NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1546 vom 16.07.2019

16.07.2019
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Urlaubsbedingt macht der NÖWPD am kommenden Freitag, 19.7., Pause. Die nächste Ausgabe (Nr. 1.547) erscheint am Freitag, 26.7. bzw. Samstag 27.7.2019.


16.07.2019
Niederösterreichs Industrie sichert mehr als die Hälfte des Wohlstands im Land

Niederösterreichs Industrie präsentiert sich einmal mehr als Wachstumsmotor und Garant für den Wohlstand im Land. Das zeigen die aktuellen Daten, die Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav gemeinsam mit dem Präsidenten der NÖ Industriellenvereinigung Thomas Salzer und dem Chefökonomen der Industriellenvereinigung, Christian Helmenstein, präsentierte.

So weisen die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Niederösterreich für heuer und nächstes Jahr jeweils einen Wert von 1,8 Prozent auf. „Damit liegen wir deutlich über dem Österreich-Durchschnitt von 1,5% für heuer und 1,6% für das kommende Jahr“, so Bohuslav. Sie verweist auch auf den Spitzenplatz Niederösterreichs bei der Kaufkraft, die laut einer GfK-Studie 25.186 Euro ausmacht.

Der Wirtschafts- und Industriestandort Niederösterreich „genießt international einen sehr guten Ruf“, betont Bohuslav. Das sei hilfreich bei der Ansiedlung ausländischer Unternehmen in Niederösterreich, aber auch für Projekt-Partnerschaften mit anderen Regionen in Europa. „Wir unterstützen die Unternehmen im Land gezielt beim Thema Förderungen sowie bei den Herausforderungen der Digitalisierung“, sagt die Wirtschaftslandesrätin. Und weil der Fachkräftemangel zunehmend als Knackpunkt gesehen wird, hätten sich Landesvertreter, Sozialpartner und AMS bereits an einen Tisch gesetzt, um gemeinsam Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Im September sollen die ersten Ergebnisse präsentiert werden.

IV-NÖ-Präsident Salzer verweist darauf, dass „rund ein Drittel (31%) der gesamten Wirtschaftsleistung in Niederösterreich von der Industrie generiert wird. Mehr als 35.000 Betriebe im servoindustriellen Sektor (produzierender Sektor plus industrienahe Dienstleistungen) sichern mehr als 300.000 Arbeitsplätze und damit rund 55 Prozent des erwirtschafteten Wohlstands in Niederösterreich. Dabei spielt der Export eine wachsende Rolle. Fast die Hälfte des Umsatzes der blau-gelben Industrie – 2017 waren das knapp 14 von mehr als 28,2 Milliarden Euro – wird im Ausland erwirtschaftet. Zuletzt haben übrigens die osteuropäischen Märkte das deutliche Export-Wachstum von 6,1% stark gestützt.

Der Wirtschaft im Land kommt auch zugute, dass Niederösterreichs Industrie aus einem guten Branchenmix mit vielen Standbeinen besteht, die Niederösterreich weniger anfällig für Krisen machen. Die wertschöpfungsstärksten Branchen sind der Maschinenbau, die Nahrungsmittelindustrie, Metallerzeugnisse und Metallbearbeitung sowie die chemische Industrie. Und damit die heimische Industrie auf diesem Erfolgskurs auch weiter bleiben kann, fordert Thomas Salzer, dass der EU-Binnenmarkt nicht zunehmend durch mehr Bürokratie behindert wird und dass „in der Klimadiskussion gemeinsame europäische Lösungen entwickelt werden“. Die blau-gelbe Industrie selbst trage mit entsprechend hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung – zuletzt knapp 500 Millionen Euro – viel zur Zukunftssicherung des Standorts Niederösterreich bei.

IV-Chefökonom Helmenstein attestiert dem Bundesland nicht nur einen gleichermaßen tiefgreifenden wie erfolgreichen Strukturwandel in den vergangenen zehn Jahren, sondern daraus auch wachsende Exportchancen. Dabei gelte es, insbesondere China, Indien und Südkorea besonderes Augenmerk zu schenken sowie in Europa Frankreich. Und er regt einen Ausbau der Industrie-Dienstleistungen an, mit denen man die industrielle Wertschöpfung deutlich erhöhen könne. (rz)

http://www.iv-niederoesterreich.at

http://www.esce.at/ecodev



16.07.2019
NĂ– Unternehmen steigern ihre Exporte auf fast 23,2 Milliarden Euro

Im Export segeln Niederösterreichs Unternehmen weiter auf Wachstumskurs. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst einer aktuellen Studie der Statistik Austria über den regionalen Außenhandel entnimmt, haben die niederösterreichischen Betriebe 2018 Waren im Wert von fast 23,2 Milliarden Euro exportiert. Das waren um über 1,3 Milliarden Euro oder 6,1 Prozent mehr als im Jahr 2017.

Niederösterreich ist Österreichs drittstärkstes Export-Bundesland. Bei den absoluten Ausfuhrzahlen wird Niederösterreich im Bundesländervergleich nur von Oberösterreich und der Steiermark übertroffen. Oberösterreichische Unternehmen haben 2018 Waren um 38,2 Milliarden Euro exportiert, steirische um 24,8 Milliarden Euro.

Mit großem Abstand wichtigster Absatzmarkt für Niederösterreichs Betriebe im Ausland ist Deutschland, wohin Waren im Wert von 6,67 Milliarden Euro gegangen sind. Die Tschechische Republik und Ungarn mit einem Exportvolumen von jeweils rund 1,33 Milliarden Euro folgen auf den Plätzen zwei und drei. An erster Stelle der exportstärksten Produktgruppen rangieren Kessel, Maschinen und mechanische Geräte im Wert von 2,99 Milliarden Euro. Darauf folgen elektrische Maschinen und Waren im Wert von 2,33 Milliarden Euro sowie Mineralische Brennstoffe und Mineralöle mit 1,76 Milliarden Euro.

Nicht nur bei den Exporten, auch bei den Importen erreicht Niederösterreichs Wirtschaft hohe Außenhandelswerte. Nach Berechnungen der Statistik Austria haben die niederösterreichischen Betriebe 2018 Waren im Wert von rund 26,7 Milliarden Euro eingeführt. Die meisten Importe kommen aus Deutschland (7,90 Milliarden Euro), Italien (1,58 Milliarden) und Tschechien (1,45 Milliarden). Bei den Einfuhren nach Niederösterreich dominieren mineralische Brennstoffe und Mineralöle (5,45 Milliarden Euro), gefolgt von Kesseln, Maschinen und mechanischen Geräten (2,82 Milliarden) sowie elektrischen Maschinen und Waren (2,02 Milliarden). (mm)

http://www.statistik.at



16.07.2019
„Nur halber“ Autobahn-Knoten Guntramsdorf ein Schildbürgerstreich?

Schon lange stöhnt die Gemeinde Oberwaltersdorf im Bezirk Baden unter dem Lkw-Durchzugsverkehr – eine Belastung, die sich in jüngster Zeit u.a. durch Betriebserweiterungen in der Region und die damit notwendig gewordenen Transportfahrten verstärkt hat. Experten der Wirtschaftskammer haben freilich schon vor Jahren vor diesem Szenario gewarnt und orten das Problem in den unzureichend ausgebauten Autobahnanschlüssen.

Speziell im Fokus steht dabei der Knoten Guntramsdorf, die Einmündung der Südostautobahn A3 in die Südautobahn A2, der nur als Halbanschluss in Richtung Wien ausgeführt ist. Da es in Richtung Graz keinen Anschluss gibt, verlassen viele Schwerfahrzeuge die Südostautobahn bereits bei Ebreichsdorf und fahren über die B210 nach Westen, bis sie schließlich bei der Anschlussstelle Baden auf die Südautobahn gelangen können.

„Daran kann man ersehen, was passiert, wenn am falschen Platz gespart wird“, wetterte schon 2001 Heinrich Schönbeck, damals Obmann der Bezirksstelle Baden der NÖ Wirtschaftskammer. Die Lkw würden ja nicht aus Jux und Tollerei durch die Ortschaften fahren. Er bezeichnete den Autobahn-Knoten Guntramsdorf wörtlich als „Schildbürgerstreich.“ (mm)

http://www.oberwaltersdorf.at

http://wko.at/noe/baden



16.07.2019
Niederösterreichs Druckereien zwischen Druck und Zuversicht

Derzeit fühlen sich Niederösterreichs Druckereien unter Druck. Wie Katja Erhart-Viertlmayr, Obfrau der Fachgruppe Druck in der Wirtschaftskammer dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet, sei die Auftragssituation angespannt. Das führt sie nicht zuletzt auf die Nähe der Märkte im Ausland zurück. „Denn viele Auftraggeber wollen günstige Preise“, sagt sie, „übersehen aber meistens, dass mit einem grenzüberschreitenden Auftrag Wertschöpfung abfließt und der heimische Markt geschwächt wird. Von den öffentlichen Auftraggebern erwarten wir mehr Wertschätzung der Kleinbetriebe und insbesondere der regionalen Druckereien. Denn durch die verpflichtende E-Vergabe - wonach der gesamte Einkaufsablauf vollelektronisch abzuwickeln ist - kommen Kleinbetriebe oft unter Druck. Wir erwarten uns daher bei der Auftragsvergabe, dass die Vergabebedingungen so gestaltet sind, dass sich Kleinbetriebe nicht von vornherein ausgeschlossen fühlen oder gar nicht mehr anbieten.

Auch die Digitalisierung beschäftigt die Druckbranche. „Die politisch Verantwortlichen haben derzeit die Digitalisierung auf ihrer Agenda, was durchaus berechtigt ist“, betont die Fachgruppenobfrau. Die Digitalisierung dürfe aber nicht dazu führen, dass klassische Handwerke und Berufszweige unter die Räder kommen. Gleichzeitig werde die Digitalisierung auch den Druckereien neue Chancen eröffnen. Mit Nachdruck spricht sich Erhart-Viertlmayr für den raschen Ausbau der Breitbandtechnologie aus. Rasche Netzwerke müssten genauso selbstverständlich sein wie die kommunalen Strukturen mit Wasser und Strom.

Derzeit gibt es in Niederösterreich 202 aktive Druckereien, die 1.854 Mitarbeiter beschäftigen und davon 39 Lehrlinge ausbilden. Die Reaktionen der Druckereien auf das Geschäftsjahr 2018 seien zwar nur durchwachsen ausgefallen, es sei aber laut Katja Erhart-Viertlmayr bei einigen Betrieben „eine zarte Aufwärtstendenz“ kennbar. „Die Nationalratswahl im September kann auch für die Druckbranche positive Effekte auslösen, so dass wir auch für heuer vorsichtig optimistisch gestimmt sind“, stellt sie fest. (dsh)

http://wko.at/noe/druck



16.07.2019
Autozulieferer RTA verzeichnet markanten Umsatzsprung

Der Autozulieferer RTA GmbH – vormals Roth-Technik Austria GmbH – mit Produktionsstandort St. Aegyd am Neuwalde im Bezirk Lilienfeld verbucht wachsende Erlöszahlen. Im Geschäftsjahr 2018 hat das Unternehmen, das auf die Herstellung von Abgasreinigungssystemen für die Nutzfahrzeugindustrie, für Agrar- und Baumaschinen sowie für Schienenfahrzeuge und Schiffsmotoren spezialisiert ist, einen Umsatz von 173,6 Millionen Euro erzielt. Das ist ein starker Anstieg um 19,5 Millionen Euro oder 12,7 Prozent gegenüber der Vorperiode, in der RTA 154,1 Millionen Euro erwirtschaftet hatte. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst den im Firmenbuch ausgewiesenen Umsatzdaten.

Mit 200 Beschäftigten produziert RTA im oberen Traisental Schalldämpferanlagen für die Verbrennungsmotoren namhafter Kfz-Marken, Autositzgestelle, Rohrkrümmer sowie Stanz-, Press-, Zieh- und Schweißteile in unterschiedlichen Größen. Das Industrieunternehmen betreibt hier eine der modernsten Fertigungsanlagen zur Erzeugung von Euro-6-Großschalldämpfern in Europa. Neben der Zentrale in St. Aegyd unterhält RTA zwei Standorte in Deutschland, einen in Rastatt in Baden-Württemberg sowie einen zweiten in Lampertheim in Südhessen. Hervorgegangen aus der einstmaligen Voest Alpine St. Aegyd AG (VASTAG) ist RTA seit mehr als 20 Jahren ein unabhängiges, inhabergeführtes Familienunternehmen. (mm)

http://www.rothtechnik.eu



16.07.2019
Personaldienstleister melden neuen Mitarbeiter-Höchststand

Zurzeit gibt es in Niederösterreich 4.217 aktive gewerbliche Dienstleister, die 21.925 Mitarbeiter beschäftigen. Diese Fachgruppe der NÖ Wirtschaftskammer setzt sich aus 18 Berufszweigen zusammen. Zu ihnen zählen u.a. Berufsdetektive, das Bewachungsgewerbe, Sprachdienstleister, Adressenbüros sowie Informationsdienste, Call-Center und Personaldienstleister. Der Anteil der Ein-Personen-Unternehmen (EPU) beträgt 64,7 Prozent.

Besonders erfreut zeigt sich Otto Ressner, Fachgruppenobmann der gewerblichen Dienstleister, vor allem über die Zahl der Mitarbeiter bei den heimischen Personaldienstleistern. „Diese beschäftigen nämlich österreichweit bereits 100.000 Mitarbeiter, was einen neuen Höchststand bedeutet“, berichtet er.

Bei allen anderen Berufszweigen der Fachgruppe habe es im Vorjahr zwar ebenfalls eine leichte Steigerung bei den Beschäftigtenzahlen gegeben, nämlich um 1.533 Mitarbeiter mehr, aber nach wie vor ein großes Problem sei der Facharbeitermangel. „Gute Mitarbeiter zu finden, ist derzeit sehr schwer“, sagt Ressner. „Wir fordern daher die politisch Verantwortlichen auf, rasch unbürokratisch zu reagieren. In allen anderen Ländern der Europäischen Union gibt es schneller Möglichkeiten zum Einsatz von Personal. Dass muss doch bitte auch hierzulande möglich sein.“ Dessen ungeachtet erwartet Otto Ressner heuer ein gleichbleibend gutes Ergebnis wie 2018. (dsh)

http://www.wko.at/noe/dienstleister



16.07.2019
Kitchen Comfort in Bad Vöslau lässt interessierte Kunden gleich kochen

Mit dem Probekochen in einer voll funktionstüchtigen Küche wartet die SP Wohnconsulting GmbH in ihrem Schauraum „Kitchen Comfort“ in Bad Vöslau, Bezirk Baden, auf. Wie Geschäftsführer und Start-up-Unternehmer Stefan Postpischil dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, bekommen hier die Kunden die Gelegenheit, Geräte und und ihre Anordnungen schon auszuprobieren, bevor die Küche geplant wird. Ab Herbst wird alle 14 Tage ein Schaukochen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten veranstaltet.

„Oft werden den Kunden Geräte verkauft, die wenig damit anzufangen wissen“, sagt Postpischil. „Dampfgarer sind so ein Beispiel. Mit unserer perfekten Schauküche können wir nicht nur die Geräte erklären, sondern auch ein Gericht zubereiten, was natürlich sehr anschaulich ist“. Besonders wichtig ist ihm, dass Küchen funktionabel sind und sich den Wünschen der Nutzer anpassen und nicht umgekehrt. „Nur schön ausschauen, das ist für eine Küche zu wenig, hier gehört eingehend beraten, evaluiert und geplant“, betont der Küchenmeister.

Postpischil ist Vollausstatter, der zusammen mit Partnerbetrieben für schlüsselfertige Küchen, aber auch Wohnräume mit Böden, Wänden und entsprechenden Möbeln sowie bei Küchen auch für alle Geräte sorgt. Den Lieferantenschwerpunkt bildet die Firma HAKA. Prinzipiell wird eine Küche binnen vier Wochen geliefert und montiert.

Die Kunden von SP Wohnconsulting sind derzeit noch Privatpersonen aus dem Raum Mödling bis Wiener Neustadt und Wien. Büroausstattungen sind ebenfalls im Programm. Mit drei Mitarbeitern peilt die Firma heuer einen Umsatz von 500.000 Euro an. (hm)

http://www.kitchencomfort.at

http://www.haka.at



16.07.2019
Mostviertler Kälte- und Klimatechniker überzeugt als Mann für heiße Fälle

In den letzten Wochen mit Hitzetemperaturen von mehr als 30 Grad war der 42jährige Kälteanlagentechniker Thomas Spiegl aus Ardagger ein überaus gefragter Mann. Vor acht Jahren hat er die Meisterprüfung gemacht, seit 1992 mit der Kälte- und Klimatechnik Erfahrungen in der Montage und Wartungstechnik gesammelt und heuer im Jänner sich selbständig gemacht. „Meinen Wunsch, auf eigenen beruflichen Beinen zu stehen, habe ich realisieren können, und es war genau die richtige Entscheidung“, berichtet der Mostviertler, der sich damit als Mann für „heiße Fälle“ ausweist, dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

„Im Grunde tue ich alles“, so Spiegl, „was Kälte- und Klimatechnik ausmacht. Ich verkaufe, warte und repariere Kühl- und Tiefkühlzellen, Verkaufs- und Ausstellungsvitrinen, Eismaschinen ebenso wie Kühltheken, Gewerbe-, Kühl- und Tiefkühlschränke sowie Kühlfahrzeuge und Split-Klimaanlagen. Zu meinen Kunden zählen Bäckereien und Fleischereien, die Gastronomie, der Einzelhandel, aber auch Selbstvermarkter und Privathaushalte im Umkreis von etwa 50 Kilometern. Seit ich selbständig bin, ist die Nachfrage von Installateur- und Elektrobetrieben immer größer geworden, die zur Montage und Inbetriebnahme von Klimaanlagen einen Partner benötigen. Nur Aufträge für Großkälteanlagen, die mit Ammoniak oder CO2 betrieben werden, kann ich aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht übernehmen.“

Der engagierte Ein-Personen-Unternehmer ist fest davon überzeugt, dass der Bedarf an Klimageräten aufgrund der heißen Sommer in Zukunft immer größer werden wird. „Aber auch die Technik, wie EDV oder Produktionsmaschinen, müssen gekühlt werden“, meint er. Seiner Meinung nach zeichnet sich überhaupt ab, dass sich das Aufgabenfeld grundsätzlich erweitert. Neben der Montage und Betreuung von Neuanlagen dürfe man die Energieeffizienz von bestehenden Anlagen nicht vernachlässigen. Schließlich können schon geringe Änderungen an Anlagen den Energieverbrauch erheblich senken. Außerdem wird viel zu selten eine Wärmerückgewinnung in Kälteanlagen integriert. „Hier ist noch ein sehr großes Potential vorhanden. Mit einem Wort, so rasch werde ich wohl nicht arbeitslos werden“, sagt Thomas Spiegl.

In Zukunft möchte er auch Mitarbeiter beschäftigen. „Ich werde höchstwahrscheinlich in den nächsten ein bis zwei Jahren noch allein unterwegs sein. Aber sollte sich die Gelegenheit ergeben, einen verlässlichen Mitarbeiter zu finden, werde ich diese Chance sicher nutzen. Ich könnte mir vorstellen, in fünf Jahren zwei Mitarbeiter und vielleicht einen Lehrling zu beschäftigen. Denn meine Branche ist weiter im Kommen.“ (dsh)

http://www.spiegl-kaelte.at



16.07.2019
Leobersdorfer Start-up-Firma ist Erste-Hilfe-Station fĂĽr die Industrie

Wenn ein Industrieunternehmern plötzlich einen Maschinenschaden oder anderen Störfall hat und erste Hilfe braucht, findet er diese in Leobersdorf, Bezirk Baden, beim Start-up- und Einpersonenunternehmer Manuel Bekier mit seiner Firma FAIS GmbH. Im Fokus stehen hier insbesondere die Beschaffung von Maschinenteilen, die in der produzierenden Industrie, immer wieder erneuert werden müssen, sowie die einschlägige Beratung. Seine Referenz sind 500 Industriebetriebe. Wie Bekier dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, verfüge er über ein sehr gutes und großes Netzwerk nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa, so dass er rasch und effizient reagieren könne.

FAIS steht für First Aid Industrial Supply. Diese Erste Hilfe als Engpassmanagement ist sehr gefragt. „Da es bei Maschinenlagern immer wieder zu Lieferengpässen kommt, sorge ich dafür, dass das richtige Lager zur richtigen Zeit bei der richtigen Firma ist“, so Bekier, der auch immer auf ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis für seine Kunden bedacht ist.

Im Programm sind Wälzlager, wozu Kugellager zählen, sowie Gleitlager und Hybridlager, die ähnlich aufgebaut sind wie Kugellager, aber auf Keramikkugeln laufen. Hybridlager zeichnen sich durch eine höhere Leistung, das heißt eine leichtere Gängigkeit, und durch eine längere Lebensdauer aus. Neben dem Maschinenlagersortiment beschäftigt sich Bekier auch mit elektrischen Kontaktmaterialien, hier meist Kupferlegierungen, und Elektrospulen. Zusätzlich sind 3D Industriekameras im Programm. Zu allen Punkten bietet der Unternehmer nicht nur die Beschaffung, sondern auch Beratung und Optimierung an. „Meist ist das Engpassmanagement der Türöffner, der es mir möglich macht, die Effizienz des Unternehmens mit meinen Produkten zu steigern.“

Bekiers Kunden sind in ganz Österreich zu finden, dazu zählen Pfeifer Systems, Alpine Metal Tech, Faustenhammer GmbH, ROBO Technologies, SAG und Istor Spann & Ankertechnik GmbH. Fünf Prozent es Umsatzes gehen nach Deutschland und in die Schweiz. (hm)

http://www.industrialsupply.at



16.07.2019
Erfolgreicher Korneuburger Henry Laden braucht mehr Helfer

Einen guten Geschäftsverlauf seit der Eröffnung im September 2017 meldet der „Henry Laden“, die Second-Hand Boutique vom Roten Kreuz in Korneuburg am Bahnhofplatz 1. „Bisher haben wir rund 14.000 Kunden bedient und ca. 48.000 Objekte verkauft. Jetzt brauchen wir dringend mehr ehrenamtliche Mitarbeiter“, teilte Nina Marsalek, Geschäftsführerin der Rotkreuz-Bezirksstelle Korneuburg, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Derzeit sind 19 Helferinnen und Helfer im 102 Quadratmeter großen Verkaufsladen im Einsatz. Gesucht werden Freiwillige jeden Alters mit Tagesfreizeit. „Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, melde sich bitte bei uns“, erklärt Nina Marsalek. Eine zweite Möglichkeit ist die Anmeldung beim nächsten Infoabend des Roten Kreuzes am 6. August, 18 Uhr, in der Korneuburger Jahnstraße 7.

Im Henry Laden werden Kleidung für Damen, Herren und Kinder, Stofftiere, Hausrat, Bücher, Dekorationsartikel und Kleinmöbel angenommen und verkauft. Damenbekleidung ist Spitzenreiter. „Unsere Zielgruppe sind Personen, die gebrauchte Kleidung oder andere Waren um wenig Geld - von einem Euro bis zu maximal 25 Euro - kaufen wollen. Egal ob bedürftige Menschen, Retro-Liebhaber oder Schnäppchenjäger, jeder ist uns willkommen“, so die Geschäftsführerin.

Aufgrund des Verkaufserfolges konnten schon nach rund einem Jahr die Investitionskosten für Umbauarbeiten und Renovierung, abgezahlt werden. Nun kommen die erwirtschafteten Erlöse aus dem Laden teils der Spontanhilfe des Roten Kreuzes Niederösterreich und teils sozialen Projekten des Roten Kreuzes, wie z.B. dem Kriseninterventionsteam oder dem Seniorentreff, zugute.

Als aktuelle Neuheiten im Henry Laden nennt Fachsbereichsleiter Daniel Hein die Barrierefreiheit, die Vergrößerung der Kinderecke und die erweiterten Öffnungszeiten. „Jetzt sollte der Second-Hand Shop nur noch bekannter werden. Dann könnten wir mehreren gebrauchten Sachen eine zweite Chance geben und neuen Kunden eine größere Auswahl bieten“, sagt Daniel Hein. (km)

http://www.henryladen-korneuburg.at