NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1503 vom 21.09.2018

21.09.2018
ï»żLobau-Tunnel hat fĂŒr Verkehrsminister Norbert Hofer oberste PrioritĂ€t

Ein klares Bekenntnis zum Bau des umstrittenen Lobau-Tunnels, der die beiden Äste der Wiener Aussenring-Schnellstraße S1 mit einer unterirdischen Querung der Donau verbindet, legt Verkehrs- und Infrastrukturminister Norbert Hofer ab. „Die S1 im Abschnitt zwischen Schwechat und SĂŒĂŸenbrunn ist Teil des fĂŒr die Wirtschaftsregion Ostösterreich hochwichtigen Umfahrungsringes“, stellt er in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des VP-Nationalratsabgeordneten Andreas OttenschlĂ€ger fest. Mit dem LĂŒckenschluss Lobau-Tunnel werde das bestehende hochrangige Straßennetz in Wien und im angrenzenden Umland vom Verkehr entlastet, insbesondere an den Knoten und Anschlussstellen.

DarĂŒber hinaus bringe der Lobau-Tunnel einigen Ortschaften die frĂŒher gekannte LebensqualitĂ€t mit deutlich weniger LĂ€rm und Abgasen zurĂŒck, unterstreicht Hofer. „Mit der Verbindung der S1 von Schwechat nach SĂŒĂŸenbrunn wird der Verkehr um Wien herumgefĂŒhrt statt mittendurch. Besonders profitieren werden davon die Marchfeld-Gemeinden Raasdorf, Deutsch-Wagram und Groß-Enzersdorf sowie die Wiener Donaustadt.“ So werde dort das Verkehrsaufkommen auf der Breitenleer Straße um bis zu 30 Prozent zurĂŒckgehen, Ă€hnliches gelte fĂŒr Eßling, rechnet der Minister vor.

Ganz entscheidend sei der Lobau-Tunnel aber auch fĂŒr die QualitĂ€t des Wirtschaftsstandorts. „FĂŒr die Gebiete nordöstlich der Donau, fĂŒr die Gemeinden nordöstlich der Wiener Stadtgrenze in Niederösterreich sowie fĂŒr das gesamte Marchfeld besteht derzeit ein großes Unterangebot in der Straßeninfrastruktur. Der Anschluss an die Westautobahn A1, die SĂŒdautobahn A2 und die Ostautobahn A4 ist nur mit einer zeitintensiven Querung des Wiener Stadtgebiets auf bereits jetzt hochbelasteten Straßen möglich“, hĂ€lt Hofer fest. Mit dem Lobau-Tunnel, der sechsten Straßen-Donauquerung, bilde die dann fertiggebaute S1 den wesentlichen ergĂ€nzenden Abschnitt des Regionenrings um die Bundeshauptstadt. (mm)

http://www.bmvit.gv.at



21.09.2018
Niederösterreich wirbt in MĂŒnchen um Investoren

Weil erfolgreiches Standortmarketing im internationalen Konkurrenzumfeld immer wichtiger wird, verstĂ€rken viele niederösterreichische Unternehmen ihre diesbezĂŒglichen BemĂŒhungen im Ausland. Deshalb sind auf der internationalen Immobilienmesse EXPO REAL, die vom 8. bis 10. Oktober in MĂŒnchen stattfindet, auch heuer wieder namhafte Teilnehmer aus Niederösterreich vertreten. Die EXPO REAL zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten Gewerbe-Immobilienmessen Europas. Dieser Veranstaltung wegen waren 2017 mehr als 41.000 Teilnehmer, darunter 20.000 Fachbesucher, aus 75 LĂ€ndern nach MĂŒnchen gekommen. Auf der EXPO REAL 2018 erwartet das Publikum die Vorstellung eines umfangreichen Leistungsspektrums – von Projekten ĂŒber Investitionen bis zu Finanzierungsstrategien.

In der bayerischen Metropole heuer mit dabei sind - so wie in den Vorjahren - die NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus und die Stadt St. Pölten mit ihrem Wirtschaftsservice ecopoint. Weiters kommen Anfang Oktober auf das MĂŒnchner MessegelĂ€nde die Flughafen Wien AG mit ihrer Airport-City aus Schwechat, die Schwesterunternehmen Walter Business Park GmbH und Walter Immobilien GmbH aus Wiener Neudorf, das Bau- und Immobilienconsultingunternehmen one8one GmbH aus Baden sowie die Greenbird Vertriebs GmbH aus Breitenfurt – eine Start-up-Firma, die Facility Management Prozesse digitalisiert und optimiert. Aus dem Bankensektor ist Niederösterreich auf der EXPO REAL 2014 mit der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und der Hypo NOE Gruppe mit ihrer Tochter Hypo NOE Immobilien vertreten. (mm)

http://www.exporeal.net



21.09.2018
Jungbunzlauer schraubt Umsatz um 50 Millionen zu neuer Rekordmarke

Die Jungbunzlauer Austria AG – mit mehr als 450 BeschĂ€ftigten einer der grĂ¶ĂŸten Industriebetriebe und Arbeitgeber im Weinviertel – hat im GeschĂ€ftsjahr 2017 Rekordzahlen eingefahren. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der vor kurzem veröffentlichten Firmenbilanz entnimmt, hat das Biotechnologie-Unternehmen, das seinen Produktionsstandort in Pernhofen bei Laa/Thaya im Bezirk Mistelbach betreibt, im Vorjahr einen Umsatz von 450,9 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 128,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Das bedeutet beim Umsatz einen starken Anstieg um 50,4 Millionen Euro oder 12,6 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern ist um 22,5 Millionen Euro oder 21,2 Prozent gewachsen.

Die Jungbunzlauer Austria AG ist der weltgrĂ¶ĂŸte Hersteller von ZitronensĂ€ure. Im Werk Pernhofen sowie an drei weiteren ProduktionsstĂ€tten in Deutschland, Frankreich und Kanada verarbeitet Jungbunzlauer pro Tag rund 4.000 Tonnen Körnermais zu StĂ€rke und erzeugt daraus ZitronensĂ€ure, die in vielen Lebensmitteln und GetrĂ€nken als SĂ€uerungs- und Konservierungsmittel Verwendung findet. Als Natriumcitrat wird die ZitronensĂ€ure auch von Waschmittelherstellern sowie von der pharmazeutischen Industrie und in technischen Produkten eingesetzt.

Das bei der SĂ€ureherstellung als Nebenprodukt anfallende Xanthan kommt als Verdickungsmittel in Lebensmitteln und Körperpflegewaren zum Einsatz. So sorgt Xanthan als Stabilisator u.a. fĂŒr die richtige Konsistenz von Ketchup oder Zahnpasta. Jeden Tag nutzen Millionen von Menschen in aller Welt die von Jungbunzlauer erzeugten Produkte in Speisen, GetrĂ€nken, Körperpflegeartikeln und Reinigungsmitteln.

Über ein weltweites Vertriebsnetz exportiert Jungbunzlauer seine Produkte in rund 130 LĂ€nder der Welt. Der Exportanteil liegt bei 95 Prozent. Der Industriebetrieb, der weltweit mehr als 1.100 Mitarbeiter beschĂ€ftigt, ist eine Tochtergesellschaft der vom Kahane-Konzern kontrollierten Jungbunzlauer Suisse AG mit Sitz in Basel in der Schweiz. (mm)

http://www.jungbunzlauer.com/de



21.09.2018
Slowakei will an Nationalpark Donau-Auen mit einzigartiger Insel andocken

Geht es nach den Vorstellungen des Selbstverwaltungskreises Bratislava und slowakischer Umweltschutzorganisationen soll der österreichische Nationalpark Donau-Auen schon bald ĂŒber die Staatsgrenze hinaus um ein einzigartiges Ökosystem erweitert werden: die sogenannte „KĂ€smacherinsel“ (SihoĆ„). Das ist ein 2,3 Quadratkilometer großes Eiland, das gegenĂŒber von Wolfsthal am slowakischen Donauufer liegt und im SĂŒden vom Hauptstrom sowie im Norden vom Nebenfluss Karlsdorfer Arm (KarloveskĂ© rameno) umschlossen wird. Die „KĂ€smacherinsel“, zu der der Zutritt wĂ€hrend der Zeit des Kommunismus in der damaligen Tschechoslowakei streng verboten war, beherbergt eine FĂŒlle seltener, auch gefĂ€hrdeter Tier- und Pflanzenarten. DarĂŒber hinaus beziehen Teile der Hauptstadt Bratislava ihren Trinkwasserbedarf von dort.

„Wir erachten es als wichtig, ein derart einmaliges Ökosystem auch fĂŒr kĂŒnftige Generationen zu bewahren“, sagt Miroslav Dragun, Direktor des Instituts fĂŒr Regionalentwicklung im Kreis Bratislava und im Nachbarland einer der Initiatoren des Projektes. Dabei sollen die „KĂ€smacherinsel“ sowie weitere Naturschutzgebiete, die nahe der Hauptstadt liegen, in einem neuen Nationalpark in der Slowakei mit dem Namen „Podunajsko“ aufgehen. Er wĂ€re dort der zehnte Nationalpark und der erste im Tiefland. GesprĂ€che mit dem zustĂ€ndigen Umweltministerium sind zurzeit im Laufen. „Wenn alles glatt geht, könnte der Nationalpark Podunajsko innerhalb von zwei Jahren eröffnen“, meint Dragun optimistisch. (mm)

https://en.wikipedia.org/wiki/SihoƄ

http://www.donauauen.at



21.09.2018
Die Buchhandlungen profitieren von Neuerscheinungen

FĂŒr einen deutlichen Mitgliederzuwachs der Wirtschaftskammer sorgen die Buchhandlungen, Verlage und Medien. „Da tut sich viel. Viele Jahre lang hatten wir rund 840 Mitglieder, doch bis Ende des Jahres werden es rund 900 sein“, teilt Karl Pus, Obmann der Sparte Buch und Medienwirtschaft in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Vor allem im lĂ€ndlichen Raum und in BezirkshauptstĂ€dten wĂŒrden sich Buchhandlungen im Gegensatz zur Großstadt profilieren können. „Ich selbst habe kĂŒrzlich eine Filiale in einem Einkaufszentrum aufgeben mĂŒssen, weil in diesen Zentren die Mieten kontinuierlich steigen. Gleichzeitig sind die BĂŒcherpreise seit vielen Jahren unverĂ€ndert“, so der Obmann. Als HauseigentĂŒmer am Land oder in einer Bezirkshauptstadt seien viele BuchhĂ€ndler diesen Bedingungen nicht unterworfen – „und aus unserem Erfahrungsaustausch wissen wir, dass sich dort aufgrund einer generell anderen Kostenstruktur die Branche sehr erfreulich entwickelt.“

Heuer sei es jede Menge Neuerscheinungen bekannter österreichischer Schriftsteller, die die Kunden in die GeschĂ€fte locken. Dort liegen die aktuellen Werke von Daniel Glattauer („Vier Stern Stunden“), Wolf Haas („Junger Mann“) oder Michael Köhlmeier („Bruder und Schwester“) auf. „Neben einer Vielfalt an heimischer Belletristik ist vor allem das Lebenshilfebuch Tu es einfach und glaub daran von Thomas Brezina der Grund, weshalb auch seltene Buchhandelsbesucher bei uns kaufen“, so Pus.

Er hĂ€lt das fĂŒr umso bemerkenswerter, als es gerade die Ratgeber seien, die in den letzten Jahren an Bedeutung erheblich verloren haben. SĂ€mtliche andere Buchsegmente hingegen seien stagnierend bis leicht wachsend. „Insbesondere Romane werden in der Buchhandlung gekauft, aber auch KinderbĂŒcher sind sehr stabil – und das schon seit Jahren“, betont Pus. Dazu tragen seiner Meinung nach auch BĂŒcherpreise bei, wie etwa der Deutsche Buchpreis an Robert Menasse im Vorjahr.

FĂŒr Wachstum bei den KinderbĂŒchern sorgen regelmĂ€ĂŸige Fortsetzungen, wie etwa neue FĂ€lle der Knickerbocker Bande oder Gregs Tagebuch, von dem regelmĂ€ĂŸig im November ein neuer Band herauskommt. Da die Knickerbocker-Bande von Thomas Brezina hĂ€ufig einen regionalen Bezug hat, mĂŒssen die Kinder FĂ€lle in verschiedenen Schlössern, vor allem in Wien und Niederösterreich, lösen.

E-Reader werden auch in Buchhandlungen verkauft, wenn sie auch nicht das HauptgeschĂ€ft darstellen. „Dass E-Reader ĂŒberhaupt ein Thema sind, hĂ€ngt damit zusammen, dass Fluggesellschaften immer mehr das FluggepĂ€ck begrenzen“, meint Pus. Die ReisefĂŒhrer seien ein Markt, der durchaus boomt. Hier können durchaus zwei oder drei in dieselbe Urlaubsregion mitgenommen werden.

Jedenfalls geht der Obmann auch heuer davon aus, dass BĂŒcher zu Weihnachten wieder ein großes Thema sein werden: „Seitens der Wirtschaftskammer unterstĂŒtzen wir die AktivitĂ€ten unserer Mitglieder im BĂŒcherherbst mit der Landesbuchausstellung, die wieder im Oktober in St. Pölten stattfinden wird. DarĂŒber hinaus werden einzelne Mitglieder noch weitere Aktionen organisieren, wie etwa Lesungen im Vorfeld des WeihnachtsgeschĂ€ftes.“ (jm)

http://wko.at/noe/buch-medien

Info zur Landesbuchausstellung:

Freitag, 05.10.18 bis Sonntag, 31.10.18

Mittwoch bis Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr

Stadtmuseum St. Pölten / Eintritt frei!



21.09.2018
Seit 35 Jahren schlĂ€gt in Groß Gerungs das Herz des Gesundheitstourismus

96.700 Übernachtungen hat die Waldviertler Gemeinde Groß Gerungs im Bezirk Zwettl im Jahr 2017 erzielt. FĂŒr das mit Abstand grĂ¶ĂŸte StĂŒck an diesem NĂ€chtigungs-Kuchen zeichnet das örtliche Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs verantwortlich. Auf die Therapie- und Rehabilitationseinrichtung mit ihren 254 Betten, die heuer ihr 35jĂ€hriges BestandsjubilĂ€um feiert, sind im Vorjahr 88.700 NĂ€chtigungen entfallen.

Der Beschluss zum Bau und zur Finanzierung des Herz-Kreislauf-Zentrums Groß Gerungs war 1980 von den damaligen Spitzenpolitikern Bundeskanzler Bruno Kreisky und Landeshauptmann Siegfried Ludwig getroffen worden. 1997 schloss sich der Gesundheitsbetrieb mit dem unweit gelegenen Moorbad Harbach zur Dachmarke „Xundheitswelt“ zusammen. FĂŒr seine Verdienste um PrĂ€vention und Rehabilitation wurde er 2006 mit dem QualitĂ€tsgĂŒtezeichen „Best Health Austria“ ausgezeichnet.

Heute beschĂ€ftigt das Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs 220 hochqualifizierte Mitarbeiter, darunter 20 Lehrlinge, und gilt als ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in dieser Region des Waldviertels. Auch der Jugend bietet das Unternehmen attraktive Jobs. In den 35 Jahren seines Bestehens hat das Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs mehr als 200 Lehrlinge ausgebildet, die es verstehen, bei Wettbewerben immer wieder Preise fĂŒr ihre Leistungen zu gewinnen. (mm)

http://www.herz-kreislauf.at



21.09.2018
Verstopfte Autobahn-Abfahrt Wöllersdorf stiehlt MABA kostbare Zeit

Ein neues Verkehrskonzept fĂŒr den Raum nördlich von Wiener Neustadt fordert Michael Wardian, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Kirchdorfer Fertigteilholding GmbH, die an ihrem Niederösterreich-Hauptsitz in Wöllersdorf das Tochterunternehmen MABA Fertigteilindustrie betreibt. „Das ist sehr dringend“, stellt Wardian in einem Interview mit dem Magazin „iv-positionen“ fest. „Die Abfahrt Wöllersdorf von der SĂŒdautobahn A2 ist oft katastrophal ĂŒberlastet, so dass wir mit unseren Lkw teilweise gar nicht aus der Werksausfahrt herauskommen.“

Zu kĂ€mpfen hat die Kirchdorfer Fertigteilholding auch mit dem FachkrĂ€ftemangel. „Die grĂ¶ĂŸten Schwierigkeiten, geeignete Leute zu bekommen, haben wir beim gewerblichen Personal in der Fertigungstechnik“, sagt Wardian. Hier seien nĂ€mlich auch die Leiharbeitsfirmen stark ausgebucht. Besser sehe es bei den Höherqualifizierten aus, „weil es viele gute Absolventen aus der Fachhochschule Wiener Neustadt und aus der HTL gibt. Die sind meist sehr froh, wenn sie nicht nach Wien pendeln mĂŒssen.“

Die Kirchdorfer Fertigteilholding produziert Systembauteile aus Beton fĂŒr Hoch- und Industriebau, Tiefbau, Straße, Bahn und Tunnel. Dazu zĂ€hlen u.a. Eisenbahnschwellen, Fahrleitungsmaste, TunnelausrĂŒstungen, LĂ€rmschutz- und BetonleitwĂ€nde sowie RĂŒckhaltesysteme. Bekannte Marken des Industrieunternehmens sind MABA und DELTA BLOC. In Niederösterreich betreibt Kirchdorfer Werke in Wöllersdorf, Sollenau und Gerasdorf bei Wien.

2017 hat die Kirchdorfer Fertigteilholding, die 1.250 Mitarbeiter in 24 Tochterfirmen in neuen LĂ€ndern beschĂ€ftigt, einen Umsatz von 2015 Millionen Euro erwirtschaftet. Verbesserungspotenzial sieht Wardian bei der Auftragsvergabe. „Es wĂ€re wichtig, dass wir als Fertigteilproduzent bei der Planung von Bauprojekten frĂŒher eingebunden werden. Bauprojekte könnten viel effizienter ablaufen, wĂŒrde man den Einsatz unserer Fertigteile von Anfang an berĂŒcksichtigen.“ (mm)

http://www.kirchdorfer.at



21.09.2018
Niederösterreichs IngenieurbĂŒros starten AufklĂ€rungsoffensive

Eine Informationsoffensive starten die niederösterreichischen IngenieurbĂŒros. „Da unsere Branche kĂŒnftig noch mehr an Bedeutung gewinnen wird, aber in der Öffentlichkeit oft nicht bekannt ist, wie umfangreich unsere TĂ€tigkeiten und Aufgabengebiete ausfallen, wollen wir vermehrt AufklĂ€rung betreiben“, teilt Helmut Pichl, Obmann der zustĂ€ndigen Fachgruppe in der Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Das Gewerbe der IngenieurbĂŒros besteht aus Beratung, Verfassen von PlĂ€nen, Berechnungen und Studien, Untersuchungen, ÜberprĂŒfungen und Messungen sowie aus der Ausarbeitung von Projekten. Dazu gehören auch das Überwachen der AusfĂŒhrung von Projekten, die Abnahme von Projekten, die PrĂŒfung der projektgemĂ€ĂŸen AusfĂŒhrung einschließlich der projektbezogenen Rechnungen sowie die Erstellung von Gutachten auf einschlĂ€gigen Fachgebieten, die einer Studienrichtung oder einem mindestens viersemestrigen Aufbaustudium einer inlĂ€ndischen UniversitĂ€t, einer Fachhochschule oder Hochschule kĂŒnstlerischer Richtung oder einer einschlĂ€gigen inlĂ€ndischen berufsbildenden höheren Schule entsprechen.

Insgesamt sind es mehr als 40 Fachgebiete, auf denen IngenieurbĂŒros tĂ€tig sind. „Vorrangig sind unsere BĂŒros in der Beratung, vorzugsweise bei Betriebsanlagen oder auch bei UV-PrĂŒfungen aktiv“, erklĂ€rt Helmut Pichl. IngenieurbĂŒros können jedoch auch als sogenannte nichtamtliche SachverstĂ€ndige tĂ€tig sein. Das seien speziell geschulte und geprĂŒfte Kollegen, die man auf der Website der Fachgruppe abrufen könne.

Die KomplexitĂ€t der AuftrĂ€ge bewirke immer mehr einen Trend in Richtung der Zusammenarbeit von BĂŒros unterschiedlicher Fachgruppen, sagt der Fachgruppen-Obmann. „Daher fördern wir auch die Kommunikation unter unseren Mitgliedern durch Veranstaltungen, wie unser jĂ€hrliches Sommerfest oder durch Aus- und Weiterbildungsangebote.“

Aber auch die Nachwuchsarbeit liegt der Branche sehr am Herzen. Als Beispiel nennt Helmut Pichl den 2015 ins Leben gerufenen Nachwuchspreis VEKTOR. Er dient als Kommunikationswerkzeug zwischen den Absolventen der in Niederösterreich bestehenden HTL und der Fachgruppe der IngenieurbĂŒros. „Da können die Studenten ihre Abschlussarbeiten in einem öffentlichen Wettbewerb unter praxisnahen Bedingungen prĂ€sentieren“, so der Fachgruppenobmann.

In Niederösterreich gibt es derzeit 1.349 aktive IngenieurbĂŒros. Davon beschĂ€ftigen rund 30 Prozent im Durchschnitt 5,5 Mitarbeiter. Daraus wird ersichtlich, dass die ĂŒberwiegende Mehrheit als EPU tĂ€tig ist. (dsh)

http://www.ingenieurbueros.at



21.09.2018
Wiener NeustÀdter Arena Nova punktet jetzt auch als Kongresszentrum

Mit jedem zusĂ€tzlichen Verwendungszweck steigen Auslastung und Gewinn. Das gilt auch fĂŒr die Arena Nova in Wiener Neustadt, die auch als Seminar- und Kongresszentrum immer beliebter wird. Wie Gerald Stangl, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Arena Nova BetriebsgmbH, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt, habe man sogar eine eigene Halle extra fĂŒr diesen GeschĂ€ftszweig adaptiert, weil danach eine sehr große Nachfrage herrsche.

„Wir sind sehr gut gebucht, was zeigt, dass die Arena Nova mit ihren inzwischen vier Hallen und 10.000 Quadratmetern HallenflĂ€che ideal aufgestellt ist und fĂŒr das Einzugsgebiet Wiener Neustadt die richtige GrĂ¶ĂŸe hat“, sagt Stangl. FĂŒr 2018 sind 123 Veranstaltungstage gebucht, um 13 mehr als 2017. Als weiteren Trend vermerkt der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Firmenevents, von der Weihnachtsfeier, Schulungen und Incentives bis zu NeujahrsempfĂ€ngen, die langsam an die Stelle von Weihnachtsfeiern treten.

Pro Jahr finden etwa acht Messen statt, von denen vier - Haus & Garten, FrĂŒhling Vital & Genuss, Haustier aktuell und Apropos Pferd - selbst veranstaltet werden. Zur im Oktober stattfindenden Apropos Pferd werden bis zu 30.000 Besucher erwartet. Das Einzugsgebiet der etwa 200.000 jĂ€hrlichen Messebesucher reicht von der Obersteiermark, dem Burgenland bis nach Wien.

Weiters steht im Winter die Halle 3 fĂŒr Sportveranstaltungen zur VerfĂŒgung. Unter der Woche wird sie auch von Sportvereinen aus Wiener Neustadt als TrainingsstĂ€tte genutzt. Der Schwerpunkt liegt hier auf Fußball und Futsal.

Die Arena Nova ist 1995 nach dem Regionalen Innovations-Zentrum RIZ und der Firma Diamond Aircraft eines der ersten GebÀude im Wirtschaftspark Wiener Neustadt gewesen. Mit 17 Mitarbeitern erzielt sie einen jÀhrlichen Umsatz von etwa 2,3 Millionen Euro. JÀhrlich investiert man zwischen 50.000 bis 70.000 Euro in Instandhaltung und Erneuerung. (hm)

http://www.arenanova.com



21.09.2018
Weingut Pfaffl investiert 5,5 Millionen Euro in Stettner Standort

Zu den VorzeigeweingĂŒtern Österreichs zĂ€hlt das Weingut Pfaffl aus Stetten im Bezirk Korneuburg. Wie Heidemarie Fischer, die mit ihrem Bruder Roman Pfaffl das Weingut leitet, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, wird der Betrieb großzĂŒgig umgebaut. „Im BetriebsgebĂ€ude gegenĂŒber unserem BĂŒro wird derzeit der Weinkeller ausgebaut und um ein Tanklager fĂŒr rund eine Million Weinflaschen erweitert“, erklĂ€rt die Firmenchefin. Anschließend werden das Presshaus und der Bereich der TraubenĂŒbernahme um das Doppelte vergrĂ¶ĂŸert, eine vollautomatische AbfĂŒllanlage angeschafft und ein neues Logistik-Zentrum eingerichtet.

Damit wird auch der gesamte Umlauf des Betriebes total verĂ€ndert. Im Zuge der Umstellung will man den Lkw-Verkehr aus der engen Schulgasse verlagern und in Absprache mit den Anrainern ĂŒber einen Feldweg umleiten. Die 2017 begonnenen Bauarbeiten sollen bis Ende MĂ€rz 2019 fertig sein. Die voraussichtlichen Kosten des gesamten Umbaus belaufen sich auf rund 5,5 Millionen Euro.

Trotz der umfangreichen Bauarbeiten hat der Weinbaubetrieb mit seinen rund 30 BeschĂ€ftigten fleißig gearbeitet und kann bereits jetzt die ersten Flaschen des Heurigen anbieten. „Wir hatten eine sehr gute frĂŒhe Ernte schon im August. Daher ist jetzt bereits der erste 18er fertig“, sagt Heidi Fischer. Die restliche Erntearbeit wird allerdings noch bis Mitte Oktober dauern.

Zum Weingut Pfaffl gehören rund 110 Hektar WeingĂ€rten, die im sĂŒdlichen Weinviertel zwischen Feldern, WĂ€ldern und Ortschaften liegen. Die gesamte Traubenernte ergibt rund 1,5 Millionen Liter Wein. Davon sind 60 Prozent Weiß- und 40 Prozent Rotweine. Beim Weißwein fĂŒhrt der GrĂŒne Veltliner, beim Rotwein sind St. Laurent und Zweigelt die beliebtesten Sorten. Insgesamt hat Pfaffl 30 verschiedene Weine im Angebot. In den letzten Jahren verzeichnete das Stettner Weingut Umsatzsteigerungen von bis zu 30 Prozent. Etwa die HĂ€lfte des Umsatzes entfĂ€llt auf den Export in 40 LĂ€nder, darunter auch nach Russland, USA und Großbritannien.

Bei soviel Erfolg sind die Firmenchefs immer wieder auf der Suche nach Mitarbeitern. „Ein Großteil unserer Arbeit ist nĂ€mlich Handarbeit“, sagt Heidi Fischer, die seit 2011 mit ihrem Bruder den Betrieb leitet. „Wir fahren nur selten mit den Traktoren durch die WeingĂ€rten, damit die Böden nicht verdichtet werden und die Abgasemissionen möglichst gering bleiben.“ Ein Schwerpunkt ist auch die Beachtung des Klimawandels. Die Pflege und Bearbeitung der Pfaffl WeingĂ€rten wird stĂ€ndig dem Klima angepasst. Dazu gehören auch Überlegungen, andere Hanglagen zu bepflanzen und bei Bedarf eine BewĂ€sserung zu installieren. (km)

http://www.pfaffl.at



21.09.2018
Himberger Ablauftechnikproduzent mit HL Haus auf Expansionskurs

Die auf die Produktion von Siphons, AblĂ€ufen und SanitĂ€r-Verbindungsteilen aus Kunststoff spezialisierte HL Hutterer & Lechner GmbH in Himberg, Bezirk Bruck an der Leitha, hat in den Ausbau von Schulungs- und SchaurĂ€umen gut eine Million Euro investiert. „Wir sind stolz, dass wir dieses Projekt in einem halben Jahr stemmen konnten und jetzt fĂŒr unsere Besucher barrierefrei sind“, so der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Familienunternehmens in dritter Generation Christoph SchĂŒtz im GesprĂ€ch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst. FĂŒr 2019 ist die Errichtung einer zusĂ€tzlichen Lagerhalle mit 1.400 Quadratmetern geplant.

„Uns ist die Barrierefreiheit ein großes Anliegen gewesen, da wir in den SchaurĂ€umen auch barrierefreie Duschrinnen prĂ€sentieren, die immer beliebter werden. Diese können jetzt viel leichter vor dem Einbau besichtigt werden“, betont SchĂŒtz. Alle Produkte werden in Himberg entwickelt, die entsprechenden Sondermaschinen oder Formteile gebaut und Spitzgussmaschinen produziert. Der Firmenleiter betont, dass HL die einzige Firma in Österreich sei, die diese Produktion in Österreich habe und auch noch komplett in österreichischem Besitz sei.

JĂ€hrlich werden etwa 600 Tonnen Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) zu Siphonen, AblĂ€ufen, SanitĂ€rteilen, barrierefreien Duschrinnen und auch Regensinkkasten verarbeitet. Die Exportquote betrĂ€gt 60 Prozent. Schwerpunkt sind dabei Deutschland, Russland und Osteuropa. FĂŒr 2018 peilt man einen Umsatz von 30 Millionen Euro an. Auf Grund der sehr guten Auslastung und des Expansionskurses ist heuer die Mitarbeiterzahl um zwölf Personen auf 98 aufgestockt worden. Dazuh lernen noch zwei Jugendliche den Beruf des Formenbauers. (hm)

http://www.hutterer-lechner.com














































































































































































































































































































































































































21.09.2018
Hundetrainerin fordert Sachkundenachweis vom Hundehalter

Auf das erfolgreiche Meistern von Situationen mit Hunden hat sich Birgit Wiesbauer, Einpersonenunternehmerin (EPU) in Zistersdorf, Bezirk GĂ€nserndorf, als Hundetrainerin mit ihrer Firma „Sit-Happens“ spezialisiert. „Hundetraining ist aber gleichzeitig auch Menschentraining“, betont Wiesbauer gegenĂŒber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Ihre Kunden kommen zu 90 Prozent aus Wien.

„Im Zusammenleben von Mensch und Hund kommt es immer wieder zu Problemen und unangenehmen Situationen“, sagt sie. „Wichtig ist hier, den Hund sehr genau zu beobachten und auf seine Eigenart einzugehen, denn oft sind Hunde mit Situationen einfach ĂŒberfordert. Hier muss der Mensch mit einem entsprechenden Management eingreifen. Dazu gehört natĂŒrlich auch das Wissen, welche Situationen den eigenen Hund stressen und wie man diese umgehen bzw. einen Ausgleich schaffen kann.“ Als besonders wichtig erachtet sie, dass man Hunde, egal ob groß oder klein, vom Welpenalter an trainiert. Da nicht jeder Hund alles lernen könne, sei das kontrolliert regelnde Eingreifen des Menschen besonders wichtig.

Trainiert wird dort, wo die Probleme auftreten. Sehr wichtig ist jedoch, dass der Hundehalter mit dem Tier konsequent trainiert. „Hunde lernen gern. Sie wollen auch etwas zusammen mit ihren Menschen unternehmen. Schließlich sind sie ein Familienmitglied und bilden mit dem Menschen eine Sozialgemeinschaft“, erklĂ€rt Wiesbauer. FĂŒr dieses Training kommt sie zum jeweiligen Kunden und passt es individuell an die jeweilige Situation an. Eine solche Trainingsstunde kostet 40 Euro. Gruppentrainings gibt es auch in SĂŒĂŸenbrunn/Wien sowie im Prater und Wienerwald.

Wiesbauer spricht sich fĂŒr einen verpflichtenden Sachkundenachweis jedes Hundehalters aus, um so besser ĂŒber die Eigenart des Hundes und die rechtlichen Konsequenzen der Hundehaltung zu informieren. Weiters sieht sie es als wĂŒnschenswert an, auch Nicht-Hundehalter mit dem Umgang mit unangenehmen Situationen mit Hunden vertraut zu machen. Hier sollten z.B. die Gemeinden entsprechendes Bewusstsein schaffen und Informationsveranstaltungen anbieten. (hm)

http://www.sit-happens.at