NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1460 vom 17.11.2017

17.11.2017
Niederösterreichs erfolgreichste Betriebe im Casino Baden ausgezeichnet

„Dass Niederösterreich ein guter Platz zum Wirtschaften ist, zeigen die Kennzahlen unserer blau-gelben Betriebe. Solide Rahmenbedingungen und eine gute Zusammenarbeit von Wirtschaftskammer und Land tragen dazu wesentlich bei“, stellte Wirtschaftskammer- Präsidentin Sonja Zwazl bei der Kür der niederösterreichischen Kategoriesieger beim ALC-(Austrias Leading Companies)-Wettbewerb im Casino Baden fest. Bereits zum 19. Mal ist dieses Ranking über die Bühne gegangen.

Auch Landes-Vize Stephan Pernkopf wertet diese Leistungsschau als wichtiges Zeichen der großen Wirtschaftskraft Niederösterreichs. In ökologischer Hinsicht könnten sich Wirtschaft und Ökologie sehr gut ergänzen und damit auch nachhaltige Arbeitsplätze schaffen, sagte er. Nicht zuletzt sollen diese Auszeichnungen aber auch kleineren Betrieben Mut machen, ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen.

Heuer wurden die Sieger in den neuen Kategorien „National“ und „International“ ermittelt. Während in der Kategorie „National“ das Weingut Pfaffl aus Stetten die Nase vorn hatte, errang die Firma List aus Thomasberg im Ranking der Kategorie „International“ wieder den ersten Platz. Schon im Vorjahr ist das für den maßgeschneiderten Innenausbau von Flugzeugen weltweit bekannte Unternehmen als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen.

Der Sonderpreis für barrierefreies Arbeiten ging an die Waldviertler Sonnentor Kräuterhandels GmbH, die sich auf Tees und Kräutermischungen spezialisiert hat. Dieser Betrieb beschäftigt 13 Mitarbeiter, die körperlich oder geistig beeinträchtigt sind. Sonnentor- Geschäftsführer Johannes Gutmann sieht darin eine gesellschaftliche Verantwortung seines Unternehmens, diesen Menschen im Rahmen dessen, was betrieblich möglich ist, eine Anstellung zu geben.

Der ALC-Wettbewerb wird in allen Bundesländern durchgeführt. Vom Wirtschaftsblatt auf die Beine gestellt ist er eine Kooperation von der Tageszeitung Die Presse, dem Kreditschutzverband 1870 (KSV) und der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. (hm)

http://diepresse.com/unternehmen/alc



17.11.2017
Niederösterreichs Skigebiete sind für den Winter gut gerüstet

Mit einer Vielzahl an attraktiven Angeboten aus Sport, Erholung und Gesundheit will Niederösterreichs Tourismus heuer an den Erfolg der letzten Wintersaison anknüpfen. In der abgelaufenen Periode von November 2016 bis April 2017 hatten die Beherbergungsbetriebe im Land 2,74 Millionen Nächtigungen erzielt – ein Plus um 3,3 Prozent. „Das ist unser bisher bestes Winterergebnis“, erklärt NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav.

Auch für die jetzt anlaufende Saison 2017/18 sind die Aussichten günstig. „Die Buchungslage verspricht uns wieder einen tollen Winter“, teilt Bohuslav mit. In Niederösterreich gibt es 24 Skigebiete, wo knapp 100 Aufstiegshilfen den Sportlern mehr als 200 Pistenkilometer erschließen. Dieses Angebot wendet sich insbesondere an Einsteiger, Wiedereinsteiger und Familien mit Kindern.

Die Skigebiete im Land seien von den Ballungszentren gut und schnell erreichbar und würden sich darüber hinaus durch ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen. "In Niederösterreich kostet eine Tageskarte maximal 38 Euro - um zwölf Euro weniger als in den großen Skigebieten im Westen", rechnet Bohuslav vor. Vor dem Start in die Wintersaison 2017/2018 habe man in Annaberg, bei den Ötscherliften in Lackenhof am Ötscher sowie an der Familienarena St. Corona am Wechsel über die landeseigene NÖ Bergbahnen Beteiligungsgesellschaft (NÖ-BBG) wichtige Maßnahmen zum Ausbau der Infrastruktur gesetzt.

Gestützt auf gezielte Investitionen in Beschneiungs- und Flutlichtanlagen sowie Aufstiegshilfen und Langlaufloipen hat der Wintertourismus in Niederösterreich in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Dass viele Lifte und Pisten für Einsteiger und Kinder besonders geeignet sind, lockt auch immer mehr Gäste aus Ungarn, Tschechien und der Slowakei an. „Für diese Länder hat Niederösterreich die ersten Berge zum Skifahren“, streicht Bohuslav hervor.

www.niederoesterreich.at/winter



17.11.2017
Wika Scheibbs fordert positive Rahmenbedingungen für die Betriebe

Wie schon ihr Kollege Reinhard Mösl in Amstetten erwartet auch Erika Pruckner, die Obfrau der Wirtschaftskammer Scheibbs, von der neuen Regierung, dass sie positive Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schafft. „Dazu gehören vor allem auch die Anerkennung und Wertschätzung der Leistungen, die Unternehmerinnen und Unternehmer erwirtschaften und nicht zuletzt die Einsicht, dass es ohne den Unternehmergeist der Wirtschaftstreibenden kein gesichertes wirtschaftliches und soziales Umfeld gibt“, erklärte sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Was den Bürokratie-Abbau betreffe, sei auf Initiative der Wirtschaftskammer zwar einiges bereits erreicht worden. Dennoch gäbe es noch viel zu tun. Laut Erika Pruckner sollten daher Gesetze regelmäßig überprüft und gleiche oder ähnliche Bestimmungen verständlich sowie übersichtlich zusammengeführt werden. Sie schlägt sogar neue Regelungen mit Ablaufdatum vor, da es Bestimmungen gäbe, die schon längst nicht mehr gebraucht werden und nur die Bürokratie aufblähen. Der Grundsatz „Beraten statt Bestrafen“ sollte durchgängig umgesetzt und gelebt werden. „Ganz allgemein ist wünschenswert“, sagt Pruckner, „dass dem Unternehmer Zeit bleibt, um zu arbeiten, was voraussetzt, dass nicht jede Kleinigkeit geregelt wird.“

Um in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben, meint auch Pruckner, dass die Abgabenquote spürbar gesenkt werden müsse. Allen müsse vom Verdienst mehr bleiben. Die hohe Besteuerung von Einkommen belaste Unternehmen und Konsumenten gleichermaßen. Bei niedrigeren Abgaben würde die Bereitschaft, in Unternehmen zu investieren, wieder steigen, und auch die Konsumenten hätten mehr Geld im Börserl, das sie wieder ausgeben können, sagt sie.

Enorm schwierig sei es im Bezirk Scheibbs geworden, ausreichend Personal zu finden. Derzeit gibt es hier 2.403 aktive Betriebsstandorte, wo 17.177 Mitarbeiter beschäftigt und 510 Lehrlinge ausgebildet werden. „Die erfreulicherweise geringe Arbeitslosenquote aufgrund der guten wirtschaftliche Lage hat zur Folge, dass vielen Betrieben nicht mehr genug Arbeitskräfte zur Verfügung stehen“, erklärt Erika Pruckner. Dies sei nicht allein für die Gastronomie ein Problem, sondern ziehe sich durch alle Wirtschaftszweige.

Dass es international und auch regional wieder aufwärts gehe, spüre man auch in den Unternehmen Niederösterreichs. „Das prognostizierte Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent für unser Bundesland gegenüber 2,1 Prozent im Bundesdurchschnitt für das Jahr 2018 zeigt, dass der Weg stimmt und auch die Entwicklung. Das heißt freilich nicht, dass wir uns zurücklehnen und ausrasten können. Die Arbeit geht weiter“, so Pruckner.

Rasch müsse sich jedoch ändern, dass die Lehre endlich den Stellenwert erhält, den sie sich verdient hat, stellt die Obfrau der Wirtschaftskammer des Bezirks Scheibbs fest. Es müsse attraktiv sein, einen Beruf zu erlernen und danach auch alle Möglichkeiten einer weiterführenden Ausbildung zu haben, wie eines Fachhochschul- oder Universitätsstudiums. Die WKNÖ sei hier mit Aktionen, wie Lehre on Tour, Lehre nach Matura, mit Messeauftritten und im Bezirk Scheibbs mit der Bildungsmeile, als Imageförderer laufend aktiv.

Laut Fachkräfte-Monitor werden in Niederösterreich bereits im Jahr 2020 rund 19.000 Fachkräfte mit Lehrabschluss fehlen. Für 2025 wird sogar eine Lücke von rund 40.000 Fachkräften prognostiziert. Zum Vergleich: Bei Arbeitskräften mit tertiärer Ausbildung hingegen beträgt die prognostizierte Lücke nur 11.000 bis knapp 13.000 Personen. Das zeigt deutlich, dass eine praxisorientierte berufliche Qualifikation, wie die Lehre sie vermittelt, genau dem zu erwartenden Bedarf entspricht. (dsh)

http://wko.at/noe/scheibbs



17.11.2017
Macht MedAustron die Region Wiener Neustadt zum „Center of Excellence“?

Vor knapp einem Jahr, im Dezember 2016, hat das Krebsforschungs- und Therapiezentrum MedAustron in Wiener Neustadt die Behandlung von Patienten aufgenommen. Vollbetrieb mit bis zu 1.000 Patienten pro Jahr soll ab 2020 herrschen. Dann und in weiterer Folge wird sich zeigen, ob die vom Industriewissenschaftlichen Institut in einer Studie über MedAustron prognostizierten positiven Effekte für die Stadt Wiener Neustadt und ihr Umland tatsächlich eintreten.

Das Krebsforschungszentrum schafft nämlich nicht nur direkt vor Ort Arbeitsplätze mit durchwegs hoher Qualifikation. Mit der Errichtung und dem Betrieb von MedAustron in Wiener Neustadt habe auch das südliche Niederösterreich die Chance, sich als „Center of Excellence“ zu positionieren, entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der Studie. Das sind europäische Regionen, wo ein Wissenschaftszentrum von internationaler Bedeutung einen deutlichen Wirtschaftsaufschwung ausgelöst und neue Jobs geschaffen hat.

Dazu nennt das Industriewissenschaftliche Institut ein erfolgreiches Beispiel aus Frankreich: das Gebiet zwischen den beiden Städten Lyon und Grenoble. Dort haben sich um einen Hochfluß-Forschungsreaktor nicht nur weitere Institute, sondern bald auch viele Forschungsabteilungen von Industrieunternehmen angesiedelt. (mm)

www.medaustron.at

www.iwi.ac.at



17.11.2017
Niederösterreichs Konditoren rüsten sich fürs Weihnachtsgeschäft

Ob Teebäckerei, Makronen, Stollen, Lebkuchen, Petit Four, handgeschöpfte Schokolade, Pralinen oder Schokofiguren – bei den heimischen Konditoren herrscht zurzeit Hochbetrieb. Wie Konditor-Innungsmeister Thomas Hagmann dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet, sei man für die kommenden Wochen bestens gerüstet. „Jeder unserer 269 Mitgliedsbetriebe gibt sich Mühe, den individuellen Wünschen der Kunden nachzukommen und mit Qualität, Handwerk und Innovation zu punkten.“

Leicht sei dies nicht, denn die Mischung aus Industrieprodukten, Produkten aus dem Osten sowie heimischem Handwerk schaffe für den Kunden ein schwer zu verstehendes Ungleichgewicht. „Heimische Qualität hat eben ihren Preis, nur damit können wir versuchen, den Kunden zu überzeugen. Es ist nicht möglich, ein von Hand hergestelltes Produkt zum selben Preis wie ein industriegefertigtes anzubieten. Dazu kommen noch die Zutaten sowie der Geschmack und das Aussehen. All dies schlägt sich im Preis nieder“, erklärt Hagmann. „Deshalb sind wir bemüht, den Kunden auch eingehende Informationen in Form von Gesprächen beim Einkauf sowie auf unseren Homepages in Text und Bild über unser Handwerk und unsere Produkte zu vermitteln.“

Indes hofft Thomas Hagmann auf die neue Bundesregierung, an die er spezielle Wünsche adressiert. „Das wirtschaftliche Überleben insbesondere regionaler Betriebe ist nach wie vor schwierig. Wie ich von unseren Mitgliedsbetrieben weiß, sind vor allem die Auflagen in Sachen Arbeitszeit, Hygiene und Sicherheit sowie Steuern und Vorschreibungen nur mehr schwer zu schaffen. Hier gibt es auch keinen Nutzen für den Kunden. Das sind Schikanen, die nur den Industriebetrieben helfen.“

Die längst angekündigte Entlastung bei der Arbeitszeitflexibilisierung, im Arbeitsrecht sowie bei behördlichen Prüfungen müsse endlich realisiert werden, denn letztlich seien es die Klein- und Mittelbetriebe (KMU), die die Mehrzahl der heimischen Betriebe ausmachen. „Allein wir niederösterreichischen Konditoren“, so Hagmann, „beschäftigen derzeit an die 2.600 Mitarbeiter und bilden 138 Lehrlinge aus. Wenn man schon immer davon spricht, Regionalität und heimische Produkte zu fördern, dann sollte man es nicht beim Reden belassen, sondern die Ankündigung auch Realität werden lassen!“ (dsh)

http://wko.at/noe/lebensmittelgewerbe



17.11.2017
2018 setzt St. Pölten an die 210 Millionen Euro „in Bewegung“

Niederösterreichs Landeshauptstadt St. Pölten will im nächsten Jahr besonders kräftig in die Infrastruktur investieren. „Die Stadt erlebt gerade eine Entwicklungsphase wie selten zuvor in der Geschichte“, sagt Bürgermeister Matthias Stadler, er sei aber „sehr froh über diese Art der Herausforderung“. Neben der Infrastruktur nannte er auch das Bildungswesen sowie erste Maßnahmen zur Bewerbung von St. Pölten als Europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2024.

Der Finanzplan 2018 sieht Ausgaben von knapp 180 Millionen Euro vor, 5,5 Millionen mehr als für das heurige Budget veranschlagt worden sind. Für die Investitionen im außerordentlichen Haushalt kommen noch 22,4 Millionen Euro hinzu, 2,5 Millionen Euro mehr als heuer. Die Investitionen der stadteigenen Immobilien-Gesellschaft machen rund fünf Millionen Euro aus. Dazu kommen noch die Investitionen der ausgelagerten Gesellschaften, darunter die Fernwärme St. Pölten oder die Fachhochschule St.Pölten. Allein für die Instandhaltung und den Netzausbau der Fernwärme sind rund 5,5 Millionen Euro vorgesehen.

In die Straßen-Infrastruktur werden rund 6,8 Millionen Euro investiert, einschließlich des Anteils der Stadt für die Umgestaltung der Eisenbahnkreuzung beim Betriebsgebiet Wolfenbergerstraße im Süden St. Pöltens. Dort wollen Stadt, Land und ÖBB für rund sechs Millionen Euro eine neue Brücke errichten.

Insgesamt 7,2 Millionen Euro sollen in den Um- und Ausbau des Veranstaltungszentrums VAZ fließen, davon 5,7 Millionen schon im nächsten Jahr. Der Umbau des Foyers wird es möglich machen, dort ein Restaurant ständig zu betreiben und nicht nur bei Veranstaltungen im Haus.

Auf dem Domplatz im Zentrum von St. Pölten werden die Archäologen voraussichtlich noch eineinhalb Jahre am Werk sein. Weil aber die anschließende Neugestaltung für die Europäische Kulturhauptstadt „europareif“ ausfallen soll, sind dafür schon im kommenden Jahr 1,8 Millionen Euro budgetiert. Für die Bewerbung um diesen Ehrentitel sind bereits im Budget 2018 450.000 Euro vorgesehen. Ins Kulturbudget mit dem Anteil am NÖ Landestheater, Musik- und Kunstschulen, Ausstellungen etc. fließen 2,4 Millionen Euro.

Im Bildungswesen ist der Ausbau der Fachhochschule mit 47 Millionen Euro der größte Brocken. An den Kosten der Studiengänge ist die Stadt mit 2,3 Millionen Euro beteiligt. Dazu kommt die Beteiligung an der Bertha v. Suttner Privatuniversität, die sich ab dem Herbstsemester 2018 der Ausbildung von Psychotherapeuten widmen wird.

110.000 Euro sind für die Pflege und Erneuerung der 47 Spielplätze in der Stadt vorgesehen, 53.000 Euro sollen in den WLAN-Ausbau in den St. Pöltner Pflichtschulen fließen. „Damit gehören wir zu den ersten größeren Städten in Österreich, die flächendeckend in den Pflichtschulen eine derartige Infrastruktur anbieten“, betont Stadler.

Die Zahl der Dienstposten im Magistrat wird 2018 um 11 auf 971 ansteigen. Die Personalkosten wurden mit rund 51,3 Millionen Euro veranschlagt. Das sind 52.800 pro Kopf. Neuaufnahmen sind bei der Baupolizei, in Kindergärten, in der Bäderverwaltung sowie in der Umwelt-Wirtschaft, wie PET-Sammlung oder Stadtgärtnerei, geplant. (rz)

www.st-poelten.gv.at



17.11.2017
Winzer Krems punkten im Export und starten 2018 mit Innovationen

Sehr erfolgreich läuft das Exportgeschäft bei Österreichs größtem Qualitätsweinproduzenten, den Winzern Krems. Hatte das Unternehmen 2016 rund 45 Prozent seines Gesamtumsatzes im Ausland erwirtschaftet, „liegen wir mittlerweile schon bei einem Exportanteil von 48 Prozent“, teilt Winzer Krems-Verkaufsleiter Ludwig Holzer in einem Interview mit dem Handels-Fachmagazin „Regal“ mit. Vor allem in Deutschland, in Dänemark, in den Niederlanden und in Belgien sei es der Winzergenossenschaft gelungen, die Zahlen ihrer Flaschen in den Regalen des Lebensmittelhandels zu erhöhen. „Dabei sind wir dort ohnehin schon im gehobeneren Preisniveau unterwegs“, betont Holzer.

Für 2018 kündigt er einige Innovationen an. Das betrifft einerseits den Produktionsstandort Sandgrube, „wo einige Investitionen anstehen, über deren Details wir aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sprechen möchten.“ Andererseits werde man das Weinsortiment verändern. „Es wird neue Artikel geben, mit denen wir insbesondere das Preisband zwischen fünf und zehn Euro weiter entwickeln wollen“, sagt Holzer.

Zurzeit umfasst das Winzer Krems-Portfolio 65 Artikel, darunter u.a. die Traditionsmarken „Kremser Schmidt“, „Sandgrube 13“ oder die Weine der Weinmanufaktur. 80 Prozent des Umsatzes erziele man mit zehn bis 15 Produkten, verrät der Verkaufsleiter. Beim Absatz spürbar werde ein Trend zu prägnanten fruchtigen Weinen. „Von der jüngeren Zielgruppe wird die Sorte Gelber Muskateller verstärkt nachgefragt“, stellt Holzer fest.

Die Winzer Krems stehen im Eigentum von 960 Weinbauern aus den Weinbaugebieten Wachau und Kremstal. Zusammen bewirtschaften sie eine Rebfläche von 990 Hektar. Von der Lese 2016 wurden 77 Prozent Weiß- und 23 Prozent Rotweine gekeltert. Die durchschnittliche Jahresproduktion beläuft sich auf rund sechs Millionen Flaschen. Im aktuellen Geschäftsjahr 2017 „liegen wir beim Umsatz mit fünf Prozent im Plus“, teilt Holzer mit. (mm)

www.winzerkrems.at



17.11.2017
Wieselburger Firma setzt bei Arbeitsplatten voll auf Digitalisierung

Auf die Produktion von Arbeitsplatten aus Naturstein sowie Kompositmaterialien, wie Silestone und Dekton, hat sich die Gröbner GmbH in Wieselburg spezialisiert. Auf dem Weg der Digitalisierung bietet sie dem Kunden ein Online-Tool zur Konfigurierung und Preisberechnung der jeweiligen Wunschplatte an. „So bekommen unsere Kunden sofort einen Überblick über die zu erwartenden Kosten“, erklärt Rainer Gröbner, geschäftsführender Gesellschafter der Firma, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Seine Zielgruppe sind Tischler sowie Personen, die ein Küchenstudio ausstatten oder etwas renovieren wollen.

„Wir setzen nicht nur bei der Bestellung voll auf die Digitalisierung, sondern haben auch bereits unseren High-Tech-Maschinenpark digitalisiert. So können wir rasch und genau auf die Kundenwünsche eingehen“, betont Gröbner. Besonders großen Wert legt er auf die Kundenberatung. So kann man auf dem Ausstellungsgelände der Firma, wo mehr als 1.000 Platten gelagert sind, alle Materialien besichtigen und anfassen.

Jährlich werden etwa 200 Tonnen Platten verarbeitet, das entspricht etwa 1.000 nach vorgegebenen Aufträgen zusammengestellten Kommissionierungen. Das sind komplette Küchenzeilen oder Badezimmereinrichtungen. Neben Küchenplatten und Platten für Waschtische sind auch Ladeneinrichtungen und Fliesen erhältlich. Die Plattendicken betragen zwei bis drei Zentimeter, und der Laufmeter einer Küchenplatte ist ab 166 Euro erhältlich.

Gröbner bietet auch ein Ausmess- und Montageservice an. Der Kundenstock setzt sich aus Endkunden, Küchenstudios und Tischlern in ganz Österreich zusammen. Ab nächstem Jahr wird für Arbeitsplatten aus Dekton eine Produktionszeit von nur drei Tagen garantiert. Die Firma beschäftigt sieben Mitarbeiter, über den Umsatz wurden keine Angaben gemacht. (hm)

https://www.groebnerstein.at



17.11.2017
Land Niederösterreich prolongiert Förder-Aktionen für die Nahversorgung

Die Nahversorgung ist in Niederösterreich auf einem guten Weg. Mehr als 90 Prozent der Gemeinden im Land haben einen Nahversorger, womit Niederösterreich deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 81 Prozent rangiert. Trotzdem werden die vier Förderaktionen des Landes – inklusive der NAFES-Aktion der Niederösterreichischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadtzentren - für Gemeinden um drei Jahre verlängert. Das kündigten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl im Rahmen eines Pressegesprächs beim Nahversorger-Familienbetrieb Mohr in St.Pölten-Wagram an.

Drei Fördermaßnahmen des Landes richten sich direkt an Kleinunternehmen in der Nahversorgung mit maximal neun Mitarbeitern. Da gibt es einen Investitionszuschuss in der Höhe von zehn Prozent für Investitionen bis zu 30.000 Euro, einen Finanzierungskostenzuschuss für Kredite bis 90.000 Euro in der Höhe von vier Prozent sowie die Möglichkeit einer Haftungsübernahme durch das Land im Ausmaß von maximal 80 Prozent der Kreditsumme.

Dazu kommt die NAFES-Aktion für Gemeinden - etwa zur Verbesserung der Infrastruktur in den Ortszentren, z.B. mit Parkplätzen. Dabei geht es um maximal 100.000 Euro bzw. 30 Prozent der erforderlichen Investitionssumme.

„In den letzten fünf Jahren“, fasst Mikl-Leitner zusammen, „haben wir rund 450 Nahversorger mit sechs Millionen Euro unterstützt und dadurch Investitionen von 40 Millionen Euro ausgelöst sowie 4.000 Jobs geschaffen bzw. abgesichert“. In den nächsten drei Jahren werden den vier Landes-Förderungen jährlich jeweils 1,2 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Niederösterreichs Nahversorger seien in vielerlei Hinsicht für das Land wichtig, betont WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. „Sie sichern Lebensqualität in den einzelnen Gemeinden für die Konsumenten im Land. Mit 34.000 Beschäftigten sind sie aber auch ein wichtiger Arbeitgeber und kümmern sich um die Ausbildung der Jugendlichen“, so Zwazl. Derzeit werden in den heimischen Nahversorgungsbetrieben über 900 Lehrlinge ausgebildet.

Mit seinen rund 2.500 Betrieben im Dienst der Nahversorgung stehe Niederösterreich recht gut da, erklärt Zwazl. Der stationäre Einzelhandel habe im Vorjahr beim Umsatz um 2,6 Prozent zugelegt, die Raumordnung in Niederösterreich habe zudem dafür gesorgt, dass die Expansion hinaus aus den Ortszentren „auf die grüne Wiese“ eingedämmt werden konnte. Ein deutliches Plus gab es allerdings bei den Tankstellenshops, von denen in Niederösterreich derzeit rund 200 registriert sind.

Auch beim „Gastgeber“ des Pressegesprächs, dem SPAR-Geschäft Mohr, kann man die zum Teil neuen Rollen, die die Nahversorger übernommen haben, miterleben. So bietet Mohr als Postpartner unter anderem Post-Dienstleistungen an. Und gleich neben dem Postschalter kann man es sich im Bistro bzw. mit einem Kaffee gemütlich machen. Mit erheblichen Investitionen und mit Innovationen hat der Familienbetrieb mit 24 Mitarbeitern in den letzten Jahren den Umsatz um 30 Prozent steigern können. Doch die breitere Angebotspalette findet man nicht nur im Geschäft selbst, sondern auch davor. Zusätzlich zu rund 150 regionalen Artikeln im SPAR-Markt können sich die Kunden jeden Mittwoch auch vor dem Geschäft an Marktständen mit Produkten regionaler Anbieter versorgen. (rz)

www.nafes.at



17.11.2017
Aschbacher bietet Betreuungsdienste für Haus, Hof und Garten an

„Was gibt es Schöneres, als wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann?“ Diesem Pfad folgt der 30-Jährige Michael Prüller aus Aschbach, ein „Naturbursch“, der sich mit Grünraumpflege, Winterdienst bei Privaten und Gewerbebetrieben sowie mit Erdarbeiten 2011 selbständig gemacht hat. Seit April 2016 bietet der gebürtige St. Valentiner seine Arbeiten im Raum St. Valentin und Amstetten an. Das reicht vom Rasen- und Strauchschnitt bis zum Aushub von Teichen und Grundfesten. Die Idee dazu ist ihm gekommen, als er merkte, dass für kleinere Obstgärten, Wiesen und Grünflächen die heutigen großen Landmaschinen unrentabel sind.

„Vor sechs Jahren beim Bau meines privaten Pferdestalls habe ich die ersten Maschinen und Geräte angeschafft“, berichtet Prüller dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Es kam sehr rasch zu Anfragen von Landwirten und auch privaten Personen, die unbewirtschaftete Wiesen zur Verfügung hatten. Da die Nachfrage immer größer wurde, entschloss ich mich, meine nebenberufliche Tätigkeit als selbständiges Unternehmen zu betreiben. Vor allem auch, weil ich mehr Flexibilität im Alltag wollte.“

Der Veranstaltungstechniker sattelte um und baute seinen Maschinenpark aus, der nun neben den Kleinmaschinen für die Gartenpflege, wie Motorsense, Rasentraktor und Motorsäge, über einen Minibagger und einen Traktor mit 90 PS verfügt. Zu seinen Großkunden zählen unter anderem die Berglandmilch Aschbach sowie die Gemeinde Aschbach.

Unterstützung erhält Michael Prüller von seiner Gattin sowie einem Subunternehmen, das Arbeiten von größeren Rasenflächen übernehmen kann. „Wenn die Auftragslage weiterhin so gut bleibt wie jetzt, benötige ich demnächst einen Vollzeitmitarbeiter“, betont der Natur-Unternehmer. Und würde er sich wieder selbständig machen? „Jederzeit“, meint er voll motiviert. „Ich bereue es keine Minute, diesen Schritt gemacht zu haben. Ich arbeite gern in der Natur und mit ihr, auch wenn es manchmal extrem stressig ist“. (dsh)

www.prueller-landundgarten.at



17.11.2017
Einbürgerungen in Niederösterreich sind leicht gestiegen

In Niederösterreich wurden in den ersten drei Quartalen des heurigen Jahres 928 Personen eingebürgert, um 5,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016. Dieser Anstieg fällt gegenüber dem Bundesdurchschnitt deutlich geringer aus, denn österreichweit ist die Zahl der Einbürgerungen um 9,2 Prozent auf 6.856 gewachsen. Diese Daten hat die Statistik Austria erhoben. (mm)

www.statistik.at



17.11.2017
Mostviertler Advent schafft Vorfreude aufs Christkind

Auch heuer bringen mehr als 50 Adventmärkte besinnliche Stimmung ins vorweihnachtliche Mostviertel. Das Programm reicht vom „Lunzer Advent im Amonhaus“ über den „g´miachtlichen Herzogenburger Advent“ bis zu „Weihnachten im Dorf“ in Reinsberg. Eine Besonderheit ist die „Flammende Weihnacht“ entlang der Most- und Eisenstraße, die sich aus sechs Adventmärkten zusammensetzt. Veranstaltungsorte sind das Töpperschloss Neubruck-Scheibbs, Schloss St. Peter in der Au, Kartause Gaming, Schloss Rothschild in Waidhofen an der Ybbs, der Meierhof des Stiftes Seitenstetten und der Marktplatz in Ybbsitz.

„Der Most und das Eisen, das spielerisch und handwerklich in Szene gesetzt wird, stehen im Mittelpunkt“, berichtet Andreas Purt, Geschäftsführer der Mostviertel Tourismus GmbH, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Mehr als 44.000 Personen haben im Vorjahr die Premiere der „Flammenden Weihnacht“ besucht. Heuer erwarten wir ähnlich viele, wenn nicht sogar noch mehr.“

Es ist vor allem das Regionale und Traditionelle, das das Publikum an den Mostviertler Adventmärkten schätzt, erklärt Andreas Purt. „Kommerz-Weihnachten hat ausgedient“, meint er. „Die Menschen wollen zurück zum Ursprung und zum Bodenständigen, lautet der Trend. Es ist das vielfältige Angebot an hand- und selbstgemachten Produkten und regionalen Spezialitäten, wie Bauernkrapfen, Glühmost und selbstverständlich die selbstgemachten Kekse, das sowohl Einheimische, als auch Besucher aus dem Raum Linz, Steyr und Wels sowie aus St. Pölten und Wien anzieht. Handwerker lassen sich bei ihrer Arbeit gern über die Schulter schauen. Auf die Kinder warten zahlreiche Bastelwerkstätten und Tiere zum Streicheln. Die Devise lautet: Sehen, Staunen, Selber tuan!“ (dsh)

www.mostviertel.at/advent

www.flammende-weihnacht.at