NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1506 vom 12.10.2018

12.10.2018
In NÖ generieren Einkaufs- und Fachmarktzentren fast 2,7 Umsatzmilliarden

Einen Gesamtumsatz von knapp zwei Milliarden Euro – exakt 1,95 Milliarden – haben die 17 großen Einkaufszentren (Shopping Malls) 2017 in Niederösterreich erwirtschaftet. Sie erstrecken sich über eine vermietbare Fläche von 546.000 Quadratmetern und beherbergen unter ihrem Dach fast 1.200 Geschäfte der verschiedensten Branchen. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst einer aktuellen Studie über die österreichischen Handelsagglomerationen, die das Badener Marktforschungsinstitut Standort+Markt erstellt hat.

Mit Abstand größtes Einkaufszentrum Niederösterreichs und auch von Österreich ist die Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf. Dort sind auf fast 200.000 Quadratmetern Mietfläche 328 Geschäfte situiert. Im landesweiten Ranking der Einkaufszentren auf Platz zwei liegt das G3 Shopping Resort Gerasdorf mit 70.000 Quadratmetern Mietfläche und 139 Geschäften, gefolgt vom Fischapark Wiener Neustadt mit 43.000 Quadratmetern und 116 Geschäften auf Rang drei.

Unter die Lupe genommen hat Standort+Markt auch die Fachmarktzentren (Retail Parks). Hier liegt Niederösterreich im Vergleich der Bundesländer bei den Kennzahlen vermietbare Fläche, Zahl der Geschäfte und erzielter Umsatz klar an der Spitze. 2017 haben zwischen Enns und Leitha 30 Fachmarktzentren mit 544 Geschäften auf 306.000 Quadratmetern Mietfläche einen Gesamtumsatz von 676 Millionen Euro erwirtschaftet.

In der Statistik dieser Studie fällt das starke Wachstum der Handelsflächen in der Waldviertler Bezirkshauptstadt Horn auf. Dort ist das Fachmarktzentrum Shopping Horn mit 31.900 Quadratmetern vermietbarer Fläche und 49 Geschäften zu Niederösterreichs größtem Retail Park aufgestiegen. Auf Platz zwei liegt das Fachmarktzentrum Shopping Bruck/Leitha mit 25.000 Quadratmetern und 40 Geschäften, auf Platz drei das Wiener Neustädter Fachmarktzentrum Neustadt Nord mit 18.500 Quadratmetern und 26 Geschäften. (mm)

http://www.standort-markt.at



12.10.2018
Niederösterreichs Metalltechniker sind auf einem guten Weg in die Zukunft

Die heimischen Metalltechniker vermelden einen wichtigen Schritt aus dem Facharbeiterengpass. Heuer gibt es in Niederösterreich mit 1.799 aktiven Betrieben um 88 mehr als im vergangenen Jahr. Die Zahl der Mitarbeiter ist um 255 auf 7.509 gestiegen und die der Lehrlinge um 55 mehr auf 620. „Diese Zahlen stimmen uns optimistisch, so dass wir uns gut auf dem Weg in die Zukunft fühlen“, berichtet Harald Schinnerl, Landesinnungsmeister und Bundesinnungsmeister der Metalltechniker dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Die gute Stimmung kommt nicht von ungefähr. „Schließlich haben wir uns dahintergeklemmt und bemüht, die Facharbeiter von morgen selber auszubilden. Natürlich profitieren wir auch von der wieder langsam steigenden Wirtschaftskraft“, so Harald Schinnerl. Allerdings sei das letzte Jahr für die Metalltechniker-Branche eher durchwachsen gewesen, mit Höhen und Tiefen der Auftragslage. „Was das heurige Jahr betrifft, so haben vor allem die größeren Betriebe ihre Aufträge über einen längeren Zeitraum abgearbeitet, 2017 scharf kalkuliert und heuer mit stark angezogenen Einkaufspreisen ausgeführt. Jene, die kurzfristig anbieten und liefern, hatte es hingegen leichter“, erklärt Schinnerl.

Als erfreulich merkt er an, dass Mitbewerber aus dem Osten zwar nach wie vor versuchen, den Preis zu unterbieten, „aber mit der neuen Regierung gibt es wesentlich mehr Kontrollen, was bewirkt, dass sich die Firmen aus den angrenzenden Ländern nun auch in etwa in unseren rechtlichen Rahmenbedingungen bewegen.“

Ein Thema für die Branche sei nach wie vor die Planung und Dokumentation der Produkte und Projekte. „Hier kommen immer mehr moderne Programme zum Einsatz“, sagt Schinnerl, „wie etwa die 3D-Planung mit der Bauwerksdatenmodellierung per Software BIM (Building Information Modeling), der Vernetzung von Planung und Maschine. Aber ich denke, auch hier sind wir auf einem guten Weg.“ Die Metalltechnik-Branche würde jedenfalls zu jenen Berufen zählen, die künftig an Bedeutung gewinnen werden. „Wenn wir den bereits beschrittenen Weg weiter so fortsetzen, können wir zufrieden sein“, meint der Landesinnungsmeister. (dsh)

http://wko.at/noe/metalltechnik



12.10.2018
Römerstadt Carnuntum punktet mit neuer App bei den Besuchern

Dass man die alten Römer mit modernen Mitteln dem Publikum näher bringen kann, zeigt die App der Römerstadt Carnuntum in Petronell, Bezirk Bruck/Leitha. Laut Markus Wachter, Geschäftsführer der Archäologische Kulturpark Niederösterreich Betriebsgesellschaft m.b.H., erfolgten bereits 5.000 Downloads dieser App, mit der man beim Rundgang in der Römerstadt virtuelle Rekonstruktionen am Smartphone sichtbar macht. Heuer haben bereits knapp 170.000 Personen die Römerstadt besucht, und Wachter ist zuversichtlich, dass auch 2018 die Zahl auf mehr als 180.000 steigen wird. Saisonschluss ist am 18. November.

„Trotz des sehr heißen Sommers haben wir mit entsprechender Informationsarbeit, auch in den Sozialen Medien, erreicht, dass die Besucher zuerst am Vormittag zu uns gekommen und erst danach ins Bad gegangen sind. Zwar gab es im August einen leichten Besucherzahleneinknick, dieser ist aber deutlich schwächer ausgefallen, als in anderen besonders heißen Vergleichsjahren“, erklärt Wachter, womit er auch die Strategie der Römerstadt bestätigt sieht.

Was das laufende Bauprogramm anbelangt, ist die Gewerbezone der Südstraße bereits baulich fertig gestellt und wird mit der Saison 2019 auch für die Besucher zugänglich sein. Die Rekonstruktion der Markthalle hinter der Therme ist bereits in Planung, und bis 2021 soll die komplette Rekonstruktion dieses Stadtteiles abgeschlossen sein.

Im nächsten Jahr finden das Römerfest wieder im Juni und das Spätantikenfestival im August statt. Beides sind starke Publikumsmagnete. Großer Beliebtheit erfreut sich auch die Gladiatorentruppe „Familia Gladiatoria Carnuntina“, die nicht nur beim Römerfest auftritt, sondern auch für Feste und Feiern gut gebucht ist.

Der Archäologische Kulturpark Niederösterreich setzt sich aus der Römerstadt Carnuntum in Petronell sowie dem Carnuntinum und dem Amphitheater Militärstadt in Bad Deutsch-Altenburg zusammen. Ein Viertel der Besucher sind Schulen, drei Viertel Individualbesucher. Von diesen kommen 70 Prozent aus Österreich, zehn Prozent aus der Slowakei und 20 Prozent aus 70 anderen Nationen. Mit 18 Mitarbeitern und 60 Kulturvermittlern wird ein jährlicher Umsatz von mehr als einer Million Euro erwirtschaftet. (hm)

http://www.carnuntum.at



12.10.2018
Lebensmittel-Handelskette Spar baut ihre Präsenz in Niederösterreich aus

Mit 206 Geschäften, etwa je zur Hälfte eigenen Filialen und Standorten selbstständiger Kaufleute, präsentiert sich die Lebensmittel-Einzelhandelskette Spar „als der mit Abstand größte Nahversorger Niederösterreichs.“ Das betonte der Vorstandsvorsitzende der Spar Österreich AG Gerhard Drexel vor Journalisten im Klub der Wirtschaftspublizisten. Führend sei das Handelsunternehmen auch in der Lehrlingsausbildung. Zurzeit bildet Spar in Niederösterreich 300 Jugendliche in sechs Lehrberufen aus. 150 neue Lehrlinge sucht man dringend für die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bzw. zur Einzelhandelskauffrau sowie für den Lebensmittel- und Feinkostfachverkauf.

Im Dezember wird die Handelskette in der Gemeinde Lichtenau im Bezirk Krems-Land einen neuen Spar-Markt eröffnen, den ein selbständiger Kaufmann führen wird. Heuer gab es in Niederösterreich bereits Neueröffnungen in Wiener Neustadt, Reichenau/Rax und Spitz/Donau. Bis Ende des Jahres wird Spar auch die beiden bestehenden Geschäfte in Horn und Zistersdorf von Grund auf modernisieren. Ebenfalls 2018 kommen noch zwei Tankstellen-Shops in Melk und Amstetten dazu.

In Österreich betreibt Spar 1.617 Standorte, wo 44.200 Mitarbeiter und 2.300 Lehrlinge beschäftigt sind. Mit ihnen hat die Lebensmittel-Handelskette 2017 einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Spar-Gruppe, zu der die Auslandstöchter in Italien, Slowenien, Ungarn und Tschechien sowie der Sporthändler Hervis und die Handelsimmobilien-Gesellschaft SES (Spar European Shopping Centers) zählen, hat im Vorjahr mit 81.400 Beschäftigten Erlöse in der Höhe von 14,64 Milliarden Euro erzielt. (mm)

http://www.spar.at



12.10.2018
Im Jubiläumsjahr hat „Salamimeister“ Stastnik Umsatzplus im Visier

Umsatzerlöse in der Höhe von 36 Millionen Euro hat der Wurst- und Salamihersteller Stastnik aus Gerasdorf bei Wien 2017 erwirtschaftet. Heuer wird der Weinviertler Traditionsbetrieb im laufenden Geschäftsjahr weiter zulegen. „Derzeit sieht die Umsatzentwicklung sehr erfreulich aus. Das ist zum Großteil auf unsere Erfolge im Export zurückzuführen“, erklärt Geschäftsführer Franz Radatz in einem Interview mit dem Handels-Fachmagazin „Produkt“. Derzeit hat Stastnik einen Ausfuhranteil von 19 Prozent mit Deutschland als größtem Exportmarkt.

In Gerasdorf produziert das nach eigenen Angaben größte fleischverarbeitende Familienunternehmen Österreichs mit 140 Beschäftigten jede Woche rund 100 Tonnen Salami-, Speck-, Cabanossi- und Putenfleischprodukte. Davon entfallen 40 Prozent auf die Warengruppe Rohwurst, 30 Prozent auf Salami sowie knapp zehn Prozent auf Speck- und Schinkenspezialitäten. Den Rest machen diverse andere Wursterzeugnisse aus. Schon seit Jahrzehnten wichtigstes Stastnik-Produkt ist die „Haussalami“. „Über Generationen hat sie treue Anhänger gefunden“, stellt Radatz fest.

Heuer begeht Stastnik ein doppeltes Firmenjubiläum. Die Wurstmanufaktur ist 1898 – also vor 120 Jahren – als Familienbetrieb gegründet worden. Und seit 1998 ist Stastnik eine Tochter des Unternehmens Radatz – Feine Wiener Fleischwaren. „In den 20 Jahren ist dank des Zusammenwachsens zweier Traditionsbetriebe mit durchwegs unterschiedlichen Produktionsschwerpunkten ein dynamisches und vielfältiges Handwerksunternehmen entstanden, in dem sich beide Werke gegenseitig motivieren und unterstützen“, erklärt Franz Radatz. (mm)

http://www.stastnik.at



12.10.2018
Der KĂĽrbis wiegt auch im Tourismus und in der Gastronomie schwer

Noch vor rund 30 Jahren ist der Kürbis in Österreich wenig beachtet worden und war - abgesehen vom Kernöl - in vielen seiner kulinarischen Verarbeitungsformen als „Arme-Leute-Essen“ verschrieen. Inzwischen aber hat sich diese Feldfrucht, die als größte Beere der Welt gilt, nicht zuletzt auch wegen des Halloween-Rummels, zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. So werden u.a. zum alljährlichen Kürbisfest im Retzer Land, das heuer schon zum 26. Mal vom 26. bis 28. Oktober in der Altstadt von Retz sowie am 27. Oktober in der bekannten Kellergasse „Maulavern“ in Zellerndorf stattfindet, wieder bis zu 10.000 zahlende Besucher erwartet.

Das nördliche Weinviertel gilt als das niederösterreichische Kürbis-Zentrum schlechthin. Für einige Abkömmlinge der Beerenfrucht, insbesondere für die Moschussorten, ist das Klima dort weit besser geeignet als etwa in der Steiermark. Die „Bluza“ wachsen im Weinviertel schon seit jener Zeit, in der sich hier das Urmeer zurückgezogen hatte.

Den Kürbis gibt es in den verschiedensten Farben und Formen. Jedes Jahr entstehen durch Züchtungen, Mutationen und zufällige Kreuzungen neue Sorten. Zu den bekanntesten zählen die auf der ganzen Welt verbreiteten Zucchini, weiters die Butternuss - ein ausgezeichneter Speisekürbis, der Muskatkürbis, den der französische Meisterkoch Paul Bocuse für seine Gerichte verwendet hat, der Steirische Ölkürbis, aus dem das beliebte Kürbiskernöl gewonnen wird, und nicht zuletzt der voluminöse Halloween-Kürbis - in Österreich im Volksmund „Bluza“ genannt. Geschmacklich hat er zwar nicht viel zu bieten, eignet sich aber zum Schnitzen von Gesichtern und Masken am besten. (mm)

http://www.kuerbisfest.at

http://www.retzer-land.at



12.10.2018
Unternehmerin aus Aspang gestaltet Räume kreativ um

Individuelle und kreative Innenraumgestaltung hat die Einpersonenunternehmerin Sandra Bauer mit ihrer Firma „kreativReich“ in Aspang, Bezirk Neunkirchen, zum Unternehmensgegenstand gemacht. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst betont sie, dass sie den Kunden neu gestaltete Räume schlüsselfertig übergibt und dass diese Art von Raumplanung und -gestaltung auch für Firmen interessant sei.

„Zusammen mit den Kunden entwickle ich die Ideen, mache das Design sowie die Planung und sorge dann auch für die Umsetzung mit entsprechenden Handwerkern. Soi müssen sich meine Kunden um nichts kümmern und können sich dann über neue Räume in ansprechendem Design freuen“, erklärt Bauer. Sie ist Mutter von drei Töchtern im Alter von 17, 13 und acht, der während der Karenz der ersten Tochter diese Geschäftsidee gekommen ist. Sie sieht darin die Möglichkeit, ihre „künstlerische und kreative Ader ausleben zu können.“

Von den neu zu gestaltenden Räumen, meist sind es Wohnzimmer oder ein Dachbodenausbau, macht Bauer entsprechende Pläne und legt dann zusammen mit den Kunden die neue Einrichtung und die Wandgestaltung fest. Von ihr kommen nicht nur die Ideen, sondern sie sorgt auch für die gesamte Koordination der Umgestaltung. Diese Dienstleistung kostet pro Quadratmeter ab 20 Euro, dazu kommen dann noch die Kosten für Handwerker, Möbel und anderes Material. Ihre Kundschaft besteht hauptsächlich aus Privatpersonen.

Zusätzlich zur Innenraumgestaltung bietet die Unternehmerin auch Design im Landhausstil für Schmuck und Dekorationsartikel an. Hier vereint sie Moderne mit Tradition, auch in Materialien wie Holz, Metall und Kunststoff. Im Programm sind auch der „Trachtenüberschmeißer“, eine Art Wickelrock mit trachtigen Motiven, sowie Stoffdrucke. (hm)

http://www.kreativreich.at



12.10.2018
Start-up-Firma aus Maria Enzersdorf bringt die SĂĽdsee ins Wohnzimmer

Auf Meerwasseraquaristik mit Fischen und Korallen hat sich der Start-up-Unternehmer Andreas Berger in Maria Enzersdorf, Bezirk Mödling, mit der Firma „dasRiff“ spezialisiert. Neben den entsprechenden Fischen und Tieren sowie dem Zubehör gehören auch Beratung und Planung zu seinem Programm. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst weist Berger darauf hin, dass er als einer von nur wenigen in Österreich auch einen Lebendtierversand anbiete.

„Beim Lebendtierversand arbeiten wir mit der Firma Go Express zusammen, die auf solche Transporte spezialisiert ist. Wir verpacken die Fische, Seepferdchen oder Korallen, auch das sind Tiere, in entsprechende Beutel mit Meerwasser und geben auch noch Sauerstoff hinein sowie Futter. Dazu kommt noch ein Wärmeakku, damit die Wassertemperatur zwischen 23 und 27 Grad bleibt. Binnen 24 Stunden ist dann das Lebewesen beim neuen Besitzer. Die Ausfallsquote liegt unter drei Prozent“, erklärt Berger. Er bietet auch einen Webshop an, wo die jeweiligen Fische und Korallen vorgestellt werden. Berger ist es wichtig, das Tier zu zeigen, das man erwerben kann, und kein Symbolbild.

Grundsätzlich bietet Berger vom Seepferdchen bis zum Haifisch alles aus dem Meerwasser an. Wenn ein Tier nicht lagernd ist, wird es entweder bei Großhändlern in Deutschland, Frankreich oder Holland oder über einen Direktimport aus Indonesien und Philippinen, Kenia, Australien, Florida und den Fidji-Inseln bezogen. Viele Fische kommen aus Nachzuchten, da diese Tiere in der geschützten Umgebung eines Aquariums bei richtiger Pflege sehr alt werden können. In Maria Enzersdorf sind in Aquarien mit zusammen 10.000 Litern rund 300 Korallen und 100 Fische lagernd.

DarĂĽber hinaus sind auch noch Beratung, Zusammenstellung, Aufbau, Inbetriebnahme und Wartung eines Aquariums im Portfolio. Neben Privatpersonen nehmen auch Zotter Schokoladen in der Steiermark und die Raiffeisenbank in Maria Enzersdorf die Dienstleistung der Wartung in Anspruch. FĂĽr 2018 peilt Berger mit zwei Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 200.000 Euro an. (hm)

https://dasriff.at



12.10.2018
Flandorfer KeramikkĂĽnstler punktet mit exquisiten Urnen fĂĽr Haustiere

Für Hannes Wagner, den Besitzer der Terra-Nigra Manufaktur in Flandorf bei Korneuburg, hat sich das Interesse der Kunden an seinen Urnen auffallend verändert. „Zu Beginn ist mein Kerngeschäft der Verkauf von Terra-Nigra Urnen für Menschen gewesen, jetzt sind es exquisit gestaltete Urnen für Haustiere, die sehr gefragt sind“, erklärt Wagner dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Die schwarzen Urnen gibt es in Form von Katzen, Herzen, Pyramiden, Würfeln oder in Sonderanfertigung. Sie sind sehr stilvoll mit Edelmetall verziert und können auf Wunsch auch mit dem Namen oder dem Pfoten-Abdruck des Tieres versehen werden.

Neben den Terra-Nigra Urnen fertigt der Keramikkünstler exquisite Geschenkartikel und auf Bestellung auch Wunschobjekte an. Besonders beliebt sind Weinkühler mit Wappen und Edelmetall-Einlagen. Interessenten sind insbesondere die Gemeinden aus dem Weinviertel. Sie verwenden die edlen Weinkühler meist als Ehrengeschenk für verdiente Mitbürger oder Gäste.

Die größten Unterschiede zwischen der üblichen und der Terra-Nigra Keramik liegen in der Mischung des Tons und der Dauer des Brennens. So kann der Brand je nach Größe des Objektes bis zu 20 Stunden dauern. Das Ergebnis der langen Brennzeit ist ein schwarz-silbriger Steinkörper mit einem Eisengehalt von ca. zehn Prozent. Hinzu kommt, dass die Objekte nicht glasiert sondern poliert werden. „Aufgrund der aufwendigen Herstellung ist Terra-Nigra Keramik wesentlich teurer als die herkömmliche Keramik. Menschen mit Interesse an Geschichte und Kultur wissen jedoch die schwarzen Kunstwerke zu schätzen“, betont der Keramikkünstler, und die Nachfrage gibt ihm offenbar recht.

Doch damit nicht genug, hat Hannes Wagner Mitte des Jahres als zweites Gewerbe Fotografie angemeldet. „Der Grund dafür ist, dass die Fotografie für mich schon immer ein wichtiges Hobby war. Damit konnte ich auch meine Kunstwerke im Internet optimal präsentieren.“ Inzwischen hat er bereits interessante Foto-Aufträge von Privaten und Gemeinden an Land gezogen.

Wie erfolgreich sich die Fotografie auf den Umsatz auswirkt, bleibt noch abzuwarten. Seit Eröffnung der Terra-Nigra Manufaktur vor fünf Jahren hat Wagner bis zu 20 Prozent Umsatzsteigerungen pro Jahr erzielt. „In nächster Zukunft erwarte ich, basierend auf dem erfolgreichen Online-Verkauf der Terra-Nigra Objekte auf dem europäischen Markt, einen Umsatz von rund 100.000 Euro zu erreichen.“ (km)

http://www.terra-nigra.at

http://www.fotokunst.co.at



12.10.2018
Waidhofner Trachtenmode am Sprung vom ländlichen Raum in die Städte

Vor sechs Jahren hat die gebürtige Ybbsitzerin Christa Doris Steinauer in Waidhofen an der Ybbs ein kleines Atelier für individuelle und maßgefertigte Trachtenmode eröffnet. Mittlerweile gibt es „Freiwild-Design“ nicht nur im Stammhaus am Eberhardplatz 7, sondern auch in einem Filialgeschäft im Einkaufszentrum ARKADE in Linz, bei Vertriebspartnern in Imst/Tirol und in Hofstetten-Grünau im Pielachtal sowie über den Onlineshop, der vor allem von Kunden aus Salzburg und Bayern genutzt wird. „Ich habe mir vorgenommen, überregional den Bekanntheitsgrad noch zu steigern und plane auch, weitere Verkaufsstandorte im nächsten Jahr in Salzburg und danach auch in Graz zu errichten“, teilt die 41-jährige Kleidermacherin dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Auf die Idee, Trachten zu designen, ist sie als Quereinsteigerin erst nach anderen Berufsstationen gekommen. „Nach der Schulzeit und Lehre als Bürokauffrau war ich mehr als 15 Jahre in einem Industriebetrieb in der Metallbranche tätig“, berichtet sie. „Als ich aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise der Jahre 2008/09 plötzlich zur Kurzarbeit gezwungen war, habe ich mich meiner Leidenschaft Mode zugewandt und das Nähhandwerk im zweiten Bildungsweg erlernt. Nach meinem Abschluss als Damenkleidermacherin habe ich den Sprung ins kalte Wasser gewagt und mich selbständig gemacht.“

Mittlerweile beschäftigt die Freiwild-Designerin saisonabhängig sechs bis acht Frauen in der Fertigung und im Verkauf und designt Trachtiges sowohl für weibliche als auch männliche Kunden sowie für Vereine und Gruppen. Bei ihren Kreationen legt sie großen Wert auf Einzigartigkeit, Ursprünglichkeit und Harmonie. Aber auch darauf, dass die Trachten in moderner Kombination tragbar sind, ohne traditionell zu wirken.

„Die Farben der Natur, der Wald, die Wiesen und das Wasser schenken mir viele Ideen. Daher bevorzuge ich Naturfarben, Erd- und Beeren-Töne“, sagt sie. Die Materialien stammen zum Großteil aus österreichischer Produktion, wie Mühlviertler Leinen, Jacquard aus dem Waldviertel, Spitze aus Vorarlberg, Loden aus der Steiermark, Hornknöpfe aus dem Mariazellerland und Holzschnallen für Gürtel von einem Holzdesigner aus der Nachbarschaft. Von billig produzierter Massenware hält die Trachten-Designerin nichts. Denn das habe nichts mit Tracht zu tun.

Dass Tracht jedoch immer mehr gefragt ist, hat für Christa Doris Steinauer einen Grund, den sie in Worte fasst: „In einer zunehmend globalisierten Welt mit all den grenzenlosen Möglichkeiten suchen die Menschen wieder Orientierung im Naheliegenden. Regionale Werte und Kulturgüter, wie die Trachtenbekleidung, bringen dies zum Ausdruck und werden so Teil einer modebewussten Gesellschaft. Außerdem leisten individuelle und handgefertigte Modelle als Kunsthandwerk einen maßgeblichen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung.“ (dsh)

http://www.freiwild-design.at