NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1551 vom 23.08.2019

23.08.2019
Niederösterreichs Cluster segeln auch heuer auf Erfolgskurs

Die vom Land Niederösterreich unterstützten Kooperationsprojekte zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen – die sogenannten Cluster – laufen auch heuer zufriedenstellend. Das machen die jüngsten von der Wirtschaftsagentur ecoplus vorgelegten Zahlen deutlich. Demnach haben die ecoplus-Clusterinitiativen im ersten Halbjahr 31 neue Projekte gestartet. Seit Gründung der ersten Clusterinitiative im Jahr 2001 hat ecoplus 1.400 Projekte erfolgreich umgesetzt. Von diesen waren 760 Kooperationsprojekte mit mehr als 4.200 Projektpartnern.

In Niederösterreich gibt es vier Cluster – Bau.Energie.Umwelt, Lebensmittel, Kunststoff, Mechatronik -, in denen rund 550 Partnerbetriebe mit mehr als 83.000 Beschäftigten in Form von arbeitsteiligen Kooperationen zusammenarbeiten. Gemeinsam erwirtschaften die Firmen als regional vernetzte Wertschöpfungsketten einen Jahresumsatz von 19 Milliarden Euro. Cluster machen es möglich, dass auch bei großen Aufträgen kleine Betriebe im Wege einer koordinierten Aufgabenteilung mit großen Unternehmen mithalten können. Außerdem eröffnen sie ein Feld von Kosteneinsparungen.

Die erfolgreiche Leistungsbilanz der NÖ Cluster findet auch international Beachtung. Bereits zum dritten Mal in Folge wurden alle ecoplus-Clusterinitiativen vor kurzem mit dem „European Cluster Excellence Gold Label“, dem höchsten europäischen Gütezeichen für vorbildliches Clustermanagement, ausgezeichnet. Anhand von mehr als 30 Indikatoren bewertet eine international zusammengesetzte Expertenjury die Netzwerke dabei in Bezug auf Strategieentwicklung, Management, Serviceangebote und Öffentlichkeitsarbeit.

„Dieses Gütezeichen wird nach einem strengen Evaluierungsverfahren nur an die besten Clusterorganisationen vergeben. Dass in Europa aktuell nur 57 von den mehr als 1.000 bestehenden Clustern damit ausgezeichnet wurden, spricht für sich. Wir sind sehr stolz, hier zu Europas Spitze zu gehören und gratulieren den Clusterteams zu ihrer hervorragenden Arbeit“, erklären NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki. (mm)

http://www.ecoplus.at



23.08.2019
Umweltbericht zum Breitspurbahn-Projekt in der Ostregion erscheint in KĂĽrze

In Kürze wird das Verkehrsministerium einen Umweltbericht veröffentlichen, der das Projekt der Errichtung einer Breitspurbahn von der slowakischen Grenze bis in den Raum Wien sowie den Bau eines Verladeterminals nach ökologischen Kriterien bewertet. In diesen Prozess, der im Rahmen der sogenannten „Strategischen Prüfung-Verkehr“ (SP-V) abläuft, sind auch die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland eingebunden. Das teilt Infrastrukturminister Andreas Reichhardt in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Schwechater Nationalratsabgeordneten Katharina Kucharowits von der SPÖ mit.

„Nach Beendigung des SP-V-Prozesses kann die Annahme der vorgeschlagenen Netzveränderung in Gestalt einer Eisenbahnhochleistungs-Streckenverordnung der Bundesregierung stehen“, teilt Reichhardt mit. Diese Verordnung ermögliche es, weitere Planungsarbeiten und Anstrengungen zur Erlangung von Grundsatzgenehmigungen einzuleiten. Nach Abschluss der SP-V finde ein Auswahlverfahren für die Bahntrasse statt, das in enger Abstimmung mit den Ländern und Gemeinden erfolgt. „Eigenschaften und Parameter des Auswahlverfahrens für Standort von Trasse und Terminal ergeben sich erst nach Inkrafttreten der Eisenbahnhochleistungs-Streckenverordnung der Bundesregierung“, betont der Minister.

Im November 2018 hat die ÖBB Infrastruktur AG eine SP-V für die Eisenbahnstrecke im Korridor „Raum östlich von Wien – Staatsgrenze bei Kittsee (Strecke und Güterterminal)“ beim Verkehrsministerium beantragt. Die Investitionskosten für die Schieneninfrastruktur inklusive Terminal werden aus heutiger Sicht mit rund einer Milliarde Euro beziffert. Eine Machbarkeitsstudie bescheinigt dem Breitspurbahn-Projekt einen jährlichen Wertschöpfungseffekt von mehr als 450 Millionen Euro sowie die Schaffung von 3.500 Vollzeitarbeitsplätzen im Umkreis des Verteilerbahnhofs. (mm)

http://www.bmvit.gv.at

http://www.breitspur.com



23.08.2019
NĂ– Landesausstellung fĂĽllt in Wiener Neustadt die Hotelbetten

Seitdem die NÖ Landesausstellung 2019 „Welt in Bewegung! – Stadt.Geschichte.Mobilität“ am 30. März in Wiener Neustadt ihre Pforten für die Besucher geöffnet hat, geht es mit den Nächtigungszahlen in den Beherbergungsbetrieben der Stadt merkbar empor. Dieser Zusammenhang lässt sich aus der Übernachtungsstatistik für die drei Monate April, Mai und Juni herauslesen. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat sich das von der Statistik Austria erhobene Datenmaterial näher angesehen.

Demnach haben die Hotels und sonstigen Beherbergungsbetriebe in Wiener Neustadt von Anfang April bis Ende Juni 2019 fast 45.000 Nächtigungen verzeichnet. Das waren um rund 6.300 Übernachtungen oder 16,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Ankünfte ist um 3.800 oder 19,6 Prozent auf 23.300 gestiegen.

Für Markus Fürst, Geschäftsführer der Tourismusdestination Wiener Alpen in Niederösterreich, sind die vorliegenden Zahlen sehr erfreulich: „Im Zuge der NÖ Landesausstellung hat sich das touristische Angebot Wiener Neustadts stark verdichtet“, stellt er fest. Die positive Entwicklung der Nächtigungszahlen in den drei Monaten April, Mai und Juni unterstreiche, dass die Stadt am besten Weg sei, sich als „Hauptstadt der Wiener Alpen“ zu positionieren. (mm)

http://www.noe-landesausstellung.at

http://www.wiener-neustadt.at

http://www.wieneralpen.at



23.08.2019
Wie jedes Jahr beflĂĽgelt der Schulbeginn den Papierfachhandel

Der Schulbeginn naht - eine aufregende Zeit nicht nur für Schüler und Eltern, sondern auch für den Papierfachhandel. Rund die Hälfte der klassischen Schulumsätze entfällt auf die Wochen rund um den Schulbeginn. Viele decken ihren Schulbedarf ausschließlich im Fachhandel. Denn dieser garantiert, laut Andreas Auer, Obmann des niederösterreichischen Papier- und Spielwarenhandels in der Wirtschaftskammer, eine reiche Auswahl, profundes Service und kompetente Beratung.

„Nahezu jeder unserer 120 niederösterreichischen Papierfachhändler“, erklärt er als Beispiel, „hat ein umfassendes Angebot für Linkshänder, egal ob es sich um Füllfedern oder Bleistifte handelt. Einige bieten darüber hinaus als Service an, Schulbücher mit einem Vakuumiergerät, einzubinden. Das macht diese Bücher dann um einiges hochwertiger und haltbarer.“

Einige Fachhändler zeichne aus, dass sie genau jene Materialien anbieten, die in ihrer Region von bestimmten Lehrern gewünscht werden. Mit einer Schulmaterialliste zum Fachhändler gehen, der die gewünschten Artikel zusammenstellt und auf Wunsch auch liefert, gehöre inzwischen für die meisten in der Branche schon zum Standard.

Darüber hinaus würden die Fachhändler darauf achten, dass ihre Produkte auch umweltfreundlich sind. „Aktuell, so schätze ich, werden etwa 10 bis 15 Prozent aller Produkte auf umweltfreundlicher Basis verkauft“, sagt der Obmann. „Dabei handelt es sich in erster Linie um Nachfüllungen. Diesbezüglich kann sicher noch mehr getan werden, weshalb wir bemüht sind, dieses Angebot noch auszuweiten.“ In diesem Sinn sei dem Plastiksackerlverbot der EU geschuldet, dass sich der Papierfachhandel bereits in der Umstellungsphase mit dem Ziel befinde, nur mehr Papiertragetaschen zu verwenden.

In den letzten Jahren hat sich der Papierfachhandel wenig verändert. „Wir sind sehr konservativ“, betont Auer. „Dazu kommt, dass unsere Produkte im Onlinehandel kaum gekauft werden. Dazu haben sie zu geringe Preise. Und branchenfremde Anbieter, die Schulartikel verkaufen, haben in der Regel nur 70 bis 75 Prozent von dem, was der Kunde braucht.“ Außerdem fehle dort die Beratung, die nur der Fachhandel anbieten könne. „Dies mag nicht zuletzt auch der Grund sein, warum die Zahl unserer Mitgliedsbetriebe mit 120 in Niederösterreich über die letzten Jahre in etwa gleich geblieben ist“, resümiert der Wirtschaftskammer-Obmann. (jm)

http://www.papierundspiel.at



23.08.2019
NĂ– Arbeiterkammer hat im Weinviertel 5,2 Millionen Euro gerettet

Mehr als 26 Millionen Euro haben niederösterreichische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Grund von gerichtlichen oder außergerichtlichen Interventionen der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) im ersten Halbjahr, meistens in einem Konflikt mit dem Arbeitgeber, zugesprochen bekommen. Diesem Erfolg sind Beratungen von 76.500 Beschäftigten in den 23 Service- und Bezirksstellen der AKNÖ vorausgegangen. Diese Zahlen teilt die AKNÖ in ihrer Halbjahresbilanz über die für ihre Mitglieder landesweit geleistete Hilfe in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen mit.

Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat sich die Situation in den vier Weinviertler Bezirken Hollabrunn, Korneuburg, Mistelbach und Gänserndorf näher angesehen. Demnach sind dort für die Mitglieder zwischen Anfang Jänner und Ende Juni 2019 zusammengerechnet mehr als 5,2 Millionen Euro erkämpft worden. Rund 11.100 Beratungen haben die Servicestellen persönlich, telefonisch oder schriftlich durchgeführt.

Außerdem haben die Weinviertler AKNÖ-Bezirksstellen zahlreiche Mitglieder vertreten, deren Unternehmen in Ausgleichs- oder Konkursverfahren geraten waren. Dabei konnten für die Betroffenen in der Region Ansprüche in Höhe von fast 2,6 Millionen Euro gesichert werden. (mm)

http://www.aknoe.at



23.08.2019
Am Flughafen Wien-Schwechat heben Passagier- und Umsatzzahlen ab

Im ersten Halbjahr 2019 hat die Flughafen Wien AG sowohl beim Umsatz als auch bei den Passagierzahlen beachtliche Zuwächse erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse der Firmengruppe um 7,5 Prozent auf 401,4 Millionen Euro gestiegen, die Zahl der Fluggäste am Airport Wien-Schwechat sogar um 23,9 Prozent auf fast 14,67 Millionen. Lediglich das Frachtaufkommen ist um 4,6 Prozent auf 136.000 Tonnen zurückgegangen.

Die positive Geschäftsentwicklung der Flughafen Wien AG schlägt sich auch in weiteren Ausbaumaßnahmen nieder. In den ersten sechs Monaten 2019 hat das Unternehmen in Summe 63,5 Millionen Euro investiert. Die größten zurzeit laufenden Projekte sind der Neubau des Office Park 4 mit 14,3 Millionen Euro, die Errichtung der Hangars 8 und 9 mit 8,2 Millionen Euro sowie die Terminalentwicklung mit 5,7 Millionen Euro. (mm)

http://www.viennaairport.com



23.08.2019
Großhändler Kiennast bläst im Waldviertel zur Nah&Frisch-Offensive

In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Standortgemeinden investiert das Großhandelsunternehmen Kiennast aus Gars/Kamp zurzeit intensiv in den Neubau und in die Revitalisierung von Lebensmittelgeschäften im Waldviertel. So entsteht gerade in Klein-Meiseldorf im Bezirk Horn um 1,8 Millionen Euro ein Nahversorger-Zentrum, in dem als Herzstück ein 80 Quadratmeter großer Nah&Frisch-Laden untergebracht sein wird. „Für diesen Standort, den wir im Herbst eröffnen, suchen wir noch einen Betreiber“, erklärt Geschäftsführer Julius Kiennast in einem Interview mit dem Handels-Fachmagazin „Regal“.

Auch für Röschitz und für Schwarzenau im Bezirk Zwettl hat der Großhändler große Pläne. In Röschitz wird um 700.000 Euro auf rund 230 Quadratmetern ein Nahversorgergebäude errichtet. Unter seinem Dach wird es neben einem Nah&Frisch-Geschäft auch eine Trafik, eine Lotto-Annahmestelle und eine Kaffeeecke vereinen. In Schwarzenau ist der Bau eines 150 Quadratmeter großen Lebensmittelladens geplant.

Kiennast beliefert österreichweit rund 2.000 Gastronomiebetriebe, darunter Gasthöfe, Restaurants, Hotels, Großküchen und Caterer. Weiters stehen auf der Kundenliste des Garser Großhandelsunternehmens 140 Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte, wovon 55 zur Kette Nah&Frisch gehören, Lagerhaus-Filialen und selbständige Kaufleute sowie 250 Betreiber von Tankstellen-Shops und 27 Kioske in Justizanstalten. Im Großhandel beschäftigt Kiennast 260 Mitarbeiter, im eigenen Kaufhaus in Gars/Kamp weitere 40. (mm)

http://www.kiennast.at



23.08.2019
Wäschefirma Triumph hält Umsatz stabil und verdoppelt den Gewinn

Die Wäschefirma Triumph International AG, die ihre Österreich-Zentrale in Wiener Neustadt betreibt, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz in Höhe von 52,2 Millionen Euro erwirtschaftet. 2017 sind es 52,8 Millionen Euro gewesen. Damit sind die Erlöse im Vergleich zur Vorperiode nahezu stabil geblieben, der Gewinn hingegen steigt wieder. 2018 hat das Textilunternehmen ein Ergebnis vor Steuern von knapp 1,7 Millionen Euro erzielt, 2017 waren es 846.000 Euro. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der vor kurzem veröffentlichten Unternehmensbilanz der Triumph International AG.

Die Wäschefirma – einstmals Österreichs größter Bekleidungshersteller – hat sich in den vergangenen zwei Jahren von einem Produktions- zu einem reinen Logistikbetrieb gewandelt. Heute betreibt Triumph in Wiener Neustadt ein Hochregallager mit 18.000 Palettenstellplätzen und ein automatisiertes Kleinteilelager mit 115.000 Positionen. In der Anlage werden knapp fünf Millionen Wäschestücke aus den Segmenten Unterwäsche, Nachtwäsche und Bademode der Marken Triumph und sloggi gelagert.

Der Standort Wiener Neustadt dient jetzt als Verteilzentrum für Europa und als Zentrallager für angebundene Distributionszentren in Osteuropa bis nach Russland. Die Exportquote liegt bei 45 Prozent. 2018 hat das Traditionsunternehmen 660 Mitarbeiter beschäftigt, davon 401 Angestellte und 259 Arbeiter. Die Triumph International AG ist eine 100prozentige Tochtergesellschaft der Triumph Universa AG mit Sitz in Bad Zurzach in der Schweiz. (mm)

http://www.triumph.at



23.08.2019
Stockerauer Wirtschaftsverein WISTO schickt Einkaufstipps auf Smartphone

Nach Berechnungen des Handelsforschungsinstitutes CIMA stehen den Einwohnern der Stadt Stockerau jedes Jahr mehr als 92 Millionen Euro für Ausgaben im Einzelhandel zur Verfügung. Von diesem gesamten Kaufkraft-Volumen gehen jedoch fast 16 Millionen - 17 Prozent - an das nahe Wien sowie an umliegende Einkaufszentren verloren, weil die Konsumenten lieber dort einkaufen. Speziell die Stockerauer Innenstadt-Geschäfte bekommen diese Entwicklung zu spüren, zumal auch die Kaufkraft-Zuflüsse aus der Region in die Lenaustadt rückläufig sind.

Mit konkreten Maßnahmen will Herbert Knoth, neuer Obmann des Stockerauer Wirtschaftsvereins WISTO, dem negativen Trend gegensteuern. „Den Online-Handel sehe ich als echte Konkurrenz unserer Geschäftsleute“, stellt er gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst fest. Weil die Bestellungen aus dem Internet zunehmen, will Knoth ebenfalls moderne Technologien bei der Bekämpfung des Kaufkraft-Abflusses anwenden.

Mit einer speziellen Suchfunktion, die man über das Smartphone aktivieren kann, sollen die Stockerauer zum Shoppen in der eigenen Stadt animiert werden. Wer also z.B. neue Schuhe kaufen möchte, erhält eine Liste passender Geschäfte mit ergänzenden Informationen, wie den Öffnungszeiten, auf sein Handy geschickt. „Auch soll der Einzelhandel die Möglichkeit erhalten, seine Angebote besser zu präsentieren. Dazu gehören auch ein modernes Branchenverzeichnis und ein optimales Leerflächen-Management zur Ansiedlung neuer Betriebe“, ergänzt Knoth.

Zunächst jedoch widmet sich der WISTO-Obmann den Vorbereitungen auf das diesjährige Stockerauer Erdäpfelfest. Dieses findet vom 31. August bis 1. September statt und soll heuer ein ganz besonderes Ereignis mit vielen Attraktionen werden. „Dem folgt im Advent als unser zweites großes Fest der barocke Christkindlmarkt. Er hat im Vorjahr das erst Mal stattgefunden und besonders viele Besucher angezogen“, so Knoth.

Der seit 1992 bestehende überparteiliche Wirtschaftsverein WISTO hat sich zur Aufgabe gemacht, die Leistungen der Stockerauer Betriebe einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Derzeit zählt der Verein mehr als 100 Mitglieder. In ihm vertreten sind alle Sparten, von Einzelhandel und Dienstleistung, Gastronomie und Tankstellen bis zu Banken und Versicherungen. (km)

http://www.wisto.info



23.08.2019
In Hollenstein/Ybbs läuft ein „Laden wie anno dazumal“ erfolgreich

Die gebürtige Lunzerin Katharina Hinterreither kauft gerne selbst in Läden oder auf Märkten ein, wo regionale, nicht konventionell hergestellte Produkte angeboten werden. Die 40-jährige Mutter von vier Töchtern, die 20 Stunden in einer örtlichen Forstverwaltung arbeitet, hat sich nun mit einem Laden wie anno dazumal selbständig gemacht. Seit 7. April dieses Jahres hat ihr „Braubogen“ geöffnet. „Nachdem in unserer Ortschaft Hollenstein an der Ybbs mitten am Dorfplatz durch Pensionierung ein Geschäftslokal zum Verkauf stand, entschied ich mich dazu, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen und „wilde“ sowie natürliche Produkte, überwiegend aus der Region, anzubieten.“

Die Rechnung ging auf. An der Adresse Dorf 60 kann man neben frischem Wildfleisch, Wildwurstwaren, Hart- und Weichkäse auch Rohmilch und Milchprodukte, Obstsäfte, Honig, Dinkel- und Mohnspezialitäten sowie Hanfprodukte, Kürbiskernerzeugnisse, Olivenöle und Marmeladen erstehen. Darüber hinaus gibt es auch Essige, Chutneys, Sonnentor-Produkte, Riess-Geschirr, Waschmittel, Haar- und Duschseifen, Blumenstöcke, Most sowie Schnaps, Popcorn und Hundefutter.

„Die meisten Produkte stammen aus einem Umkreis von maximal 50 Kilometern bzw. aus Österreich“, erklärt Katharina Hinterreither dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Kurze Transportwege und die Vermeidung von Verpackungsmüll sollen einen positiven Beitrag zur Umwelt liefern und eine höchstmögliche Wertschöpfung der Produzenten gewährleisten. Mir ist es wichtig, die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass regional kaufen, alles andere als ein Nachteil ist.“

Außergewöhnlich am „Braubogen“ ist auch das Fair-Pay System mit erweiterten Öffnungszeiten von 6 bis 22 Uhr. „Das Geschäft ist nicht personalbesetzt, der Kunde bedient sich selbst und führt auch die Bezahlung mit Kunden- oder Bankomatkarte mittels Scansystem eigenständig durch“, berichtet Hinterreither. „So hat sich in kurzer Zeit bereits eine Anzahl an Stammkunden etabliert – alles Menschen mit Sinn für Nachhaltigkeit und Regionalität. Der Laden wird auch von Touristen regelmäßig besucht. Ich hoffe, mit meiner Geschäftsidee möglichst viele Leute anzusprechen, um ihnen zu zeigen, welch großartige, qualitativ hochwertige Produkte direkt vor unserer Haustür hergestellt werden.“ (dsh)

http://www.braubogen.at



23.08.2019
Austrian Dog Training Center macht Seniorenhunde wieder fit

Dass Hundetraining nicht nur für Welpen wichtig ist, sondern auch für Senioren, hat Stefanie Walter mit dem „Austrian Dog Training Center“ in Oberwaltersdorf, Bezirk Baden, erkannt und bewogen, entsprechende Kurse anzubieten. „Unsere Graunasen Kurse werden sehr gut angenommen, und man sieht, dass sowohl Hunde als auch Besitzer davon profitieren“, betont die Unternehmerin gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Die Trainings finden in Biedermannsdorf auf einem eigenen 1,5 Hektar großen Gelände statt.

„Auf Anreize und Belohnung trainieren wir und nicht auf Drill und Bestrafung. So stellt sich der Lernerfolg schneller und nachhaltiger ein“, erklärt Walter die Trainingsmethode. Als Anreize gelten nicht nur Leckerli, sondern auch das Zusammenlaufen mit dem Hund oder Streicheln. „Darauf reagieren Hunde extrem positiv“, so Stefanie Walter.

Die Idee, Hunde selbst auszubilden, ist in ihr gereift, als sie vor mehr als zehn Jahren den eigenen Hund ausbilden lassen wollte, aber keine Hundeschule fand, mit der sie zufrieden war, weil man dort auf Strafen setzte. „So haben wir uns informiert, Kurse und Ausbildungen gemacht und dann das Austrian Dog Training Center eröffnet“, sagt Walter.

Bei den Graunasen Kursen werden verstärkt Mobilisation und geistige Fitness trainiert. Auch entsprechende Massagen und altersgerechte Ernährung sind ein Thema. Darüber hinaus werden diese Kurse von einer Veterinärin betreut, die nicht nur auf die Tiere schaut, sondern auch entsprechende Tipps gibt. Bei solchen Einheiten ist Walter auch wichtig, die Theorie vom richtigen Umgang mit Seniorenhunden zu vermitteln, um zu verstehen, was im alternden Körper vor sich geht. Thema ist auch der Abschied vom Tier, wenn es an seinem Lebensende angekommen ist.

In allen Kursen steht der Hund als Partner und Familienmitglied im Vordergrund. Die Kurse sind auf maximal vier Teilnehmer begrenzt. Ausgebildet werden Welpen bis Senioren auch in Bewegungstraining, Impulskontrolle, Leinentraining und diverse Activity-Möglichkeiten. Ein Sechserblock kostet 120 Euro pro Einheit mit 50 Minuten. Im Programm sind auch Einzelstunden.

Im Austrian Dog Training Center sind fünf Mitarbeiter tätig, davon vier Trainer, die laufend selber Weiterbildungen besuchen, um immer am neuesten Stand zu sein. Die Kunden kommen aus Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Ungarn. (hm)

http://www.adtc.at