NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1643 vom 18.06.2021

18.06.2021
Städtebund will Gemeindepaket-Hilfsmilliarde für die Kommunen retten

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern, erhalten Österreichs Städte und Gemeinden durch zwei Hilfspakete des Bundes insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Weil aber von diesem Betrag in den nächsten Jahren eine Milliarde Euro an den Bund zurückgezahlt werden muss, drohen den Kommunen massive Liquiditätsprobleme. Damit verbunden kommen unausweichlich Leistungskürzungen hinzu, die die Bürger in den Gemeinden spüren werden.

Vor diesem Szenario warnt der Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes Thomas Weninger. Er fordert den Bund auf, auf die Gemeindepaket-Rückzahlungen völlig zu verzichten. „Darüber hinaus muss auch das kommunale Investitionsprogramm ausgeweitet werden, damit den Städten wirkungsvoll geholfen wird“, verlangt Weninger.

In Niederösterreich ist der Städtebund die kommunale Interessenvertretung von insgesamt 94 Städten und Gemeinden und damit im Bundesländer-Vergleich die größte Landesorganisation. Mitglieder des Städtebundes in Niederösterreich sind neben der Landeshauptstadt St. Pölten praktisch alle Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern. Die kleinste Mitgliedsgemeinde zählt knapp 1.000 Einwohner. Die Mitgliedschaft ist freiwillig. Der Österreichische Städtebund ist Gesprächspartner für die Regierung auf Bundes- und Landesebene und ist in der österreichischen Bundesverfassung (Art. 115 Abs.3) ausdrücklich erwähnt. (mm)

http://www.staedtebund.gv.at



18.06.2021
Am Flughafen Schwechat heben viele junge Startup-Unternehmen ab

Trotz Covid-19-Pandemie lockt der Flughafen Wien-Schwechat weitere Unternehmen auf sein Betriebsgelände. Mit dem österreichisch-israelischen Venture Capital-Unternehmen Presto Tech Hub haben die kalifornische Start Up-Schmiede Plug and Play und der Vienna International Airport jetzt einen neuen Investor für Startup-Firmen in die AirportCity geholt. „Investoren wie Presto Tech Hub sind wichtig, denn sie öffnen jungen kreativen Köpfen neue Wege zum Weltmarkt“, betont Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG. Innovation sei der Motor, um die Corona-Krise zu überwinden.

Seit Juni 2019 ist die kalifornische Start-Up-Schmiede Plug and Play in der AirportCity am Flughafen Wien vertreten. Seither sind 500 Startups den Unternehmenspartnern vorgestellt und 50 in das Plug and Play Programm aufgenommen worden. Damit steht den jungen Firmen ein weltweites Vertriebs- und Vermarktungsnetzwerk für ihre Geschäftsmodelle zur Verfügung.

Die Innovationskraft der neuen am Flughafen Wien-Schwechat tätigen Betriebe soll auch dem Standort selbst zugute kommen. So entwickelt z.B. die Firma Bespoke gerade eine Chatbot-Anwendung für zusätzliches Kundenservice, und die Plattform airportr erarbeitet ein Baggage Drop Off-Service für die Gepäcksabholung und -aufgabe direkt von zuhause. Das Startup iboardings.com forscht an einer Methode zum automatisierten Cabin-Check von Handgepäck hinsichtlich Größe und Gewicht. (mm)

http://www.viennaairport.com



18.06.2021
Wachsendes Hygienebewusstsein fĂĽllt bei dormakaba die AuftragsbĂĽcher

Auftragseingänge in überdurchschnittlicher Höhe verzeichnet der Schließsystemehersteller dormakaba Austria GmbH mit Hauptsitz in Herzogenburg im Bezirk St. Pölten-Land und mit Niederlassungen in Eggenburg im Bezirk Horn und in Eugendorf bei Salzburg. Das Industrieunternehmen ist ein Hersteller von Schlüsseln, Schlössern, Zylindern, Zylinder-Schließanlagen und Beschlägen sowie ein Entwickler und Produzent vernetzter elektronischer Zutrittslösungen für Gebäude und Räume, wie z.B. automatische Türsysteme.

„Die Corona-Pandemie hat den Trend verstärkt, das Öffnen und Schließen von Türen aus Hygienegründen immer mehr zu automatisieren“, erklärt dormakaba Austria-Geschäftsführer Stefan Penz in einem Interview mit dem Magazin „Building Times“. Nicht umsonst würden Krankenhäuser zu den Gebäuden mit dem höchsten Anteil automatischer Türen gehören. Darüber hinaus profitiere das Unternehmen schon seit einigen Jahren von der steigenden Nachfrage nach berührungslosen und möglichst barrierefreien Zutrittssystemen.

In Österreich erzeugt dormakaba jedes Jahr 2,7 Millionen Einheiten Schließzylinder sowie 1,2 Millionen Türschlösser. Referenzprojekte des Industrieunternehmens im Inland finden sich u.a. in Wien im Schloss Schönbrunn, im Rathaus oder im Kunsthistorischen Museum, in Niederösterreich am Flughafen Schwechat, im Casino Baden, im Landhaus St. Pölten oder in der Elite-Uni IST Austria in Klosterneuburg. „Vor kurzem haben wir in Krems die größte und modernste Produktionsanlage für Tierimpfstoffe der MSD Animal Health Danube Biotech GmbH mit unseren Lösungen ausgestattet“, berichtet Penz.

1997 hatte der Züricher Traditionsbetrieb Kaba die Grundmann Schließtechnik in Herzogenburg mit ihrer bekannten Marke GEGE übernommen. 24 Jahre später und unter dem neuen Firmennamen dormakaba stehen die Produktionsstandorte in Niederösterreich und Salzburg auf wirtschaftlich festen Beinen. Mit 580 Beschäftigten hat das Unternehmen im mit Ende Juni 2020 abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 in Österreich Umsatzerlöse in Höhe von 106,6 Millionen Euro erzielt.

Die Schweizer dormakaba-Gruppe zählt zu den weltweit führenden Produzenten und Dienstleistern in der Sicherheitsindustrie. Sie ist in 130 Ländern um den Globus aktiv und hat im Geschäftsjahr 2019/20 mit rund 15.000 Mitarbeitern einen Nettoumsatz von 2,5 Milliarden Schweizer Franken erwirtschaftet. (mm)

http://www.dormakaba.at



18.06.2021
Im Vorjahr sind in Niederösterreichs Wäldern weniger Späne geflogen

2020 ist in Niederösterreich der Holzeinschlag um mehr als 18 Prozent von fast 5,3 Millionen auf knapp über 4,3 Millionen Festmeter zurückgegangen. Während der Gesamteinschlag an Laubholz um neun Prozent auf fast 1,1 Millionen Festmeter gesunken ist, gab es beim Nadelholz ein starkes Minus um rund 21 Prozent von knapp 4,2 auf etwa 3,3 Millionen Festmeter. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der aktuellen Holzeinschlagsmeldung des Landwirtschaftsministeriums für das Jahr 2020.

Als Grund für die schwächere Nutzung der niederösterreichischen Wälder im Vorjahr gelten der geringere Anfall an Schadholz sowie der durch die Corona-Pandemie ausgelöste Nachfragerückgang nach Holzprodukten. So ist beim Laubholz die geerntete Menge an Schadholz um 15 Prozent von 357.000 auf 302.000 Festmeter zurückgegangen. Beim Nadelholz gab es 2020 sogar um mehr als ein Drittel weniger Schadholz – die Menge ist von rund 2,9 Millionen auf knapp über 1,9 Millionen Festmeter gesunken.

2020 entfielen in Niederösterreich fast 35 Prozent des Einschlags auf Rohholz, das zur energetischen Nutzung verwendet wird, wie Brennholz und Waldhackgut. Sägerundholz hatte einen Anteil am Einschlag von 45 Prozent und das Industrieholz einen Anteil von mehr als 20 Prozent. (mm)

http://www.bmlrt.gv.at/forst



18.06.2021
In Niederösterreich holte der Pleitegeier von Privaten 45 Millionen

In Niederösterreich ist die Zahl der eröffneten Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr 2021 um fast ein Viertel von 554 auf 418 zurückgegangen. Diese Zahlen teilt der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) auf Basis einer Hochrechnung dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Bundesweit ist die Zahl der bei Gericht angestrebten Schuldenregulierungsverfahren in den ersten sechs Monaten nur leicht um 4,2 Prozent gesunken.

Wie der KSV bekanntgibt, haben die im ersten Halbjahr 2021 in Niederösterreich in die private Pleite geschlitterten Personen Schulden in Höhe von 45 Millionen Euro angehäuft. Zur Vergleichsperiode 2020 sind es noch 70 Millionen gewesen. Bundesweit sind die Passiva um 69 Millionen auf 385 Millionen Euro geschrumpft.

Fette Beute holt sich der Pleitegeier unter ehemaligen Selbständigen, auf die rund ein Drittel der eingeleiteten Privatkonkurse entfällt. Weitere Gründe für Zahlungsunfähigkeit sind der Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit oder Scheidung sowie der sorglose Umgang mit Geld. (mm)

http://www.ksv.at



18.06.2021
Zwischen dem Weinviertel und Südmähren rollt wieder der „Turistbus“

Mit dem Fall der Corona-Pandemie-Beschränkungen nehmen auch die internationalen Tourismusaktivitäten zwischen dem Weinviertel und dem benachbarten Tschechien Fahrt auf. So startet am 3. Juli wieder der sogenannte „Turistbus“, der bis Anfang Oktober an den Wochenenden dreimal täglich ausgewählte Stationen dies- und jenseits der Grenze ansteuert. Betreiber des „Turistbus“, der von Ausflüglern auch wegen seiner billigen Fahrkarten geschätzt wird, ist der südmährische Verkehrsverbund KORDIS.

Der „Turistbus“ fährt in einem Rundkurs die Sehenswürdigkeiten von Poysdorf und Falkenstein sowie die bekannten Liechtenstein-Schlösser Valtice (Feldsberg) und Lednice (Eisgrub) an. Buslinie 555 verkehrt von Podivin über Lednice, Valtice, Schrattenberg und Herrnbaumgarten nach Poysdorf; Buslinie 580 von Mikulov (Nikolsburg) über Drasenhofen und Falkenstein nach Poysdorf und zurück nach Podivin. Abends- und Nachtfahrten gibt es zu bestimmten Veranstaltungsterminen, wie z.B. am 10. September zum Weinlesefest in Mikulov. (mm)

http://www.idsjmk.cz/en/a/turisti-specialni-linky.html



18.06.2021
Weinkellerei Lenz Moser verzeichnet beachtliches Umsatzwachstum

Getränkeerzeuger, die ihre Produkte hauptsächlich über den Lebensmitteleinzelhandel absetzen, haben die Corona-Krise halbwegs unbeschadet überstanden. Ein Beispiel dafür ist Österreichs größter Qualitätsweinvermarkter, die Weinkellerei Lenz Moser aus Rohrendorf bei Krems. Im Vorjahr konnte das Traditionsunternehmen sogar Erlöszuwächse verbuchen.

„Im Geschäftsjahr 2020 haben wir einen Umsatz in Höhe von 35 Millionen Euro erwirtschaftet“, teilt Lenz Moser-Marketingleiter Christoph Bierbaum in einem Interview mit dem Handels-Fachmagazin „Regal“ mit. Das war ein Anstieg um 3,3 Millionen Euro oder 10,4 Prozent gegenüber 2019. Etwa 75 Prozent des Gesamtabsatzes setzt Lenz Moser über die Regale der österreichischen Lebensmittelhandelsketten ab.

Als bedeutender Wachstumshebel erweist sich auch der Export. Zur Zeit liegt der Auslandsgeschäftsanteil bei knapp 24 Prozent. „Diese Zahl wollen wir kontinuierlich ausbauen“, kündigt Bierbaum an. Im Fokus habe man dabei die Märkte Deutschland, die Niederlande, Russland und die USA.

Sämtliche Lenz Moser-Weine, die vom Schlossweingut Souveräner Malteser Ritterorden in Mailberg, vom Klosterkeller Siegendorf im Burgenland sowie von Vertragswinzern und aus Zukäufen stammen, werden am Stammsitz des Unternehmens in Rohrendorf abgefüllt. Das Unternehmen bezieht die Trauben von rund 3.000 österreichischen Weinbaubetrieben. Es verarbeitet und vermarktet damit die Erträge aus einer Anbaufläche von fast 2.300 Hektar und produzierte 2020 rund 14,5 Millionen Flaschen. Bekannte Marken aus der Weinkellerei sind „Lenz Moser Selection“, „Servus“, „Storch“, „Alter Knabe“, „Pfiffikus“ und „Fete Rosé“. (mm)

http://www.lenzmoser.at



18.06.2021
Unternehmerin sorgt dafĂĽr, dass die Berufsbekleidung viel bunter wird

Mit bunter Arbeits- und Schutzkleidung möchte die Start-up- und Einpersonenunternehmerin Naömie Heyke mit ihrer Firma HEYKE Management Support in Maria Anzbach, Bezirk St. Pölten-Land, mehr Farbe in die Arbeitswelt bringen. Wie sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst erklärt, würde individuelle und bunte Berufsbekleidung auch eine bessere Stimmung in den Betrieben schaffen. Diese Geschäftsidee ist dem riz up Creative Business Award 2021 in der Kategorie Creative Idea/Start-Up eine Nominierung wert gewesen.

„Ich bin gebürtige Niederländerin und habe dort auch eine entsprechende Ausbildung in der Textil- und Bekleidungstechnik erhalten. Da die Alltagsmode vielfältig und bunt ist, will ich das auch in die Arbeitswelt bringen und weg von einer uniformierten Einheitskleidung gehen“, sagt Heyke, der es wichtig ist, dass alle gesetzlichen Bestimmungen für Arbeits- und Schutzkleidung eingehalten werden.

Heyke bezeichnet sich als Schnittstelle zwischen den einzelnen Unternehmen und den Produzenten. Sie evaluiere den entsprechenden Bedarf der jeweiligen Firma in puncto Arbeitskleidung und suche dann in ganz Europa die passenden Produzenten. „Nicht jeder Produzent kann alles“, meint sie. Einer mache sehr gute Hosen, ein anderer sei bei Jacken besser.

Oft sollen Firmenfarben, die bereits vorgegeben sind, in der Arbeitskleidung Widerhall finden. In solchen Fällen entwirft Heyke entsprechende Muster. Es kommt auch vor, dass z.B. Taschen auf der Arbeitskleidung anders angeboten als gebraucht werden. Auch hier wird das Kleidungsstück individuell auf die Firmenwünsche abgestimmt.

Für die Unternehmerin ist prinzipiell alles möglich, was den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Sie achtet auch darauf, dass die Bekleidung gut zu reinigen ist, Dafür werden entsprechende Probeläufe gemacht. Als zusätzliches Service für die Firmen gibt es eine individuelle Abrufbarkeit der einzelnen Kleidungsstücke. Es kann alles sofort geliefert oder in entsprechenden Tranchen abgerufen werden.

Derzeit hat Heyke Anfragen von größeren Firmen und Institutionen in Österreich. Künftig will sie ihr Angebot auf ganz Europa ausweiten. (hm)

http://www.heyke-management-support.com



18.06.2021
Waldviertler Familienbetrieb betreibt Österreichs größte Biokaffee-Rösterei

„Wir sind die größte Biokaffee-Rösterei Österreichs“, sagt Michael Scheibenpflug, Gründer und Eigentümer von „Barista vom Berg“ mit Sitz in Leiben im Bezirk Melk. Der ehemalige Vertriebsleiter des Waldviertler Unternehmens Sonnentor hat sich 2018 zu seinem 50. Geburtstag selbständig gemacht und damit auch seine Leidenschaft zum Beruf.

Der Erfolg gibt ihm Recht. Bereits ein Jahr später hat er 20 Tonnen Biokaffee geröstet, 2020 waren es 48 Tonnen und für heuer erwartet Scheibenpflug 70 Tonnen im eigenen Betrieb gerösteten Kaffee. „Angefangen habe ich in der Garage meines Wohnhaues“, teilt er dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Ich möchte bei der Qualität bleiben, das ist mein Anspruch, und auch im familiären Umfeld. Das bedeutet, dass das Ende bei rund 120 Tonnen pro Jahr gerösteten Kaffee erreicht sein wird.“ Auf den Umsatz angesprochen sagt er: „Ich bin im mittleren sechsstelligen Bereich.“

Das ist relativ viel. Schließlich spricht Michael Scheibenpflug von ausschließlich biologisch produziertem Kaffee. Viel Kaffee holt er sich aus Brasilien, Guatemala und Nicaragua. „Ich habe dort schon einige Bauern besucht, die an mich liefern.“ Schließlich wolle er sich von dem biologischen Prozess, der gleich von Beginn an stattfindet, selbst überzeugen.

Biologisch nennt Scheibenpflug als seine Lebensphilosophie. Beispielsweise gibt es vom „Barista vom Berg“ seit kurzem Kaffeekapseln aus Holz, in drei verschiedenen Sorten und vollständig kompostierbar. „Unser nächstes Ziel ist eine plastikfreie Aromaschutzfolie. Die kann beispielsweise aus Maisstärke bestehen“, erklärt der innovative Unternehmer.

Ăśberhaupt ist das Angebot an Kaffee ĂĽberschaubar, und das ist bewusst so entschieden worden. Es gibt einerseits die sogenannte Hausmarke, andererseits die Michl-Linie, 100 Prozent Arabica-Kaffee, der zumeist einem konkreten Anbauland zugeordnet werden kann. Dieser wird bio fair bezahlt, was fĂĽr den Endkunden rund 22 Euro pro Kilo Kaffee bedeutet.

Die Firma betreibt auch einen Onlineshop, der für einen guten Umsatz sorgt. Rund die Hälfte des Kaffees geht in den Export, vor allem nach Deutschland und dort in Bioläden. Auch in Österreich ist das Produkt vor allem in Bioläden, aber auch in der Gastronomie erhältlich. Es gibt auch Kliniken, die diesen Kaffee im Angebot haben.

Ein Ab Hof-Verkauf ist samstags jedenfalls garantiert. „Jeden Samstag am Vormittag kann jeder vorbeikommen und gustieren“, sagt Michael Scheibenpflug. „Wenn Sie aber an irgendeinem anderen Tag kommen, ist das zumeist auch kein Problem. Denn wir wohnen hier in einem Fünf-Generationen-Haus, und irgendwer ist fast immer da und kann Ihnen einen Kaffee verkaufen.“ (jm)

http://baristavomberg.at

http://baristavomberg.at/online-shop-fuer-biokaffee



18.06.2021
Unternehmer aus Aspang sorgt fĂĽr stimmungsvolle und kreative Beleuchtung

Auf die Produktion von kreativen und individuellen Lampen- und Kerzenhaltern hat sich der Start-up- und Einpersonenunternehmer Thomas Traint als Traint Customs e.U. in Aspang Markt, Bezirk Neunkirchen, spezialisiert. Wie er dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet, stoßen seine Produkte auf so großes Interesse, dass er bereits erwäge, damit in den Export zu gehen. Beim riz up Creative Business Award 2021 erreichte diese Geschäftsidee in der Kategorie Creative Business eine Nominierung.

„Zu der Idee dieser Lampen- und Kerzenhalter bin ich in London gekommen, wo ich eine Zeitlang in einer überaus kreativen Gegend gelebt habe. Die ersten Prototypen haben wir am Verkaufstisch der Luke Andrews Band, wo ich Bassist bin, zur Beleuchtung aufgestellt. Das hat so viele An- und Nachfragen ausgelöst, dass ich mich entschlossen habe, daraus eine eigene Firma zu machen“, erzählt Traint.

Er entwirft und gestaltet die Halter selber. Zusammen mit Partnerbetrieben werden die Holzwürfel erzeugt und die Elektrik eingebaut. Die Holzwürfel, in die dann Teelichte gestellt oder Glühbirnen eingeschraubt werden, sind zum Großteil aus heimischem Holz gefertigt und für 80 bzw. 200 Euro im eigenen Online-Shop erhältlich. Der Unternehmer legt Wert darauf, dass alles Unikate sind, auch bei Kleinserien ist jeder Halter geringfügig anders. Auf Wunsch können diese Lampen- und Kerzenhalter auch individuell designt werden.

Die Kunden des Unternehmers sind derzeit noch Privatpersonen aus Österreich. Als nächsten Schritt will Traint seine Produkte für die Gastronomie und Tourismusbetriebe ausrollen. Danach will er den Export zunächst mit dem Zielmarkt Großbritannien ankurbeln. (hm)

http://www.tomtraintcustoms.com



18.06.2021
SNIFF DOG Company lehrt Hunde-Teams die erfolgreiche Spurensuche

Vor fünf Jahren hat Karin Fleer in Altenmarkt an der Triesting die Firma sniffdog.company gegründet. „Wir bilden Hunde zu Personen-Suchhunden aus. Damit hat der Hund eine sinnvolle Aufgabe, auf die er sich konzentrieren kann, und die Hundeführer genießen das entspannte Trainingsumfeld ohne Leistungsdruck“, teilt die Unternehmerin dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Die Trainingstermine richten sich nach den Wünschen der Kunden. Ab zwei Teilnehmern ist ein Training in den Bezirken Baden, Mödling, Korneuburg, Tulln und in Wien möglich. Die Trainingsarbeit ist an keinen Kurs gebunden. Nach etwa zwei Monaten Ausbildung kann man an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen, wie z.B. an gemeinsamer Sucharbeit, Rätselspielen oder an der Suche nach einem bestimmten Platz. Als Höhepunkt und besondere Herausforderung für Hund und Mensch findet einmal im Jahr eine ganze Woche lang die Suche nach dem interessantesten letzten Platz statt.

Ohne Mitarbeiter erwirtschaftet Karin Fleer ständig steigende Umsätze in der Höhe von 40 Prozent. Im letzten Jahr belief sich ihr Umsatz auf 33.000 Euro. Ihre Kunden sind ambitionierte Hundebesitzer, die ihrem Hund eine geistig anspruchsvolle Aufgabe ermöglichen wollen. Dem Fordern und Fördern des Hundes liegt oft das Motiv zugrunde, ihn zu befähigen, in einer Rettungsorganisation mitzuarbeiten. Seit dem Bestehen der Firma von Karin Fleer sind 176 Hunde in Einzel- und Gruppentrainings ausgebildet worden.

Derzeit arbeitet die Unternehmerin an einem Hunde-Wald-Projekt. Ihr schwebt eine ausreichend große Waldfläche vor, damit Menschen und Hunde Natur und Wald ungestört genießen können. Das Areal könnte stundenweise gemietet und zum Spazierengehen oder für Trainingszwecke genützt werden. „Das wird die größte Investition seit Bestehen der Sniff Dog Company“, erklärt Karin Fleer, die als fast noch größere Herausforderung erachtet, ein geeignetes Areal zu finden. (km)

http://www.sniffdog.company