NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1615 vom 27.11.2020

27.11.2020
Neue Niederösterreich-CARD bietet wieder neue Attraktionen

Die Mountainbike-Strecken Wexltrails in St. Corona/Wechsel, das Bungee-Erlebnis „Millennium-Jump“ am Zauberberg Semmering oder das Trailcenter Hohe Wand Wiese im Westen von Wien: Das sind nur einige jener mehr als 300 Attraktionen, die im Programm der neuen Niederösterreich-CARD 2021/22 stehen werden. Das beliebte Kundenbindungsinstrument bietet dem Inhaber freien Eintritt zu vielen populären Ausflugszielen in Niederösterreich und in den angrenzenden Bundesländern.

„Mit der Auswahl der neuen Angebote wollen wir diesmal vor allem die junge Zielgruppe ansprechen, die stark in den sozialen Medien aktiv ist“, erklärt NÖ-CARD-Geschäftsführerin Marion Boda dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Im kommenden Jahr erstmals mit im Programm sind auch die Araburg im Triestingtal, die Alpakas am Sonnseitnhof in Bad Großpertholz im Waldviertel sowie die Burg Plankenstein bei Texing im Mostviertel. Die neue Karte verspricht bestimmt für jeden Geschmack etwas: Museen und Ausstellungen, Burgen und Schlösser, Erlebniswelten und Wellnesstempel, Tierparks und Gärten.

Sehr gut im Laufen ist die Weihnachtsaktion zum bevorzugten Erwerb der neuen NÖ-CARD. Wer diese Sonderausgabe bis 31. Dezember 2020 erwirbt, kann sie nämlich bis Ende März 2022 15 statt 12 Monate lang nutzen. „Im Zuge der Weihnachtsaktion haben wir schon 4.500 Stück der neuen Karte abgesetzt, davon 3.300 Stück an Firmen“, teilt Marion Boda mit. Unternehmen, die 50 oder mehr NÖ-CARDs bestellen, erhalten sie verbilligt.

Zum Normalpreis kostet die NÖ-CARD für Erwachsene 63 Euro. Jugendliche von 6 bis 16 Jahren zahlen nur 32 Euro, Kinder bis zum Alter von 6 Jahren überhaupt nichts. Erhältlich ist die NÖ-CARD u.a. in Trafiken in Niederösterreich und Wien, in Raiffeisen-Bankstellen, bei vielen teilnehmenden Ausflugszielen, über die CARD-Hotline 01/535 05 05 sowie über das Internet. (mm)

http://www.niederoesterreich-card.at



27.11.2020
Niederösterreichs Bäckereien sind auch während des Lockdowns geöffnet

Seit kurzem sollten es alle Niederösterreicher und Niederösterreicherinnen eigentlich wissen: Bäckereien gehören zur Grundversorgung und sind daher geöffnet. „Die unklare Kommunikation der Politik hat leider dazu geführt, dass viele Menschen nicht wissen, dass wir Bäcker auch jetzt im Lockdown geöffnet haben“, erklärt Innungsmeister Johann Ehrenberger dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Dass in der veröffentlichten Meinung nur von geöffneten Waffengeschäften gesprochen wird, empfindet er als „überaus ärgerlich“.

Um gegen diese Verunsicherung vorzugehen, hat die NÖ Wirtschaftskammer eine Informationskampagne gestartet. „Viele gehen in den Supermarkt, um ihren Bedarf an Backwaren zu decken. Dort aber gibt es oft nur Teiglinge oder Backwaren, die von weither kommen“, so Ehrenberger. „Unsere Bäckereien zeichnet aus, dass sie vor Ort vieles selber erzeugen, angefangen von Brot, und auch dass sie die Zutaten zumeist aus der Region beziehen. Die Landwirte sind oft unsere Kooperationspartner.“

Auch den ökologischen Fußabdruck hebt der Innungsmeister hervor: „Bei manchen Kollegen ist der Weg zwischen der Backstube und dem Verkauf nur zehn Meter lang. Jedenfalls seien auch Bäcker von der aktuellen Corona-Wirtschaftskrise betroffen. Manche Kollegen seien mehr von Tourismus und von der Gastronomie abhängig, andere weniger. Landesweit wird der Verlust wohl bei 25 Prozent im Durchschnitt liegen“, sagt der Innungsmeister.

Schon in den letzten Jahren hatten es Bäcker nicht besonders leicht. Das hängt damit zusammen, dass die Lohnkosten mit mehr als der Hälfte des Umsatzes sehr hoch sind. „Andere Kosten sind dabei noch nicht eingerechnet“, sagt Ehrenberger. „Dazu kommt, dass es kaum Personal gibt. Keiner möchte sich mehr die Nachtarbeit antun.“

Die Mitarbeiter, die es gibt, kommen zumeist aus dem umliegenden Ausland. Die wenigen, die sich als Lehrlinge bewerben, können kaum lesen und schreiben, was aber notwendig ist, um eine Lehre zu starten und auch beenden zu können. All das führt dazu, dass die vorhandenen Mitarbeiter viele Überstunden machen müssen und dass die Bäcker kaum Möglichkeiten vorfinden, neu zu investieren.

„Unsere Erträge liegen bei rund zwei bis vier Prozent. Das ist ein wesentlicher Grund, weshalb viele Kollegen keinen Betriebsnachfolger finden. Da hilft auch der durchaus begrüßenswerte Trend wenig, dass mehr und mehr Menschen Lebensmittel aus der Region konsumieren möchten und dies auch tun.“ (jm)

http://www.echtgutbaecker.at



27.11.2020
TFZ in Klosterneuburg und Tulln verzeichnen starke Nachfrage und bauen aus

Aufgrund der großen Nachfrage nach Labor- und Büroflächen für Forschungseinrichtungen, Spin-Offs und technologieaffine Unternehmen erweitert Niederösterreich über seine Wirtschaftsagentur ecoplus laufend die im Land angesiedelten sechs Technologie- und Forschungszentren (TFZ). „Unser Ziel ist, dass die in den TFZ erzielten Forschungsergebnisse den Weg in die Wirtschaft finden“, erklärte NÖ Wirtschafts- und Technologielandesrat Jochen Danninger bei einem virtuellen Besuch zweier Forschungsstätten, des TFZ IST Park in Klosterneuburg und des TFZ Tulln. Seit 1999 habe das Land mehr als 136 Millionen Euro in den Ausbau der TFZ in Niederösterreich investiert und damit rund 40.000 vermietbare Labor- und Büroflächen geschaffen.

In Klosterneuburg Maria-Gugging ist seit Herbst 2019 in unmittelbarer Nachbarschaft zur Elite-Universität IST Austria das TFZ IST Park in Betrieb. Dort stehen in zwei Gebäuden auf 2.400 Quadratmeter Forschungsflächen, wie Molekularbiologie- und Zellkulturlabors, sowie moderne Büros zur Verfügung. Zurzeit wird über die Klosterneuburger Straße B14 eine Brücke gebaut, die das TFZ mit dem Uni-Campus verbinden wird. „Wir wollen die Zahl der Personen, die hier forschen und arbeiten, von derzeit 850 auf 1.100 erhöhen“, kündigt Markus Wanko, Geschäftsführer der IST Park Austria GmbH, an. Mit dem TFZ IST Park wolle man Grundlagenforschung marktfähig machen.

Auf dem Gelände des TFZ Tulln kommt zu den bereits bestehenden drei Gebäuden, wo auf 5.000 Quadratmetern 18 Unternehmen mit 180 Beschäftigten angesiedelt sind, eine weitere Spezialimmobilie für anspruchsvolle technologische Projekte hinzu. Dieses 3.000 Quadratmeter große High-Tech-Gebäude „wird noch heuer fertiggestellt werden“, erklärt TFZ Tulln-Geschäftsführer Martin Steuer. Sowohl beim Zeit- als auch beim Kostenrahmen liege man im Plan. Zwölf Millionen Euro wurden in den Ausbau investiert. 70 Prozent der im neuen Objekt verfügbaren Fläche sind schon vermietet. (mm)

http://www.ecoplus.at/interessiert-an/technologie-forschungszentren

http://istpark.at

http://www.technopark-tulln.at



27.11.2020
Borealis fischt in Schwechat kleinste Kunststoffpartikel aus dem Abwasser

Mit einem Investitionsvolumen von rund sechs Millionen Euro hat das Kunststofferzeugungs- und Kunststoffrecyclingunternehmen Borealis an seinem Produktionsstandort Schwechat eine neue hochmoderne Abwasserreinigungsanlage installiert. Zwei voneinander getrennte Filtersysteme sind in der Lage, ein breites Spektrum an Partikelgrößen, von einigen Millimetern bis zu extrem kleinen Teilchen im niedrigen Mikrometerbereich, aus belastetem Wasser zu entfernen. Entwickelt wurde die Abwasserreinigungsanlage von Borealis-Technikern in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftern der Technischen Universität Wien (TU Wien) und der Technischen Universität Graz (TU Graz).

„Die Reinigungskapazitäten, die wir in Schwechat hatten, waren bereits vorher gut. Aber das aufgerüstete System ist in puncto Komplexität und Leistungsfähigkeit in Europas Kunststoffindustrie einzigartig“, erklärt Borealis-Vorstandsvorsitzender Alfred Stern.

Borealis erzeugt am Standort Schwechat mit 500 Beschäftigten Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) als Rohstoffe für die kunststoffverarbeitende Industrie. Das Werk ist eine der modernsten und bedeutendsten Kunststoffproduktionsstätten Europas. Die Jahreskapazität liegt bei rund einer Million Tonnen. (mm)

http://www.borealisgroup.com/schwechat



27.11.2020
In jeder sechsten niederösterreichischen Gemeinde gibt es keinen Bankomaten

Auch im Flächenbundesland Niederösterreich ist Bargeld gut und schnell verfügbar. Das zeigt eine aktuelle von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) durchgeführte Studie, die die Versorgungsdichte mit Bankomaten im Bundesgebiet unter die Lupe genommen hat. Demnach haben es 95 Prozent der niederösterreichischen Bevölkerung weniger als fünf Kilometer weit zum nächsten Geldautomaten. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der Studie entnimmt, ist der nächstgelegene Geldautomat im niederösterreichischen Durchschnitt 1,5 Kilometer entfernt.

Wo mehr Menschen wohnen und arbeiten, ist Bargeld leichter erhältlich. In den beiden größten Städten St. Pölten und Wiener Neustadt beträgt die durchschnittliche Wegstrecke zum nächsten Bankomaten nur rund 700 bis 800 Meter. In mittelgroßen Städten und Gemeinden mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern sind es 1,2 Kilometer. In Kommunen zwischen 3.000 und 5.000 Einwohnern sind im Durchschnitt rund 1,4 Kilometer zurückzulegen, in kleinen Gemeinden unter 2.000 Einwohnern schon 2,2 Kilometer.

In jenen Ortschaften, in denen Banken und Sparkassen ihre Filialen geschlossen haben, fehlen zumeist auch die Geldausgabegeräte. Mit Stand Anfang 2020 gab es in Niederösterreich in 94 von 573 Gemeinden keine Bankomaten. Damit muss jede sechste Kommune zwischen Enns und Leitha ohne Geldautomaten auskommen. (mm)

http://www.oenb.at/bargeld



27.11.2020
Als ContiTrade Austria rollen Profi Reifen und Reifen John weiter erfolgreich

Knapp ein Jahr nach dem Zusammenschluss der beiden Marken Profi Reifen und Reifen John zu Österreichs größtem Reifenfachhändler ContiTrade Austria zeigt man sich bei dem Unternehmen, das seinen Sitz in Wiener Neudorf hat, sehr zufrieden. „In kurzer Zeit haben wir die Filialen der beiden Traditionsmarken mit mehr als 500 Beschäftigten zusammengeführt und die Kompetenzen gebündelt“, sagt Alexander Reisinger, Verkaufsleiter bei ContiTrade Austria in einem Interview mit dem Fachmagazin „firmenwagen“. Der Reifenfachhändler – ein Tochterunternehmen der deutschen Continental AG – steuert von der Zentrale in Wiener Neudorf 60 Standorte in Österreich sowie ein Netz von 79 Flotten-Partnern.

Ein Thema, das auch den Reifenfachhandel immer mehr beschäftigt, sind die steigenden Zulassungszahlen voni Elektroautos. „Unsere Filialen sind für die Servicierung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb gerüstet“, erklärt Reisinger. So habe man die Mitarbeiter zur Durchführung von Hochvoltarbeiten speziell ausgebildet.

ContiTrade Austria führt mit Reifen, Felgen und Kompletträdern für Pkw, Lkw, Motorräder, Transporter, Industriefahrzeuge und Traktoren ein breites Sortiment. Darüber hinaus bietet das Unternehmen an allen Stützpunkten Autoservice für alle Marken und Sofortservice für Bremsen, Scheinwerfer, Stoßdämpfer, Auspuff, Ölwechsel und Batterie an. Heuer hat ContiTrade Austria einen Jahresumsatz von 110 Millionen Euro im Visier. (mm)

http://www.profi-reifen.at

http://www.reifen-john.com



27.11.2020
Nahversorgung neu: 2021 sollen schon 20 „Kastl-Greissler“ Ware verkaufen

Ehrgeizige Ziele verfolgt die Kastl-Greissler GmbH aus Jaidhof im Bezirk Krems-Land. Das Start-up-Unternehmen, das auf Basis eines Franchise-Systems die Nahversorgung im ländlichen Raum zu sichern hilft, arbeitet zurzeit mit sechs Partnern in Niederösterreich und in Kärnten zusammen. In beiden Bundesländern betreiben sie neun Geschäfte. Noch heuer werden zwei weitere „Kastl-Greissler“ im Burgenland und in Osttirol starten.

„Ab kommendem Jahr wollen wir das Konzept auf ganz Österreich ausrollen“, kündigt KastlGreissler-Geschäftsführer Gerald Gross gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst an. 2021 soll die Zahl der Franchisenehmer schon auf 20, die Zahl der geöffneten Geschäfte auf 50 steigen. 2022 peilt man 30 Franchisenehmer mit 80 Shops an.

Das Besondere am „Kastl-Greissler“: Untergebracht ist die Ware – knapp 500 Artikel für den täglichen Bedarf – in einem umgebauten Container. Die angebotenen Lebensmittel und Produkte stammen zum Großteil von Landwirten und Unternehmen aus der Region. Das „Kastl“ ist jeden Tag und zu jeder Zeit geöffnet. Der Einkauf wird in Selbstbedienung gescannt und bezahlt.

„Ein Container kann die qualitativ hochwertige Nahversorgung für bis zu 2.000 Einwohnern einer Ortschaft sicherstellen“, unterstreicht Gross. Hervorgegangen ist die Kastl-Greissler GmbH aus den sogenannten „MoSo-Märkten“ des Weinviertlers Markus Wegerth. Dieser ist auch im neuen Team an Bord geblieben und treibt gemeinsam mit den Investoren Martin Rohla und Christoph Mayer die weitere Entwicklung der innovativen Start-up-Firma voran. (mm)

http://www.kastlgreissler.com



27.11.2020
Betriebsansiedlungen am Flughafen Wien-Schwechat heben weiter ab

Trotz Corona-Pandemie zieht die Region um den Flughafen Wien-Schwechat wie ein Magnet neue Betriebe an. So wird die Deutsche Logistik Holding (DLH) auf einem rund 30.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe dem Airport-Areal drei Logistikimmobilien errichten, die insbesondere für Luftfrachtlogistiker vorgesehen sind. Diese flexiblen Lager- und Industrial-Light-Hallen dienen als Drehscheibe Produkten, die mit dem Flugzeug transportiert und per Lkw weiterbefördert werden.

„Mit DLH verzeichnen wir eine weitere internationale Betriebsansiedlung an unserem Standort“, stellt Flughafen-Vorstand Günther Ofner mit Freude fest. Das schaffe neue Arbeitsplätze, stärke die Kaufkraft und die gesamte Entwicklung der Airport-Region. Wie viele Jobs mit dem Investment geschaffen werden, stehe allerdings noch nicht fest, so Ofner.

Die Logistik-Aktivitäten des Flughafens sind ein wichtiger Bestandteil des sogenannten „Airport-City-Konzepts“. In dessen Rahmen arbeiten Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Cargo-Geschäft zusammen. 2019 hat der Vienna International Airport ein Frachtvolumen von 283.800 Tonnen bewältigt. (mm)

http://www.viennaairport.com



27.11.2020
Jungunternehmer setzt auf ökologische und künstlerische Kratzbäume

Die Herstellung von Kratzbäumen und Blumenständern aus Naturmaterialien ist das Geschäft des Einpersonen- und Start-up-Unternehmers Michael Bratusa in Lanzendorf, Bezirk Bruck an der Leitha, mit seiner Firma „Green Rubin“. Wie er dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, erzeuge er durchwegs Einzelstücke. Mit dieser Geschäftsidee hat er am Wettbewerb zum riz up GENIUS Ideen- und Gründerpreis 2020 in der Kategorie Geniale Start-Ups teilgenommen.

Da die Prototypen seiner Kratzbäume gut aufgenommen wurden und die Nachfrage nach künstlerischen und natürlichen Objekten groß ist, beschloss Bratusa. sich damit selbständig zu machen. Die Kratzbäume werden aus heimischem Holz ohne Metallverbindung nur mit Dübel und Leim gefertigt. Das Holz dafür kommt aus der Region, meist von Betrieben, die auf die Baum- und Gartenpflege ausgerichtet sind. Da sein Bedarf in der Umgebung bereits bekannt ist, bringen ihm Gartenbesitzer Baumteile, die beim Rückschnitt oder bei der Rodung angefallen sind. Neben dem Holz verwendet Bratusa auch noch Sisal und Kunstrasen. Auch hier ist er auf der Suche nach heimischen Varianten und Alternativen.

Alle Kratzbäume sind Einzelstücke, die auch als Wunschmodelle möglich sind. Das individuelle Zusammenstellen eines Wunschbaumes nach dem Wunsch des Kunden und den Bedürfnissen der Katze nennt der Unternehmer seine Spezialität, die ihm ein „besonderes Anliegen und eine Freude“ sei. Neben den Kratzbäumen können auch noch Blumenständer für drinnen und Vogelfutterständer für draußen gefertigt werden. Die Preise beginnen mit 200 Euro. (hm)

http://greenrubin.com



27.11.2020
Waldviertler Bio-GemĂĽsekisterl stellt bis zu 50 Sorten kostenfrei zu

„Die Idee für unser Projekt ist daraus entstanden, dass meine Frau und ich beruflich früher sehr engagiert waren, dann sehr krank geworden sind und wir in der Folge begonnen haben, unsere Ernährung umzustellen. Das hat uns gesund gemacht“, teilte Thomas Schnabl, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Er ist der Gründer von Fuchsloch-Hof, dem Bio-Gemüsekisterl-Lieferanten aus Schweiggers, Bezirk Zwettl. Regelmäßig entsprechend gute Produkte zu bekommen, die seinen Ernährungsvorstellungen entsprochen haben, hatte sich zunächst als überaus schwierig erwiesen.

Daher begann das Ehepaar, diverse Gemüsesorten selber zu produzieren. Viele Jahre und einige Durststrecken später beliefert es derzeit rund 120 bis 150 Haushalte 365 Tage im Jahr regelmäßig. In der Hauptsaison gibt es bis zu 50 verschiedene Produkte zur Auswahl. „Da ist noch viel möglich“, betont Schnabl optimistisch. „Mit knapp zehn Hektar haben wir genug Fläche. Allein mit einem Hektar könnten wir rund 200 Haushalte beliefern. Und wenn wir beide das nicht mehr bewerkstelligen, nehmen wir Personal auf.“

Gerade das heurige Jahr hat sich bisher gut entwickelt. „Wir stellen fest“, so Schnabl, „dass viele Leute, insbesondere junge Menschen und Jungfamilien, verstärkt zu regionalen Produkten greifen und wieder selbst kochen. Gesundes Leben und gesunde Ernährung werden zunehmend wichtiger. Und wenn jemand mit so manchem Gemüse nichts anzufangen weiß, liefern wir gern Rezeptideen dazu.“

Großen Wert legt Schnabl darauf, dass seine Produkte biologisch sind. Er geht aber noch einen Schritt weiter. „Im letzten Jahr haben wir auf regenerative Landwirtschaft umgestellt. Dadurch kann ich auch in der Produktion nachhaltig Humus ausbauen“, sagt er. Und noch etwas Innovatives hat er in seinem Betrieb forciert: Folienhäuser. Das sei zwar von der Grundidee her etwas sehr Altes. Aber sie mache es möglich, dass es im Waldviertel das ganz Jahr über frisches Gemüse gibt.

Ideen hat das Ehepaar Schnabl noch genug. Derzeit forciert es den Anbau von Obstbäumen, wie Äpfel, Zwetschken und Birnen. „Demnächst möchte ich einen Verein Hilfe für Selbstversorger gründen und organisieren“, kündigt Thomas Schnabl an. „Darüber hinaus ist es mir in diesem Zusammenhang auch ein Anliegen, verstärkt mit den Bauern der Region zu kooperieren, denn schließlich sitzen wir alle im selben Boot: Wir wollen den Menschen die besten Produkte aus der Region bieten.“ (jm)

http://www.leiterwagerl.at



27.11.2020
Carnuntum-Winzer räumen höchste Falstaff-Rotweinpreise ab

Dass Niederösterreichs Weißweine zu den weltbesten zählen, beweisen die Ergebnisse internationaler Vergleichsverkostungen immer wieder aufs Neue. Aber auch mit ihren Rotweinen haben die niederösterreichischen Winzer in den letzten Jahren einen beachtlichen Qualitätssprung gemacht. Bei der renommierten Rotweinprämierung des Fachmagazins „Falstaff“, die heuer bereits zum 41. Mal durchgeführt wurde, hat Niederösterreich in der allgemeinen Kategorie den ersten und den zweiten Preis abgeräumt. Beide Top-Weine stammen aus dem Weinbaugebiet Carnuntum.

„Falstaff“-Rotwein-Sieger 2020 wurde das Weingut Philipp Grassl. Der Winzer aus der Gemeinde Göttlesbrunn holte sich den ersten Platz mit seiner Cuvée „Carnuntum DAC Ried Bärnreiser 1 ÖTW Höflein 2018“. Ebenfalls aus Göttlesbrunn kommt der Gewinner des zweiten Platzes, das Weingut Gerhard Markowitsch. Der Vorjahressieger hat heuer mit der Cuvée „Carnuntum DAC Ried Rosenberg 1 ÖTW 2018“ die Silbermedaille geschafft. Für die diesjährige Prämierung hat die „Falstaff“-Fachjury insgesamt 1.378 Rotweine aus Österreich verkostet und bewertet. (mm)

http://www.falstaff.at