NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1455 vom 13.10.2017

13.10.2017
NÖ Wirtschaftsmotor brummt unüberhörbar kräftig

Nach einer aktuellen Prognose des Instituts für Höhere Studien (IHS) wird das Wirtschaftswachstum in Niederösterreich heuer bei 2,9 Prozent zu liegen kommen. Damit übertrifft der Anstieg des Bruttoregionalprodukts in Niederösterreich das für das gesamte Bundesgebiet vorausgesagte Konjunkturplus. Denn österreichweit beträgt das von den IHS-Experten errechnete Wirtschaftswachstum lediglich 2,6 Prozent.

Für 2018 sieht die konjunkturelle Wetterlage sogar noch besser aus. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der IHS-Konjunkturstudie entnimmt, soll Niederösterreich im kommenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent erreichen. Demgegenüber fällt das Plus für Gesamt-Österreich mit prognostizierten 2,1 Prozent eher verhalten aus.

Auch die jüngsten Zahlen vom niederösterreichischen Arbeitsmarkt bestätigen den Wirtschaftsaufschwung im Land: Ende September sind in Niederösterreich um 6,2 Prozent weniger Personen arbeitslos gewesen als vor einem Jahr. Ebenfalls erfreulich ist die aktuelle Lage bei der Jugendbeschäftigung: Ende September sind in Niederösterreich um ca. 1.200 Jugendliche unter 24 Jahren oder 19,1 Prozent weniger arbeitslos gemeldet gewesen als im Vorjahr. (mm)

www.ihs.ac.at



13.10.2017
Agrana expandiert auch in Fernost

Erfolgreich ist das Geschäft des Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzerns Agrana im ersten Halbjahr 2017/2018 verlaufen. „Den Konzernumsatz haben wir leicht um 3,2 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro und das Betriebsergebnis (EBIT) sogar um 44,5 Prozent auf knapp 131 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erhöhen können“, teilte Vorstandvorsitzender Johann Marihart bei der Präsentation der Halbjahresbilanz mit. Die Agrana gehört damit zu jenen österreichischen Unternehmen, die es verstehen, die Chancen der Globalisierung mit einer Strategie innovativer Produktentwicklungen und flexibler Bedarfsdeckung der Konsumenten in aller Welt voll zu nützen.

Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Marihart einen moderat steigenden Umsatz und ein um mindestens zehn Prozent höheres Betriebsergebnis. Das Innovationsvolumen in den drei Produktionssparten werde auf rund 140 Millionen Euro zu liegen kommen, sagt er. Einen längeren Horizont allerdings über 2018 hinaus haben die Investitionen in Niederösterreich. In Pischelsdorf im Tullnerfeld will man die Produktion der Weizenstärke für 92 Millionen Euro verdoppeln und in Gmünd die Tageskapazität der Kartoffelstärkefabrik für 40 Millionen Euro von 1.600 Tonnen auf 2.000 erhöhen. Zusammen mit der Maisstärkefabrik in Aschach an der Donau in Oberösterreich, deren Kapazität für 80 Millionen Euro um ein Drittel erweitert wird, machen diese Investitionen bis zum Jahr 2020 212 Millionen Euro aus. Dem Standort Pischelsdorf bringen sie auch noch 44 neue Arbeitsplätze.

Dem Umsatz zufolge liegt das Fruchtgeschäft mit 599,9 Millionen Euro an der Spitze, gefolgt von der Stärke mit 385,5 und dem Zucker mit 376,7 Millionen. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr fallen äußerst gering aus: Weniger Frucht mit etwas mehr Stärke und Zucker ergaben die 3,2 Prozent plus des Gesamtergebnisses. Beim EBIT hingegen ist ein Führungswechsel eingetreten. Mit 50,5 Millionen Euro liegt der Zucker vor Frucht mit 43,5 und Zucker mit 36,6 Millionen Euro.

Agranas jüngste Referenzstandorte liegen in China und in Indien. In China investiert das Unternehmen 22 Millionen Euro in sein bereits zweites Fruchtzubereitungswerk in der Nähe von Shanghai, das mit einem Produktionsvolumen von 30.000 Tonnen  im November 2018 in Betrieb gehen wird. Mit 3,7 Millionen Tonnen ist China der größte Joghurt-Markt der Welt. In Indien hat Agrana eine bereits bestehende Fabrik gekauft, in deren Umfeld sie sich auf die Lieferanten der zu verarbeitenden Früchte, wie Mangos, Erdbeeren, Granatäpfel und Guaven, stützen kann. (mü)

www.agrana.at



13.10.2017
Bücher sind wieder ein beliebtes Weihnachtsgeschenk

„Dass der Wiener Robert Menasse den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, wird das Weihnachtsgeschäft beflügeln“, erklärt Karl Pus, Obmann der Sparte Buch und Medienwirtschaft in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Auch der neue Thriller „Origin“ von Dan Brown werde das Weihnachtsgeschäft beleben, meint er.

Aber schon bisher sei das Jahr 2017 für die Buchhandelsbranche im Vergleich zu den letzten Jahren ziemlich gut gelaufen, meint der Obmann. Insbesondere die kleinen und mittleren Buchfachgeschäfte, die zumeist auch Papierwaren oder anderes Notwendige verkaufen, würden eine erfreuliche Entwicklung erkennen lassen. Pus führt das auf eine überschaubare Kostenstruktur des heimischen Buchhandels zurück. Schließlich sei es „leichter, ein Paddelboot zu wenden, als ein Frachtschiff.“

Trotzdem will er noch nicht von einer Trendwende sprechen, zumindest aber sei heuer der Abwärtstrend der letzten Jahre gestoppt worden. Und manchmal ergebe sich wirklich das Gegenteil, wie er aus eigener Erfahrung weiß: „Eine meiner Filialen ist in einem Gebäude untergebracht, wo es auch jede Menge Büros gibt. Dort erziele ich Umsatzzuwächse. Die Leute schauen sich die Bücher an und kaufen sie dann auch vor Ort – in der Mittagspause.“

Dazu kommt, dass die Buchhändler dazugelernt haben. Service sei eine Selbstverständlichkeit geworden. Auch eine Homepage gehöre mittlerweile zum Standard. Und das Sortiment sei angepasst. „Gerade in den ländlichen Regionen Niederösterreichs spielt ein regionales Sortiment eine große Rolle“, sagt Pus. „Da mag das eine oder andere Buch der regionalen Geschichte und Kultur in verkaufter Menge auch heuer zu Weihnachten sogar einen Menasse übertreffen.“

Ein wesentlicher Sortimentsbestandteil sind unverändert Kinderbücher, denen die meisten Händler genug Platz einräumen. Als besonders wichtig hebt der Obmann die Bedeutung des Schulbuchgeschäfts hervor. Er hofft, dass der schon fertig ausverhandelte neue Schulbuchvertrag, der im Grunde genommen die vergangenen Verträge nur prolongiert aber noch nicht unterschrieben ist, von der neuen Regierung rasch erledigt wird.

Gerade in Bezug auf das Schulbuch, aber nicht nur dort, ist die Digitalisierung weiterhin ein Thema. „Wir arbeiten daran, ein System zu finden, E-Books zu verschenken. Ob sich das heuer in einer passenden Form noch ausgeht, kann ich aktuell nicht sagen“, so Pus. (jm)

http://wko.at/noe/buch-medien



13.10.2017
„Urlaub am Bauernhof“ in Niederösterreich ist eine wahre Erfolgsgeschichte

1990 haben die Tourismusverantwortlichen in Niederösterreich den Grundstein für das Programm „Urlaub am Bauernhof“ gelegt. In den bald 28 Jahren seit seinem Start hat sich dieses Ferienangebot, das vor allem Familien mit Kindern anzieht, zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Hatte „Urlaub am Bauernhof“ im Jahr 2000 rund 556.000 Nächtigungen in Niederösterreich verzeichnet, sind es 2016 schon 690.000 gewesen. Das ist ein Anstieg um fast ein Viertel. Im Vorjahr hat „Urlaub am Bauernhof“ in Niederösterreich gegenüber 2015 um 9.500 Übernachtungen oder 1,4 Prozent zugelegt.

Auch heuer scheint nach den bisher vorliegenden Zahlen wieder ein Plus in Reichweite. Zwar müsse man noch die Herbst-Ergebnisse abwarten, aber „wir spüren bei den Feriengästen einen erkennbaren Wunsch nach Ursprünglichkeit und unverfälschtem Naturerlebnis. Davon profitieren unsere Mitgliedsbetriebe mit ihrem breiten Angebot“, erklärt Doris Fertl, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Urlaub am Bauernhof & Privatzimmervermietung in Niederösterreich, gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Aus Sicht der teilnehmenden Betriebe läuft „Urlaub am Bauernhof“ ebenfalls sehr zufriedenstellend. Hatten sich zu Beginn der Aktion vor 27 Jahren erst 140 Höfe und Privatzimmervermieter beteiligt, so ist die Zahl mittlerweile auf 650 geklettert. Davon bieten 375 Betriebe „Urlaub am Bauernhof“ an. „Für Landwirte ist das Programm eine interessante Möglichkeit, zusätzliche Einnahmen zu erwirtschaften. Wir nehmen auch gern noch weitere Betriebe auf“, rührt Doris Fertl die Werbetrommel in eigener Sache.

Der „Urlaub am Bauernhof“ kennt verschiedene Spezialisierungen, so z.B. in Richtung Bio, Gesundheit, Radfahren oder Wein. Die Angebote werden in eigenen Katalogen präsentiert, die man im Internet downloaden und durchblättern oder per Post bestellen kann. Darunter finden sich z.B. „Baby- und Kinderbauernhöfe“, „Reiterbauernhöfe“ und „barrierefreier Bauernhof“. Das Besondere in Niederösterreich ist die Vielfalt. Die Auswahl reicht vom Mostviertler Vierkanter bis zum Haus im Weinviertler Straßendorf oder in der Kellergasse. (mm)

www.landurlaub.at



13.10.2017
UBIT-Berufe: Wirtschaft 4.0 ist eine Jahrhundertchance für KMU

Die letzten Jahrzehnte sind in hohem Maße von Globalisierung und Automatisierung geprägt gewesen. „Die Wirtschaft 4.0 könnte nun das Kräfteverhältnis zugunsten kleiner, service-  und kundenorientierter Unternehmen ändern“, stellte Günter R. Schwarz, Obmann der Wirtschaftskammer-Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst fest. „Neue Technologien“, meint er, „können den Klein- und Mittelbetrieben (KMU) neue Chancen eröffnen, sofern diese auf Kundennähe und Vernetzung und nicht auf Massenfertigung setzen. Bisher haben das aber meist nur Start-up-Unternehmen nutzen können. Unternehmen der Old Economy fällt es oft schwer, ihre Geschäftsmodelle von Grund auf neu zu überdenken. Schließlich müssen in der Firma Organisation, Prozesse und Unternehmenskultur mitziehen. Das setzt voraus, dass das IT-Know-how bereits vorhanden ist oder als externe Expertise an Bord geholt wird“.

Mit der Breitbandinitiative habe die Bundesregierung bereits einen ersten Schritt in die richtige Richtung gesetzt, meint Schwarz. Der Gesetzgeber aber hinke bisweilen neuen Entwicklungen hinterher. „Mit der ab 25. Mai 2018 in Kraft tretenden EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist zwar erstmals ein einheitlicher Rahmen für den Datenschutz in Europa geschaffen worden. Aber viele empfinden sie als Hemmschuh bei der Datennutzung. Ich sehe darin Chancen“, sagt der Fachgruppenobmann. „Denn die Vorbereitungen auf die DSGVO können die Unternehmen zum Anlass nehmen, die oft historisch gewachsene Struktur ihrer Datenspeicherung und Datenverarbeitung genau unter die Lupe zu nehmen. Deshalb raten wir den Unternehmen, so rasch wie möglich auf die Anforderungen der EU, der Kunden und der gesetzlichen Vorgaben zu reagieren und sich professionelle Hilfe durch unsere Fachgruppenmitglieder zu sichern.“

Um aus der Datenflut auch Nutzen zu ziehen, ist laut Günter R. Schwarz ein effizientes und durchgängiges Daten- und Informationsmanagement erforderlich. „Vieles, das bisher in unstrukturierter Form gespeichert worden ist - von Kundeninfos aus E-Mails bis zu Informationen aus Sozialen Medien - steht nun auf dem Prüfstand. Dabei geht es nicht nur um die Erfüllung einer Vorgabe der EU, sondern auch um die Effizienz und Effektivität im eigenen Betrieb“.

Die Fachgruppe UBIT Niederösterreich zählt zurzeit 11.420 Mitglieder, die 7.576 Mitarbeiter beschäftigen und 66 Lehrlinge ausbilden. (dsh)

www.ubit.at/noe



13.10.2017
Eine Reindustrialisierung Österreichs würde dem Klima guttun

Zu einem interessanten Schluss kommt das Institut für Industrielle Ökologie (IIÖ) in seiner jüngsten Studie „climAconsum“, die zusammen mit der Umweltpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich und dem Umwelt- und Energiesprecher der Bundessparte Industrie, Robert Schmid, präsentiert wurde. Rechnet man den Konsum im Betrachtungszeitraum 2013 dazu, erhöht sich Österreichs CO2 Ausstoß um etwa 60 Prozent von 80 Millionen auf 130 Millionen Tonnen. Würde man diese konsumierten Waren jedoch in Österreich produzieren, würden sich die Gesamtemissionen wieder deutlich verringern.

„Wenn wir wirklich nachhaltigen Klimaschutz betreiben wollen, dürfen wir nicht Waren aus Produktionen zu uns holen, wo die Emissionen um einiges höher ausfallen als bei uns und wo die Gesetzeslage anders ist und auch die Technologie“, betont Schmid im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Dazu merkt er an, dass man gerade in Österreich extrem „sauber“ produziere, aber dass die Rahmenbedingungen, die zum Teil Emissionsverringerungen fordern, die technisch kaum noch machbar sind, Produktionen ins Ausland drängen, wo dies nicht gefordert wird. „Klimaschutz ist global zu sehen und nicht regional“, mahnt der Umwelt- und Energiesprecher der Bundessparte Industrie.

Aufhorchen lässt Schmid mit dem Vorschlag, wieder Produktionen nach Österreich zurück zu holen. „Auch wenn wir einige Rohstoffe nicht direkt im Land haben, so wäre eine Veredelung bei uns immer noch umweltfreundlicher als in anderen Ländern“, sagt er. Daher auch die Forderung an die neue Bundesregierung, sie möge sich einmal selber klar werden, welche Umweltziele sie langfristig anstrebe, um Investoren mit entsprechenden Rahmenbedingungen Sicherheit zu geben. (hm)

https://www.wko.at/branchen/industrie/bundessparte_industrie.html



13.10.2017
Badner Bahn rollt flott auf der Gewinnschiene dahin

Die Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen (WLB) - die „Badner Bahn“ und ihre Linienbusse - hat 2016 wieder gut gewirtschaftet. Während die Umsatzerlöse nur moderat um 0,2 Prozent auf 33,9 Millionen Euro gestiegen sind, ist das Ergebnis vor Steuern stark gewachsen. Es hat sich von 2,9 Millionen Euro um 3,2 Millionen auf 6,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Das Ergebnis beruht auf einem Einmalerlös in Höhe von 3,4 Millionen Euro, der sich aus Immobilienverkäufen im Zuge der Verlegung der WLB-Zentrale nach Wien-Inzersdorf ergeben hat. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst dem Geschäftsbericht der WLB.

2016 hat der regionale Transportdienstleister im Jahresdurchschnitt 320 Mitarbeiter beschäftigt. Das Kernunternehmen der WLB, die für Pendler wichtige Badner Bahn, verkehrt zwischen der Wiener Oper und dem Badener Josefsplatz. Im Vorjahr hat die Badner Bahn auf der 30 Kilometer langen Strecke die neue Rekordzahl von 12,5 Millionen Passagieren befördert. (mm)

www.wlb.at



13.10.2017
Carnuntum will mit einer App in der kommenden Saison starten

In der kommenden Saison 2018 will die Römerstadt Carnuntum in Petronell mit einer neuen App punkten. Wer einen Rundgang durch die Ausgrabungen macht, kann sich am Smartphone zu seinem jeweiligen Standort virtuelle Rekonstruktionen anzeigen lassen. Für Markus Wachter, Geschäftsführer der Archäologische Kulturpark Niederösterreich Betriebsgesellschaft m.b.H., „eine sehr gute Methode, moderne Technik in der Kulturvermittlung einzusetzen.“ Weitere physische Rekonstruktionen in der Römerstadt sind für die nächsten Jahre geplant. Heuer haben bereits rund 170.000 Personen die Römerstadt besucht, der Saisonschluss ist am 19. November.

„Unsere Rekonstruktionen planen wir sehr gewissenhaft, da wir sie unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten machen. Das ist uns sehr wichtig und auch Teil unseres wirtschaftlichen Erfolges“, betont Wachter im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Als Nächstes will man 2018 die Straßenrandbebauung der Südstraße fertig stellen, so dass ein richtiger Eindruck vom damaligen Erscheinungsbild der Straßenfront entsteht. Bis 2020 soll das Macellum hinter der Therme rekonstruiert werden, von dem man weiß, dass es eine Gewerbezone gewesen ist.

Das Römerfest und das Spätantikenfestival sind sehr gut angenommen worden und werden auch im nächsten Jahr wieder stattfinden. Dasselbe gilt für die eigene Gladiatorentruppe, die „Familia Gladiatoria Carnuntina“. Sie hat sich zu einem echten Wirtschaftsfaktor entwickelt, der gut gebucht wird.

Der Archäologische Kulturpark Niederösterreich setzt sich aus der Römerstadt Carnuntum in Petronell sowie dem Carnuntinum und dem Amphitheater Militärstadt in Bad Deutsch-Altenburg zusammen. Ein Viertel der Besucher sind Schulen, drei Viertel Individualbesucher. Von diesen kommen 70 Prozent aus Österreich, zehn Prozent aus der Slowakei und 20 Prozent aus 70 anderen Nationen. Mit 18 Mitarbeitern und 60 Kulturvermittlern wird ein jährlicher Umsatz von einer Million Euro erwirtschaftet. (hm)

www.carnuntum.at



13.10.2017
Messe „JOBmania“ in Wiener Neustadt trimmt Jugendliche für den Job

Arbeitskräfte mit fundierter und praxisnaher Ausbildung sind gefragter denn je. Wer eine abgeschlossene Lehrausbildung vorweisen kann, hat am Arbeitsmarkt gute Einstiegs- und auch Aufstiegschancen. Aus diesem Grund veranstaltet das Arbeitsmarktservice Niederösterreich (AMS NÖ) wieder die Schul- und Berufsinformationsmesse „JOBmania“. Bereits zum 14. Mal findet sie heuer vom 19. bis 21. Oktober in der Arena Nova in Wiener Neustadt statt. Rund 6.000 Besucher werden an den drei Messetagen erwartet.

Mit der „JOBmania 2017“ präsentieren 66 Aussteller, darunter Unternehmen, aus- und weiterbildende Schulen sowie pädagogische Institutionen aus dem südlichen Niederösterreich und dem Burgenland, ihr Aus- und Weiterbildungsangebot, das von einem bunten Unterhaltungsprogramm umrahmt wird. Die Messe wendet sich vor allem an Abgänger von Polytechnischen-, Haupt-, Sonder- und Allgemeinbildenden Höheren Schulen. Zur „JOBmania 2017“ eingeladen sind Jugendliche, deren Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer. (mm)

www.ams.at/noe



13.10.2017
Blau-gelbe Chemiebetriebe vor den Vorhang geholt

Auch die Chemische Industrie bekennt sich öffentlich zu ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt. Seit 1992 vergibt sie das Zertifikat Responsible Care, heuer zum 25. Mal. Bei der Verleihung der Responsible Care Zetrifikate 2017 der Chemischen Industrie Österreichs waren mit Axalta Coating Systems Austria GmbH in Guntramsdorf und Sunpor Kunststoff GmbH in St. Pölten zwei der drei ausgezeichneten Firmen aus Niederösterreich. Die dritte war Avenarius-Agro aus Wels.

Landesrat Karl Wilfing würdigte „den richtigen und nachhaltigen Weg der heimischen Chemischen Industrie, weil er nicht nur Arbeitsunfälle verhindert, sondern auch Abwasser einspart und den Ausstoß von flüchtigen organischen Verbindungen verringert.“ Die für die Zertifizierungen maßgebenden Vorgaben liegen über jenen, die der Gesetzgeber erlassen hat.

„Responsible Care sehen wir auch als Zeichen für die Kommunikation nach außen an“, betonte Hubert Culik, Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreich, im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Leider hat die Chemische Industrie noch immer kein sehr gutes Image, das wir mit diesen Zertifikaten verbessern und zeigen wollen, dass uns Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sehr am Herzen liegen.“ Derzeit nehmen 33 Betriebe, davon 14 aus Niederösterreich, an Responsible Care teil.

Gestartet ist diese Initiative in Kanada worden. Culik ist sich bewusst, dass mit diesem externen Audit auf die Betriebe mehr Arbeit zukomme, diese sich aber auch auszahle. Schließlich könne man mit diesen Erkenntnissen seine Prozesse evaluieren und sich auch als verantwortungsbewusster Betrieb zeigen.

Von der neuen Bundesregierung wünscht sich Culik, Förderungen nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen, sondern sie dort einzusetzen, wo sie sinnvoll sind. Ein Dauerbrenner der Industrie sind Rahmenbedingungen, die sie nicht behindern, sondern nachhaltig arbeiten lassen.

Die Chemische Industrie setzt sich in Österreich aus 245 Betrieben, 49 davon in Niederösterreich, zusammen. Österreichweit beschäftigt sie mehr als 44.000 Mitarbeiter. (hm)

http://fcio.at



13.10.2017
Niederösterreichs Jäger bringen 240.000 Stück Wild zur Strecke

Niederösterreichs Jäger haben in der Saison 2016 fast 240.000 Stück Wild erlegt. Dabei hat die Zahl der Abschüsse beim Haarwild - dazu gehören Rehe, Hasen, Füchse und Wildschweine - fast 200.000 Stück ausgemacht, beim Federvieh waren es knapp 40.000 Stück. Diese Daten entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der aktuellen Jagdstatistik der Statistik Austria.

Die Ergebnisse beim Haarwild im Detail: Auf der Abschussliste der Waidmänner standen in der abgelaufenen Jagdsaison in Niederösterreich 75.800 Rehe, 45.600 Hasen, 21.400 Füchse und 19.500 Stück Schwarzwild. Dazu kamen 10.200 Wiesel, 7.600 Marder sowie 8.300 Stück Rot- und 1.400 Stück Gamswild.

Auch beim Federwild haben Niederösterreichs Jäger in der Saison 2016 kräftig Beute gemacht. Von Fasanen, der zahlenmäßig bedeutendsten Gruppe, wurden 24.300 Stück erlegt. Bei den Wildenten waren es 10.900, bei Wildtauben 3.200 Stück. (mm)

www.statistik.at



13.10.2017
Mostviertel Tourismus erzielte sattes Plus bei den Nächtigungszahlen

Auch im Mostviertel ist man mit der Tourismussaison sehr zufrieden. Bei den Nächtigungszahlen konnte im Zeitraum Jänner bis August ein Zuwachs um 6,3 Prozent erzielt werden. „Für den sensationellen Zugewinn sorgten vor allem die Gäste aus Österreich, insbesondere aus Kärnten, Tirol und dem Burgenland, sowie aus Mittel-, Ost- und Norddeutschland, Ungarn, Tschechien und Polen“, teilte Mostviertel-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

In absoluten Zahlen bedeutet dies von Jänner bis August 784.635 Nächtigungen mit einer Steigerung um 46.359. Die Zahl der Ankünfte der Tagesgäste hat sich um 24.453 bzw. um 8,6 Prozent erhöht. Die Bilanz war in allen sechs Tourismusverbänden ausnahmslos positiv. „Besonders erfreulich waren die Nächtigungssteigerungen an der Moststraße mit einem Plus von 9,9 Prozent, im Traisen-Gölsental mit 10,7 Prozent sowie im Pielachtal mit 15 Prozent“, so Purt.

Die größten Nächtigungssteigerungen brachte der Jänner (+9,3 Prozent), der Mai (+10,7 Prozent) sowie der Juni (+8,8 Prozent). Bei den gewerblichen Beherbergungsbetrieben konnten vor allem die 4 Stern-Betriebe einen Zuwachs um 11,7 Prozent sowie die Ferienwohnungen um 18,5 Prozent bei den Nächtigungen erzielen. Der gesamte gewerbliche Beherbergungssektor hat in den ersten acht Monaten einen Zugewinn von 42.686 Nächtigungen bzw. 8,8 Prozent erwirtschaftet. Urlaub auf dem Bauernhof hat 12 Prozent mehr Gäste angezogen als im Jahr davor. Zuwächse um 32,1 Prozent gab es bei den Nächtigungen auf Campingplätzen und um 30,3 Prozent bei den Hütten.

Ein Blick auf die Herkunft der Gäste: aus Kärnten und Tirol jeweils + 24 Prozent, aus dem Burgenland + 24,2 Prozent. Mit Ausnahme von Salzburg und Niederösterreich: erhebliche Nächtigungssteigerungen aus allen Bundesländern. Die Nächtigungszahlen aus Deutschland sind um 13,1 Prozent gestiegen. Aus Mitteldeutschland +25,8 Prozent, Ostdeutschland + 22,3 Prozent sowie Norddeutschland +22,5 Prozent. Die Zuwächse aus den stärksten Auslandsmärkten: Ungarn +7,1 Prozent, Tschechien + 15,1 Prozent, Polen +34,6 Prozent und Slowakei +16 Prozent.

Auch die Wilde Wunder Card, mit der Urlaubsgäste freien bzw. stark vergünstigten Zutritt zu insgesamt 47 Attraktionen und Programmen in der Mostviertler Bergwelt haben, hat ein Rekordergebnis gebracht. Von 1. Mai bis 10. Oktober 2017 wurden 24.605 Cards ausgegeben, die 42.086 Mal genutzt wurden. 2016 sind es 21.796 mit 40.114 Akzeptanzen gewesen. Und auch bei den Nächtigungen kam die Wilde Wunder Card heuer 57.254 mal zum Einsatz, im Vorjahr „nur“ 53.745 mal. (dsh)

www.mostviertel.at