NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1528 vom 15.03.2019

15.03.2019
Brexit: Mit Zollkontrollen droht im Hafen Dover der Verkehrsstillstand

Egal, zu welchem Zeitpunkt Großbritannien aus der EuropĂ€ischen Union austritt: Vor den drohenden Folgen des Brexit ohne die ausreichend geklĂ€rte Frage um kĂŒnftige Grenz- und Zollkontrollen warnt Thomas Salzer, PrĂ€sident der Industriellenvereinigung Niederösterreich. Betriebe, die Waren per Lkw zu Abnehmern auf der Insel liefern, mĂŒssten auf zeitraubende Verzögerungen in den französischen und englischen SeehĂ€fen gefasst sein. Vor allem Unternehmen mit straffen Logistikketten könnten Probleme bekommen.

Noch schwerer wiege allerdings die bevorstehende Wiedererrichtung von Zollschranken. „Sowohl den exportierenden Firmen, als auch den Behörden fehlen Spezialisten, die die FormalitĂ€ten erledigen“, stellt Salzer in einem Interview mit der Österreichischen Verkehrszeitung (ÖVZ) fest. Auch gebe es keine Infrastruktur fĂŒr die notwendigen Zollanmeldungen und Zollabfertigungen.

Können sich EU und Großbritannien auf keinen Brexit-Modus einigen und finden nach dem Austrittsdatum tatsĂ€chlich Grenzkontrollen statt, erwartet der Hafen Dover – er ist das wichtigste Einfuhrtor fĂŒr Produkte in das Vereinigte Königreich – den Megastau. Denn in Dover kommen jeden Tag zwischen 6.000 und 7.000 Lkw an, die Waren im Wert von 1,3 Milliarden Euro aus den Staaten der EU nach Großbritannien transportieren.

Zurzeit braucht jeder Laster nur drei Minuten, um das HafengelĂ€nde zu verlassen und auf die englische Autobahn aufzufahren. Doch bei der gewaltigen Menge an Fahrzeugen wirkt jede Verzögerung, wie sie z.B. durch das Vorlegen von Frachtpapieren ausgelöst wĂŒrde, wie ein Stoppel im Flaschenhals. So hatte im Sommer 2015 ein Streik der Hafenarbeiter einen 27 Kilometer langen Lkw-Stau zwischen London und Dover ausgelöst.

FĂŒr Niederösterreichs Wirtschaft ist Großbritannien der zwölfwichtigste Exportmarkt. Im ersten Halbjahr 2018 haben niederösterreichische Unternehmen Waren im Wert von 254 Millionen Euro in das Vereinigte Königreich geliefert. Das war um ein Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2017. (mm)

http://www.iv-niederoesterreich.at

http://www.oevz.com



15.03.2019
Der Onlinehandel zahlt keine Steuern und bildet keine Lehrlinge aus

Die Textilbranche ist hart umkĂ€mpft. Als Grund nennt dem NÖ Wirtschaftspressedienst Catharina Stift, Obfrau des Landesgremiums Handel mit Mode und Freizeitartikeln in der NÖ Wirtschaftskammer, den Onlinehandel. „Dieser tut sich aber leicht“, sagt sie, „denn er bildet keine Lehrlinge aus, zahlt keine Steuern und trĂ€gt damit auch nichts zur Wertschöpfung im Land bei“.

Vor bereits drei Jahren hat Catharina Stift einen Bitte-Folder und einen Danke-Folder ins Leben gerufen, um den Menschen klar zu machen, was sie davon haben, wenn sie im GeschĂ€ft vor Ort einkaufen. NĂ€mlich dass sie ins CafĂ© gehen können und dass es noch Handwerksbetriebe im Ort gibt, wo man sich beraten lassen und GesprĂ€che fĂŒhren kann. „Viele Unternehmen und Branchen sehen das offensichtlich Ă€hnlich“, sagt sie mit Stolz und berichtet, dass ihre Bitte-Folder und Danke-Folder bereits mehr als zwei Millionen mal in ganz Österreich verteilt worden sind.

GemĂ€ĂŸ einer aktuellen Gallup-Studie kaufen 52 Prozent der Menschen in Österreich ausschließlich offline im Ort ein. 37 Prozent erledigen ihre EinkĂ€ufe sowohl online, als auch offline, und elf Prozent sind ausschließliche online-KĂ€ufer.

Ähnlich wie in der Textilbranche gelten diese Einkaufsvarianten auch fĂŒr die anderen Branchen. „Dabei geht es, gerade wenn ich Niederösterreich ansehe, vor allem den eigentĂŒmergefĂŒhrten Textilunternehmen ganz gut“, sagt Stift. Das fĂŒhrt sie darauf zurĂŒck, dass hier die Kunden als Mehrwert die persönliche Beratung schĂ€tzen. Das gelte grundsĂ€tzlich fĂŒr die langjĂ€hrigen Mitarbeiter im Fachhandel. Der Kunde könne also regelmĂ€ĂŸig und ĂŒber Jahre hinweg zu seiner LieblingsverkĂ€uferin gehen. Das mag auch der Grund sein, weshalb die Zahl der Mitglieder im Landesgremium Handel mit Mode und Freizeitartikeln ĂŒber die letzten Jahre hinweg mit rund 2.820 Mitgliedern relativ stabil geblieben ist.

Dass der Fachhandel sich auf bestens geschulte Mitarbeiter stĂŒtzen kann, ist das Ziel von Spezialseminaren, die die Wirtschaftskammer anbietet. So gibt es Events sowohl fĂŒr VerkĂ€ufer als auch fĂŒr EinkĂ€ufer, die die aktuellen Trends aufzeigen und in denen von oft international bekannten Referenten die Trends dargelegt werden. Da gehe es um Schulung, Motivation und Produktinformation.

Schließlich eröffnet Catharina Stift, was heuer in Sachen Mode gefragt ist: „Viel Farbe: ob gelb, ob grĂŒn, ob lila – ganz egal. Hauptsache, es sind viele Muster. Tigermuster liegen dabei ebenso im Trend wie florale Muster. Und: Ein Kleid ist ein Muss fĂŒr jede Frau in diesem Sommer.“ (jm)

http://wko.at/noe/mode-freizeit



15.03.2019
Niederwasser ließ Donau-Turbinen schwĂ€cher laufen

Der Verbund, Niederösterreichs mit Abstand grĂ¶ĂŸter Erzeuger von elektrischem Strom, hat 2018 mit den vier Donaukraftwerken Ybbs-Persenbeug, Melk, Altenwörth und Greifenstein mehr als 5,8 Milliarden Kilowattstunden produziert. Damit lag die mit Hilfe der Donau-Wasserkraft in Niederösterreich erzeugte Energiemenge um acht Prozent unter dem Produktionsvolumen eines Durchschnittsjahres. Wie die Erzeugergesellschaft Verbund dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt, sei das schwache Ergebnis auf die im zweiten Halbjahr 2018 außergewöhnlich geringe WasserfĂŒhrung der Donau und ihrer ZubringerflĂŒsse zurĂŒckzufĂŒhren gewesen. (mm)

http://www.verbund.com



15.03.2019
Asfinag blÀst heuer in Niederösterreich zur Infrastruktur-Offensive

Rund 1,2 Milliarden Euro wird die Asfinag heuer in den Ausbau der hochrangigen Straßeninfrastruktur in Österreich investieren. Von diesem Betrag fließen 700 Millionen Euro in den Streckenneubau und KapazitĂ€tserweiterungen sowie 500 Millionen Euro in die Instandhaltung des bestehenden Autobahn- und Schnellstraßennetzes. „Jeden zweiten Euro stecken wir in Maßnahmen zur Verkehrssicherheit“, erklĂ€rte Infrastrukturminister Norbert Hofer bei der PrĂ€sentation des Ausbauprogrammes.

In Niederösterreich, wo heuer 220 Millionen Euro investiert werden, steht vor allem der Osten des Bundeslandes im Fokus der geplanten AktivitĂ€ten. Zu den einzelnen Projekten hat Asfinag-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl Stellung genommen. Mit den Bauvorhaben wolle man „die Menschen bestmöglich vom Verkehr entlasten und Impulse fĂŒr die Wirtschaft setzen.“

GrĂ¶ĂŸter Brocken bei den Investitionen ist der ĂŒberfĂ€llige LĂŒckenschluss der Wiener Aussenring-Schnellstraße S1 zwischen Schwechat und SĂŒĂŸenbrunn. Dieser Neubauabschnitt beinhaltet auch den vieldiskutierten Lobau-Tunnel unter der Donau. „Dort, wo die S1 oberirdisch verlĂ€uft – von SĂŒĂŸenbrunn bis Groß-Enzersdorf –, wollen wir noch heuer, spĂ€testens 2020 starten“, kĂŒndigt Hufnagl an. Ab 2023 soll abschnittsweise die Verkehrsfreigabe der TeilstĂŒcke erfolgen. Die Gesamtinvestitionssumme belĂ€uft sich auf rund 1,9 Milliarden Euro.

50 Millionen Euro investiert die Asfinag in die Errichtung der fĂŒnf Kilometer langen Umfahrung Drasenhofen, welche die Nordautobahn A5 an Tschechien anbinden wird. „1.800 Lkw pro Tag mĂŒssen dann nicht mehr durch die Ortschaften fahren“, sagt Hufnagl. Die Verkehrsfreigabe erfolgt schon heuer im September. Das Land Niederösterreich trĂ€gt 4,5 Millionen Euro der Baukosten.

Im Plan sind auch die Arbeiten an der Weinviertler Schnellstraße S3 zwischen Hollabrunn und Guntersdorf. Der elf Kilometer lange und 132 Millionen Euro teure Teilabschnitt, fĂŒr den der Baubeginn 2017 erfolgt ist, soll 14.000 Anrainer vom Durchzugsverkehr entlasten. „Die Fertigstellung ist fĂŒr 2020 geplant“, erklĂ€rt der Asfinag-Vorstand.

Zwar gibt es in Niederösterreich sĂŒdlich der Donau keinen Autobahn- oder Schnellstraßenneubau, wohl aber ein fĂŒr die Kraftfahrer wichtiges Erweiterungsprojekt: Die stark belastete Ostautobahn A4 erhĂ€lt zwischen Fischamend und Bruck/West eine dritte Fahrspur. 138 Millionen Euro investiert die Asfinag dafĂŒr. „Baustart ist heuer, die Fertigstellung fĂŒr 2022 vorgesehen“, so Hufnagl. DarĂŒber hinaus plane man bereits den weiteren dreispurigen Ausbau der A4 bis Neusiedl/Gewerbepark. (mm)

http://www.asfinag.at



15.03.2019
Das „wachau GOURMETfestival“ lĂ€utet den Saisonauftakt am Strom ein

Bereits zum zwölften Mal geht heuer vom 28. MĂ€rz bis 11. April das „wachau GOURMETfestival“ in Szene. Mit dieser von der LW Werbe- und Verlagsgesellschaft entwickelten Veranstaltungsreihe wird das Donautal zwischen Melk und Krems wieder mit allem aufwarten, was in Sachen Genuss Rang und Namen hat. Auf dem Programm stehen u.a. exklusive mehrgĂ€ngige MenĂŒs, Koch-Shows, Weinverkostungen und Gastauftritte von internationalen Top-Köchen. Die beiden Fachmessen „WEIN & GENUSS Krems“ in der Dominikanerkirche sowie die „Vingustatio Wachau, die Winzer des SĂŒdufers“ in der Römerhalle Mautern dienen als Schaufenster fĂŒr das große Können der Wachauer Winzer.

Neben dem traditionellen „Rheingau Gourmet & Wein Festival“, das alljĂ€hrlich in der hessischen Stadt Eltville am Rhein stattfindet, hat sich das „wachau GOURMETfestival“ zum grĂ¶ĂŸten kulinarischen Veranstaltungsreigen Europas emporgearbeitet, bei dem eine Flußlandschaft die Kulisse bildet. Aus touristischer Sicht ist diese Veranstaltungsreihe zu FrĂŒhjahrsbeginn sehr wichtig, weil sie den Saisonauftakt an der Donau nach der Winterpause einlĂ€utet.

Der Tourismusverband Wachau-Nibelungengau-Kremstal setzt sich aus den touristischen Mitgliedsgemeinden der Teilregionen Kremstal, Wachau und Nibelungengau zusammen. Im Tourismusjahr 2018 hat die Region knapp 806.000 Übernachtungen erzielt. Dabei verzeichneten die Wachauer Gemeinden 671.000 NĂ€chtigungen, die Gemeinden im Nibelungengau 100.300 NĂ€chtigungen und die Gemeinden im Kremstal 34.400 NĂ€chtigungen. (mm)

http://www.wachau-gourmet-festival.at

http://www.donau.com



15.03.2019
Weine aus dem Weinviertel erobern die ExportmÀrkte

Im Gegensatz zu den QualitĂ€tsweinen aus der Wachau, vom Neusiedlersee oder aus der SĂŒdsteiermark waren solche aus dem Weinviertel vor 15 Jahren noch selten fĂŒr Konsumenten im Ausland erhĂ€ltlich. Doch seit damals haben viele Weinviertler Winzer eine erfolgreiche Exportoffensive gestartet und bieten ihr Sortiment an Veltlinern & Co. in Restaurants, Vinotheken und im Fachhandel an. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat sich bei drei WeingĂŒtern ĂŒber ihre Erfahrungen mit dem lukrativen, wenngleich arbeitsintensiven GeschĂ€ft erkundigt.

25 Hektar WeingĂ€rten bewirtschaftet das Weingut von Rudolf und Anita Schwarzböck aus Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg. Die Jahresproduktion belĂ€uft sich auf rund 170.000 Flaschen. „Von dieser Menge gehen 20 bis 25 Prozent in den Export“, teilt Anita Schwarzböck auf Anfrage mit. Wegen seiner GrĂ¶ĂŸe sei vor allem der deutsche Markt wichtig, weshalb man auf Europas großer Weinmesse „ProWein“ in DĂŒsseldorf die Weine an einem eigenen Stand prĂ€sentiere. „Dort treffen wir nicht nur unsere Kunden aus Deutschland, sondern auch jene aus Holland, der Schweiz und sogar aus Übersee“, sagt die Winzerin.

Die Bedeutung des deutschen Marktes fĂŒr das AuslandsgeschĂ€ft streicht auch Gerhard Pfaffeneder, Sprecher des Weinguts Bannert aus Obermarkersdorf im Bezirk Hollabrunn und Vertriebsleiter der angeschlossenen Helenental Kellerei hervor: „Jede fĂŒnfte Flasche, die wir befĂŒllen, liefern wir nach Deutschland“, gibt er bekannt. Der Exportanteil liege zwischen 35 und 40 Prozent. Mit 30 Hektar WeingĂ€rten erzielt Bannert eine Jahresproduktionsmenge von 360.000 Flaschen.

Im nordöstlichen Weinviertel hat sich das 23 Hektar große Weingut Frank aus Herrenbaumgarten mit seinen QualitĂ€tsweinen im Ausland einen Namen gemacht. „Schon 60 Prozent vom Umsatz erwirtschaften wir mit dem ExportgeschĂ€ft“, berichtet die fĂŒr das Marketing zustĂ€ndige Winzerin Daniela Frank. NaturgemĂ€ĂŸ ist auch ihr Betrieb auf der bevorstehenden Fachmesse „ProWein 2019“ mit dabei. „Wir treffen dort unsere HĂ€ndler und knĂŒpfen Kontakte zu neuen potenziellen Kunden“, erklĂ€rt sie. (mm)

http://www.schwarzboeck.at

http://www.weingutbannert.com

http://www.weingutfrank.at



15.03.2019
Jungunternehmer will die Blasmusikwelt revolutionieren

Das digitale Marschbuch Marschpat - eine Notenhalterung fĂŒr Blasmusiker - hat der Einpersonen-Jungunternehmer Patrick Rupprecht aus Aigen, Bezirk Baden, mit seiner Firma RPG-Engineering e.U. entwickelt. Wie er dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, ziehe damit die Digitalisierung auch bei den Blasmusikkapellen ein. Auf dem Marschpat könne man mehr Titel speichern, und es sei außerdem leichter als herkömmliche Notenhalter auf dem Musikinstrument.

„Da ich selbst Klarinette spiele und der Kapellmeister der Blasmusikkapelle Sankt Veit an der Triesting bin, war ich mit dem Problem des MitfĂŒhrens von Notenmaterial immer konfrontiert. Die von mir gesuchte Lösung habe ich schließlich mit der Entwicklung des Marschpat gefunden“, so Rupprecht. Mit dieser Lösung können bis zu 10.000 MusikstĂŒcke gespeichert werden. Auf die herkömmliche Methode mit Papier sind nur bis zu 60 möglich. DarĂŒber hinaus ist das Marschpat regensicher, bedeutend leichter sowie beleuchtet.

Verwendet wird ein eigens entwickeltes AnzeigegerÀt, auf das die von Rupprecht entwickelte Software aufgespielt wird. Mit einer digitalen Verwaltungssoftware kann die jeweilige Musikkapelle auch ihr digitalisiertes Notenmaterial verwalten. Da die Testphase bereits erfolgreich abgeschlossen wurde und Begeisterung unter den Musikern ausgelöst hat, sucht man derzeit flÀchendeckend nach Firmen, die das digitale AnzeigegerÀt herstellen können.

Die Erfindung ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Blasmusikverband und der Fachhochschule Wiener Neustadt. Zum Einsatz soll das Marschpat nicht nur in Blasmusikkapellen kommen, sondern auch in Musikschulen sowie im privaten Gebrauch. Erweiterungen und Varianten fĂŒr andere Orchesterarten und Bands sind bereits in ErwĂ€gung gezogen.

Mit seiner Firma hat sich Rupprecht auf den 3D-Druck, Digitalisierung und Entwicklung im Musikinstrumentenbau sowie Engineering spezialisiert. Zusammen mit den Entwicklungspartnern des Marschpat soll dieses Produkt in eine GmbH ausgelagert werden. Partner neben der Fachhochschule Wiener Neustadt sind die Technologie- und Innovationspartner TIP sowie das Forschungsunternehmern der FH Wiener Neustadt FOTEC. (hm)

http://marschpat.at

http://www.rpg-engineering.at



15.03.2019
Mobiler Container ist als Eventhit gestartet

Der mobile Pop-Up Container, „der.kurtl“ genannt, ist fĂŒr die unterschiedlichsten Veranstaltungen die ideale Umsetzungslösung. Entwickelt hat sie der Einpersonen- und Start-up-Unternehmer Kurt Krameß mit seiner Firma in Wolkersdorf, Bezirk Mistelbach. Wie er dem NÖ Wirtschaftspressedienst erklĂ€rte, zeichne sich seine Erfindung durch eine hohe WandlungsfĂ€higkeit aus, da seine Container bei Events nach dem jeweiligen Bedarf flexibel und modular als BĂŒhne, Bar oder PrĂ€sentationsraum eingesetzt werden können.

„Die Idee zu diesem mobilen Allzweckraum ist mir beim Surf Worldcup in Podersdorf 2016 gekommen. Danach habe ich getĂŒftelt und den kurtl selbst entwickelt. Diese Lösung kommt sehr gut an, so dass ich zum bestehenden Prototypen noch zwei weitere Container bauen muss“, erklĂ€rt Krameß. Es handelt sich um 16 Fuß-Container in Leichtbauweise mit 4,9 Metern LĂ€nge, 2,5 Metern Breite und 2,8 Metern Höhe. Alle vier Seiten kann man hochklappen, was unterschiedliche Raumvarianten ergibt. Möglich ist es auch, Seiten auszuhĂ€ngen oder mit durchsichtigen Paneelen zu tauschen.

Den Mehrwert seines kurtl sieht der Jungunternehmer nicht nur im modularen und flexiblen Aufbau, sondern auch in der freien Gestaltung der OberflĂ€chen innen und außen fĂŒr das Marketing sowie mit AnschlĂŒssen fĂŒr Strom, Wasser, Kanal und einer eigenen Soundanlage. Die Miete fĂŒr drei Tage kostet ab 3.490 Euro. Auf Wunsch sind auch noch ein Dachaufbau und eine Gastroausstattung möglich. Eine Kaufvariante ist in Vorbereitung.

Zum jeweiligen Event wird der Container mit einem Zugfahrzeug mit AnhÀnger oder mit Partnerfirmen transportiert. Das Zugfahrzeug mit AnhÀnger hat den Vorteil, dass es weniger als 3,5 Tonnen wiegt und daher nicht dem Lkw-Wochenendfahrverbot unterliegt. Die Kundschaft setzt sich aus Firmen und Privatpersonen zusammen. Im letzten Jahr waren Bacardi, Bank Austria und Eskimo darunter. (hm)

http://www.derkurtl.com



15.03.2019
Spezialunternehmen aus St. Pölten sorgt fĂŒr Hygiene in Betrieben

Auf Einweghygieneprodukte wie Handschuhe, Mundschutz und Pflegebedarf hat sich die Harald Kleiss Klinik- u. Hygienebedarf e.U. in Sankt Pölten spezialisiert. Wie GeschĂ€ftsfĂŒhrer Harald Kleiss dem NÖ Wirtschaftspressedienst eröffnete, sei er in Österreich der Einzige, der den Schwerpunkt auf Einwegprodukte fĂŒr Betriebs- und Klinikhygiene gesetzt habe und deshalb mit einem entsprechenden Sortiment samt Beraterkompetenz ausgestattet sei.

„Der Vorteil von Einwegprodukten im Hygienesektor besteht darin, dass sie nicht gereinigt werden mĂŒssen und man immer frische und hygienische Artikel zur Hand hat. Eine Reinigung ist aufwendig und teuer, wenn sie ordentlich gemacht wird. Hier sind die Einwegprodukte in Summe auch kostengĂŒnstiger“, erklĂ€rt Kleiss und fĂŒgt an, dass diese Produkte auch einfach in der Anwendung seien, was man nicht gering schĂ€tzen sollte, da sie im Arbeitsalltag eine große Erleichterung bedeuten.

Das Sortiment von Kleiss besteht aus 600 Produkten, darunter Handschuhe, Kopfbedeckung, Mundschutz, Schutzkleidung, Desinfektion, Pflegebedarf, Reinigung, Erste Hilfe, Papier und MĂŒllsĂ€cke. Hat ein Kunde SpezialwĂŒnsche, können auch diese besorgt werden. Die Kunden der Hygieneprodukte kommen zu 60 Prozent aus Industrie und Gewerbe, zu 30 Prozent aus Pflegeeinrichtungen und KrankenhĂ€usern, und zehn Prozent sind WiederverkĂ€ufer. Insgesamt werden 3.300 Kunden in ganz Österreich bedient.

DarĂŒber hinaus ist ein kostenfreier Hygieneplan z.B. fĂŒr Tattoo-Studios oder Fußpfleger erhĂ€ltlich. Er soll helfen, alle Hygienevorschriften korrekt einzuhalten, damit es zu keinen Beanstandungen kommt.

Die Einweghygieneprodukte können entweder ĂŒber den Online Shop, eine eigene App fĂŒr Smartphones oder per Telefon, Mail und FAX bestellt werden. Mit vier Mitarbeitern erzielt Kleiss einen jĂ€hrlichen Umsatz von 1,3 Millionen Euro. (hm)

http://www.kleiss.at



15.03.2019
Stockerauer Firma verleiht Autos und Möbeln neuen Glanz

Seit knapp einem Jahr bietet die Stockerauer Firma Carfolio-Zeitler neben den bekannten Folierungen bei Autos erfolgreich auch Möbelfolierungen an. „Dank hochwertiger Materialien, die kratzfest, wasserdicht, lichtbestĂ€ndig und pflegeleicht sind, kann meine Firma praktisch jede glatte OberflĂ€che folieren. Unsere Kunden sind sowohl Hausfrauen als auch Gastronomiebetriebe, die ihre KĂŒchen, Theken und KĂ€sten mit Folien schĂŒtzen wollen. Unserem Unternehmen bringt das eine interessante Umsatzsteigerung um cirka vier Prozent“, erklĂ€rt Firmenchef Herbert Zeitler dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Als GrĂŒnde der steigenden Nachfrage nennt er die gĂŒnstigen Preise, die große Auswahl an Farben und Mustern sowie das lĂ€rm- und schmutzfreie Arbeiten auch bei Vollbetrieb: „So habe ich zum Beispiel in zwei GeschĂ€ften der Shopping City SĂŒd (SCS) bei Vollbetrieb die Fronten foliert.“

Das Stockerauer Unternehmen hat Herbert Zeitler neben seinem Beruf als Krankenpfleger vor fĂŒnf Jahren als Hobby gegrĂŒndet. Schwerpunkte waren bisher diverse Autofolierungen, meist Dach- und Motorhaube, Lackschutz und Scheibentönungen. Einer der außergewöhnlichsten AuftrĂ€ge ist die Umwandlung eines normalen Ford-Escort in einen Rallye-Wagen gewesen. „DafĂŒr haben wir viel Zeit und viele kleine Folien gebraucht. Doch das Ergebnis hat ĂŒberzeugt“, so Zeitler. Auch kleinste Objekte, wie z.B. Brillen, verschönert er.

Mit seinen 58 Jahren muss der Allein-Unternehmer noch auf seine Pensionierung warten. „Doch dann will ich mich ganz meinem neuen Beruf widmen. Den aktuellen Trend zum Folieren von Möbeln will ich allerdings sofort ausnĂŒtzen“, verspricht Herbert Zeitler. (km)

http://www.carfolio-zeitler.at