NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1659 vom 15.10.2021

15.10.2021
Ferienangebot „Urlaub am Bauernhof“ ist gut durch die Corona-Krise gekommen

Die Corona-Krise deutlich besser durchtaucht als andere Unterkunftsformen hat im Vorjahr das Ferienangebot „Urlaub am Bauernhof & Privatzimmervermietung in Niederösterreich“. Rund 581.000 Übernachtungen sind 2020 bei den einschlägigen Beherbergungsbetrieben zwischen Enns und Leitha gezählt worden. „Davon sind auf das Programm Urlaub am Bauernhof 211.000 Nächtigungen entfallen und auf die Privatquartiere etwa 370.000 Nächtigungen“, teilt Katrin Teufel, seit Anfang Oktober neue Geschäftsführerin des Landesverbandes für Urlaub am Bauernhof & Privatzimmervermietung in Niederösterreich, dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit.

Zwar ist die Zahl der Übernachtungen im Covid-Pandemie-Jahr 2020 im Vergleich zur Vorperiode zurückgegangen, erfreulich sei aber gewesen, „dass sich in den Beherbergungsbetrieben die durchschnittliche Aufenthaltsdauer verlängert hat“, erklärt Katrin Teufel. Hatte diese 2019 bei den Urlaub am Bauernhof-Anbietern 3,0 Tage betragen, waren es im Vorjahr 3,2 Tage. In den Privatquartieren ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 3,0 auf 3,3 Tage geklettert. „Der Anstieg hängt sicher auch damit zusammen, dass wir ein Corona-freies Image haben“, meint die Landesgeschäftsführerin.

Aus Sicht der teilnehmenden Betriebe läuft „Urlaub am Bauernhof & Privatzimmervermietung in Niederösterreich“ jedenfalls sehr zufriedenstellend. Hatten sich zu Beginn der Aktion vor 30 Jahren erst 140 Höfe und Privatzimmervermieter beteiligt, so ist die Zahl mittlerweile auf 559 geklettert. Davon bieten 333 Betriebe „Urlaub am Bauernhof“ an, 226 sind Privatzimmervermieter.

„Urlaub am Bauernhof & Privatzimmervermietung in Niederösterreich“ folgt verschiedenen Spezialisierungen, so z.B. in Richtung Bio, Gesundheit, Radfahren oder Wein. Unter den Angeboten finden sich z.B. „Baby- und Kinderbauernhöfe“, „Reiterbauernhöfe“ und „barrierefreier Bauernhof“. Das Besondere in Niederösterreich ist die Vielfalt. Die Auswahl reicht vom Mostviertler Vierkanter bis zum Haus im Weinviertler Straßendorf oder in der Kellergasse. (mm)

http://www.landurlaub.at



15.10.2021
Tulln boomt: Kommunalsteuereinnahmen der Stadt erreichen Rekordmarke

Ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt sind die Kommunalabgaben, die die örtlich ansässigen Unternehmen leisten. Mit dem Rückenwind des brummenden Konjunkturmotors steuert Tulln heuer einem neuen Rekordwert entgegen. „Wir erwarten 2021 Kommunalsteuereinnahmen in Höhe von etwa 6,6 Millionen Euro“, teilt Bürgermeister Peter Eisenschenk dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. Damit liege man deutlich über der Marke des Vor-Corona-Jahres 2019, als rund 6,2 Millionen Euro lukriert werden konnten.

Zu verdanken habe Tulln das Einnahmenplus der stetig wachsenden Zahl an Firmen und Arbeitsplätzen. Hatte es im Jahr 2000 erst 900 aktive Betriebsstandorte in der Schiele-Stadt gegeben, waren es 2020 schon fast 1.400. Auch die Zahl der Arbeitsplätze ist binnen 20 Jahren auf mittlerweile knapp 12.000 geklettert. „In Tulln haben wir doppelt so viele Einpendler wie Auspendler“, rechnet Eisenschenk vor.

Jüngster Job-Zuwachs: In das neue Industrie- und Gewerbegelände „Zukunftspark+“ – das Areal der ehemaligen Goldmann-Druckerei – ist als erster Großmieter das Arbeitsmarktservice Niederösterreich (AMS NÖ) mit 52 Beschäftigten eingezogen. Dieses Team ist Teil der ServiceLine, die an den drei CallCenter-Standorten Mödling, Tulln und Amstetten pro Jahr mehr als eine Million telefonische Anfragen entgegennimmt und bearbeitet. „Während der Corona-Pandemie sind an starken Tagen bis zu 50.000 Anrufe bei der ServiceLine eingegangen“, teilt AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich mit.

Dem „Zukunftspark+“ steht schon bald der nächste prominente Mieter ins Haus. Die Firma Forstinger, Österreichs führender Automobilfachmarkt mit mehr als 100 Filialen, wird ihre Zentrale von Traismauer nach Tulln verlegen. Dem Vernehmen nach soll die Übersiedlung noch heuer über die Bühne gehen. (mm)

http://www.tulln.at

http://www.ams.at/noe

http://www.zukunftstparkplus.at



15.10.2021
EVN garantiert Standardtarif-Kunden stabile Gaspreise bis Jahresende

Für EVN-Gaskunden, die einen Liefervertrag mit Standardtarif abgeschlossen haben, wird der Preis in diesem Jahr keinesfalls steigen. Das versichert Unternehmenssprecher Stefan Zach in einem Interview mit der Finanzzeitung Börsen-Kurier. „Als Qualitätsanbieter setzt die EVN auf eine langfristige Beschaffungsstrategie. Dadurch schlagen sich hohe Marktpreise nicht sofort 1:1 auf unsere Kostenstruktur nieder“, stellt er fest.

Trotz der derzeitigen Marktentwicklungen sieht Niederösterreichs Landesenergieversorger in Erdgas grundsätzlich einen langfristig kostengünstigen und stabilen Energieträger, dessen Vorräte ausreichend verfügbar sind. „Abgesehen davon, dass wir durch den laufenden Ausbau der erneuerbaren Energien die Abhängigkeit immer weiter reduzieren, haben wir große Gasmengen für unsere Kunden in Speichern eingelagert. Damit ist die Versorgungssicherheit auch in einem kalten Winter gewährleistet“, sagt EVN-Sprecher Zach. (mm)

http://www.evn.at



15.10.2021
Wirtschaften mit Franchising wird immer beliebter

Unternehmen, die in ihrer Geschäftstätigkeit auf die Vertriebsform des Franchising setzen, können auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfolgreich unterwegs sein. Heuer besteht der Österreichische Franchise-Verband (ÖFV) aus 495 verschiedenen Systemen mit 9.600 Franchise-Nehmern und 12.000 Betriebsstandorten mit einem kumulierten Nettoumsatz von 10,8 Milliarden Euro. 87.000 Personen sind in Österreich bei Franchise-Betrieben beschäftigt.

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst erhoben hat, liegt Franchising auch im flächenmäßig größten Bundesland klar im Trend. Bekannte Unternehmen, die in Niederösterreich bei ihrer Distributionspolitik dem Franchising vertrauen, sind mittlerweile in fast allen Regionen anzutreffen: im Wiener Umland z.B. die Fast-Food-Restaurantkette McDonald´s mit der Zentrale in Brunn/Gebirge sowie die Elektrohandels-Genossenschaft Euronics Austria („Red Zac“) oder die „Shape-Line“-Fitnessstudios, die beide ihre Leitzentrale in Biedermannsdorf haben.

Im Waldviertel ist die Sonnentor Kräuterhandels GmbH aus Sprögnitz bei Zwettl zu nennen und im Mostviertel die Immobilienmakler-Gruppe RE/MAX mit der Österreich-Zentrale in Amstetten. Im Industrieviertel schlägt sich die Stein- und Fliesenpflegefirma Finalit aus Baden mit dem Franchising erfolgreich und im Weinviertel das auf die Sanierung von Gebäudeschäden spezialisierte Firmennetzwerk Soluto mit Sitz in Korneuburg.

Franchisenehmer sind unternehmerisch selbständig tätig. Sie profitieren in einer Verbundkette mit dem Franchisegeber von dessen Marktangebot und einheitlichem Marktauftritt sowie von seiner organisatorischen und fachlichen Unterstützung. In seinem Grundcharakter ist Franchising in erster Linie auf Klein- und Mittelbetriebe (KMU) zugeschnitten. (mm)

http://www.franchise.at



15.10.2021
Auch während der Corona-Pandemie war der Lkw-Verkehr aus dem Osten stark

Zwar ist im Vorjahr bedingt durch die Covid-Pandemie das gesamte Transportaufkommen auf Österreichs Straßen um 7,7 Prozent zurückgegangen. Dennoch ist die Warenmenge, die schwer beladene Transit-Lkw aus Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Polen nach Österreich oder weiter in ein anderes Land befördern, weiterhin beachtlich groß. Das geht aus einer aktuellen Studie der Statistik Austria über die Entwicklung des nationalen und internationalen Straßengüterverkehrs hervor. Untersucht wurde dabei das Transportaufkommen im grenzüberschreitenden Versand von und nach Österreich.

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der Studie entnimmt, ist auch während der Corona-Lockdowns der aus Osten heranrollende Lkw-Verkehr stark geblieben. Aus Ungarn sind 2020 fast 6,2 Millionen Tonnen Güter über die Straße nach Österreich geliefert worden. Hinter Deutschland mit einem Transportaufkommen von rund 26,7 Millionen Tonnen und Italien mit 7,4 Millionen Tonnen ist Ungarn das drittgrößte Versandland für Waren, die mit dem Lkw nach Österreich kommen.

Auch Tschechien, die Slowakei und Polen sind wichtige Versandländer über die Straße. Wie die Statistik Austria meldet, haben Güterkraftfahrzeuge aus Tschechien Waren mit einer Gesamtmenge von fast 6,0 Millionen Tonnen nach Österreich geliefert. Aus der Slowakei sind es im Vorjahr fast 2,7 Millionen Lkw-Tonnen und aus Polen mehr als 2,1 Millionen Lkw-Tonnen gewesen. (mm)

http://www.statistik.at



15.10.2021
Agrana schraubt den Konzernumsatz im Halbjahr auf 1,42 Milliarden Euro

Steigende Erlöszahlen im ersten Geschäftshalbjahr 2021/2022 meldet der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzerns Agrana. Im Vorjahresvergleich ist der Konzernumsatz um 110 Millionen Euro oder 8,8 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) hingegen ist um 19,7 Prozent auf 44,8 Millionen Euro zurückgegangen. „Nach einem schwächeren ersten Halbjahr gehen wir im zweiten von einer sukzessiven Verbesserung der Ergebnisse aus“, kommentierte Agrana-Vorstandsvorsitzender Markus Mühleisen die Halbjahresbilanz.

Umsatzspitze ist das Fruchtgeschäft mit 633,4 Millionen Euro, gefolgt von der Stärke mit 476,2 und dem Zucker mit 314,2 Millionen Euro. In allen drei Segmenten sind die Umsätze gewachsen, am signifikantesten die Stärke mit einem Plus von 17,1 Prozent. Auch beim EBIT liegt das Geschäftsfeld Stärke mit 29 Millionen Euro voran.

Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Mühleisen einen moderat steigenden Umsatz sowie ein EBIT-Wachstum um mindestens zehn Prozent. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 95 Millionen Euro. Derzeit beschäftigt Agrana an weltweit 55 Produktionsstandorten 9.000 Mitarbeiter. (mm)

http://www.agrana.com



15.10.2021
NÖ Firmen zeigen auf Europas größter Maschinenbau-Messe Flagge

Nach der durch die Corona-Pandemie verursachten Absage im Vorjahr werden heuer wieder zahlreiche Betriebe aus Niederösterreich an der Internationalen Maschinenbaumesse MSV in Brünn – der größten und wichtigsten ihrer Art in Mitteleuropa – teilnehmen. Verantwortlich dafür ist die wachsende wirtschaftliche Verflechtung. Denn mit einem Volumen von rund fünf Milliarden Euro über alle Warengruppen ist Tschechien im Jahr 2020 für österreichische Unternehmen das fünftwichtigste Exportland in der EU und der führende Handelspartner in Mittel- und Osteuropa gewesen. Rund 40 Prozent aller österreichischen Ausfuhren nach Tschechien entfallen auf den Sektor „Maschinen und Verkehrsmittel“.

Mehr als 1.600 Aussteller und rund 80.000 Besucher aus aller Welt werden zu dem Branchentreff vom 8. bis 12. November auf dem Brünner Messegelände erwartet. Aus niederösterreichischer Sicht zeigen vor allem Betriebe aus dem Industrieviertel Präsenz. Auf der MSV 2021 mit dabei sind die Unternehmen HASCO Austria aus Guntramsdorf, die Stanzbiegetechnik GmbH aus Wöllersdorf, die Wittenstein GmbH aus Leobersdorf sowie die Peter Ofner GmbH aus Weikersdorf am Steinfelde. Auch die Maschinen-Umwelttechnik-Transportanlagen GmbH (M-U-T) aus Stockerau, der Waldviertler Kunststoffhersteller asma aus Weitra und das Familienunternehmen Luger aus Purkersdorf werden sich in Brünn mit ihrem Leistungsangebot dem Fachpublikum vorstellen. (mm)

http://www.bvv.cz/de/msv



15.10.2021
Holz-Spezialist Schrenk macht Zimmer-KĂĽche-Kabinett wieder en vogue

Im Norden des Waldviertels, in der Gemeinde Vitis im Bezirk Waidhofen an der Thaya, hat sich im Jahr 1977 das Unternehmen „Schrenk - Treppen und Türen“ angesiedelt. Heute gibt es an diesem Standort bereits weitere Unternehmen rund um das Thema Holz und das neueste Projekt ist gerade in Gründung. Hier sollen das Zikk Haus und die dazu gehörende Haustechnik unternehmerisch zusammengefasst werden.

„Ein Unternehmensname steht zwar noch nicht fest“, erklärt Zikk-Gründer Stefan Schrenk dem NÖ Wirtschaftspressedienst, „aber Zikk steht für Zimmer, Küche, Kabinett. Das kennen wir aus den Städten des 19. Jahrhunderts. Zikk 2.0. ist die Antwort auf die moderne Lebenswelt, die flexibel sein will. Wenn sich mein Leben verändert, dann schraube ich das Haus wieder aus. Es gibt ja kein Fundament. Ich hinterlasse keine Spuren, und 14 Tage später wachsen wieder Gänseblümchen nach.“

Als Grundidee gilt, dass sämtliche Teile des Hauses in der Werkstatt in Vitis gefertigt und darauf nur mehr vor Ort zusammengesetzt. werden. „Aktuell gibt es in der Welt des Bauens kaum noch eine Effizienzsteigerung“, erklärt Schrenk-Marketingleiter Jürgen Altschach. „Unsere Antwort ist ein Holzbaukastensystem, das es erlaubt, dass ein Haus in der Größenordnung von 50 bis 120 Quadratmetern in rund fünf bis zehn Werktagen steht.“

Heuer sind es fünf Häuser, die vom Waldviertel aus an Bestimmungsorte in Österreich ausgeliefert werden. Bis 2025 sollen es schon 40 bis 50 Häuser sein. Ein Singlehaus kostet rund 210.000 Euro, eines für die Familie mit drei Schlafzimmern rund 320.000 Euro.

Das erste Haus, das derzeit in Feldkirch mit dem Vorarlberger Baukonzern Rhomberg unter der gemeinsamen Marke „WoodRocks“ mehrgeschoßig in Holzbauweise im Baukastensystem errichtet wird, ist nach nur wenigen Monaten Bauzeit in der Endphase. „Damit wir auch weiterhin, wie es unser Bestreben ist, sämtliche Bauteile in Vitis produzieren können“, so Altschach, „sind wir auf Mitarbeiter angewiesen, vor allem Tischler und andere Facharbeiter. Aber auch ungelernte Arbeitskräfte können eine Chance bekommen, sich in einer Zukunftsbranche zu etablieren.“ (jm)

http://www.schrenk.co.at

http://www.zikk.at

http://www.wood-rocks.com



15.10.2021
Finanzbehörde warnt vor Scheinfirma mit früherem Sitz in Teesdorf

Eine Firma, die noch bis vor kurzem ihren Sitz in Teesdorf im Bezirk Baden hatte, ist in das Visier der Finanzpolizei geraten. Bei der Opteryx GmbH, die ihren offiziellen Standort zurzeit in Bregenz hat, soll es sich um ein Scheinunternehmen handeln. Darüber informiert die österreichische Finanzbehörde unter Berufung auf das Sozialbetrugsbekämpfungsgesetz.

Ein Blick in den Firmenbuchauszug zeigt, dass die Opteryx GmbH mit der Firmenbuchnummer 466724i eine Reise quer durch Ă–sterreich hinter sich hat. GegrĂĽndet wurde der firmenrechtliche Mantel 2017 in Wien. Damals hieĂź das Unternehmen noch ORGANIKA BIO FOOD GmbH, bald darauf PAUNA BIO FOOD GmbH.

Dann erfolgte die Umbenennung auf Opteryx GmbH. Der Sitz verlagerte sich zunächst nach Linz, dann nach St. Barbara im Mürztal in der Steiermark, weiter nach Teesdorf im Bezirk Baden und schlussendlich im Sommer 2021 nach Bregenz. Gleichzeitig wurde der Geschäftszweck von Handel mit Waren aller Art auf Projektentwicklung von Immobilien geändert.

Die Opteryx GmbH gehört gegenwärtig der OPTERYX SECURITY Solution Steingasse 6a LTD in London und Nicolae Pauna (Jg. 1958), wohnhaft in Klagenfurt am Wörthersee. Pauna ist seit März 2021 als Geschäftsführer eingetragen. Der britische Mehrheitseigentümer ist seit 2018 an Bord, Pauna seit 2021. Auch der frühere Mehrheitseigentümer war eine Limited-Gesellschaft in England. (gübi/mm)

http://www.opteryx.at



15.10.2021
Jungunternehmer verwandelt Landkarten in Kunstwerke

Den künstlerischen und ästhetischen Aspekt von Landkarten und Ausschnitten davon hat der Einpersonen- und Start-up-Unternehmer Ulrich Lehner aus Stetteldorf am Wagram, Bezirk Korneuburg, mit „CraftYourMap“ in den Mittelpunkt der Geschäftsidee seiner Firma Inspirespace e.U. gestellt. Diese dienen als Poster zur Dekoration. „CraftYourMap“ ist zum zum riz up GENIUS Ideen + Gründer Preis 2021 eingereicht worden.

„Zusammen mit zwei Partnerunternehmern wollte ich das frei verfügbare Kartenmaterial auch anders visualisieren und nutzen, als nur als reine Landkarten zur Orientierung. Dabei stellte sich heraus, dass z.B. Höhenlinien ein interessantes und ansprechendes Bild ergeben“, teilt Lehner dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Es sei ihm ein Anliegen, sagt er, Technik mit Ästhetik zu verbinden.

Die Poster zeigen schwarz-weiß Ausschnitte in unterschiedlichen Vergrößerungen des Kartenmaterials von Bergen, Landschaften, Flughäfen, Seen und Städten. Die Poster sind ab 25 Euro im eigenen Online-Shop in Größen von 21 mal 30 Zentimeter bis 70 mal 100 Zentimeter erhältlich. Lehner meldet ein großes Interesse an diesem Wandschmuck.

Als nächsten Schritt will er die Poster auch in Farbe anbieten. In Vorbereitung ist ein eigener Online-Konfigurator, mit dem man seinen persönlichen Kartenausschnitt als Poster zusammenstellen kann. Lehner sieht darin auch die Möglichkeit, eine bestimmte Strecke oder eine Gegend zu einer individuellen Wanddekoration zu machen.

Mit seiner Firma Inspirespace e.U. möchte der Unternehmer neben „CraftYourMap“ künftig auch noch andere Projekte realisieren, um mit entsprechender Software aus technischen Daten künstlerische und ansprechende Objekte zu erstellen. Im Fokus sollen Kreativität, Ideen und Technik stehen. (hm)

http://www.craftyourmap.com

http://inspirespace.co



15.10.2021
Niederösterreichs Jäger bringen 234.000 Stück Wild zur Strecke

Niederösterreichs Jäger haben in der Saison 2020 rund 234.000 Stück Wild erlegt. Dabei hat die Zahl der Abschüsse beim Haarwild – dazu gehören u.a. Rehe, Hasen, Füchse und Wildschweine – knapp 205.000 Stück ausgemacht, beim Federvieh waren es rund 29.000 Stück. Diese Daten entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der aktuellen Jagdstatistik der Statistik Austria.

Die Ergebnisse beim Haarwild im Detail: Auf der Abschussliste der Waidmänner standen in der abgelaufenen Jagdsaison in Niederösterreich 81.800 Rehe, 39.500 Hasen, 22.100 Stück Schwarzwild und 20.900 Füchse. Dazu kamen 7.700 Marder, 7.300 Wiesel sowie 7.400 Stück Rot- und 1.600 Stück Gamswild.

Auch beim Federwild haben Niederösterreichs Jäger in der Saison 2020 kräftig Beute gemacht. Von Fasanen, der zahlenmäßig bedeutendsten Gruppe, wurden 19.100 Stück erlegt. Bei den Wildenten waren es 6.600, bei Wildtauben 2.500 Stück. (mm)

http://www.statistik.at