NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1444 vom 21.07.2017

21.07.2017
Personenschifffahrt auf der Donau ist ein Tourismusmagnet

Die Personenschifffahrt auf der Donau entwickelt sich immer mehr zu einem Tourismusmagneten. 2016 sind auf Österreichs größtem Fluss rund 1,23 Millionen Passagiere befördert worden. Das ist ein Anstieg um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst dem aktuellen Jahresbericht 2016 der viadonau, der Wasserstraßengesellschaft des Bundes.

Den größten Zuwachs gab es bei den Flusskreuzfahrten. Mit den 168 auf der Donau verkehrenden Kreuzfahrtschiffen waren im Vorjahr 415.000 Passagiere unterwegs. Das waren um 7,8 Prozent mehr als 2015.

Im Linienverkehr sind 2016 in Summe rund 705.000 Personen befördert worden. Damit verbuchten die Dienste in der Wachau, im Wiener Abschnitt der Donau und des Donaukanals sowie auf den Strecken Wien-Bratislava und Wien-Budapest einen Passagieranstieg um 5,2 Prozent. Lediglich im Gelegenheitsverkehr mit Charterfahrten gab es im Vorjahr mit 110.000 beförderten Personen einen Rückgang um 4,4 Prozent.

Nicht nur die Zahl der Passagiere, auch der Verkehr auf dem 350 Kilometer langen Abschnitt der Donau in Österreich hat 2016 zugenommen. Das geht aus der jährlichen Statistik des Schleusenbetriebs an den Donaukraftwerken hervor. Für allein fahrende Schiffe und Schiffsverbände öffneten und schlossen sich die Schleusentore an den neun österreichischen Donaukraftwerken im Vorjahr 93.300 mal. Das ist ein Anstieg um 3,5 Prozent gegenüber 2015.

Während im Güterverkehr die Zahl der geschleusten Schiffseinheiten um 1,6 Prozent auf 51.600 nur leicht gestiegen ist, gab es beim Personenverkehr einen deutlichen Zuwachs: Im Vorjahr durchfuhren nationale und internationale Linien-, Charter- und Flusskreuzfahrtschiffe die Kraftwerksschleusen 41.700 mal – das waren um sechs Prozent mehr Passagen als 2015. (mm)

www.viadonau.org



21.07.2017
Niederösterreichs Diskotheken wollen in Zukunft mehr Events anbieten

Da es nach wie vor ein Überangebot an Veranstaltungen gibt, herrscht in den meisten heimischen Diskotheken im Sommer eine Flaute. Gefeiert wird in den Diskotheken erst wieder ab Spätherbst, stellt Kurt Reischer, Diskothekenbetreiber und Ausschussmitglied der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Niederösterreich, gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst fest. „Dem versuchen wir entgegenzuwirken, indem wir ebenfalls auf zusätzliche Events setzen“, sagt Reischer. „Fakt ist nämlich, dass es mittlerweile beinahe in jedem Ort am Wochenende eine Vereinsveranstaltung bzw. jedes Wochenende irgendein Fest gibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass unsere Branche mit speziellen Events während des Sommers punkten kann, sofern hier faire Rahmenbedingungen geschaffen werden.“

Derzeit gibt es im gesamten Bundesland 281 Bars, Tanzlokale und Diskotheken, die zusammen 673 Mitarbeiter beschäftigen. „Das Ausgehverhalten hat sich in den letzten Jahren stark verändert“, betont Reischer. „Der Trend geht national wie auch international zum Event, wo Gäste etwas erleben wollen. Allerdings müssen Diskotheken, die auf diesen Zug setzen, auch eine gewisse Größe haben, um die zusätzlichen Kosten decken zu können. Einfach nur aufsperren, ist Schnee von gestern.“ (dsh)

www.gastronomienoe.at



21.07.2017
Geberit steigert Produktivität und Mitarbeiterzahl am Standort Pottenbrunn

Die Strategie der Prozessumgestaltung bei Geberit in St. Pölten-Pottenbrunn zeigt mit einer Steigerung der Produktivität um beachtliche 6,1 Prozent bereits nachhaltige Früchte: Die auf Sanitärtechnik spezialisierte Geberit Produktions GmbH & Co KG hat 2016 mit 400 Mitarbeitern ein Umsatzplus von 7,9 Prozent auf 68,5 Millionen Euro erzielt. Und die Geberit Vertriebs GmbH & Co KG, die 70 Mitarbeiter beschäftigt, hat ihren Umsatz sogar um zwölf Prozent auf 145 Millionen Euro erhöhen können. Als Wachstumstreiber erwiesen sich laut Geberit-Geschäftsführer Helmut Schwarzl verschiedene Produkte aus dem Rohrleitungssystem sowie einige Produktfamilien aus dem Sanitärsystem. Damit ist das Jahr 2016 zum besten Geschäftsjahr in der Geschichte des Unternehmens geworden.

„Auch 2017 liegen wir im Trend der allgemein positiven Wirtschaftsentwicklung. Das erste Halbjahr, das wir gut abschließen konnten, verspricht bis Jahresende abermals ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich“, teilt Schwarzl dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Als sehr erfreulich wertet er mit Stolz die Lehrlingsausbildung, wo 21 junge Menschen die Lehrabschlussprüfung mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg bestanden haben „Das zeigt nicht nur das Potential dieser jungen Leute, sondern auch die exzellente Ausbildung, die sie bei uns bekommen haben“, so Schwarzl.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen 6,4 Millionen Euro investiert, davon 3,3 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung mit dem Schwerpunkt Prozessentwicklung neuer Produkte, wie etwa des neuen Dachentwässerungssystems Pluvia One. An erster Stelle der neuen Produkte nennt der Geschäftsführer das Geberit-Komplettbadprogramm Acanto. Es bringt nämlich nicht nur echte Montagevorteile, sondern würzt auch noch individuelle und vielseitige Badeinrichtungen mit ansprechendem Design und innovativen Details. Präsentiert wird es unter anderem auf der Beachvolleyball-WM 2017, die vom 28. Juli bis 6. August auf der Donauinsel in Wien stattfindet.

In Pottenbrunn erzeugt Geberit mehr als 2.700 Artikel mit einer Exportquote von 93 Prozent. Pro Jahr werden hier rund 1.200 Tonnen Polypropylen, 400 Tonnen Polyethylen sowie in kleineren Mengen auch zahlreiche andere Polymere verarbeitet. 30 Prozent seines Einkaufsbedarfs deckt das Unternehmen mit Zulieferbetrieben aus Niederösterreich.

Für den Mutterkonzern, die Geberit AG in der Schweiz mit dem Sitz in Rapperswil-Jona, ist das Geschäftsjahr 2016 wieder ein sehr gutes gewesen. In mehr als 30 Produktionswerken, sechs davon in Übersee, haben rund 12.000 Mitarbeiter in gut 50 Ländern einen Umsatz von 2,8 Milliarden Schweizer Franken erwirtschaftet, um 8,3 Prozent mehr als im Jahr davor. (hm)

www.geberit.at

www.i-love-water.at



21.07.2017
In den Schulen am Land wird der Schwimmunterricht zur Herausforderung

In den Medien häufen sich die Meldungen über Badeunfälle bei Kindern und Erwachsenen. Können etwa heute weniger Menschen schwimmen als früher? Für Kinder vom Land jedenfalls ist der Zugang zum Schwimmen schwieriger geworden: „Die erste Ursache ist, es gibt immer weniger Hallenbäder. Die übrig gebliebenen, wie etwa jenes in Stockerau, sind hoffnungslos mit Volksschulen überbucht“, erklärt Heinz Fischer von der gleichnamigen Schwimmschule in Laa/Thaya dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Er nennt auch gleich den zweiten Grund für den Rückgang von Schwimmkenntnissen bei Kindern: „Da immer mehr Bäder zusperren, wird der Schwimmunterricht für die Volksschullehrerinnen am Land zu einem enormen organisatorischen Aufwand. Und das, obwohl Schwimmen als Teil des Lehrplanes in der Volksschule festgeschrieben ist.“

Im östlichen Weinviertel etwa haben das Schwimmbad in Auersthal oder das Hallenbad Zistersdorf geschlossen, jenes in Gänserndorf wird vielleicht renoviert. Die Ursache für die Schließung von vielen Bädern liegt auf der Hand: Die Gemeinden müssen sparen und dabei fällt oft ein Hallenbad, aber auch ein Freibad oder eine Kunsteislaufbahn dem Sparstift zum Opfer.

Dazu kommt: In Niederösterreich muss der Schwimmunterricht oft von den Lehrkräften selber abgehalten werden. Etwa im Gegensatz zu Wien, wo grundsätzlich externe Schwimmlehrer die Schulkinder zu unterrichten haben. Das gilt, obwohl nicht an jeder Pädagogischen Akademie die künftigen Volksschullehrer in Sachen Schwimmunterricht ausgebildet werden. „Ich wünsche mir, dass Volksschullehrer in ihrer Ausbildung verpflichtend Schwimmen als Lehrfach absolvieren müssen. Auch regelmäßige Weiterbildung ist wichtig, da z.B. um das Thema Rettung immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen werden“, so Fischer.

Was als Kind nicht gelernt wird, kann zwar später grundsätzlich nachgeholt werden. Aber: „Vielen Erwachsenen ist es leider peinlich, einen Schwimmkurs zu besuchen. Sie möchten nicht als Schwimmschüler erkannt werden und fahren daher in eine andere Gegend, um dort einen Einzelkurs zu besuchen“, betont der Schwimmschulbesitzer, der weitere Vorteile des Schwimmens nennt: „Wer schwimmen lernt, dem eröffnet sich eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten, wie Relax-Urlaube in einer Therme, Badeausflüge mit den Kindern und Enkelkindern oder angstfreie Bootsfahrten.“

Dass die Zahl der Nichtschwimmer sich trotzdem in Grenzen hält, dafür sorgen neben engagierten Lehrkräften vor allem Eltern, die ihre Kinder schwimmerisch fördern. „Darum sind sowohl Schwimmen in der Schule als auch private Schwimmkurse äußerst wichtig und benötigen Unterstützung. Zu viele Kinder ertrinken jedes Jahr“, resümiert Heinz Fischer. (jm)

www.schwimmschule-fischer.at



21.07.2017
In Zwettl gehen Bier und Wein eine fruchtbringende Partnerschaft ein

Mit der vollständigen Übernahme von „Hauptsache Wein“ – einem regional und überregional tätigen Wiener Weinfachhändler – erweitert die Privatbrauerei Zwettl ihre unternehmerischen Aktivitäten um ein neues Geschäftsfeld. „Damit setzen wir einen weiteren Schritt zum Getränkevollsortimenter“, erklärt Zwettler Bier-Geschäftsführer Karl Schwarz. Ab sofort biete man hochqualitative Produkte, die einander ergänzen, aus einer Hand an.

Die Handelsfirma „Hauptsache Wein“, die auch eine Verkaufsstelle in Zwettl betreibt, führt ein Sortiment von rund 800 Produkten, darunter vor allem österreichische Weine und Fruchtsäfte. Christian Kolm, der bisherige Eigentümer, wechselt in das Team der Privatbrauerei und wird dort das Geschäftsfeld Wein leiten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

2017 wird „Hauptsache Wein“, die als Marke erhalten bleibt, rund 800.000 Euro erwirtschaften. Diese Umsatzmarke will Schwarz mittelfristig „zumindest verdoppeln“, kündigt er an. Um dieses Ziel zu erreichen, wird auf einem neu erworbenen Grundstück in Zwettl ein neues Lager samt Vinothek und Shop errichtet. Von dem Unternehmenszusammenschluss erwarten sich die Partner Synergieeffekte bei den Kundenkontakten sowie in Vertrieb, Logistik, Infrastruktur und Verwaltung.

Die Privatbrauerei Zwettl liegt in der laufenden Geschäftsperiode gut auf Kurs. Gemeinsam mit der angeschlossenen Bierwerkstatt Weitra konnte der Umsatz im ersten Halbjahr um 3,6 Prozent auf rund 12,2 Millionen Euro gesteigert werden. Positiv entwickelt haben sich dabei auch die alkoholfreien Getränke „MITZI“ - ein Erfrischungsgetränk mit Zitronengeschmack – sowie die Cola-Orangen-Limonade „KORL“. (mm)

www.zwettler.at

www.hauptsachewein.at



21.07.2017
St. Pölten erhält erstes Motel im Stadtgebiet an der A1

In St. Pölten wird das Angebot von derzeit 1.336 gewerblichen Betten deutlich aufgestockt. Rund um den Jahreswechsel 2017/18 wird im Süden der Stadt - nur ca. 30 Fahr-Sekunden von der Westautobahn A1 entfernt - das erste Motel im Stadtgebiet entstehen. „Mit 100 Zimmern und 200 Betten wird das Motel ein wichtiger Impulsgeber für den Tourismus in der Landeshauptstadt und auch in der Region“, stellte Bürgermeister Matthias Stadler bei der Präsentation des Projektes fest. Er erwartet, dass die Nächtigungszahlen in der Stadt schon bald von rund 142.000 im Jahr 2016 über die 150.000-Grenze springen werden.

Das nach der Seehöhe St. Pöltens benannte Motel 267 wird von der Tiroler Hoteliersfamilie Mangold betrieben, die rund sieben Millionen Euro in den neuen Standort investiert. Der Neubau wird zwölf neue Arbeitsplätze schaffen und „ist natürlich auch in seiner Dimension für die Bauwirtschaft sowie die Zulieferer von großer Bedeutung“, sagt Stadler.

Die Familie Mangold sieht im Motel eine hervorragende Ergänzung zu ihren bereits bestehenden Betrieben in St. Pölten, dem Cityhotel D&C sowie dem Hotel Metropol. „Wir wollen das gesamte Angebotsspektrum abdecken können, zumal das derzeitige Bettenangebot in St. Pölten im Billigsegment aus meiner Sicht noch Potenzial hat“, betonte Hotelier Wolfgang Mangold. „Mit dem Motel in unmittelbarer Nähe zur A1 wollen wir viele Gäste anlocken, die sonst an St. Pölten vielleicht vorbeigefahren wären.“

„Einerseits haben wir den Bedarf an einem Motel gesehen, wir wollen aber auch Synergieeffekte mit unseren bereits bestehenden Betrieben in der Stadt nutzen und eine preiswerte Nächtigungsmöglichkeit mit hohen Standards anbieten“, erklärt Investorin Brigitte Mangold. Die Nächtigung im Motel 267 wird rund 50 Euro kosten, während das Preisniveau im Cityhotel bei etwa 130 Euro liegt.

Das neue Motel besteht neben dem Erdgeschoß aus zwei Obergeschoßen mit je 37 Zimmern und einem Dachgeschoß mit 24 Zimmern. Mit 21 Quadratmetern sind die Zimmer deutlich größer als sonst in Motels üblich. Zwei Einzelbetten, die zu einem Doppelbett zusammengefügt werden können, Klimaanlage, Bad, WC, Safe sowie größtenteils Balkon versprechen viel Komfort. Das gesamte Motel wird barrierefrei gestaltet. Den Gästen stehen 94 Parkplätze sowie acht barrierefreie Stellplätze und zwei Busparkplätze zur Verfügung. Zehn Parkplätze und zwei barrierefreie Parkplätze sind mit einer Ladestation für E-Autos ausgestattet.

Die einfachste Möglichkeit, im Motel 267 einzuchecken, sind die Onlinebuchung des Zimmers und der Bezug des Schlüssels mit der Kreditkarte beim Info-Terminal im Foyer. Junior-Chef Thomas Mangold verwies auch auf die Möglichkeit, ohne Voranmeldung „direkt vor Ort mit der Kreditkarte einzuchecken oder sich während der zwölf Stunden langen Öffnungszeit des Büros den Schlüssel vom Personal aushändigen zu lassen.“ Aber: „Frühstück, Getränke und diverse Snacks bekommen die Gäste über Automaten, das ist der Unterschied zu einem herkömmlichen Motel. (rz)

www.hotel-metropol.at

www.cityhotel-dc.at



21.07.2017
Neue Pferdesport-App für Deutschland, Österreich und die Schweiz

Ein neues Onlineservice für Pferd und Reiter hat die „Pferdesport-Online.com e. U.“ in Biedermannsdorf, Bezirk Mödling, entwickelt. „Erstmalig im deutschsprachigen Raum stellen wir umfassende lokale Informationen für den Reitsport via App mit Standorterkennung zur Verfügung“, teilt Geschäftsführerin Karin Schindler dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Bei einem Notfall zum Beispiel kann sofort der nächste Tierarzt oder Hufschmied angezeigt werden.

„Da ich selber schon jahrelang im Reitsport aktiv bin und einen Reitstall betreibe, ist diese Plattform nicht zuletzt auch aus meinem eigenen Bedarf heraus entstanden. Man ist irgendwo im Gelände unterwegs und braucht dringend etwas. Mit unserer App ist es jetzt möglich, sich alle im Umkreis befindlichen Tierärzte oder benötigten Dienstleister anzeigen zu lassen“, erklärt Schindler. Sie räumt zwar ein, dass es zu diesem Thema bereits unterschiedliche Plattformen gäbe, diese sich aber nicht mit dem Gesamtaspekt des Reitsportes befassen würden, während die neue Plattform pferdesport-online in bezug auf Übersichtlichkeit und Funktionalität eine Novität darstelle.

Seit Dezember 2016 ist die Plattform online. Im ersten Halbjahr 2017 haben sich auf ihr aus Österreich, Deutschland und der Schweiz bereits 40.000 Nutzer eingefunden. Bis Jahresende sollen es laut Schindler 80.000 werden. Man kann sich entweder via GPS den Standort anzeigen lassen oder gezielt einen Ort eingeben, wo man etwas suchen möchte. Zusätzlich zu Tierärzten, Reitställen, Hufschmieden und Pferdezubehör gibt es auch einen Flohmarkt und Rundum-Informationen zum Thema Pferdesport. Auch als Nachschlagewerk soll die neue Plattform dienen.

Finanziert wird sie über Werbeeinnahmen. So beträgt z.B. eine Schaltung für Dienstleister rund um den Pferdesport pro Monat 19 Euro. Für den Nutzer ist pferdesport-online kostenfrei. Betreut wird dieses Projekt von zwei Personen. (hm)

https://www.pferdesport-online.com

www.reitstall-schindler.at



21.07.2017
NÖ Unternehmen exportierten 2016 um mehr als 20 Milliarden Euro

Niederösterreichs Betriebe haben im Vorjahr Waren im Wert von 20,09 Milliarden Euro exportiert. Das geht aus einer aktuellen Studie der Statistik Austria über den regionalen Außenhandel hervor. Bei den Ausfuhrzahlen übertroffen wird Niederösterreich im Bundesländervergleich nur von Oberösterreich, dessen Unternehmen 2016 Waren um 33,88 Milliarden Euro exportiert haben.

Mit großem Abstand wichtigster Absatzmarkt für Niederösterreichs Betriebe im Ausland ist Deutschland, wohin Waren im Wert von 5,86 Milliarden Euro gegangen sind. Tschechien mit einem Exportvolumen von 1,19 Milliarden Euro und Italien mit 1,16 Milliarden Euro folgen auf den Plätzen zwei und drei. An erster Stelle der exportstärksten Produktgruppen rangieren Kessel, Maschinen und mechanische Geräte im Wert von 2,58 Milliarden Euro. Darauf folgen elektrische Maschinen und Waren im Wert von 2,14 Milliarden Euro sowie Zugmaschinen, Kraftwagen und dgl. mit 1,38 Milliarden Euro.

Nicht nur bei den Exporten, auch bei den Importen erreicht Niederösterreichs Wirtschaft hohe Außenhandelswerte. Nach Berechnungen der Statistik Austria haben die niederösterreichischen Betriebe 2016 Waren im Wert von 22,25 Milliarden Euro eingeführt. Die meisten Importe kommen aus Deutschland (7,28 Milliarden Euro), Tschechien (1,53 Milliarden) und Italien (1,31 Milliarden). Bei den Einfuhren nach Niederösterreich dominieren mineralische Brennstoffe und Mineralöle (3,42 Milliarden Euro), gefolgt von Kesseln, Maschinen und mechanischen Geräten (2,26 Milliarden) sowie elektrischen Maschinen und Waren (1,81 Milliarden). (mm)

www.statistik.at



21.07.2017
Flug-Roboter mit blau-gelben Wurzeln inspiziert Windkraftanlagen

Niederösterreichs 60 Windkraftbetreiber bilden mit ihren derzeit 670 Anlagen nicht nur die Mehrheit der knapp 1.200 Windkraftanlagen Österreichs, sie verstehen sich auch als Speerspitze des Innovationstrends in der Windbranche. Als bestes Beispiel dafür gilt die Zusammenarbeit der Firma „ImWind“ mit Sitz in Pottenbrunn bei St. Pölten mit dem 2013 in St. Valentin im Bezirk Amstetten gegründeten Startup-Unternehmen „Aero Enterprise“. „ImWind“ betreibt derzeit selber vier Windkraftanlagen in Pottenbrunn und ist an Windkraftprojekten in Oberösterreich, Steiermark und Burgenland, in Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Spanien beteiligt. Insgesamt sollen bis 2018 rund 400 Megawatt Windkraftleistung angeboten werden.

Da vor diesem Hintergrund die sorgfältige Wartung und rasche Reparatur von Windkraftanlagen eine ständig wachsende Rolle spielt, war kürzlich eine 3,2 Megawatt-Anlage von „ImWind“ mit 143 Metern Höhe und einem Rotor-Durchmesser von 114 Metern Schauplatz einer speziellen Wartung. Mit dem „SensorCopter“ von „Aero Enterprise“ kann man die riesigen Windräder genau überprüfen, was bisher nur mit Hilfe von Seilkletterern möglich gewesen ist. Dafür sind ein eigener Mini-Hubschrauber als Hightech-Flugroboter sowie eine eigene Software entwickelt worden. „Wir haben damit bereits rund 80 Rotorblätter von Windkraftanlagen und andere Projekte wie Brücken oder Staudämme untersucht“, so Firmengründer Robert Hörmann.

Während der Onshore-“SensorCopter“ bereits zahlreiche Einsätze im In- und Ausland erfolgreich hinter sich gebracht hat, arbeitet das Team um den früheren Bundeswehr-Piloten Hörmann und seinen österreichischen „Co-Piloten“ Peter Kurt Fromme-Knoch jetzt an einer Offshore-Version des Geräts. Dabei geht es um den Umgang mit höheren Windgeschwindigkeiten auf dem Meer sowie auch darum, alle wichtigen Teile des Geräts – von einzelnen Schrauben bis zum Motor – meeresluft-tauglich zu gestalten, damit eine rasche Korrosion verhindert wird“, erklärte Hörmann im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Der „SensorCopter“ von „Aero Enterprise“ ist nicht nur ein unbemannter Hubschrauber, der mit Sensortechnik ausgestattet ist. Bis auf den Start und die Landung absolviert das Gerät seinen rund 40 Minuten dauernden Inspektionsflug vollautomatisch. Hörmann: „Im Vergleich zu Drohnen ermöglicht das Hubschrauberdesign eine viel längere Flugzeit und auch eine stabilere Lage in der Luft bei höheren Windgeschwindigkeiten.“ Wesentlich sei aber vor allem, dass die gesammelten Daten mit der von „Aero Enterprise“ entwickelten Software AERO-Lyse automatisch gespeichert und analysiert werden, was die Wartung der Windräder sehr erleichtert, weil auch kleine Schäden sichtbar gemacht und längere Stehzeiten der Windkraftanlagen vermieden werden.

„Für uns sind Entwicklungen wie diese ein wichtiges Beispiel der Innovationskraft der heimischen Windbranche“, unterstreicht Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. Vor 25 Jahren habe ein Windrad noch Strom für 15 Haushalte erzeugt, „heute sind es 2.000 Haushalte“.
Moidl verweist auch darauf, dass in Österreich rund 200 Firmen in der Windkraft-Zulieferung tätig sind und jährlich mehr als 530 Millionen Euro am internationalen Windenergiemarkt erwirtschaften. (rz)

www.igwindkraft.at

www.aero-enterprise.com

www.imwind.at



21.07.2017
Wein-Gütesiegel "Nachhaltig Austria" geht an den Start

„Wie hältst Du es mit der Natur? Produzierst Du Deinen Wein unter dem Prinzip der Nachhaltigkeit?“ Mit diesen Fragen werden immer mehr österreichische Winzer konfrontiert, wenn sie ihre Qualitätstropfen auf dem nationalen und internationalen Markt verkaufen wollen. Vor allem im englischsprachigen Raum, aber auch in Skandinavien, ist das Thema Nachhaltigkeit in der Weinwirtschaft groß geschrieben.

Aus diesem Grund hat der Österreichische Weinbauverband das neue Gütesiegel „Nachhaltig Austria“ entwickelt. „Damit können unsere Winzer ihren gesamten Produktionsprozess unter Beachtung strenger ökologischer, ökonomischer und sozialer Kriterien nach vorgegebenen Standards zertifizieren lassen“, erklärt Weinbauverband-Präsident Johannes Schmuckenschlager. Mit dem neuen Bewertungssystem, das online im Internet abrufbar ist, unterstreiche die Weinszene ihre Rolle als Innovationsmotor in der Landwirtschaft.

„Nachhaltig Austria“ umfasst mehr als 340 Aktivitäten, von der Beschaffenheit des Weingartens über die Traubenerzeugung und Traubenverarbeitung bis zur Abfüllung in die Flasche. Beurteilt werden u.a. die Nachhaltigkeitskriterien Klima, Materialverbrauch, Wasser, Biodiversität, Boden und Energie sowie Qualitätsstandards. Weinbaubetriebe, die den Vorgaben von „Nachhaltig Austria“ entsprechen, können sich von dazu autorisierten Kontrollfirmen zertifizieren lassen. Die Kosten für das Audit liegen zwischen 330 und 700 Euro. (mm)

www.nachhaltigaustria.at

www.weinbauverband.at



21.07.2017
Jungunternehmer macht Wolfshunde und Wölfe zu Filmstars

Für die deutsche Filmserie „Wolfsland“ mit Yvonne Catterfeld und Götz Schubert ist David Buchner, Jungunternehmer aus Ernstbrunn im Weinviertel, als ausgebildeter Wolfstrainer mit seinem Wolfshund „Wotan“ vor der Fernsehkamera gestanden. „Wir haben auch bei einem zweiten Film mitgespielt und sind inzwischen mit Fotoshootings und Filmangeboten praktisch ausgebucht. Primär bin ich immer mit Wölfen und Wolfshunden unterwegs“, erklärt er dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Buchner organisiert Wanderungen mit Wölfen oder Wolfshunden, hält Vorträge über den richtigen Umgang mit den sensiblen Tieren und besucht auf Wunsch auch Schulen. „Es gibt auch immer wieder Leute, die einen Wolf halten. In solchen Fällen kann ich als Trainer bei der Sozialisierung des Tieres helfen“, stellt Wolfstrainer Buchner fest.

Seit heuer ist der gelernte Mechaniker und ehemalige Autohändler als Wolfs- und Hundetrainer Allein-Unternehmer. Seine Liebe zu Hunden und Wölfen hat Buchner beim Schlittenfahren mit Huskys entdeckt. „Ich habe viel mit Huskys in Österreich und Norwegen trainiert und eine Ausbildung zum Husky-, Wolfs- und Wolfshund-Trainer gemacht“, berichtet David Buchner. Seinen ersten Wolfshund hat er beim Kauf eines Rennschlittens gefunden.

Als Trainer ist es dem Hundefreund wichtig, die Tiere - so wie sie sind - zu akzeptieren und ihnen mit viel Vertrauen zu begegnen. Bei einer ungewollten Begegnung mit einem Wolf rät er, das Tier einfach zu verscheuchen, weil sicher kein Wolf in Österreich einen Menschen anfallen wird. „Schwierige Wölfe gibt es nicht“, so Buchner, der seine Liebe zu Wölfen und Wolfshunden mit deren Intelligenz und Selbständigkeit erklärt.

In Zukunft will der Ernstbrunner Unternehmer ein größeres Grundstück erwerben und mit mehreren Tieren arbeiten. Derzeit sind es nur zwei, doch Nachwuchs ist schon unterwegs. (km)

www.wolfinside.at