NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1519 vom 11.01.2019

11.01.2019
NÖ Handel will krasse Wettbewerbsverzerrungen im Online-Geschäft beenden

Niederösterreichs Handel steht zwar der Digitalisierung in Form des Online-Handels durchaus positiv gegenüber, kritisiert aber die krassen Wettbewerbsverzerrungen, die es in diesem Geschäftsfeld gibt. „Tatsache ist, dass mehr als die Hälfte des Gelds beim Online-Shopping ins Ausland abfließt“, stellt Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der NÖ Wirtschaftskammer, fest. Besonders schmerzlich sei, dass die großen Anbieter de facto keine Ertragssteuern zahlen.

„Hier ist die EU gefordert“, sagt Kirnbauer. Es könne nicht sein, dass man den heimischen Betrieben laufend neue Vorschriften und Auflagen aufbürdet, während man bei den internationalen Anbietern beteuert, man könne gegen die Wettbewerbsverzerrungen wegen der Komplexität des Steuersystems nichts unternehmen.

Das Steuer-Thema mache sich darüber hinaus in vielen Ausformungen bemerkbar, erklärt der Spartengeschäftsführer des Handels Karl Ungersbäck und führt ein Beispiel an: Pakete aus Drittländern sind unter 22 Euro von der EU mehrwertsteuerbefreit und haben eine Zollfreigrenze von unter 150 Euro. Schätzungen zufolge überschwemmt China die EU mit täglich rund 40.000 Paketen, die unter dieser 22-Euro-Umsatzsteuergrenze deklariert werden. „Da liegt die Vermutung nahe, dass da in großem Stil getrickst wird“, meint Spartenobmann Kirnbauer. Da die EU diese Steuerbefreiung zwar 2021 abschaffen will, „sollte Österreich diese klare Wettbewerbsverzerrung sofort abschaffen“, betont er.

In Niederösterreich gibt es derzeit 15.340 Handelsunternehmen, die 115.660 Mitarbeiter beschäftigen. Die Branchen-Konjunktur hat zuletzt eine leichte Abschwächung gezeigt, und auch 2019/20 wird eine Entwicklung „eher seitwärts“ erwartet. Schon im Weihnachtsgeschäft 2018 hat es nach vorläufigen Schätzungen ein leichtes Minus um 0,5 Prozent gegeben. Im Detail heißt das: minus ein Prozent beim stationären Handel und plus fünf Prozent beim Online-Handel.

Über 98 Prozent aller Handelsbetriebe im Land sind Klein- und Kleinstunternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten. Von den insgesamt 49,4 Milliarden Euro Jahresumsatz entfallen 59 Prozent auf den Großhandel und nur 25 Prozent auf den Einzelhandel.

28 Prozent aller Unternehmen in Niederösterreich sind Handelsunternehmen. Derselbe Prozentsatz gilt auch für die Neugründungen in Niederösterreich. 26 Prozent aller unselbständig Beschäftigten in Niederösterreich sind im Handel tätig, die 39 Prozent des Umsatzvolumens der NÖ Wirtschaft erzielen. (rz)

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11.01.2019
Kurstadt Baden erzielt die seit vielen Jahren beste Tourismussaison

Die Kur- und Thermalstadt Baden, Niederösterreichs nächtigungsstärkste Gemeinde, hat ihren touristischen Erfolgslauf auch 2018 fortgesetzt. Im abgelaufenen Tourismusjahr, das die Übernachtungen von November 2017 bis Oktober 2018 misst, konnten die Beherbergungsbetriebe in Baden 438.000 Nächtigungen erzielen. „Das sind um vier Prozent mehr als in der Vorperiode“, teilt Badens Tourismusdirektor Klaus Lorenz dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. Zwar lägen für das Gesamtjahr 2018 noch keine genauen Zahlen vor, aber „wir haben jedenfalls die beste Tourismussaison seit 1999/2000 verzeichnet“, stellt Lorenz fest.

Der erfreuliche Zuwachs bei den Nächtigungen sei vor allem der gewerblichen Hotellerie zu danken gewesen. „In der gehobenen Kategorie beträgt das Plus acht Prozent“, rechnet der Tourismusmanager vor. Aber auch das vielfältige Veranstaltungsangebot hätte viele Gäste nach Baden gelockt. So sind u.a. zum sommerlichen „Festival La Gacilly-Baden Photo“, Europas größtem Open-Air-Fotofestival, bei freiem Eintritt 189.000 Besucher in die Kurstadt gekommen. „Zwischen Anfang Juni und Ende September hatten wir einen Nächtigungsanstieg um fast 15 Prozent“, gibt Lorenz bekannt.

Ein Besuchermagnet in der Kurstadt ist natürlich das Casino Baden mit dem ihm angeschlossenen Tagungs- und Event-Unternehmen Congress Casino Baden (CCB). Auch Casino Baden-Direktor Edmund Gollubits blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück: „2018 haben wir bei rund 200 Veranstaltungen über 300.000 Gäste verzeichnet. Das waren um 20.000 oder sieben Prozent mehr als 2017.“ Pro Tag kämen durchschnittlich 860 Besucher in das Casino Baden, an den Samstagen zwischen 1.300 und 1.500. (mm)

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11.01.2019
Donauhafen Krems mit weniger Umschlag, aber vielen Ausbauplänen

Der im Vorjahr außergewöhnlich niedrige Wasserstand der Donau hat auch in der Bilanz des Kremser Hafens seine Spuren hinterlassen. Wie Gerhard Gussmagg, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Rhenus Donauhafen Krems GmbH & Co. KG, bekanntgibt, sind 2018 an Niederösterreichs größtem Umschlagplatz an der Wasserstraße Güter mit einer Menge von 1,21 Millionen Tonnen be- und entladen worden. Das waren 16 Prozent weniger als im jahr 2017.

Nach Verkehrsträgern aufgeschlüsselt ist der Schiffsumschlag um 35 Prozent auf 347.000 Tonnen gesunken. „Der Rückgang ist auf das historische Niederwasser sowie geringere Transportmengen von Schotter und Windkraftkomponenten zurückzuführen“, erklärt Gussmagg gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Der Lkw-Umschlag ist mit 559.000 Tonnen nahezu gleich hoch geblieben, der Bahnumschlag um fünf Prozent auf 368.000 Tonnen gestiegen. Investiert hat der Rhenus Donauhafen Krems 2018 u.a. in einen Getreidesilo, neue Stapler, Kehrmaschinen und Aufenthaltscontainer.

Dieses Ausbauprogramm am Standort wird heuer fortgesetzt. „Wir errichten eine 1.700 Quadratmeter große Leichtbauhalle, die Ende März fertiggestellt sein wird“, kündigt Gussmagg an. Zu ihrer Ausstattung gehört auch ein Kran mit zehn Tonnen Tragfähigkeit zum Be- und Entladen von Containern. Erweitert werden auch die Verzollungsdienstleistungen, möchte doch der Kremser Hafen die Donau als internationale Wasserstraße stärker nützen. „Zurzeit hat der Donaustrom die besten Fahrwasserverhältnisse“, stellt der Geschäftsführer fest.

Die Rhenus Donauhafen Krems GmbH & Co. KG, deren 50 Mitarbeiter für Hafenlogistik und Umschlag verantwortlich sind, ist eine Tochtergesellschaft des deutschen Logistik-Konzerns Rhenus. Sie ist in Krems auch in den Geschäftsfeldern Speditionsdienste (Rhenus Logistics Austria) sowie Binnenschifffahrt und Befrachtung (Rhenus Danube Shipping) tätig. Die Firmengruppe zählt knapp 80 Beschäftigte. (mm)

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11.01.2019
Wirtschaftskammer Neunkirchen meldet neuen Rekord an Mitgliedern

Im Bezirk Neunkirchen sind derzeit 5.009 Unternehmen aktiv, wovon 272 Lehrbetriebe 776 Lehrlinge ausbilden. Das Überschreiten der 5.000er Marke bei den aktiven Mitgliedsbetrieben nannte Bezirksstellenobfrau Waltraud Rigler beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer des Bezirks als kräftiges Zeichen des Wirtschaftsstandortes Neunkirchen und seiner Prosperität. Als Wermutstropfen hingegen bleibe noch immer die Einkaufssituation im Zentrum der Stadt sowie das am Semmering seiner Wiedereröffnung harrende Hotel Panhans.

Vom NÖ Wirtschaftspressedienst darauf angesprochen mahnt Josef Breiter, Vizepräsident der NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ) und vormaliger Bezirksstellenobmann, nicht immer neue Gesamtkonzepte für die keineswegs zufriedenstellende Einkaufssituation im Zentrum der Bezirkshauptstadt zu entwickeln, sondern vielmehr Umsetzungen Schritt für Schritt zu machen, „da man auch mit kleineren Aktionen viel gewinnen kann“.

Als besonders erfreulich hob Obfrau Rigler die steigende Beliebtheit der dualen Ausbildung im Bezirk Neunkirchen hervor. So können die Betriebe regional wieder für die entsprechenden Facharbeiter sorgen, und die Jugend würde dadurch wieder regional die besten Chancen für die Zukunft gewinnen. Stolz sind Rigler und Breiter auf die Auszeichnungen, die Neunkirchner Betriebe beim NÖ Baupreis und bei der Ausbildertrophy bekommen haben. Rigler möchte jedenfalls die Betriebe motivieren, sich weiterhin den diversen Wettbewerben zu stellen, da es spannend sei, sich mit anderen zu messen. (hm)

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11.01.2019
Jugendliche aus NÖ “senden“ ihre LEGO-Roboter in den Weltraum

Das WIFI St. Pölten ist am Samstag, dem 19. Jänner, wieder Schauplatz des niederösterreichischen Regionalwettbewerbs im Rahmen eines internationalen Robotik- und Wissenschafts-Wettbewerbs für Jugendliche bis 16 Jahre. Rund 150 Kinder aus Niederösterreich werden in 16 Teams in der FIRST ® LEGO ® League (FLL) an den Start gehen – eines Wettbewerbs, an dem weltweit rund 40.000 Teams aus 98 Ländern teilnehmen. Der niederösterreichische Regionalteil dieses Robotik-Wettbewerbs geht nun schon zum 6. Mal über die Bühne – unterstützt u.a. von der Sparte Industrie in der NÖ Wirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) und der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG.

Schülerinnen und Schüler aus ganz Niederösterreich haben sich bereits im Sommer zum Bewerb angemeldet. Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten müssen sie in vier Disziplinen – Forschungspräsentation, Teamwork, Robotertechnik sowie Roboterdesign – unter Beweis stellen. Das Jahresthema steht heuer unter dem Motto „INTO ORBIT – Leben und Reisen im Weltraum.“ Schon bei der Vorstellung des Wettbewerbs bekam man Raketen-Startrampen und Mondfahrzeuge zu sehen.

Der Weg zum Weltfinale Ende April in Detroit (USA) ist freilich noch weit. Die drei besten Teams aus Niederösterreich müssen vorher noch beim Österreich-Finale am 9. Februar in Bad Radkersburg antreten und die weiterkommende Mannschaft beim zentraleuropäischen Finale Ende März in Bregenz.

Im theoretischen Forschungsteil untersuchen die Teams ein Problem, von dem Menschen während einer längeren Weltraummission befallen sein können. Dazu sollen sie den Rat von Experten einholen und innovative Lösungsvorschläge präsentieren. Im Praxisteil kommen die Roboter aus LEGO-Bausteinen zum Einsatz, die von den Teams mit einem Mini-Computer, Sensoren und Motoren programmiert und „zum Leben erweckt“ werden. Auch das Teamwork innerhalb und zwischen den Gruppen wird von den Juroren bewertet.

„Diese Dinge sind in der Arbeitswelt der Zukunft sehr wichtig“, betonte der neue NÖ Wirtschaftskammer-Direktor Johannes Schedlbauer, der bis Ende Dezember Spartengeschäftsführer der Industrie gewesen ist. Mit dem Wettbewerb werden das Interesse der Jugendlichen an Naturwissenschaften geweckt und Schlüsselqualifikationen trainiert, so Schedlbauer.

Für die NÖ Industriellenvereinigung (IV-NÖ) hebt Geschäftsführerin Michaela Roither die Bedeutung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) hervor. „Dort liegen die Jobs der Zukunft“, sagt sie und lädt insbesondere die Mädchen ein, sich für dieses Thema zu interessieren. „Wir haben noch immer zu wenig junge Frauen in den MINT-Fächern, wo sie die besten Verdienstchancen vorfänden.“

Auch die Sparkasse Niederösterreich Mitte West identifiziert sich mit „diesem einzigartigen Wettbewerb, der durchaus unserer Unternehmensphilosophie entspricht“, so Direktionsrat Peter Lafite. Teamarbeit und Kreativität seien die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg. „Auch unsere Mitarbeiter brauchen heute immer mehr technisches Verständnis“, stellte Lafite fest. (rz)

http://www.robotix4me.at

http://www.firstlegoleague.org



11.01.2019
Wiener Neustädter Kanal ist schon fit für die NÖ Landesausstellung

Von der bevorstehenden NÖ Landesausstellung 2019, die ab Ende März unter dem Titel „Welt in Bewegung!“ in der Stadt Wiener Neustadt stattfinden wird und sich dem Thema Mobilität widmet, möchte auch die umliegende Thermenregion Wienerwald touristisch profitieren. Ein zentrales Projekt dabei ist die Revitalisierung des Wiener Neustädter Kanals. Das historische Gewässer und sein begleitender Thermenradweg – eine Teilstrecke des internationalen EuroVelo9 – sollen zu einem attraktiven Ausflugsziel werden.

„In den Ausbau des Radwegs investieren wir im Abschnitt zwischen Vösendorf an der Wiener Stadtgrenze und Katzelsdorf rund 3,2 Millionen Euro“, teilt Landtagsabgeordneter Christoph Kainz, Bürgermeister von Pfaffstätten und Sprecher der 17 Gemeinden umfassenden ARGE Thermenradweg, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Der Betrag fließt in die Neutrassierung – so ist u.a. eine Untertunnelung der B17 geplant -, in den Fahrbahnbelag, sieben neue Rastplätze, Radabstellvorrichtungen sowie in Hinweis- und Informationstafeln zum Wiener Neustädter Kanal.

Ziel des Projektes sei es, so Kainz, die Radfahrer auf die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in den Gemeinden entlang der 54 Kilometer langen Strecke aufmerksam zu machen. Dazu zähle z.B. der Schlosspark von Kottingbrunn, weshalb man dort den Strampelpfad auf die andere Seite des Kanals verlege. Im südlichen Niederösterreich ist der Thermenradweg aber schon jetzt ein Renner, wird er doch nach Schätzungen von bis zu 150.000 Radfahrern pro Jahr frequentiert.

Nicht nur der begleitende Radweg, auch der Wiener Neustädter Kanal selbst soll den Beherbergungsbetrieben und der Gastronomie Impulse bringen. „Boot- und Kanufahrten sowie das beliebte Stand-up-Paddling werden möglich sein“, kündigt Kainz an. Weil Kanal und Radweg nahezu parallel zur Südbahnlinie der ÖBB verlaufen, sei auch eine sehr gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz vorhanden. (mm)

https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Neustädter_Kanal

http://www.thermenregion-wienerwald.at



11.01.2019
Landsteiner-Gruppe will den Schwung aus 2018 heuer mitnehmen

Die aus vier Firmen bestehende Landsteiner-Gruppe Amstetten hat im Vorjahr die gute Konjunktur voll zu nützen verstanden. Mit der Elektro & Electronic Landsteiner GmbH, dem Red Zac Fachgeschäft in Amstetten, der Elektro & Electronic Brunmüller GmbH, dem Red Zac Fachgeschäft in Aschbach, der Kabel-TV Amstetten GmbH sowie der Elektro Spreitzer GmbH in Ulmerfeld-Hausmening ist die Unternehmensgruppe breit aufgestellt. „Mit Projekten vom Kleinauftrag, Serviceauftrag über Häuslbauer bis zu Großprojekten, wie etwa Produktionsstätten, Krankenhäuser, Universitäten und Umwelttechnikanlagen im gesamten Bundesgebiet, erwirtschaften wir einen Jahresumsatz von 40 Millionen Euro“, berichtet Geschäftsführer Thomas Landsteiner dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Derzeit beschäftigt die Landsteiner-Gruppe 300 Mitarbeiter, darunter 45 Lehrlinge in Ausbildung. „Die eigene Lehrlingsausbildung ist für uns immer essenziell“, so Landsteiner. „Denn wer seine Mitarbeiter selber ausbildet, kann seinen Betrieb kontinuierlich stabil halten. Als Unternehmer darf man nie vergessen, dass die Lehrlinge die Facharbeiter der Zukunft sind. Das alt bewährte Sprichwort Handwerk hat goldenen Boden stimmt heute mehr denn je. Umso wichtiger ist es, das Image dieser wertvollen Fachkräfte sowie des Lehrberufs in der Gesellschaft entsprechend darzustellen und öffentlich zu bekennen. Denn für die Zukunft gilt: Nur wer gute Leute hat, wird auch Kunden haben.“

Als besonders erfreulich bezeichnet der Chef des traditionellen Familienbetriebes, dass seit Mitte 2018 auch sein Sohn, Lukas Landsteiner, im väterlichen Unternehmen tätig ist: „Mein Sohn hat nach seiner Ausbildung an der HTL Waidhofen an der Ybbs als Elektrotechniker den Bachelor im Fach Management und Unternehmensführung sowie den Master im Fach Immobilienwirtschaft an der FH Wien abgeschlossen. Zurzeit ist er bei der Landsteiner GmbH in der Projektleitung für das Großprojekt des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim in Wien tätig. Dort errichten wir die elektrotechnische Ausrüstung für das Produktionsgebäude.“

Für das heurige Jahr erwartet Thomas Landsteiner, dass seine Firmengruppe den Schwung aus dem Jahr 2018 mitnehmen kann. „Einer von den Wirtschaftsforschern prognostizierten Konjunkturabschwächung sollte mit Investitionsmaßnahmen im öffentlichen Bereich begegnet werden“, meint er. Doch die öffentliche Hand seit mit Investitionen „weiterhin zurückhaltend.“ Von der Bundesregierung erwartet sich der Mostviertler Unternehmer „Chancengleichheit und Fairness im Wettbewerb im Bezug auf Steuern und öffentliche Abgaben sowie entsprechende Maßnahmen gegen Beschäftigung von ausländischen Subunternehmen zu Dumpingpreisen.“ (dsh)

http://www.landsteiner.at

http://www.ktvam.at

http://www.brunmueller.at

http://www.elektro-spreitzer.at



11.01.2019
Bei den Pkw-Neuzulassungen ĂĽberholen Benziner die Diesel

Im vergangenen Jahr sind in Niederösterreich 62.600 Pkw und Kombifahrzeuge neu zum Verkehr zugelassen worden. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst den vorliegenden Daten der Statistik Austria entnimmt, bedeutet dieses Ergebnis einen Rückgang um 1.900 Autos oder 2,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017. Bundesweit zählte man 2018 mehr als 341.000 Pkw-Neuzulassungen, was ein Minus von 3,5 Prozent im Jahresvergleich ist.

Waren Niederösterreichs Autofahrer bis 2017 noch mehrheitlich „Diesel-Freaks“, haben die Benzinmotoren im Vorjahr zum Überholen angesetzt. 34.900 oder knapp 56 Prozent der in Niederösterreich neu zum Verkehr zugelassenen Pkw treibt ein Benziner an. Demgegenüber verlieren die Dieselmotoren an Beliebtheit. Bei den Neuzulassungen haben die Selbstzünder nur noch 24.500 Fahrzeuge erreicht, was einem Marktanteil von rund 39 Prozent entspricht.

Noch viel Luft nach oben haben in Niederösterreich alternative Antriebsarten, wenngleich sie an Bedeutung gewinnen: Im Vorjahr wurden zwischen Enns und Leitha 1.384 Elektro-Autos neu zum Verkehr zugelassen, nach 1.115 im Jahr 2017. (mm)

http://www.statistik.at



11.01.2019
Hagenbrunner Spezialfirma baut Windpaneel mit groĂźer Stromausbeute

Das Thema Umweltschutz wird bei der in Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg ansässigen Firma Khu Sondermaschinenbau groß geschrieben. Derzeit entwickelt sie ein Windpaneel, das die herkömmlichen großen Windräder ergänzen soll. „Weil wir in der Flugzeugtechnik Windmaschinen und Wolkengeneratoren gebaut haben, konnten wir unser Know-how in Sachen Aerodynamik enorm erweitern. Daraus entstand die Idee, ein neuartiges Windpaneel in der Größe von 1,50 mal 2,00 Meter zu bauen“, berichtet Geschäftsführer Peter Khu dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

„Die neuen Paneele sind mit sinusförmigen Schaufeln ausgestattet, die zueinander in einem speziell bestimmten Verhältnis stehen. Damit sind sie in der Lage, Wind in jeder Situation in elektrischen Strom umzuwandeln“, sagt Khu. Nach optimistischer Schätzung werden die Windpaneele im Vergleich zu herkömmlichen Windrädern bei gleicher Fläche rund die doppelte bis dreifache Menge an elektrischer Energie erzeugen. Schon im Sommer sollen erste Tests im Windkanal durchgeführt werden.

Eine weitere Erfindung ist für die Kabelindustrie bestimmt. Das ist eine Kreuz-Abbindemaschine, die eine sehr geringe Zugkraft auf den Abbindefaden aufbringt und die Lichtwellenleiter-Elemente nicht quetscht. „Diese Weltneuheit stellen wir zusammen mit einer neuen Bearbeitung von Hochvolt-Kabeln, die bei Elektroautos zum Einsatz kommen, im Jahr 2020 auf der Leitmesse WIRE in Düsseldorf dem Fachpublikum vor“, kündigt Firmenchef Peter Khu an.

Neben der Erfindung neuer Projekte bilden den Schwerpunkt des Hagenbrunner Unternehmens das Entwickeln und Konstruieren von Sondermaschinen und Anlagen für fast alle Branchen, von der Automobilindustrie, Luftfahrt, Blech-, Seil- und Kabelproduktion bis zur Lebensmittelindustrie und zum Laborbedarf. Mit rund 30 Mitarbeitern erwirtschaftet die Firma einen jährlichen Umsatz von ca. vier Millionen Euro. Davon entfallen etwa 70 Prozent auf den Export nach Deutschland, Osteuropa und Südamerika. Als neue Exportländer stoßen Bosnien und Herzegowina dazu. (km)

http://www.khu.at



11.01.2019
Socken aus dem Triestingtal wärmen sogar Füße in den USA

Auf die Erzeugung von Socken aus reinen Naturmaterialien, wie Hanf und Merinowolle, mit alten Strickmaschinen hat sich der Einpersonenunternehmer Maximilian Heissenberger in Schönau an der Triesting, Bezirk Baden, spezialisiert. „Wir verarbeiten sogar Hanfgarn. Bis jetzt habe ich noch keinen anderen Betrieb gefunden, der das ebenfalls macht“, teilt der Unternehmer dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Er exportiert sogar auch in die USA.

„Meine aus den 1930er bis in die 1960er Jahre stammenden neun alte Maschinen haben größere Toleranzen als ihre Nachfolger und können auch Hanfgarn, reine Merinowolle sowie andere reine Naturfasern bestens verarbeiten. Damit können wir auf die Beimischung von Kunstfasern völlig verzichten und reine Naturprodukte anbieten. Mit modernen Strickmaschinen ist das nicht mehr möglich“, erklärt Heissenberger. Die Garne bezieht er aus Italien und verarbeitet davon pro Monat etwa 30 Kilogramm. Alle neun Strickmaschinen haben eine Kapazität von 100 Paar Socken pro Woche. Pro Stunde kann eine Maschine etwa eine Viertelmillion Maschen abstricken.

Heissenberger schätzt an seinem Unternehmen insbesondere die Flexibilität eines Kleinbetriebes. Sie hilft ihm auf Kundenwünsche gut eingehen und in kürzester Zeit auch Wunschsocken, z.B. in blauen und gelben Streifen, zu produzieren. Daher sind auch bekannte Bühnen, wie das Burgtheater oder die Volksoper, Bestandteil seines Kundenstocks. Der Unternehmer ist aber auch offen für andere Materialien. Im Standardprogramm sind Socken und Stutzen aus Merinowolle und Hanf. Auf Wunsch wird auch Baumwolle verwendet. Die Triestingtaler Socken sind ab knapp 25 Euro im eigenen Online-Shop erhältlich.

2018 hat Heissenberger, der das Unternehmen als Nebenerwerb führt, einen Umsatz von 30.000 Euro erzielt. Heuer will er ihn verdoppeln. Die Exportquote beträgt etwa fünf Prozent mit dem Schwerpunkt Deutschland. (hm)

https://shop.heissenberger-schoenau.com