NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1582 vom 3.04.2020

3.04.2020
Industrie ist in Niederösterreich der Wachstums- und Beschäftigungsmotor

Ein vor kurzem von der Statistik Austria veröffentlichter Konjunkturbericht über die produzierende Wirtschaft Österreichs unterstreicht einmal mehr, wie wichtig die Rolle ist, die den niederösterreichischen Industrieunternehmen im Wirtschaftskreislauf zukommt. Demnach hat der Wert der 2019 in Niederösterreich abgesetzten Produktion aus dem produzierenden Sektor - Sachgütererzeugung, Energie- und Wasserversorgung, Erdölförderung, Abfallentsorgung und Bauwesen - ein Volumen von mehr als 49,2 Milliarden Euro erreicht. Das waren um fast 260 Millionen Euro oder 0,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2018.

Die dem NÖ Wirtschaftspressedienst vorliegende Studie enthält noch weitere beeindruckende Zahlen: Mit einem Anteil von 18,6 Prozent der Betriebe erwirtschaftet Niederösterreich 16,5 Prozent der gesamten in Österreich abgesetzten Produktion. Basis der Erhebungen waren rund 12.500 niederösterreichische Unternehmen, die mehr als 161.000 Dienstnehmer beschäftigen. Diese haben im Vorjahr 262 Millionen Arbeitsstunden geleistet und eine Bruttoverdienstsumme von mehr als 7 Milliarden Euro erzielt. (mm)

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3.04.2020
Online-Weinverkauf erlebt zurzeit einen noch nie gekannten Boom

Weil Restaurants und andere Gaststätten derzeit geschlossen bleiben müssen, ist vielen Winzern und Weinhandelsunternehmen ihr Geschäft mit der Gastronomie weggebrochen. Als Absatzkanal zu den Konsumenten gewinnen daher alternative Vertriebswege, wie etwa die Flaschenbestellung per Internet, stark an Bedeutung. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat sich zu diesem Thema in der Weinszene umgehört.

„Bei uns ist der Online-Verkauf um rund ein Drittel gestiegen“, teilt Ludwig Holzer, Geschäftsführer der Winzer Krems, auf Anfrage mit. Österreichs größter Qualitätsweinproduzent vertreibt sein Sortiment über das Internet-Verkaufsportal austrianshop.at, wo auch die Genussprodukte anderer Nahrungsmittelhersteller aus allen Bundesländern zu finden sind. Da die Winzer Krems wegen der Coronavirus-Krise ihren Ab-Hof-Verkauf vorübergehend haben schließen müssen, „bieten wir jetzt ein österreichweites Lieferservice an“, teilt Holzer mit.

Auch in der Thermenregion hat man aus der Not eine Tugend gemacht und setzt nun erfolgreich auf die Online-Schiene. „Über unseren Webshop haben wir heuer im März dreimal so viel Umsatz erzielt wie im März 2019“, informiert Michael Reinisch vom Johanneshof Reinisch in Tattendorf. Pro Bestellung liege der Durchschnittseinkauf bei rund 100 Euro. Allerdings könne der Online-Verkauf die Verluste, die durch den Wegfall des Fachhandel- und Gastronomiegeschäfts entstehen, nicht ausgleichen, denn: „Gemessen am Gesamtumsatz macht der Webshop bei uns nur etwa drei Prozent aus“, rechnet Michael Reinisch vor.

Schon seit Anfang 2018 betreiben die „Schwertführerinnen“, die beiden Schwestern Kerstin und Sigrid Schwertführer, aus Sooß neben ihrem Weingut auch einen Online-Shop. Heute „sind wir froh, dass wir ihn als Plattform haben, denn seit Mitte März ist er zu unserer Haupteinnahmequelle geworden“, berichtet Sigrid Schwertführer. Der Heurige sei geschlossen und der Weinverkauf werde nur von Kunden aus der näheren Umgebung angenommen. „Die Online-Kunden bestellen quer durch unser Sortiment, mit dem Schwerpunkt auf gebietstypische Speisenbegleiter“, informiert die Winzerin.

Erst vor einigen Tagen ist der Webshop des Weinguts Johannes Gebeshuber in Gumpoldskirchen online gegangen. „Obwohl wir ihn noch gar nicht aktiv beworben haben, kommen schon jetzt erfreulicherweise jeden Tag Bestellungen von privaten Kunden herein“, erzählt der Biowinzer. Die Online-Präsenz sei eine notwendige Reaktion auf die Corona-Krise gewesen. Die meisten Konsumenten würden sechs oder zwölf Flaschen über das Internet kaufen, sagt Gebeshuber. (mm)

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3.04.2020
Internet- und Fernsehnutzung in Niederösterreich stark gestiegen

Das Coronavirus ist zwar gesundheitsfeindlich, aber internet- und fernsehfreundlich. Seit Mitte März sind in Niederösterreich beim Telekommunikationsanbieter kabelplus, einer Tochtergesellschaft der EVN, die Internetnutzung zu Spitzenzeiten um 30 Prozent und der Fernseh-Konsum um 25 Prozent gestiegen. Einzelne Zeiträume allein betrachtet, zeigen sogar Steigerungen bis zu 65 Prozent. „Die Netze laufen stabil, für ausreichend Kapazitäten ist und wird vorgesorgt. Unsere Kundinnen und Kunden müssen sich keine Sorgen machen, können mit bester Internet-Qualität über Home Office arbeiten und entspannt surfen und streamen“, teilt EVN-Sprecher Stefan Zach dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit.

Während die Wirtschaftsleistung und der Stromverbrauch von Industrie und Gewerbe zurückgehen, was den Gesamtverbrauch um rund zehn Prozent gesenkt hat, haben die Haushalte zugelegt. „Niemand muss Sorge haben, dass es daheim finster und kalt wird. Unsere Störungsmonteure in ganz Niederösterreich stehen unverändert rund um die Uhr bereit, Störungen zu beheben. Und wir schalten in einer solchen Krise auch niemanden ab. Vor allem ältere Menschen, die ihre Rechnung auf der Bank bezahlen, müssen wegen uns nicht dorthin gehen. Sie sollen daheim bleiben und gut auf sich aufpassen“, sagte Zach. Zum Schutz ihrer Kunden und Mitarbeiter lese daher die EVN derzeit auch keine Zähler in den Haushalten ab. Bei Betrieben hingegen nach Vereinbarung schon. Neue Anschlüsse an die Strom-, Gas- und Naturwärmenetze werden bei Bedarf hergestellt.

Eine Sicherheitserklärung gibt die EVN auch für die Trinkwasserversorgung ab. Der Zuwachs in den letzten zwei Wochen hat den Mittelwert der letzten Jahre um zehn Prozent übertroffen. (km)

http://www.evn.at

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3.04.2020
NĂ– Tourismus blickt auf eine gute Wintersaison zurĂĽck

Für Niederösterreichs Tourismuswirtschaft ist die Wintersaison 2019/2020 zufriedenstellend verlaufen. Wie die Statistik Austria meldet, haben die niederösterreichischen Beherbergungsbetriebe von Anfang November 2019 bis Ende Februar 2020 ein Nächtigungsplus um 45.100 oder 2,4 Prozent auf rund 1,9 Millionen Übernachtungen erzielt. Auch bei den Ankünften hat es einen Zuwachs um 42.500 oder 6,0 Prozent auf rund 754.000 gegeben.

Einen maßgeblichen Beitrag zu dem positiven Ergebnis der Tourismus-Wintersaison leisten die ausländischen Gäste, entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der Winter-Bilanz 2019/2020 von Statistik Austria. Denn während die Übernachtungen von Inländern in Niederösterreich nur leicht um 10.200 oder 0,8 Prozent auf knapp über 1,28 Millionen gestiegen sind, gab es bei den Ausländer-Nächtigungen einen Zuwachs um 34.900 oder 6,0 Prozent auf 617.000. (mm)

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3.04.2020
Donaukraftwerke holen aus dem Strom groĂźe Mengen Ă–ko-Strom

Niederösterreichs mit Abstand größte Erzeuger von elektrischem Strom, die vier Donaukraftwerke Ybbs-Persenbeug, Melk, Altenwörth und Greifenstein, haben im Vorjahr eine Gesamtleistung von 6,4 Milliarden Kilowattstunden produziert. Damit lag die mit Hilfe der Donau-Wasserkraft 2019 in Niederösterreich erzeugte Energiemenge um 1,9 Prozent über der Produktion eines Durchschnittsjahres. Diese Zahlen teilt die Erzeugergesellschaft Verbund dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Dieses Ergebnis ist insofern bemerkenswert, als die Stromproduktion aus Wasserkraft in Niederösterreich im Vorjahr sogar den Konzernschnitt übertroffen hat. Denn die Erzeugungsmenge in ganz Österreich ist nur um einen Prozentpunkt über dem langjährigen Durchschnitt gelegen. An Laufkraftwerken betreibt Verbund Kleinwasserkraftwerke mit nur wenigen Kilowatt Leistung bis zu den großen Donaukraftwerken mit mehr als 300 Megawatt. (mm)

http://www.verbund.com



3.04.2020
Moser Wurst gibt Garantie fĂĽr den Produktionsstandort Wieselburg ab

Die auf die Herstellung und den Vertrieb von Fleisch- und Wurstwaren spezialisierte Moser Wurst GmbH aus Wieselburg wird auch in Zukunft an ihrem bestehenden Produktionsstandort im Bezirk Scheibbs festhalten. Das versichert Florian Pfeiffer, seit Jahresbeginn neuer Geschäftsführer von Moser Wurst, in einem Interview mit dem Handelsmagazin „Cash“. „In Wieselburg haben wir noch Expansionsfläche zur Verfügung“, führt er aus.

Seit 1903 erzeugt das Mostviertler Familienunternehmen in vierter Generation mit rund 100 Beschäftigten eine breite Palette an Fleisch- und Wurstwaren. Zu den Spezialitäten von Moser Wurst gehören die „Schwarze Pute“, „Kasmugler“, „Mosario“ oder „Luzifetzer“ – ein Minikäsekrainer mit Chiliflocken. Der Absatz der Produkte erfolgt über den Lebensmittelhandel in ganz Österreich sowie ausgewählte Restaurants und Gasthäuser.

Stolz ist der Fleischveredelungsbetrieb darauf, stark im Mostviertel verwurzelt zu sein. „Wir kaufen nur in der Region und ausschließlich bei langjährigen verlässlichen Partnern“, sagt Pfeiffer. Die Agrarmarkt Austria (AMA) hat das Detailgeschäft CULTO, das Moser Wurst seit 2001 in Wieselburg führt, mit dem Titel „Bestes Fleischer-Fachgeschäft Österreichs“ ausgezeichnet.

Luft nach oben sieht der Neo-Geschäftsführer im Export: „Wir sind auf der Suche nach neuen Märkten, beispielsweise in Deutschland.“ Auch das einzigartige Produktionsverfahren von Moser Wurst, die Räuchertechnik „Paternosterselch“, die den Würsten einen unverwechselbaren Geschmack verleiht, will man in der Öffentlichkeit bekannter machen.

Sorge bereitet Pfeiffer der Fachkräftemangel, denn mit dem Fleischernachwuchs sieht es schlecht aus: „Frühes Aufstehen ist obligat – immerhin beginnen wir um 5 Uhr morgens. Dazu kommt, dass die Arbeit körperlich sehr fordernd ist und die Fleischverarbeitung kein besonders hohes Image hat.“ (mm)

http://www.moserwurst.at



3.04.2020
Das Coronavirus setzt auch dem „Leib Christi“ in Mödling zu

Die anhaltende Coronavirus-Krise macht sich auch bei Österreichs größter Hostienbäckerei bemerkbar, die von den Steyler-Missionaren in den Räumlichkeiten der Herz-Jesu-Pfarre in Mödling betrieben wird. Eigentlich sind die Oster- und die Adventszeit sowie die Tage vor dem Fronleichnamsfest traditionell die Hauptsaisonen für die Herstellung der Oblaten. „Aber weil in den Kirchen derzeit keine Heiligen Messen gelesen werden dürfen, haben manche Pfarren ihre regelmäßigen Bestellungen storniert“, berichtet Johanna Nemetz, Betriebsleiterin der Mödlinger Hostienbäckerei, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Hingegen gebe es nun andere Pfarren, die die benötigten Hostien auch spontan ordern würden.

Wie sich das Coronavirus auf die Jahresproduktion und den Absatz der Mödlinger Spezialbäckerei auswirken wird, könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. „2019 haben wir 4,5 Millionen Stück Laienhostien erzeugt“, teilt Johanna Nemetz mit. Der „Leib Christi“ besteht nur aus glattem oder griffigem Weizenmehl und wird vom Team der Hostienbäckerei, das aus vier Mitarbeiterinnen besteht, ausnahmslos per Hand gefertigt. Jeden Backtag benötigt man zwischen 60 und 80 Kilogramm Mehl.

1.000 Hostien verkauft die Mödlinger Spezialbäckerei um 19 Euro, die großen Priesterhostien kosten im Paket zu jeweils 100 Stück 10,70 Euro. Hauptabnehmer ist eine Handelsagentur, die das „Heilige Brot“ an die kirchlichen Institutionen weitervertreibt. „Zwecks Belieferung können sich die Pfarren aber auch auf eigene Initiative bei uns melden“, gibt Johanna Nemetz bekannt. (mm)

http://www.steyler.eu/svd/at/Hostienbaeckerei.php

http://www.herzjesu.at



3.04.2020
Krisensicheres Uhrmacher-Handwerk im Waldviertel strahlt bis nach Hamburg

Bernhard Wagner ist Uhrmachermeister in Raabs/Thaya im Waldviertel. Er zählt zu den wenigen Menschen hierzulande, für die sich das Leben in den letzten Wochen kaum verändert hat. „Ich arbeite noch immer viele Stunden pro Tag in meiner Werkstatt, manchmal wird es auch eine 80-Stunden Woche“, erklärt er dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Seinen Job sieht er als krisensicher an, denn was die Wirtschaft brauche, seien Handwerker, die ihr Handwerk verstehen. Sich selbst bezeichnet er als Uhrbauer, wovon es in Österreich nicht viele gebe. Er sei der einzige, der Großuhren wie Pendeluhren baue, oder auch Kleinuhren wie Armbanduhren.

Dass nur wenige Kunden in seine Werkstatt kommen, sei der Region geschuldet, meint Wagner. Schließlich habe die Gegend um Raabs/Thaya mit der nahe gelegenen HTL-Berufsschule Karlstein die größte Dichte an Uhrwerkstätten in Österreich. „Wegen eines Batteriewechsels kommt kaum jemand zu mir“, sagt er. „Meine Kunden sind von Wien bis Hamburg zu Hause, also eigentlich im gesamten deutschsprachigen Raum. Meistens klopfen sie bei mir an, nachdem sie schon drei oder vier andere Uhrmacher kontaktiert hatten, die ihnen mit Ersatzteilen, vor allem für alte Uhren, nicht helfen konnten.“ Manche, die in seiner Werkstatt vorbeischauen, würden sogar ihren Besuch mit einem Urlaub im Waldviertel verbinden. Er baue Uhren nach Maß, soweit dies technisch möglich sei, und repariere auch alte Uhren. Die wahre Problemlösung ist er für manchen Kollegen, wenn ihm dieser eine Uhr schickt, die er selber nicht reparieren konnte.

Für seine Uhren braucht Bernhard Wagner viel Platz. „In Wien war ich angestellt bei einem Uhrmachermeister“, berichtet er. „Dort hatten wir zu dritt auf 15 Quadratmetern gearbeitet. In erster Linie haben wir kleine Reparaturen gemacht. In der Werkstatt hier habe ich 120 Quadratmeter, und neben mir gibt es noch einen Teilzeitmitarbeiter.“ Da zur Herstellung von Uhren viele Maschinen und Geräte notwendig sind, will er noch im laufenden Jahr die Werkstätte um 170 Quadratmeter aufstocken.

Was so eine handgefertigte Uhr kostet? Bernhard Wagner versucht es mit einem Vergleich: „Aktuell habe ich einen Regulator, den ich um 20.000 Euro verkaufe. Das klingt viel. Ein VW Golf kostet dies auch mindestens. Am Auto hängen ungefähr 19 Stunden Arbeitszeit. Bei mir ist die Arbeitszeit vierstellig.“ (jm)

http://www.uhrmacherkunst.at



3.04.2020
20 Jahre Ausbildung zur FĂĽhrung in Kellergassen ist eine Erfolgsgeschichte

Toll eingeschlagen hat das vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufene Projekt KellergassenführerInnen im Rahmen der Projektentwicklung für den ländlichen Raum von AGRAR PLUS. Mittlerweile hat die 1999 in der Region Land um Laa gestartete Ausbildungsaktion schon knapp 650 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht. Aufgrund der starken Nachfrage nach diesen Kursen ist das Modell im Rahmen eines von der EU geförderten Leader-Projektes schon im Jahr 2002 auf das gesamte Weinviertel ausgedehnt worden.

„Bis heute haben wir 54 Lehrgänge organisiert“, teilt Michael Staribacher, Initiator der KellergassenführerInnen-Ausbildung bei AGRAR PLUS, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Rund 60 Prozent der Kursteilnehmer seien männlich, 40 Prozent weiblich. Der Altersschnitt liegt zwischen 40 und 50 Jahren.

Die Ausbildung zur Kellergassenführerin bzw. zum Kellergassenführer ist einerseits als Botschafter des Kulturgutes Kellergasse konzipiert, andererseits aber auch als Marketinginstrument für die wirtschaftliche Vermarktung dieser besonderen Spezialität der Weinviertler Landschaft. Sechs Ausbildungsmodule geben den Kursteilnehmern das nötige Rüstzeug. Zum Basiswissen gehören Geschichte, Wein, Architektur, Tourismus, Kommunikation und Praxis.

Um das Zertifikat eines Kellergassenführers zu erlangen, muss man an jedem der Module teilnehmen und eine schriftliche Arbeit über mindestens eine Kellergasse verfassen. Zielgruppe sind grundsätzlich alle, die das Kulturgut Kellergasse unterstützen wollen, insbesondere aber Winzerinnen und Winzer, Gemeindebedienstete sowie am Weinbau oder der Architektur interessierte Personen. „Wir schätzen, dass rund ein Drittel aller Absolventen auch aktiv Führungen abhält“, erklärt Staribacher. (mm)

http://akademie.agrarplus.at

http://www.kellergassenerlebnis.at



3.04.2020
Findige Unternehmerin bietet Geschenkservice fĂĽr Neugeborene an

Ein Geschenkservice mit Baby- und Kleinkinderbekleidung bietet die Start-up- und Einpersonenunternehmerin Kathrin Buchinger in Behamberg, Bezirk Amstetten, mit ihrer Firma „Handmade by Kathi“ an. „Derzeit können ja Neugeborene und Wöchnerinnen nicht besucht werden, und so kann man ein Geschenk zustellen lassen und so zum Ausdruck bringen, dass man sich über den neuen Erdenbürger freut“, erklärt sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Neben der Bekleidung stellt sie auch Windeltaschen, Halstücher sowie Hauben her.

„Baby- und Kleinkinderbekleidung herzustellen, ist aus der Notwendigkeit entstanden, dass bei meinen Kindern die Standardgrößen nicht richtig gepasst haben“, so Buchinger. Aus einer Vielzahl an Stoffen und Stickmotiven könne man sich aber eine Kollektion selber zusammenstellen. Das gelte auch für Strampler, Hosen, Oberteile, Lätze, Mutter-Kindpass-Hüllen, Hauben sowie Windeltaschen und Pölster. Wenn notwendig nimmt die Unternehmerin auch Anpassungen der verwendeten Fertigschnitte am Bauchumfang des jeweiligen Kindes vor.

Die Lieferzeit beträgt zwischen drei und vier Wochen. Zusätzlich sind auch Geschenkgutscheine im Angebot. So ein Gutschein hat sich als zweckmäßig herausgestellt, weil man ja oft nicht weiß, welches Geschlecht das Kind hat oder was genau gebraucht wird. Kathrin Buchinger vertreibt ihre Ware ausschließlich über ihren Online-Shop, in dem auch bereits fertige Ware zu finden ist. Hier könne man sich auch eine eigene Wunschkollektion zusammenstellen, sagt sie. Stolz ist sie darauf, dass sie vom Zuschnitt, dem Nähen und Sticken bis zur Versandverpackung als regionale Unternehmerin alles selber erledigt. (hm)

http://www.handmadebykathi.at



3.04.2020
Der AgrarCommander bringt die Digitalisierung auf die Felder

Seit 2014 erzeugt und vertreibt die AgrarCommander GmbH aus Hatzenbach im Bezirk Korneuburg unter ihrem Firmennamen die überaus erfolgreiche Software AgrarCommander - ein Farm-Managementprogramm für Landwirte und agrarische Unternehmen. In einer Projektpartnerschaft mit der Raiffeisen Ware Austria (RWA) hat die AgrarCommander GmbH unter dem Namen Tracky ein vollautomatisches Aufzeichnungssystem entwickelt. Dieses basiert auf einer GPS-Technologie mit Sendern und Empfängern, welche Daten von Traktoren und weiteren Anbaugeräten sammelt und an einen zentralen Server schickt. Aus den ausgewerteten Messergebnissen lassen sich wichtige Erkenntnisse gewinnen.

„Nicht nur wegen gesetzlicher Vorschriften ist die exakte Aufzeichnung der geleisteten landwirtschaftlichen Feldarbeit unerlässlich“, erklärt AgrarCommander-Geschäftsführer Erich Tanzer dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Auch eine präzise Kostenrechnung sei damit möglich. Denn ohne zu wissen, wie hoch der Deckungsbeitrag einer bestimmten Kultur liegt, wäre heute ein Pflanzenbau nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben.

Mit dem Tracky setzen der Weinviertler Software-Entwickler und die RWA ihre innovativ erfolgreiche Partnerschaft fort. „Im Sinne von Flächenproduktivität, schonendem Ressourceneinsatz, Nachvollziehbarkeit und einer modernen Arbeitskonzeption gehört solchen innovativen Farm-Management-Systemen die Zukunft“, betont RWA-Vorstandsmitglied Christoph Metzker. Landwirtschaft 4.0 und damit die Digitalisierung seien in Österreich längst angekommen.

Der AgrarCommander ist bei seiner Einführung in Österreich im Jahr 2014 das erste webbasierende professionelle Betriebsführungsprogramm für Landwirte sowie agrarische Unternehmen gewesen und hat sich seither zu einem der erfolgreichsten digitalen Betriebsführungsprogramme entwickelt. Die Software unterstützt konventionelle und biologische Landwirte im Pflanzenanbau sowie bei den entsprechenden Aufzeichnungs- und Antragsstellungsaufgaben. Das Programm passt sich den Bedürfnissen der Benutzer an und kann auch überbetrieblich eingesetzt werden. Mit sieben Beschäftigten erwirtschaftet die AgrarCommander GmbH einen Jahresumsatz von 400.000 Euro - Tendenz stark steigend. (km)

http://www.agrarcommander.at

http://www.rwa.at