NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1422 vom 17.02.2017

17.02.2017
Die Tourismusbilanz 2016 der NÖ Städte und Gemeinden

Im vergangenen Jahr hat der NÖ Tourismus gegenüber 2015 ein Nächtigungsplus um 98.000 oder 1,4 Prozent auf rund 6,9 Millionen Übernachtungen erzielt. Die landesweite Bilanz setzt sich freilich aus der Summe von zum Teil sehr unterschiedlichen Ergebnissen in den einzelnen Gemeinden zusammen. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat sich einige interessante Zahlen, die die Statistik Austria erhoben hat, im Detail angesehen.

Waldviertel: In dieser NÖ Tourismusdestination hat es bei den Übernachtungszahlen viele Gewinner gegeben. Moorbad Harbach hat mit 244.900 Nächtigungen ein um 0,3 Prozent besseres Ergebnis erzielt als 2015 und bleibt mit Abstand größte Tourismusgemeinde in der Region. Auch in anderen Waldviertler Kommunen sind die Übernachtungszahlen erfreulich gestiegen: Groß Gerungs (plus 7,8 Prozent auf 96.600) Gmünd (plus 5,9 Prozent auf 75.100), Langenlois (plus 9,9 Prozent auf 61.200), Gars/Kamp (plus 0,9 Prozent auf 60.700), Zwettl (plus 9,6 Prozent auf 59.400), Raabs an der Thaya (plus 31,3 Prozent auf 38.000) und Litschau (plus 4,7 Prozent auf 31.200).

Ein mehr oder weniger gleich gebliebenes Ergebnis haben Ottenschlag mit 66.900 bzw. Bad Traunstein mit 66.300 Nächtigungen erreicht. Weniger gut gelaufen ist es in Bad Großpertholz (minus 4,4 Prozent auf 34.100) und in Rastenfeld (minus 8,5 Prozent auf 32.900).

Weinviertel: Bad Pirawarth - die größte Tourismusgemeinde im nordöstlichen Niederösterreich – hat auch 2016 bei den Übernachtungszahlen zulegen können und hält nun mit einem erneuten Zuwachs um 1,9 Prozent gegenüber der Vorperiode bei 109.800 Nächtigungen. Positiv sind auch die Ergebnisse in jenen Gemeinden ausgefallen, wo Beherbergungsbetriebe mit hohem Qualitätsstandard locken: In Laa/Thaya stieg die Zahl der Nächtigungen um 7,8 Prozent auf 71.000, in Retz um 27 Prozent auf 33.400 und in Poysdorf um 22 Prozent auf 29.900.

Ebenfalls beachtlich ist das Ergebnis von Gerasdorf bei Wien, das einen Nächtigungszuwachs um 3,5 Prozent auf 58.700 verbuchen konnte. Zufriedene Gesichter auch in Stockerau – plus 9,6 Prozent auf 37.300 Übernachtungen und in Wolkersdorf (plus 11,4 Prozent auf 21.800).

Wienerwald und Wiener Umland: In Niederösterreichs nächtigungsstärkster Tourismusgemeinde, der Kurstadt Baden, geht es wieder erkennbar aufwärts. Im Vorjahr erreichte Baden 414.940 Nächtigungen – ein starker Anstieg um 7,2 Prozent und Sprung über die 400.000er-Schwelle. Auch Schwechat, die Nummer 2 im NÖ Tourismus, hat ein Nächtigungsplus um 4,9 Prozent erzielt und ist mit 307.700 gezählten Übernachtungen wieder über die 300.000er-Marke geklettert.

Südlich von Wien gut gelaufen ist es im Vorjahr für Vösendorf (plus 1,7 Prozent auf 236.400 Nächtigungen), Gumpoldskirchen (plus 5,0 Prozent auf 43.000) und Mödling (plus 50,3 Prozent auf 39.400), nicht gut für Bad Vöslau (minus 2,3 Prozent auf 133.000) und Perchtoldsdorf (minus 34,8 Prozent auf 57.300). Auch Guntramsdorf hat leicht verloren – minus 0,9 Prozent auf 56.500.

Wiener Alpen in NÖ: Bad Schönau, bei den Übernachtungszahlen das touristische Zugpferd im Süden Niederösterreichs, erreichte 223.800 Nächtigungen - ein Rückgang um 6,8 Prozent. Wieder erkennbar im Aufwind sind Grimmenstein (plus 3,6 Prozent auf 87.500 Nächtigungen) und Semmering (plus 0,1 Prozent auf 68.800). Puchberg/Schneeberg hat mit 74.200 Nächtigungen nahezu dasselbe Ergebnis erreicht wie 2015.

Unter den prominenten Verlierern in der Tourismusregion Wiener Alpen finden sich Reichenau/Rax (minus 1,1 Prozent auf 133.700 Nächtigungen) und die Stadt Wiener Neustadt, die 10,4 Prozent eingebüßt hat und 2016 auf 93.600 Übernachtungen gekommen ist.

Mostviertel: Mit Hilfe des neuen JUFA-Hotels hat Annaberg anscheinend den Turnaround geschafft. Die Tourismusgemeinde verbuchte einen Anstieg um 28,3 Prozent auf 62.900 Nächtigungen. Dagegen hat Göstling/Ybbs, Standortgemeinde des zweiten JUFA-Hauses auf dem Hochkar, 5,8 Prozent verloren und im Vorjahr nur noch 93.600 Nächtigungen erreicht.

Zu den Gewinnern im Mostviertel zählen u.a. Gaming (plus 1 Prozent auf 75.000 Übernachtungen), Waidhofen/Ybbs (plus 21,8 Prozent auf 66.500), Altlengbach (plus 37,9 Prozent auf 40.800), Amstetten (plus 1,8 Prozent auf 39.500), St. Valentin (plus 3,5 Prozent auf 34.800) und Herzogenburg (plus 21,8 Prozent auf 30.300). Größte Tourismusgemeinde im Mostviertel ist die Landeshauptstadt St. Pölten, die 2016 einen leichten Anstieg um 0,9 Prozent auf 141.900 Nächtigungen verzeichnen konnte.

Donau Niederösterreich: Auch diese NÖ Tourismusdestination hat im Vorjahr bei der Nächtigungsbilanz viele Sieger gesehen. Darunter ist die Stadt Krems, die mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent auf 280.000 Übernachtungen ein sehr gutes Ergebnis erzielt hat. Damit festigt die Wachau-Metropole im Ranking der NÖ Tourismusgemeinden hinter Baden und Schwechat den dritten Platz.

An der Donau positiv bilanzieren u.a. auch Melk (plus 12,5 Prozent auf 60.900), Dürnstein (plus 0,3 Prozent auf 53.800), Weißenkirchen in der Wachau (plus 2,5 auf 51.800), Bad Deutsch-Altenburg (plus 2,8 Prozent auf 51.100), Emmersdorf (plus 6,3 Prozent auf 42.000), Rossatz-Arnsdorf (plus 7,8 Prozent auf 37.100), Maria Taferl (plus 0,5 Prozent auf 34.300) und Pöchlarn (plus 7,7 Prozent auf 24.600).

Geschwächelt haben im Tourismusjahr 2016 an der Donau die Städte Klosterneuburg (minus 21,6 Prozent auf 101.800 Nächtigungen) und Tulln (minus 2,2 Prozent auf 82.500 Übernachtungen), Spitz/Donau (minus 1,4 Prozent auf 70.000), Fischamend (minus 1,5 Prozent auf 55.500) und Schönbühel-Aggsbach (minus 7,7 Prozent auf 18.900 Nächtigungen). (mm)

www.statistik.at

www.niederoesterreich.at



17.02.2017
Für die OMV ist das Weinviertel eine "Technologische Schatzkammer"

Fast 170 Millionen Euro wird die OMV heuer und 2018 in die Suche nach neuen sowie in die Förderung bestehender Erdöl- und Erdgasvorkommen im Marchfeld und im angrenzenden Weinviertel investieren. „Von diesem Betrag fließen ein Drittel in Explorationsbohrungen, zwei Drittel in Produktionsbohrungen an bestehenden Feldern“, gibt der für das Bohrgeschäft zuständige OMV-Vorstand Johann Pleininger bekannt. Bemerkenswert sei, dass die aus niederösterreichischem Boden geholte Fördermenge an Öl und Gas stabil bleibe und auch heute noch auf dem Niveau der 1980er Jahre liegt.

Dafür gibt es einen speziellen Grund: „Das Weinviertel ist eine wahre technologische Schatzkammer“, sagte OMV-Vorstandsvorsitzender Rainer Seele bei der Vorlage der Konzernbilanz über das Geschäftsjahr 2016. Hier bringe der Energiekonzern sein modernstes Gerät zur Anwendung – so u.a. die Richtbohr- und Horizontalbohrtechnik. „Unser Ausschöpfungsgrad, die Entölungsrate, liegt bei 60 Prozent. Weltweit sind es durchschnittlich nur 40 Prozent“, rechnete Seele vor. Auch bei Erdgas erreiche man so 90 Prozent gegenüber 80 Prozent weltweit.

„Hotspot“ der geplanten Bohraktivitäten, die noch im ersten Quartal 2017 starten werden, ist der Bezirk Gänserndorf, wo die OMV acht Projekte in Angriff nimmt. Besonders intensiv läuft die Suche nach neuen Öl- und Gasvorkommen in Prottes, wo fünf neue Bohrungen vorgesehen sind. Im Marchfeld stehen auf der Liste der geplanten Projekte weiters noch Matzen mit zwei Bohrungen und Schönkirchen mit einer Bohrung.

Zweimal wird der Energiekonzern im Bezirk Mistelbach nach Erdöl und Erdgas suchen - in Altlichtenwarth und Bernhardsthal. Darüber hinaus bohrt die OMV ab 2017 auch noch in der Ortschaft Roseldorf bei Niederhollabrunn im Bezirk Korneuburg sowie in Höflein an der Donau, wo man in großer Tiefe Erdgas vermutet. (mm)

www.omv.com



17.02.2017
Niederösterreichs Hotellerie sucht geeignetes Personal

Die heimische Hotellerie hat es nicht leicht, ausgebildete Fachkräfte und auch Anlernkräfte zu finden, berichtet Doris Reinisch, Obfrau der Fachgruppe der Hotellerie der NÖ Wirtschaftskammer dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Für viele Bewerber ist die Arbeit am Wochenende der Grund, die angebotene Stelle abzulehnen“, sagt sie. Hier müsse die Politik Anreize schaffen, etwa mit speziellen Steuervorteilen oder Freibeträgen.

Schwer getroffen hat die Branche, dass sie immer wieder zusammen mit der Gastronomie als Inflationstreiber hingestellt wurde. „Wenn der Staat die Mehrwertsteuer auf Nächtigung von zehn auf 13 Prozent erhöht und die Abschreibung von Gebäuden massiv verlängert, braucht sich niemand zu wundern, dass das nicht nur die Kalkulation der Betriebe verschlechtert, sondern sich auch in den Preisen widerspiegelt“, so Doris Reinisch. Dazu komme das Problem der Betriebsübergaben, die immer schwieriger geworden seien oder nicht mehr stattfänden. „Viele der potentiellen Übernehmer sind von den sich ständig verschlechternden Rahmenbedingungen entmutigt und wollen sich das nicht mehr antun“, betont sie.

Die Fachgruppenobfrau fordert daher, den Mehrwertsteuersatz zumindest wieder auf zehn Prozent zu senken, um speziell gegenüber dem deutschen Markt, wo der Steuersatz sieben Prozent ausmacht, wieder konkurrenzfähig zu werden. Auch bei der Abschreibdauer sollten die Fehler revidiert und die Fristen an die Praxis angepasst werden. „Das wichtigste wären aber“, sagt Reinisch, „neue Modelle einer flexibleren Gestaltung der Arbeitszeit. Deren Gegner und Verhinderer scheinen die Wünsche der Arbeitnehmer völlig zu übersehen. Damit könnten wir allen Beteiligten einen riesigen Sprung nach vorn ermöglichen.“

Als positiv am Geschäftsjahr 2016 wertet sie, dass sich die Auslastung gebessert habe. Nach wie vor schwierig sei es hingegen, angemessene Preise durchzusetzen. „Deshalb haben sich die durchschnittlich erzielten Presie auch nicht erhöht“, erklärt Doris Reinisch. „Da die Abgaben gestiegen sind, ist am Ende weniger übrig. Allen, die ob der guten Nächtigungszahlen eine Goldgräberstimmung in der Branche vermuten, sei gesagt: Auslastung ist kein Selbstzweck – wichtig ist es, was am Ende unterm Strich übrig bleibt!“

Für das heurige Jahr erwartet die NÖ Hotellerie eine stabil positive Entwicklung im Business- bzw. Seminargeschäft. „Im Ferien - bzw. Freizeitgeschäft muss man aber auch die politischen Entwicklungen im Auge behalten. Urlaub in Österreich ist zwar wieder modern, aber das Potential für Niederösterreich ist hier sicher noch nicht optimal ausgeschöpft“, so Reinisch.

Die Fachgruppe Hotellerie Niederösterreich besteht derzeit aus 1.292 aktiven Mitgliedern, die 1.386 aktive Betriebe führen, Hotels, Hotels Garni, Gasthöfe mit Beherbergung ab neun Betten, Pensionen, Frühstückspensionen, Schutzhütten, Jugendherbergen, Ferienwohnungen und freie Beherbergungsgewerbe bis zehn Betten. Davon sind 386 Betriebe als 1- bis 5-Sterne-Betriebe klassifiziert. Insgesamt beschäftigt die Branche 10.223 Mitarbeiter, davon 437 Lehrlinge in Ausbildung. (dsh)

www.hotelnoe.at



17.02.2017
Baumit verwandelt Umwelt-Kompetenz in Geschäftserfolge

Mit dem kalten Winter 2016/17 sollte auch die Sanierflaute zu Ende gehen und einer wieder wachsenden Investitionsneigung Platz machen. Das ist die Vision der in Waldegg im Piestingtal angesiedelten Wopfinger Baustoffindustrie GmbH und ihrer Marke Baumit. Eine Belebung erwartet man u.a. davon, dass 60 Prozent der vor 1990 errichteten Wohnungen einen Nachholbedarf wegen der fehlenden Dämmung haben. Die im Viva Forschungspark in Wopfing durchgeführten Untersuchungen haben ergeben, dass ein ungedämmtes Haus 250 Prozent mehr Energie verbraucht. „Das wären mehr als zwei Millionen Wohnungen oder rund 140 Millionen Quadratmeter Fassadenfläche“, erklärte Wopfinger-Geschäftsführer Robert Schmid dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Er sieht zuerst bei der Dämmung den Ansatz zur Verbesserung der Treibhausgas-Bilanz und nicht beim Verbot von einzelnen Heizungsarten.

Hatte man im Jahr 2016 einen Umsatzrückgang von zwei Prozent auf 145 Millionen Euro hinnehmen müssen, peilt man heuer wieder einen klaren Zuwachs an. „Zusätzlich zur Sanierflaute sind im letzten Jahr nämlich auch noch die Zementpreise und der Industriekalk stark unter Druck geraten. Das spiegelt sich in den Umsatzzahlen wider, obwohl das reine Baugeschäft sehr gut gelaufen ist“, so Schmid.

Der Viva Forschungspark in Wopfing ist der größte seiner Art in Europa. Er besteht aus zehn Musterhäusern mit unterschiedlichen Baustoffen, Putzen und Dämmungen. Nach dreijährigem Bestehen und zweijähriger Forschungstätigkeit zeigen die ersten Ergebnisse die Wichtigkeit des Dämmens. „Man darf nicht vergessen, dass eine gute Dämmung nicht nur gegen gegen Kälte, sondern auch gegen Hitze hilft“, sagt Schmid. Die Forschungen werden am Standort weitergeführt und der Häuserpark um zwei Gründerzeithäuser erweitert. Damit will man herausfinden, wie man solche Gebäude auch nachträglich am besten dämmen kann.

Pro Jahr verarbeitet Wopfinger eine Million Tonnen Kalkstein aus dem eigenen Steinbruch und beschäftigt 400 Mitarbeiter, von denen 40 in der Forschung und Entwicklung tätig sind. 20 Jugendliche lernen die Berufe Metall-, Elektro- und Baumaschinentechniker. Zur Muttergesellschaft Schmid Industrie Holding GmbH gehören neben den Beteiligungen Wopfinger und Baumit auch die Unternehmen Austrotherm und Murexin. Der Gruppenumsatz 2016 belief sich auf rund 1,4 Milliarden Euro. Weltweit beschäftigt der Firmenverbund 4.700 Mitarbeiter, davon 1.500 in Österreich. (hm)

www.wopfinger.at

www.baumit.com



17.02.2017
Wirtschaftsraum Schwechat entwickelt sich nach Plan weiter offensiv

Mit 527 Unternehmensgründungen im Jahr 2016 und 144 Lehrbetrieben, die 581 junge Menschen in 55 Berufen ausbilden, gibt der Wirtschaftsraum Schwechat ein kräftiges Lebenszeichen. Die aktiven Betriebsstandorte haben sich im letzten Jahr um sechs Prozent auf 4.441 erhöht. Als einen der starken Wirtschaftsmotoren der Region hebt der Schwechater Wirtschaftskammer-Obmann Fritz Blasnek den Flughafen Schwechat hervor, der mit der Errichtung des Office Park 4 der gesamten Region einen starken Impuls gebe. „Uns wurde versichert, dass dieser Park 4 auf jeden Fall errichtet werde, ungeachtet der gerichtlichen Ablehnung der dritten Flughafenpiste, die wir nicht so ganz nachvollziehen können, da ja alle Umweltverträglichkeitsprüfungen und auch die Bürgerbefragung positiv waren“, erklärte Blasnek im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst beim traditionellen Valentinsempfang.

Dass die Bezirksstelle Schwechat auch nach der Auflösung des Bezirkes Wien-Umgebung weiterhin bestehen bleiben wird, hat die Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer Sonja Zwazl bekräftigt: „Wir haben die Bezirksstellen nicht geschaffen, um sie zuzusperren. Das macht doch keinen Sinn. Wir wollen regional bei unseren Betrieben sein, daher bleiben alle Außenstellen bestehen, auch wenn sich die jeweiligen Bezirkszugehörigkeiten geändert haben.“ Diese Linie wird mit einer internen Erfolgsbilanz 2016 der Wirtschaftskammer Schwechat bestätigt. Ihre Beraterkontakte mit den Mitgliedsfirmen haben um elf Prozent auf 2.918 zugenommen. (hm)

http://wko.at/noe/schwechat



17.02.2017
Beliebtheit von Niederösterreichs Thermen bleibt ungebrochen

Auch 2016 waren Niederösterreichs Thermal- und Solebäder wieder sehr gut besucht. Im Vorjahr haben die sieben Anlagen, die über alle Landesviertel verteilt sind, mehr als 1,25 Millionen Eintritte verzeichnet. Das war ein Anstieg um 2,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015, teilt das Beratungsunternehmen Kreutzer Fischer & Partner dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. In ganz Österreich ist die Zahl der Eintritte in die Thermen nur um 0,8 Prozent auf 9,3 Millionen Besucher gewachsen.

In seiner Branchenstudie hat Kreutzer Fischer & Partner auch Detailergebnisse erhoben. Meistbesuchte Therme in Niederösterreich war im Vorjahr das Sole-Felsen-Bad Gmünd im Waldviertel mit 334.000 Gästen – ein Plus um 4,4 Prozent gegenüber 2015. Knapp dahinter liegt die von der VAMED Vitality World betriebene Therme Laa im Weinviertel, die 2016 einen Besucherzuwachs um 2,8 Prozent auf 331.000 Gäste verzeichnen konnte. In der drittplatzierten Therme Linsberg Asia in Bad Erlach wurden im vergangenen Jahr wie 2015 rund 254.000 Eintritte gezählt.

Weitere einschlägige Anlagen in Niederösterreich sind die Römertherme Baden, die Thermalbäder Bad Vöslau und Bad Fischau sowie das Ybbstaler Solebad in Göstling/Ybbs. Allen Thermen ist gemein, dass „die Zahl der Gäste, die einen ganzen Tag dort verbringen, beständig abnimmt“, stellt Studienautor Andreas Kreutzer fest. Die Besucher, von denen jeder zweite aus dem näheren Umkreis von 30 Kilometern stammt, würden heute – anders als vor zehn Jahren - nur noch wenige Stunden in der Therme verweilen. (mm)

www.branchenradar.com

www.thermen.at



17.02.2017
Fachhochschule Wiener Neustadt forscht für klingende Münze

Österreichs erste und älteste Fachhochschule (FH), die FH Wiener Neustadt, ist zu einem wichtigen Innovationspartner für die heimische Wirtschaft geworden. Wie die Akademie dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mitteilt, hat die FH Wiener Neustadt 2016 mit ihrer Forschungs- und Entwicklungsarbeit einen Umsatz von rund 2,7 Millionen Euro selbst erwirtschaftet. Zum Vergleich: 2006, also vor zehn Jahren, waren es erst 1,6 Millionen Euro gewesen.

Derzeit sind an der FH Wiener Neustadt, die Aussenstellen in Tulln, Wieselburg und Wien sowie das Forschungsunternehmen FOTEC betreibt, mehr als 3.600 Studierende aus 65 Nationalitäten inskribiert. Am stärksten nachgefragt ist die Studienrichtung „Wirtschaft“ mit rund 1.850 Studentinnen und Studenten, gefolgt von „Technik“ mit 1.000, „Gesundheit“ mit 500, „Sport“ mit 150 und „Sicherheit“ mit 100. Seit ihrer Gründung 1994 zählt die FH Wiener Neustadt mittlerweile mehr als 10.000 Absolventen.

Am Freitag, dem 24. Februar 2017, veranstaltet die FH Wiener Neustadt einen „Tag der Offenen Tür“, in dessen Rahmen sich Interessenten über die angebotenen Bachelor- und Master-Studien informieren können. Die FH-Standorte Tulln und Wieselburg halten analoge Veranstaltungen am 17. März bzw. 1. April ab. Beim „Tag der Offenen Tür“ stehen - im wahrsten Sinn des Wortes - alle Labors und Hörsäle der FH offen. Bei zahlreichen Vorlesungen und Workshops kann sich jeder Besucher ein Bild vom Leben auf dem Campus machen.

Weil qualifizierte Mitarbeiter das wichtigste Kapital jedes erfolgreichen Betriebes sind, lotst die FH Wiener Neustadt auch heuer wieder Top-Unternehmen zu sich. Die „Jobmesse“, die am 31. März 2017 bereits zum 20. Mal stattfindet, ist die größte FH-Recruitingmesse Österreichs. An 61 Standplätzen stellen namhafte Firmen, darunter u.a. MedAustron, Semperit, Magna, Wiener Städtische, Nestle oder Merkur, ihr Leistungsangebot vor. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen die Praktika für Studierende des Bachelor-Studiums. (mm)

www.fhwn.ac.at



17.02.2017
"Neuer" Bezirk Tulln startet mit mehr als 1.100 neuen Gewerbeanmeldungen

Mehr als 1.100 neue Gewerbeanmeldungen im Jahr 2016 – 816 im Bezirk Tulln sowie 312 in der Stadtgemeinde Klosterneuburg – zeigen, dass der nach der Auflösung des Bezirkes Wien-Umgebung nun vergrößerte Bezirk Tulln „wirtschaftlich weiter aufgewertet wird und dass sich am Wirtschaftswachstum der Region nichts ändert.“ Das betonte Christian Bauer, Obmann der Bezirksstelle Tulln der NÖ Wirtschaftskammer, aus Anlass des traditionellen Wirtschaftsgespräches in der Bezirkshauptstadt vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Behörden.

Ende Dezember 2016 hatte der Bezirk Tulln 6.048 Kammermitglieder. Die meisten Betriebe gehören zum Gewerbe und Handwerk mit einem Anteil von 45 Prozent. Darauf folgen der Handel mit 27 Prozent sowie Information und Consulting mit 15 Prozent. „Wir werden unseren Mitgliedern auch weiterhin die bestmögliche Betreuung garantieren – sowohl in der Bezirksstelle Tulln, als auch in der Außenstelle Klosterneuburg“, versicherte Bauer. (mm)

http://wko.at/noe/tulln



17.02.2017
Wieder erfolgreiches Geschäftsjahr für Fracht-Spezialist Lkw Walter

Die im Frachtgeschäft tätige Lkw Walter Internationale Transportorganisation AG mit Zentrale in Wiener Neudorf hat im Ende März 2016 abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 Umsatzerlöse in Höhe von 1,86 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das ist ein Anstieg um 150 Millionen Euro oder 8,7 Prozent im Vergleich zur Vorperiode. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ist sogar um 13,9 Prozent oder 11,2 Millionen Euro auf 91,7 Millionen Euro gewachsen. Diese Angaben entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der vor kurzem veröffentlichten Firmenbilanz.

Mit mehr als 1.500 Beschäftigten bringt die Lkw Walter Internationale Transportorganisation AG pro Jahr fast 1,4 Millionen Komplettladungen in Europa, Nordafrika, im Nahen Osten und in Zentralasien zu ihren Bestimmungsorten. Der 1924 gegründete Speditionsbetrieb steht zu 100 Prozent in Familienbesitz und zählt heute zu den 50 größten Unternehmen in Österreich. Die Lkw Walter Internationale Transportorganisation AG ist Teil der Walter Group, zu der auch der Walter Business-Park im Industriezentrum NÖ-Süd in Wiener Neudorf, die Container-Handelsgesellschaft Containex sowie die Firmen Walter Lager-Betriebe, Walter Leasing und Walter Immobilien zählen. (mm)

www.lkw-walter.at



17.02.2017
US-Präsident Donald Trump und seine Frisur sind der Faschingshit Nummer 1

„Heuer ist die Trump-Perücke sowohl im Verkauf als auch im Verleih von Männern wie auch Frauen besonders gefragt“, teilt Manuela Plank, die in Pfaffstätten einen Kostümerverleih betreibt, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Dazu ein Anzug und eine Krawatte, und das Kostüm ist schon fertig“, sagt sie. Mancher würde sich aber auch als Superheld verkleiden oder an aktuellen Kinofilmen orientieren wollen. 2016 seien Star Wars-Figuren der absolute Hit gewesen. Heuer seien es die Schlümpfe oder Minions – nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen.

Im Durchschnitt kostet das Ausleihen eines Kostüms 30 Euro - alles inklusive Schmuck oder sonstigen Accessoires. „Nur Schuhe verleihe ich nicht“, erklärt Plank. „Diese sind nämlich kaum zu reinigen, und die Reinigung ist das Wichtigste in unserer Branche. Die Menschen wollen Kostüme, die in Ordnung sind, aber vor allem sauber“.

Es sind eher die älteren Menschen, die den Verleih bevorzugen. Die Jungen würden in erster Linie Kostüme im Internet bestellen. Die Kostümverleiherin betreibt auch eine Schneiderei, so dass sie auf Wunsch Kostüme zuschneiden kann, wofür sie besonders gern zur Baumwolle greift.

Ihr Geschäft betreibt Plank ganzjährig. Etwa 8.000 Kostüme hat sie auf Lager. Neben den Faschingskostümen gibt es auch Bälle und nehmen Veranstaltungen zu, wo ebenfalls Verkleidungen erwünscht sind. Inzwischen werden auch Geburtstagspartys unter ein Motto gestellt. Dazu kommen auch noch Unternehmen, die zu Firmenfeiern unter einem Motto einladen. „In diesen Fällen erwarte ich eine wachsende Nachfrage, während sich in der Faschingszeit-Hauptsaison nur wenig verändern wird“, resümiert Manuela Plank zuversichtlich. (jm)

www.massmoden.at



17.02.2017
Hammerschmied bringt neue Geräte für Landschaftspflege auf den Markt

Kurz vor dem Start der Frühjahrssaison hat die Hammerschmied GmbH aus Leobendorf im Bezirk Korneuburg ihr Angebot an Landmaschinen erweitert. „Es sind das Produkte der Firma Noremat aus Frankreich, die sich durch ihren Bedienungskomfort und durch Langlebigkeit auszeichnen, was besonders für Gemeinden, Straßenmeistereien und Lohnunternehmen wichtig ist“, teilt Firmenchef Stefan Hammerschmied dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Maschinen für Ackerbau und Landschaftspflege an sowie ein komplettes Sortiment für Weinbauern, das von der Akku-Rebschere bis zur Trauben-Erntemaschine reicht.

„Vor 25 Jahren haben wir noch von der Produktion von Ackerwalzen gelebt. Davon ist praktisch nichts mehr übrig geblieben“, stellt Stefan Hammerschmied fest. Heute ist das Familienunternehmen mit seinen 21 Beschäftigten Importeur von Produkten namhafter Landmaschinenhersteller aus ganz Europa, deren Geräte vorwiegend in Österreich verkauft werden. Der Jahresumsatz hat im Vorjahr rund 6,5 Millionen Euro ausgemacht - Tendenz steigend.

Als Erfolg seines 1919 gegründeten und seit drei Generationen bestehenden Familienbetriebes nennt der Firmenchef neben dem Verkauf von Qualitäts-Geräten auch das mit optimaler Beratung gekoppelte Serviceangebot.

Gewinne der Hammerschmied GmbH werden laufend in die Modernisierung des Betriebes und in die Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. „Dazu gehört auch die Ausbildung unserer jungen Mitarbeiter. Derzeit sind drei Lehrlinge bei uns, die in transparenter Teamarbeit rasch auch Verantwortung übernehmen können“, sagt der Firmenchef, der der Teamarbeit einen großen Stellenwert einräumt. (km)

www.hammerschmied.at



17.02.2017
Versicherung für die gewerbliche Wirtschaft zog in St. Pölten ein

„Das Altpapier ist in Wien geblieben.“ So formulierte es Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner in ihrer Rede zur Eröffnung der Landesstelle Niederösterreich der Versicherung für die gewerbliche Wirtschaft (SVA). Übersiedelt ist diese aus Wien nach St. Pölten mit 170 Mitarbeitern, aber „ohne einen Papierakt“. Rund 120.000 in der Kranken- und Pensionsversicherung erfasste Personen aus Niederösterreich werden jetzt von St. Pölten aus betreut.

Es sei ein logischer Schritt gewesen, dass nach der Landesregierung und der Wirtschaftskammer und vielen weiteren Institutionen nun auch die SVA mit ihrer Landesstelle nach Niederösterreich übersiedelt ist, sagte Landesstellen-Vorsitzender Mario Pulker.
St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler darf sich nunmehr nicht nur über neue Einnahmen aus der Lohnsummensteuer für 170 Mitarbeiter der SVA freuen, sondern auch darüber, „dass der Gesundheitsstandort St. Pölten wieder gewachsen ist“. Außerdem stärke der neue Standort der SVA Landesstelle die Achse zwischen Regierungsviertel und Innenstadt.

Ulrike Rabmer-Koller, Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, hob die hohe Qualität des österreichischen Gesundheitswesens hervor, betonte aber auch, dass es auch „sehr teuer“ sei. Daher gelte es, die Mittel zielgerichtet einzusetzen und mehr Geld in Prävention und in die eigene Gesundheitskompetenz der Versicherten zu investieren.

Alexander Herzog, Obmann-Stellvertreter der SVA und selbst ein Ein-Personen-Unternehmer, hob die gelungene Übersiedlung „nur mit digitalen Akten“ hervor. „Wir werden hier mehr Aufgaben bei gleichbleibenden Kosten erledigen“, unterstrich er. Rund 60 Prozent der Belegschaft seien aus Wien nach St. Pölten übersiedelt, der Rest kommt aus der Region rund um die Landeshauptstadt. Gemeinsames Ziel seien „mehr gesunde Lebensjahre für die Versicherten“.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner gratulierte nicht nur zum neu adaptierten Bürogebäude, sie verwies auch auf die Angebote des Landes – wie die Aktion „tut gut“. Auch für die Unternehmer sei wichtig, dass die Mitarbeiterinnen gesund bleiben. Mikl-Leitner hob auch die Initiative der „Betriebshilfe“ von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl hervor, die ihrerseits die gute Zusammenarbeit mit der SVA unterstrich, gleichzeitig aber auch eine Forderung deponierte. „Die Verzugszinsen der SVA sind mittlerweile zwar schon halbiert worden, aber immer noch deutlich höher als in der freien Wildbahn'“, so Zwazl. Dieser Zinssatz müsse noch weiter gesenkt werden.

WKO-Präsident Christoph Leitl erinnerte in seiner Rede an den Gründer der SVA „vor 60 Jahren“, nämlich an den St. Pöltner Julius Raab, der damals mit seiner Initiative noch „blankes Entsetzen ausgelöst“ habe. Leitl hatte auch einige sehr interessante Zahlen mitgebracht. Etwa, dass Selbständige um 25 Prozent weniger krank seien als unselbständig Erwerbstätige und dafür ihre Lebenserwartung aber um drei Jahre höher sei. Die neue SVA Landesstelle in St. Pölten entspreche einem Bekenntnis zu einem „klugen und kooperativen Föderalismus“, der kostengünstiger sei als blinder Zentralismus.

Propst Maximilian Fürnsinn segnete die neue Landesstelle und die Mitarbeiterinnen mit dem Wunsch, sie mögen zum Segen der Versicherten da sein. Dieser „Segen ist dort, wo es soziale Kompetenz gibt“, sagte er. (rz)

www.svagw.at



17.02.2017
Audio-Thema: Welttag der Fremdenführer mit Gratisführungen in 7 NÖ Städten & Orten