NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1541 vom 14.06.2019

14.06.2019
Industrie: Ă–sterreich braucht verantwortungsvolle Politik statt Parteitaktik

Das traditionelle Sommerfest der NÖ Industriellenvereinigung (IV-NÖ), das diesmal als Auftakt zum Europa-Forum Wachau im Stift Göttweig stattfand, nahm Präsident Thomas Salzer zum Anlass, mahnende Worte an die Politik zu richten. Da die vergangenen eineinhalb Jahre von Reformen geprägt waren, die etwa mit dem Arbeitszeitgesetz und dem Standortentwicklungsgesetz dem Industriestandort sehr zugutekamen, gehe es angesichts der Neuwahlen im September darum, die angekündigten Reformen, wie die des Steuersystems, unbedingt weiterzuverfolgen. „Einen erneuten Stillstand kann sich Österreich in Zeiten abgeflachter Konjunktur nicht leisten. Österreich braucht verantwortungsvolle Politik statt kurzfristiger Parteitaktik“, betonte Salzer.

Auch den akuten Mangel an gut qualifizierten Fachkräften rückte er ins Licht. „Die Verfügbarkeit von Fachkräften aus dem MINT-Bereich - Mathematik, Information, Naturwissenschaften und Technik – wird immer mehr zur Schicksalsfrage unseres Industriestandortes“, sagte der IV-Präsident. (mü)

https://niederoesterreich.iv.at



14.06.2019
Neue Weltraumrakete „Ariane 6“ hebt mit Hochtechnologie aus NÖ ab

Im Auftrag der Europäischen Raumfahrtagentur ESA beginnt das internationale Luft- und Raumfahrtunternehmen ArianeGroup in Kürze mit dem Bau einer neuen Serie von 14 Trägerraketen. Die „Ariane 6“ soll Astronauten und Fracht energiesparender und um bis zu 40 Prozent billiger in den Weltraum schießen als ihre Vorgängermodelle. Die Startkosten sind nämlich pro Kilogramm Nutzlast nur halb so hoch wie bei der derzeit verwendeten „Ariane 5“. Wenn die „Ariane 6“ im Juli 2020 erstmals vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All abhebt, ist auch Hochtechnologie niederösterreichischer Unternehmen mit an Bord.

So liefert die Weltraum-Firma Ruag Space Austria aus ihrem Werk Berndorf im Triestingtal die Thermalisolation für den Raketenantrieb. Gefertigt wird dort der Schutzmantel – eine etwa 20 Meter hohe Nutzlastverkleidung aus Kohlefaser, die beim Start Temperaturen von 1.500 Grad Celsius aushalten muss. „Wir schaffen das, indem wir Glas und Keramik für die Isolierung verwenden“, erklärt Ruag-Geschäftsführer Andreas Buhl.

Schon viele Jahre ein Partner der ArianeGroup ist die Waldviertler Firma Test-Fuchs aus Groß-Siegharts. „Für die Ariane 6 produzieren wir spezielle Kaltluft-Ventile, die auch bei minus 270 Grad, also nahe dem absoluten Nullpunkt, störungsfrei arbeiten“, teilt Marketingleiter Kurt Bauer dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Weltweit beschäftigt Test-Fuchs 600 Mitarbeiter, davon 500 in Groß-Siegharts.

Ein „versteckter Weltmeister“ als Zulieferer der Weltraumindustrie ist die SBI Produktion techn. Anlagen GmbH & Co KG in Hollabrunn. Mit 90 Beschäftigten erzeugt das Weinviertler Maschinenbau-Unternehmen neben Anlagen zur Düngemittelproduktion auch Plasma-Schweissgeräte. Diese High-Tech-Apparate werden zum automatischen Schweissen von Satellitentanks verwendet. „Wir arbeiten mit dem deutschen Luft- und Raumfahrtindustrieunternehmen MT Aerospace zusammen“, berichtet SBI-Geschäftsführer Ferdinand Stempfer. „MT Aerospace liefert Schlüsselkomponenten für die Haupt- und Oberstufe der Ariane-Rakete.“ (mm)

http://www.ariane.group/de

http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Transportation/Launch_vehicles/Ariane_6

http://www.ruag.com/de

http://www.test-fuchs.com/de/aerospace/raumfahrtkomponenten

http://www.sbi.at



14.06.2019
In Niederösterreich hält der Trend zum schnellen Essen an

Der steigende Konsum außer Haus und die schnelle Mahlzeit zwischendurch halten die Fast-Food-Szene in Niederösterreich auf Trab. 307 einschlägige Betriebsstätten, darunter Würstel- und Kebap-Stände, Imbiss-Buden und Lokale von Schnellrestaurant-Ketten, waren 2018 in Niederösterreich geschäftlich aktiv. Gemeinsam haben sie einen Umsatz von etwas mehr als 200 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst dem „Branchenradar Fast Food in Österreich 2018“ des Marktforschungsinstituts Kreutzer Fischer & Partner.

Mehr Schnellimbiss-Standorte als in Niederösterreich gibt es im Vergleich der Bundesländer nur in Wien mit 531, auf Platz drei liegt Oberösterreich mit 279 Betriebsstätten. Während die traditionelle Küche, wie Würstel- und Kebap-Stände, Marktanteile verliert, greifen die Konsumenten vermehrt zum Speisen- und Getränkeangebot in der Systemgastronomie. Das sind die Filialen von Ketten wie McDonald´s, Burger King, Nordsee oder Starbucks. Sie erwirtschaften mehr als drei Viertel vom gesamten Fast-Food-Umsatzkuchen.

Experten gehen auch davon aus, dass Convenience- und Fertigprodukte sowie der Imbiss im Lokal in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden. Denn ein zusätzlicher Indikator für den Umbruch der Ernährungsgewohnheiten in Österreich ist die Zunahme der Klein- und Kleinsthaushalte. Sie ändert die Nachfragestruktur nachhaltig. So werden nach einer aktuellen Prognose der Statistik Austria von den rund 781.000 Haushalten in Niederösterreich im Jahr 2030 mehr als ein Drittel – 277.000 – Singlehaushalte sein. (mm)

http://www.branchenradar.com

http://www.statistik.at



14.06.2019
Wirtschaftspark Wolkersdorf: Vom „bestbeleuchteten Acker“ zur Erfolgsstory

Nachdem Niederösterreichs Wirtschaftsagentur ecoplus 1979 den Wirtschaftspark Wolkersdorf gegründet hatte, lag das Gewerbeareal zunächst zehn Jahre lang brach und wurde von den Medien abschätzig als „bestbeleuchteter Acker“ bezeichnet. Heute sind auf dem Betriebsansiedlungsgebiet 103 Unternehmen mit rund 2.200 Mitarbeitern angesiedelt. „40 Jahre nach seiner Gründung ist der ecoplus Wirtschaftspark Wolkersdorf zu einem Aushängeschild der erfolgreichen Entwicklung der Wirtschaftsparks in Niederösterreich geworden“, stellte NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav bei der Feier zum 40-Jahr-Jubiläum fest.

Auf dem 91 Hektar großen Gelände finden sich sowohl die Adressen bekannter Markenartikelproduzenten, wie Manner oder Kotányi, als auch von Leitbetrieben der Industrie, wie z.B. SPL Tele, Wittmann Battenfeld und Velux Österreich, aber auch von immer mehr Kleinbetrieben. In diesem Zusammenhang hat das sogenannte „ecocenter Wolkersdorf“ eine besondere Bedeutung erlangt. Es ist nämlich ein Mehrmieterobjekt mit Büros und einer Lagerhalle, wo vor allem Start-up-Firmen eine Heimat finden können. „Aus dem ecocenter haben wir schon vier kleine Unternehmen in die freie Wildbahn entlassen“, stellte ecoplus-Aufsichtsrat, Landtagsabgeordneter Kurt Hackl fest. Im Wirtschaftspark Wolkersdorf fungiere das Gebäude erfolgreich als „Geburtenstation“.

Zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten soll dem Betriebsansiedlungsgebiet eine neue Offensivstrategie entlang der Hauptverkehrsrouten durch das Weinviertel, insbesondere an der Nordautobahn A5, eröffnen. „Hier planen wir eine enge Vernetzung zwischen den Wirtschaftsparks in Wolkersdorf, Mistelbach und Poysdorf. Davon profitiert langfristig auch die gesamte Region“, sind sich die ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki und Jochen Danninger einig. (mm)

http://www.ecoplus.at



14.06.2019
„Goldener Hahn“ kräht laut im Congress Casino Baden

Unter dem Motto „Chicken deluxe“ steht der „Goldene Hahn 2019“, der diesjährige NÖ Werbepreis, den die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der NÖ Wirtschaftskammer heuer bereits zum 42. Mal vergibt. Niederösterreichische Betriebe, die in der Werbewirtschaft tätig sind, waren eingeladen, ihre besten Projekte des vergangenen Jahres in 13 verschiedenen Kategorien einzureichen. Das sind: Out of Home, Print, Digital, Audio, Bewegtbild, Event, Dialog-Marketing, Public Relations, POS-Messearchitektur, Verpackungsdesign, Grafikdesign, Eigenwerbung und Kampagne.

„Der Gewinn des Goldenen Hahns zeichnet die hohe Qualität einer Agentur aus und hilft bei der Neukundengewinnung“, so Fachgruppenobmann Günther Hofer im Vorfeld der Veranstaltung. 209 Projekte sind heuer eingereicht worden. Auf unterschiedliche Art zeigen sie neue Wege, wie der durch die Digitalisierung ausgelöste Strukturwandel in der Branche bewältigt werden kann. Die „Goldener Hahn“-Trophäen werden am 25. Juni im Rahmen einer großen Gala, die im Rahmen einer Kochshow stattfindet, im Congress Casino Baden verliehen. (mm)

http://www.goldenerhahn.at



14.06.2019
Paket-Zentren Hagenbrunn: Post ist auf Schiene, DHL sucht Käufer

Voll im veranschlagten Zeitplan liegt der Bau des neuen Paket-Verteilzentrums, das die Österreichische Post AG um 50 Millionen Euro in der Gemeinde Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg errichtet. „Anfang August, vielleicht sogar schon Ende Juli, werden wir den Regelbetrieb aufnehmen“, teilt Post-Vorstandsvorsitzender Georg Pölzl dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. Die offizielle Eröffnung des Logistikzentrums, das mehr als 300 Arbeitsplätze schaffen soll, wird am 1. Oktober im Beisein von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner erfolgen.

Die Zustimmung der Bundeswettbewerbsbehörde vorausgesetzt, übernimmt die Post drei Verteilzentren, zehn Depots und 200 Beschäftigte des deutschen Logistikers DHL Paket, der seine Österreich-Aktivitäten einstellt. Vom Erwerb jener Immobilie, die DHL Paket in unmittelbarer Nachbarschaft zum entstehenden Verteilzentrum der Post entwickelt hat, nimmt man jedoch Abstand. „Den DHL-Standort Hagenbrunn übernehmen wir nicht“, hielt Pölzl vor Journalisten im Klub der Wirtschaftspublizisten dezidiert fest.

Im Inland betreibt die Post ein dicht gestaffeltes Filialnetz mit 1.800 Lokalen, darunter 1.350 Post-Partnern. Im Rahmen eines dreijährigen Investitionsprogrammes fließen 500 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur, die Verbesserung der Informatiksysteme und in Erhaltungsmaßnahmen. „Unsere strategische Antwort auf die Mitbewerber ist die beste Zustellqualität“, sagte Pölzl. Man habe den Anspruch, in der Paket-Logistik qualitativ die Nummer Eins zu sein. (mm)

http://www.post.at



14.06.2019
Niederösterreichs Entsorgungsbetrieben geht die Arbeit nicht aus

Pro Jahr verarbeiten die niederösterreichischen Entsorgungs- und Ressourcenmanagementbetriebe rund 60 Tonnen flüssiger und fester Abfälle. Wie Gerhard Schauerhuber, zuständiger Fachgruppenobmann in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet, „ist das Aufkommen der Primärabfälle in Österreich von 51,72 Millionen Tonnen im Jahr 2009 auf 59,14 Millionen Tonnen im Jahr 2016 und damit um 14,3 Prozent gestiegen.“ Den Zuwachs haben vor allem die gestiegenen Mengen Aushubmaterialien und aus der Bauwirtschaft bewirkt.

„Das Geschäftsjahr 2018 ist für das Entsorgungs- und Ressourcenmanagement gut verlaufen, weil aufgrund der anhaltenden guten Konjunktur mehr produziert wurde und daher auch mehr Abfälle angefallen sind“, erklärt Schauerhuber. „Der positive Trend setzt sich auch 2019 fort und es bleibt zu hoffen, dass er auch weiter anhält.“

In Niederösterreich besteht die Branche aus 1.152 aktiven Betrieben, die in 15 Berufsgruppen gegliedert sind. Dazu zählen etwa Abfallsammler und -behandler, Altfahrzeugverwerter, Deponiebetreiber, Entrümpler, Erzeuger von Ersatzbrennstoffen, Klärschlammbehandler, Tankreiniger und Abwasserbehandler.

Obwohl den Entsorgungsbetrieben offensichtlich die Arbeit auch in Zukunft kaum ausgehen wird, hat die Branche mit Problemen zu kämpfen. „Vor allem gesetzliche Vorgaben verändern zunehmend die Entsorgungsprozesse, was einen steigenden Investitionsbedarf in hochmoderne Technologien auslöst“, erklärt der Fachgruppenobmann. „Außerdem unterliegt unsere Branche immer strengeren behördlichen Auflagen, was oft ein nicht kalkulierbares finanzielles Risiko zur Folge hat.“

„Immer aufwendiger und komplizierter werden auch die Informations- und Dokumentationspflichten. Zudem nehmen die gefährlichen Abfälle stetig zu.“ Gerhard Schauerhuber sieht daher eine rasche Entbürokratisierung sowie mehr Rechtssicherheit für wichtig an. „Außerdem sollen geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Anlagenerweiterungen und Neuerrichtungen mit realistischen Laufzeiten kalkuliert werden können.“

Was wünscht sich die Branche weiters von den politisch Verantwortlichen? „Durch die geplante Rechtsbereinigung des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG), die derzeit in Begutachtung steht, ist man auf dem richtigen Weg, obwohl einige unserer Forderungen noch nicht aufgenommen wurden“, betont der Fachgruppenobmann. „Fraglich ist aufgrund der derzeitigen politischen Situation, ob diese Reform bald umgesetzt wird. Eine rasche Umsetzung wird von unserer Fachgruppe begrüßt.“ (dsh)

http://www.wirtragenverantwortung.at



14.06.2019
Niederösterreichs Wirtschaft setzt Fokus auf „Künstliche Intelligenz“

Damit vom Zukunftsthema „Künstliche Intelligenz“ (KI) möglichst viele ihrer Mitgliedsbetriebe profitieren können, hat die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) mit dem Kongress „Denk digital“ eine groß angelegte KI-Initiative gestartet. Dem sollen ab September weitere Schritte in diese Richtung folgen.

„Wir wollen damit nicht nur Aufklärungsarbeit leisten, sondern die Unternehmen bei der Umsetzung von KI-Projekten auch unterstützen“, sagt WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. Schon im Vorjahr haben 30 blau-gelbe Betriebe bei der Umsetzung ihrer KI-Projektideen von der Hilfe der Technologie- und Innovationspartner der WKNÖ und des Landes Niederösterreich profitiert. Aber es sollen noch mehr werden. „Denn KI wird in allen Sparten der Wirtschaft und in Betrieben jeder Größenordnung eine Rolle spielen“, stellt der Obmann der Sparte Unternehmensberatung und Informationstechnologie, Günter Schwarz, fest.

Wie breit die Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten von KI bereits gediehen sind, ließen zwei Unternehmen aus Niederösterreich erkennen, die sich auf dem KI-Kongress präsentierten. Die Firma INDAT in Rohrbach/Gölsen beispielsweise erzeugt „smarte, lernfähige Maschinen“, die unter anderem Musikinstrumentensaiten produzieren „und dabei lernen, das immer besser zu machen, so dass die Maschinen selbständig ihre Fehlerquote reduzieren können“, so INDAT-Geschäftsführer Markus Leopold.

Ganz anders hingegen das „KI-Produkt“ der Catalysts GmbH aus St. Pölten. Auf intelligente Weise unterstützt es die Arbeit der Sachbearbeiter in den Krankenkassen bei der Verarbeitung von Wahlarzt-Abrechnungen, die von den Patienten eingereicht werden. „Wir lösen die Arbeit des Abtippens ab und spielen die Sachbearbeiter für komplexere Aufgaben frei“, sagt Katrin Strasser von Catalysts.

Auf dem Kongress berichteten Vertreter der großen Player – wie Google, Microsoft, IBM oder auch A1 und Kapsch – mit manchem Blick auch über den Tellerrand. WKNÖ-Präsidentin Zwazl legte angesichts der rasanten Entwicklungen auf diesem Gebiet ein Bekenntnis zu einem Ethikunterricht und zum hohen Stellenwert der Dualen Ausbildung ab, auf den auch Friedrich Prinz, Professor an der renommierten Stanford-Universität, hinwies.

Zukunfts-Experte Matthias Horx trug in seinem Referat dazu bei, den „Mythos Künstliche Intelligenz“ etwas zu entzaubern. „Die Roboter werden uns nicht alle Jobs wegnehmen, es wird zu einer Symbiose im Umgang mit den intelligenten Maschinen kommen. Diese sind eine Ergänzung und kein Ersatz“, betonte Horx. Sie seien im Service nicht gut, weil es da vor allem auch auf Empathie und Psychologie ankomme. Als weitere Bremse führte Horx unter anderem die „eingebaute Resistenz gegen künstliche Fahrsysteme – vor allem bei Männern –an.“

In einer Umfrage während der Tagung nannten die Teilnehmer übrigens „Bürotechnik, Medizin und Logistik“ als jene Bereiche, in denen KI künftig ihrer Meinung nach die größte Rolle spielen wird.

Wer sich auf die neue Welle besser einstellen will, kann ab September im Rahmen der blau-gelben KI-Initiative aus einer Reihe neuer Angebote wählen. Im tede-Z der Design-Uni in St. Pölten wird es für die Betriebe einen eigenen „KI-Space“ geben, wo man verschiedene KI-Technologien ausprobieren kann. Außerdem werden ab Herbst KI-Themenevents die Reihe der Technologiegespräche ergänzen und beispielsweise Themen wie Haftungsfragen beim Einsatz von KI behandeln. Und im November 2019 startet das WIFI ein modulares Ausbildungsprogramm, das künftigen KI-Managern die Grundlagen für die Umsetzung von KI-Projekten in Unternehmen vermittelt. (rz)

http://www.plattform-ki.at

http://www.tip-noe.at

http://www.ganzgenau.at

http://www.catalysts.cc



14.06.2019
Neue Greisslerei in Hausleiten: klein aber biofein!

Im Oktober 2018 hat Anna-Maria Manhardt, ehemalige Mitarbeiterin eines Biobauern, in ihrem Haus in Hausleiten einen Bioladen mit Bistro eröffnet. „Mein Ziel ist nicht nur, hochwertige saisonale Bioprodukte aus der Region anzubieten, sondern auch unsere kleineren Biobauern und Produzenten zu unterstützen“, erklärt die Unternehmerin dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Als Zeichen der Vorliebe für Althergebrachtes hat die Geschäftsfrau ihre Greisslerei nach einem alten Brettspiel „Fuchs und Henne“ benannt.

Das hauptsächlich auf Obst und Gemüse ausgerichtete Angebot des Bioladens ist beachtlich umfangreich. Es reicht von Wurzelgemüse über Fenchel, Chicoree, Champignons, Austernpilze bis zu Kohl, Salaten, Zwiebeln, verschiedensten Apfelsorten u.v.m. „Wir bauen aber auch selber alte Gemüsesorten ohne maschinelle Bodenarbeitung an, um das Bodenökosystem zu schonen“, berichtet die innovative Biobäuerin.

Biobrot und Milchprodukte gibt es teils zweimal in der Woche oder auf Bestellung. Weitere Angebote findet man im angrenzenden Bistro, wo gesundes Frühstück, Kaffee, Leckereien und kleine Speisen serviert werden. Nicht im Bistro, sondern praktisch im Spaziergang in freier Natur finden die Kräuterworkshops statt.

„Wir freuen uns, dieses Jahr eine ganze Kräuterworkshop-Reihe anbieten zu können. Es geht dabei zuerst um das Finden von Kräutern in Feld und Wiese am Wegesrand. Die interessantesten Kräuter werden gepflückt, mitgenommen und in der Greisslerei analysiert“, erklärt die umweltbewusste Geschäftsfrau. Der nächste Kräuterworkshop findet am 14. September statt. Interessenten sollten sich frühzeitig anmelden, weil nur zehn Leute mitgenommen werden.

In Zukunft will Anna-Maria Manhardt noch mehr Ackerland bewirtschaften, Folientunnel für ihre empfindlichen Kulturen anschaffen und „irgendwann den Kunden ein gesundes, biologisches Mittagessen im Bistro anbieten“. (km)

http://www.fuchs-henne.at



14.06.2019
Niederösterreich bekommt gleich zwei digitale Hubs

Dass gleich zwei von drei der österreichischen Digital Innovation Hubs in Niederösterreich entstehen, ist für die Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav ein starkes Zeichen, dass man besonders den Klein- und Mittelbetrieben (KMU), die das Rückgrat der Wirtschaft bilden, entsprechende Plattformen zur Information und zur Vernetzung zum Thema Digitalisierung zur Verfügung stellt. In Summe fließen 1,31 Millionen Euro Bundesmittel der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in diese beiden Projekte. Das dritte Projekt entsteht in Tirol.

Einer der blau-gelben digitalen Innovation Hub, der DIHOST, ist im Haus der Digitalisierung in Tulln angesiedelt und deckt die Ostregion ab. Es handelt sich hier um einen Zusammenschluss von ecoplus, FH St. Pölten, FOTEC Wiener Neustadt, Forschung Burgenland, ABC Wien und IMC FH Krems. Laut ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki liegt der Schwerpunkt auf dem 3D-Druck, Blockchain & IT Security sowie dem Internet der Dinge. Derzeit wird noch ein entsprechendes Veranstaltungs- und Schulungsprogramm zusammengestellt, das ab September 2019 allen Unternehmen in der Ostregion angeboten wird. Als besonders wichtig nennt Miernicki die enge Zusammenarbeit mit den Wirtschaftskammern von Niederösterreich, Wien, Burgenland und Oberösterreich.

Der zweite digitale Innovation Hub in Niederösterreich wird von der Fachhochschule St. Pölten betrieben und ist als Digital Makers Hub eingerichtet. Sein Schwerpunkt ist die digitale Kultur, die sich über diesen Hub weiterentwickeln soll. Auch hier gehört es zu den Grundsätzen, über den Tellerrand sowie die Bundeslandgrenzen hinaus ein starkes Netzwerk zu setzen und sich der Digitalisierung gemeinsam zu stellen. (hm)

http://www.virtuell-haus.at

http://www.digitalmakershub.at



14.06.2019
„Tafeln im Weinviertel“ löst wieder eine starke Nachfrage aus

Eine starke Nachfrage gibt es wieder nach den Veranstaltungen der gastronomischen Event-Reihe „Tafeln im Weinviertel“, die heuer in ihre bereits neunte Saison geht. „Von den 26 Tafeln im Weinviertel, die wir im Sommer abhalten, sind schon 21 gänzlich ausverkauft“, teilt Projektleiter Johannes Pleil dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. Von den insgesamt 2.500 aufgelegten Karten habe man bereits 95 Prozent abgesetzt.

Bei „Tafeln im Weinviertel“ sitzen die Gäste unter freiem Himmel an rund 40 Meter langen, weiß gedeckten Tischen, die zwischen Weingärten, in Kellergassen oder Schlosshöfen aufgestellt sind. Zu musikalischer Begleitung bereiten und servieren Spitzenköche aus der Umgebung ein Fünf-Gänge-Menü, dessen Zutaten allesamt von Produzenten aus dem Weinviertel stammen. Natürlich kommen auch die zu den Speisen passenden Weine von Winzern aus diesem Anbaugebiet.

Neben bewährten Schauplätzen, wie am Fuße der Burgruine Falkenstein, im Schatten der Retzer Windmühle oder auf der Terrasse von Schloss Hof im Marchfeld, finden fünf Veranstaltungen von „Tafeln im Weinviertel“ heuer vor neuen Kulissen statt. Das sind der Englische Garten am Heldenberg, die Kellergasse in Hanfthal, der Weingarten bei der Hubertuskapelle in Hagenbrunn, Schloss Jedenspeigen sowie die Kellergasse Galgenberg in Wildendürnbach.

Rund die Hälfte der Gäste von „Tafeln im Weinviertel“ kommen aus der Region selbst und 20 Prozent aus Wien. Die restlichen 30 Prozent kommen aus den anderen Bundesländern sowie aus den Nachbarstaaten Deutschland, Schweiz und Tschechien. Das gehobene gastronomische Angebot kann man auch mit Übernachtung buchen. 2018 hat die Event-Reihe einen Umsatz von 280.000 Euro erwirtschaftet. (mm)

http://www.tafeln-im-weinviertel.at

http://www.weinviertel.at