFI-Werkstätten mit neuen Robotern und einer CNC-Maschine auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden. Erweiterungen und Modernisierungen gab es auch für das Gesundheitszentrum sowie für das WIFI-Kundenservice, das sich seit November des Vorjahres in einem neuen Kleid präsentiert. (rz)

http://www.noe.wifi.at



15.02.2019
Wirtschaftsraum Schwechat weiterhin sehr prosperierend

Die Wirtschaftskraft der Region Schwechat geht aus einem Zehnjahres-Vergleich der aktiven Betriebsstandorte des Gerichtsbezirkes Schwechat hervor. Aus 2.913 im Jahr 2008 sind mit einer Steigerung um 67 Prozent im Jahr 2018 4.881 geworden. Der Schwechater Wirtschaftskammer-Obmann Fritz Blasnek führt das im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst beim traditionellen Wirtschaftsempfang der Bezirksstelle in erster Linie auf den Flughafen Wien als den Wirtschaftsmotor in der Region zurück: „Alle Bauvorhaben und Erweiterungen wirken sich nachhaltig positiv auf unsere lokalen Unternehmen aus.“

Besonders angetan ist Blasnek von der Entwicklung der Lehrlingsausbildung im Gerichtsbezirk Schwechat. Dort ist die Zahl der Lehrlinge um 13 Prozent auf 655 gestiegen. „Unseres Wissens nach ist das der größte Anstieg in ganz Niederösterreich“, so Blasnek. Die Zahl der Lehrbetriebe hat sich sogar um mehr als 15 Prozent auf 166 erhöht. Den jungen Menschen werden 73 Berufe angeboten. Trotz guter Zahlen hält es der Wirtschaftskammer-Obmann für „weiterhin wichtig, für eine duale Ausbildung zu werben. Schließlich ist sie das nachhaltig beste Rezept gegen den Facharbeitermangel.“

Ein Sorgenbündel ist noch immer der Verkehr. Sehnsüchtig wartet man hier auf den Schluss des S1-Rings um Wien. Leichte Besserung hingegen ortet Blasnek im öffentlichen Verkehr. In Leopoldsdorf, wo er selber Bürgermeister ist, gibt es bereits drei Buslinien, die tagsüber zusammen einen Viertelstundentakt bieten. Prinzipiell positiv sieht er auch eine mögliche Ausweitung der Kernzone Wien des Verkehrsverbundes Ostregion (VOR) auf die Randgemeinden der Bundeshauptstadt. Allerdings müssten die Gemeinden dafür sehr hohe Beträge zahlen, die besonders für kleinere Gemeinden nicht leistbar sind. (hm)

http://wko.at/noe/schwechat



15.02.2019
Welser Profile bleibt seinen beiden Standorten im Mostviertel treu

Eine Standortgarantie für seine Produktion im Mostviertel gibt der Metallverarbeiter Welser Profile an. „Wir werden unser Geschäft nicht verlegen, nur weil der Protektionismus auf der Welt gerade Mode ist“, sagt Welser Profile-Geschäftsführer Thomas Welser in einem Interview mit dem „Industriemagazin“. 80 Prozent des Umsatzes erwirtschafte man im Ausland. Wichtig sei es, sich auf die Stärken, die man habe, zu fokussieren „und nicht zu glauben, die Strategien zu lange oder zu intensiv auf die Abschottung der Märkte auszurichten“, betont Thomas Welser. Im Geschäftsjahr 2017 hat das metallverarbeitende Unternehmen 550 Millionen Euro umgesetzt, um 20 Prozent mehr als 2016.

Welser Profile stellt an zwei Standorten in Ybbsitz und Gresten Spezialprofile her, die vor allem im Fahrzeugbau, in der Bau- und Beschlägeindustrie, in der Lager-, Förder- und Befestigungstechnik sowie in der Klima- und Umwelttechnik Verwendung finden. Das Industrieunternehmen, betreibt neben den beiden Werken im Mostviertel auch noch eine Fabrik in Bönen, im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen, sowie seit Mitte 2018 noch eine vierte in Valley City im Bundesstaat Ohio in den USA. Welser beschäfigt weltweit mehr als 2.500 Mitarbeiter, davon rund 1.200 in Österreich. (mm)

http://www.welser.com



15.02.2019
NĂ– Unternehmen sehen China als interessanten Exportmarkt

Weil China immer mehr als attraktiver Exportmarkt wahrgenommen wird, will eine Wirtschaftsdelegation aus Niederösterreich im April an Ort und Stelle an den Schrauben drehen, um heimischen Unternehmen die Türen zu öffnen. „Die Exporte mit einem Volumen nach China von derzeit 400 Millionen Euro pro Jahr bewegen sich noch auf einem eher niedrigen Niveau. Das soll sich bis 2023 auf 500 Millionen Euro erhöhen, womit dann noch immer Luft nach oben bleibt“, sagte Landesrätin Petra Bohuslav, die diese Delegation anführen wird, bei einer Veranstaltung der ecoplus zum Thema Exportmarkt China.

Auf die großen Chancen und Möglichkeiten wies auch die Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer Sonja Zwazl hin. Gute Möglichkeiten am chinesischen Markt zu punkten, sieht sie insbesondere in der Qualität der niederösterreichischen Produkte, wonach dort eine große Nachfrage herrsche. Unterstützt werden die heimischen Unternehmen von der Wirtschaftskammer auch mit fünf Außenwirtschaftszentren und zwei Außenwirtschaftsbüros in den Wirtschaftsmetropolen Chinas.

Über ihre praktischen Erfahrungen am chinesischen Markt berichteten Johann Marihart von der AGRANA, Stefan Pollmann von Pollmann International, Werner Reicher von der Umdasch Group AG und Manfred Wildauer von Kotányi. Übereinstimmend hoben sie die großen Chancen hervor, die der chinesische Markt mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von sechs Prozent biete. Wichtig für einen Erfolg sei aber auch, sich auf die chinesische Kultur einzustellen. In der Exportstatistik der NÖ Wirtschaft liegt China derzeit an 15. Stelle. (hm)

http://www.ecoplus.at



15.02.2019
Internetplattform „Kostbares Weinviertel“ stellt Selbstvermarkter vor

Vor einem Jahr haben die Vereine „Weinviertel Ost“, „Weinviertel West“ und „Landentwicklung um Hollabrunn“ die Internetplattform „Kostbares Weinviertel“ gegründet. Vertreter der neuen Plattform ist Friedrich Schechtner, Obmann der Bauernkammer Hollabrunn. „Unser Ziel ist es, Konsumenten und Produzenten schnell und unkompliziert zusammen zu bringen. Direkt vom Bauernhof zu kaufen, schafft nicht nur Einkommen für die Betroffenen, sondern ist auch aktiver Klima- und Umweltschutz“, erklärt er dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Wie erfolgreich die neue Plattform ist, beweisen die ersten Zahlen aus dem Vorjahr. So ist die Plattform 105.000 mal aufgerufen worden. 268 Produzenten haben sich gemeldet, die 3.226 verschiedene Produkte anbieten. „Lebensmittel sind Erzeugnisse der Landwirtschaft und nicht nur im Supermarkt erhältlich“, begründet Schechtner die Aktion. „Heuer wird deshalb unser Schwerpunkt sein, in Schulen und Kindergärten für dieses Bewusstsein zu werben.“ Ein weiteres Ziel der neuen Plattform ist es, neben der eigenen Bevölkerung und der Gastronomie auch den Besuchern des Weinviertels die punktgenaue Suche nach Direktvermarktern schmackhaft zu machen.

Als nächste Maßnahmen hat sich der Verein „Kostbares Weinviertel“ vorgenommen, seine Mitgliedsbetriebe mit Werbeberatung bestmöglich zu unterstützen und mit Gewinnspielen die Plattform der Bevölkerung näher zu bringen. „Einen umfassenden Überblick über die Verarbeitung und Vermarktung bäuerlicher Lebensmittel und Dienstleistungen zu bieten, bleibt eine große Herausforderung für die Zukunft“, sagt Obmann Friedrich Schechtner. (km)

http://www.kostbares-weinviertel.at



15.02.2019
Pilotlehrgang verschafft Lehrlingen bessere Qualifizierung

Nach intensiven gemeinsamen Anstrengungen und enger Zusammenarbeit mit dem WIFI St. Pölten ist es dem Kunststoff Cluster, ecoplus sowie den Wirtschaftskammer-Fachvertretungen der Kunststoffverarbeiter und der Chemischen Industrie gelungen, eine Werkmeisterschulung für bessere Qualifikationen in der Kunststoffverarbeitung auf Schiene zu bringen. „Mit dem Pilotprojekt im WIFI St. Pölten, das den aktuellsten Lehrstoff vermittelt, ist der erste Pilotlehrgang mit 23 Teilnehmern im September des Vorjahres gestartet worden. „Der Lehrgang wird von den Betrieben für ihre Mitarbeiter finanziert und ist von ecoplus gefördert. Ohne die Finanzierung und Förderung wäre das nicht möglich gewesen“, erklärte Landesinnungsmeister Markus Brunnthaler dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Zurzeit gibt es in Niederösterreich 147 aktive Kunststoffverarbeitende Betriebe, die 2.848 Mitarbeiter beschäftigen. 16 Lehrbetriebe bilden 42 Lehrlinge aus – 17 zu Kunststoffformgebern und 25 zu Kunststofftechnikern. „Hier sind wir zwar auf einem guten Weg“, so Brunnthaler. „Den Mangel an Facharbeitern haben wir damit aber noch nicht gelöst. Er ist nach wie vor ein Problem. Auch durch einen zweiten Bildungsweg, den WIFI und AMS mit verkürzter Lehrzeit anbieten, ist der Mangel nicht zu beheben.“

Das abgelaufene Jahr 2018 ist für die Branche der Kunststoffverarbeiter ein einigermaßen zufriedenstellendes gewesen. „Die gute Konjunktur war das ganze Jahr zu spüren und für alle Bereiche zufriedenstellend. Mit den Vorschauen für 2019 ist aber eine Ernüchterung eingetreten“, so Brunnthaler. „Die Planmengen sind von einigen Technikkunden deutlich zurückgenommen worden. Besonders im Sektor Automotiv wird es kein besonderes Jahr werden. Hier fehlen 20 Prozent und mehr.“

Ohne vorausschauende Disposition sei ein Materialeinkauf nicht mehr möglich. „Die Verfügbarkeiten sowie die Lieferzeiten“, so der Innungsmeister, „sind sehr oft nicht nachvollziehbar. Lieferzeiten von 12 bis 14 Wochen bei technischen Kunststoffen sind keine Seltenheit, betrifft aber unerklärbar nicht alle Lieferanten.“

Ein weiteres Thema hingegen betreffe das Image der Branche: die aktuelle mediale Berichterstattung ĂĽber die VermĂĽllung der Meere durch Einwegkunststoff und Mikroplastik. Hier werde mit vielen Halbwahrheiten sowie schlichtweg falschen Aussagen ein extrem negatives Bild auf die Branche geworfen. Dem entgegen zu treten, sei die Politik gefordert. (dsh)

http://www.kunststoffverarbeiter.at



15.02.2019
ABA lotst 32 internationale Firmen nach Niederösterreich

32 internationale Unternehmen haben 2018 auf Initiative der Austrian Business Agency (ABA), der Betriebsansiedlungsgesellschaft des Bundes, neue Firmenstandorte in Niederösterreich gegründet. Das waren um drei mehr als 2017, als sich 29 Unternehmen aus dem Ausland zwischen Enns und Leitha niedergelassen hatten. Die ABA arbeitet bei ihren Aktivitäten stets eng mit der NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus zusammen.

Den „dicksten Fisch“ haben die Betriebsansiedler in Großebersdorf im Bezirk Mistelbach an Land ziehen können. Dort hat der US-amerikanische Online-Händler Amazon seinen ersten Logistikstandort in Ostösterreich in Betrieb genommen. Das Unternehmen schafft auf den 9.800 Quadratmetern des neuen Verteilzentrums rund 150 Arbeitsplätze. Amazon investiert in Transportinfrastruktur und Innovationen, um die Kapazitäten der Lieferkette und ihre Effizienz zu erhöhen. (mm)

http://www.aba.gv.at

http://www.amazon.at



15.02.2019
Kahlbacher erwartet erst 2020 Verkaufszuwächse

Schneefräsen, Schneepflüge, Streufahrzeuge – alle diese Winterdienstgeräte werden u.a. auch von der Firma Kahlbacher entwickelt und produziert. In erster Linie geschieht das am Stammsitz des Unternehmens, in Kitzbühel. Aber auch das Werk Amstetten trägt insbesondere mit seinen Servicearbeiten im Osten Österreichs zum Geschäftserfolg wesentlich bei.

Die massiven Schneefälle in den letzten Wochen und der insgesamt überdurchschnittlich niederschlagsreiche Winter sollen zwar das Geschäft beflügelt haben. Pressesprecherin Christa Kahlbacher relativiert aber: „Unsere Verkäufe haben sich aufgrund des starken Winters derzeit nicht erhöht. Meist wirkt sich ein so starker Winter eher auf das Folgejahr aus“. Sie räumt aber ein, dass man bei den verkauften Ersatzteilen einen deutlichen Anstieg beobachten konnte.

Bereits in den 1970er Jahren war Kahlbacher klar geworden, dass es „notwendig ist, einen Standort im Osten des Landes zu haben, um Transportwege zu verkürzen.“ Erst vor wenigen Monaten ist der Standort Amstetten modernisiert und ein Produktions-Zubau mit 800 m2 errichtet worden. „Bislang waren es vor allem Lkw-Aufbauten, die in Amstetten einen wesentlichen Produktionsanteil ausgemacht haben. Die Erweiterung erfolgte aufgrund eines zugesagten Auftrages, für den die Produktion im Laufen ist. Details und Zahlen kann ich dazu noch nicht sagen“, erklärt Christa Kahlbacher dem NÖ Wirtschaftspressedienst. (jm)

http://www.kahlbacher.com



15.02.2019
Amazon schupft in Großebersdorf täglich bis zu 30.000 Packerl

Vor kurzem hat der US-amerikanische Online-Versandhändler Amazon sein neues Verteilzentrum in Großebersdorf im Bezirk Mistelbach, das schon seit Oktober 2018 im Probebetrieb läuft, im Beisein von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Niederösterreichs Landesrat Ludwig Schleritzko offiziell eröffnet. Der 9.800 Quadratmeter große Standort in einer Halle im Gewerbepark Eibesbrunn ist der erste des börsennotierten Konzerns in Österreich.

„Hier werden jeden Tag zwischen 25.000 und 30.000 Pakete zuerst sortiert und dann an Kunden im Ballungsraum Wien ausgeliefert“, gibt Bernd Gschaider, Direktor von Amazon Logistics, bekannt. Die Pakete erhält das Verteilzentrum in Großebersdorf von großen Logistikzentren in ganz Europa. An die Kunden zugestellt werden die Pakete von regionalen Amazon-Partnerfirmen, die dazu 250 Fahrzeuge im Einsatz haben.

Im Verteilzentrum in Großebersdorf beschäftigt der Online-Händler 150 Mitarbeiter. 2017 hat Amazon in Österreich mit dem Versandgeschäft einen Umsatz von 690 Millionen Euro erzielt. Weltweit erwirtschaftet der Konzern mit 648.000 Beschäftigten auf allen Kontinenten Erlöse in Höhe von fast 233 Milliarden US-Dollar. (mm)

http://www.amazon.at

http://www.gewerbepark-eibesbrunn.at



15.02.2019
Firma in Brunn am Gebirge als Drehscheibe fĂĽr Orientteppiche

Auf den Großhandel mit handgeknüpften Teppichen hat sich die Oritop GmbH in Brunn am Gebirge, Bezirk Mödling, spezialisiert. Sie fungiert als internationale Drehscheibe mit einer Exportquote von etwa 40 Prozent. Bezogen wird die Ware aus dem Norden Afghanistans. 60 Prozent werden in Österreich an Einrichtungshäuser und den Fachhandel geliefert. Die Ausfuhr geht nach Deutschland, USA, Libanon und Israel.

„Zum einen lassen wir die Teppiche in Afghanistan auf Auftrag und Kundenwunsch knüpfen. Dort überwachen lokale Partner die Produktion, die in Heimarbeit erfolgt. Bezahlt wird nach Quadratmetern und Knoten des fertigen Teppichs. Außerdem kaufen diese Partner fertige Ware auch auf Basaren auf. Auf jeden Fall legen wir sehr großen Wert auf Qualität und handwerkliches Können“, erklärt Fritz Langauer, Seniorchef von Oritop, dem NÖ Wirtschaftspressedienst und betont, dass Teppiche heutzutage neben Afghanistan nur noch im Iran, Indien und wenig in Pakistan handgeknüpft würden.

Da auch handgeknüpfte Teppiche dem Wandel von Mode und Publikumsgeschmack unterliegen, hat Langauer zusammen mit dem Wirtschaftsjournalisten Ernst A. Swietly das Buch - „Der handgeknüpfte Teppich“ - über moderne Teppiche geschrieben, das in Deutsch und Englisch erhältlich ist. Die letzte Literatur über moderne Teppiche ist 1978 erschienen.

„Seit dieser Zeit“, so Langauer, „hat sich sehr viel getan. Zum Beispiel sind jetzt bei jungen Menschen hellere oder leicht verwaschene Farben beliebt, und auch die Muster sind einem Wandel unterzogen.“ Mit diesem Buch will er nicht nur privat interessierte Leser informieren, sondern auch dem Fachpersonal in Möbelhäusern eine Schulungsunterlage zur Hand geben, wo meist der Teppich passend zur Einrichtung erstanden wird.

Oritop verfügt am Standort über ein Lager von etwa 1.000 Quadratmetern, wo klassische und moderne Teppiche in Größen von 40 mal 60 Zentimeter bis zu 3,5 mal 4,5 Meter vorrätig sind. Laut Langauer gibt es handgeknüpfte Teppiche bis zu 100 Quadratmetern. solche werden besonders in den USA verlangt. Mit vier Mitarbeitern erzielt Oritop einen Jahresumsatz von etwa fünf Millionen Euro. (hm)

http://www.oritop.at