NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1637 vom 7.05.2021

7.05.2021
Niederösterreich-CARD beschleunigt das Comeback des Tourismus im Land

„Die Niederösterreich-CARD (NÖ-CARD) ist die beliebteste Ausflugskarte in Österreich und damit ein ganz wichtiges Instrument für das Comeback des Tourismus in Niederösterreich.“ So beschreibt Niederösterreichs Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger die neue NÖ-CARD, die mit 1. April in ihre bereits 16. Saison gegangen ist. Mit mehr als 300 Attraktionen, davon 21 neuen, soll das beliebte Kundenbindungsinstrument heuer noch mehr Besucher an lohnende Destinationen zwischen Enns und Leitha heranführen.

15 Jahre NÖ-CARD sind eine echte Erfolgsgeschichte. „Seit dem Start 2006 sind 1,9 Millionen Stück verkauft und mehr als 14 Millionen Ausflüge mit der Karte unternommen worden“, rechnet Danninger vor. Sogar im schwierigen Corona-Jahr 2020 seien 688.000 Ausflüge mit der Niederösterreich-CARD getätigt worden, speziell in den Sommermonaten und zu den vielen Freiluft-Attraktionen im Land.

Die Steigerung der Wertschöpfung sowie die Präsentation Niederösterreichs als nachhaltige, sichere, vor allem aber spannende Ausflugs- und Urlaubsregion vor den Toren Wiens seien wichtige Ziele der neuen Tourismusstrategie des Landes Niederösterreich, betont Michael Duscher, Geschäftsführer der NÖ-Werbung. Welche Bedeutung dem Ausflugstourismus in Niederösterreich zukommt, unterstreichen die Zahlen. Vor der Corona-Pandemie waren pro Jahr 40 Millionen Tagesausflügler im Land unterwegs, die einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro ausgelöst haben.

Mit der laufenden Absatzentwicklung ist NÖ-CARD-Geschäftsführerin Marion Boda zufrieden. „In der heurigen Saison haben wir bereits fast 50.000 Stück verkauft“, teilt sie mit, „das sind immerhin um 13 % mehr als im letzten Jahr um diese Zeit.“ Das zeige, dass die Menschen zuversichtlich sind und Lust auf Ausflüge haben. Die aktuell geöffneten CARD-Ausflugsziele finden sich auf der Website der Niederösterreich-CARD.

Die am 1. April gestartete NÖ-CARD 2021/22 ist ein Jahr lang bis 31. März 2022 gültig. Zum Normalpreis kostet sie für Erwachsene 63 Euro. Jugendliche von 6 bis 16 Jahren zahlen nur 32 Euro, Kinder bis zum Alter von 6 Jahren überhaupt nichts. Wer eine alte Karte besitzt, kann sie um fünf Euro (Jugendliche um drei Euro) verbilligt verlängern lassen. Erhältlich ist die NÖ-CARD u.a. in Trafiken in Niederösterreich und Wien, in Raiffeisen-Bankfilialen, an OMV-Tankstellen, vielen teilnehmenden Ausflugszielen, über die CARD-Hotline 01/535 05 05 sowie per Internet. (mm)

http://www.niederoesterreich-card.at



7.05.2021
Weltmarktführer Koenig & Bauer drängt auf schnelle Corona-Impfungen

Rasche Covid-19-Impfungen für seine Schlüsselkräfte fordert das Maschinenbauunternehmen Koenig & Bauer mit Sitz in Maria Enzersdorf im Bezirk Mödling. Weil Koenig & Bauer Banknotendruckmaschinen für Abnehmer in vielen Staaten produziert und das Gelddrucken auf der ganzen Welt systemrelevant ist, „müssen unsere Monteure reisen können. Hier geht es nicht nur um ein einzelnes Unternehmen, sondern um die ganze Volkswirtschaft“, hebt Geschäftsführer Rudolf Vogl in einem Interview mit dem Magazin „iv-positionen“ hervor.

Für seine Beschäftigten benötigt der Industriebetrieb so schnell wie möglich mindestens 150 Impfungen. „Viele unserer Monteure sind erst in ihren 30ern“, sagt Vogl, „sie müssen aber wegen ihrer Einsätze in Risikoländern trotzdem geimpft werden.“ Um sein Personal bei Auslandseinsätzen bestmöglich vor einer Infektion zu schützen, reserviert Koenig & Bauer in Hotels ganze Etagen und organisiert das Shuttleservice zu den Kunden.

Die Koenig & Bauer (AT) GmbH ist das älteste Druckmaschinenbauunternehmen Österreichs und gehört zur deutschen Unternehmensgruppe Koenig & Bauer mit Sitz in Würzburg. Mit einem Marktanteil von mehr als 80 Prozent ist der Konzern Weltmarktführer auf dem Sektor Banknotendruckmaschinen. Egal, ob Euro, Dollar, Peso, Rupie oder Rubel: alle diese Geldscheine werden auf Druckmaschinen von Koenig & Bauer erzeugt. Am Produktionsstandort Maria Enzersdorf beschäftigt der Maschinenbauer rund 300 Mitarbeiter, darunter 25 Lehrlinge. (mm)

http://at.koenig-bauer.com/de



7.05.2021
Heimwerker stürmen Bau- und Gartenmärkte in den Lagerhäusern

Der durch die Corona-Pandemie befeuerte Trend zur Heimarbeit beschert den von der Raiffeisen Ware Austria (RWA) betriebenen Bau- und Gartenmärkten einen regen Kundenzulauf. Hatte dieses Geschäftsfeld innerhalb der Lagerhaus-Gruppe bereits in den vergangenen Jahren konstante Zuwächse verzeichnet, so gab es 2020 einen weiteren kräftigen Erlösanstieg um 9,2 Prozent auf 653 Millionen Euro. Auch bei den Baustoffen und Baudienstleistungen haben die Lagerhaus-Umsätze von 2019 auf 2020 um 3,9 Prozent auf 784 Millionen Euro zugelegt.

Die RWA-Mitgliedslagerhäuser, die im Vorjahr mit rund 12.000 Beschäftigten einen Gesamtumsatz von 4,4 Milliarden Euro erwirtschaftet haben, punkten vor allem mit ihrer hohen Standortdichte sowie ihrer Nahversorgerrolle. Und sie verstehen sich als Investitionsmotor im ländlichen Raum. „Trotz Pandemie ist es uns gelungen, eine solide wirtschaftliche Entwicklung vorzuweisen“, stellt RWA-Vorstandsvorsitzender Reinhard Wolf fest. In Zukunft würden bei der RWA und ihren Lagerhäusern insbesondere die Themen Innovation und Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit und Klimaschutz bestimmend sein. (mm)

http://www.rwa.at



7.05.2021
Niederösterreichs Freizeitbetriebe wollen jetzt voll durchstarten

„Es geht los. Wir stehen alle in den Startlöchern“, sagt Gerd Zaunbauer, der in der Wirtschaftskammer Niederösterreich als Spartenobmann für den Bereich Tourismus und Freizeitbetriebe zuständig ist und sehnsüchtig auf den 19. Mai wartet. Darüber hinaus ist er auch Stadtrat in Mödling und dort im Stadtmarketing tätig. Insgesamt ist er laut eigener Aussage für 43 Berufe zuständig, sämtliche sind in den letzten Monaten geschlossene Branchen gewesen.

Trotzdem oder gerade deswegen klingt er im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst geradezu euphorisch. „Endlich ist das Spaziergehen im Wienerwald, in der Wiener Innenstadt oder in der Mödlinger Fußgängerzone vorbei“, formuliert er pointiert. Alle, aber insbesondere ältere Menschen, würden sich darauf freuen, dass die Tanzschulen wieder geöffnet werden und dass endlich Bewegung auf einer intensiveren Ebene wieder möglich sei.

Andere zieht es vor allem in den Urlaub. Die Campingplätze sind nahezu ausgebucht, und auch die Hotellerie in Niederösterreich verzeichnet für die verlängerten Wochenenden im Mai und Juni eine äußerst gute Buchungslage. Das habe er einem Lagebericht der Obfrau der Fachgruppe Hotellerie Susanne Kraus-Winkler entnommen. Fremdenführer dürfen ab 19. Mai wieder Führungen durchführen, bis zehn Personen ist nicht einmal eine Meldung erforderlich, zwischen elf und 50 Personen muss diese erfolgen, und erst ab 51 Teilnehmern müssen die Fremdenführer dies der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft bekannt geben. „Insbesondere an touristisch interessanten Plätzen wie in der Wachau freuen sich die Fremdenführer auf Gäste, aktuell natürlich vor allem aus der Region und aus Wien“, so Zaunbauer.

Freuen werden sich auch der Bootsverleih sowie die Reitbetriebe, die wieder Trainingsstunden anbieten können, in den Lockdowns ist nur die Versorgung der Pferde möglich gewesen. „Glücksspiel wird wieder vor Ort möglich sein“, so der Obmann. „Das ist wichtig, denn bekannt ist, dass viele Spieler in den letzten Monaten ins Internet geflüchtet sind – und das war wahrscheinlich nicht immer auf der legalen Ebene.“

Letztlich erwacht auch die Veranstaltungsbranche im engeren Sinn wieder zum Leben. „In Mödling gestalten wir gerade die Kampagne: Mödling blüht auf – was sowohl ökologisch als ökonomisch gemeint ist“, sagt Zaunbauer und macht Stimmung für Sonntag den 30. Juni. „Da wird in der Pyramide in Vösendorf der Austrian Event Award vergeben. Das wird eine Veranstaltung mit mehreren hundert Personen. Gemäß aktueller Verordnung hat jeder einen zugewiesenen Sitzplatz, und auch das Essen wird an den Platz gebracht. Es ist alles kleiner als sonst, aber es findet statt, und das ist einmal das Wichtigste.“ (jm)

http://wko.at/noe/tf



7.05.2021
Airport City Schwechat wächst mit neuen Logistikhallen und Arbeitsplätzen

Mit dem neuen SkyLog-Park von DLH Österreich in Fischamend wird die Airport City um fünf hochmoderne und nach ökologischen Richtlinien errichtete Logistikhallen größer. Beim Spatenstich hob Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger hervor, dass gerade jetzt Investitionen sehr wichtig seien, damit man für die Zeit nach der Krise gut gerüstet ist. Schließlich entstehen mit diesem Projekt 150 bis 170 neue Arbeitsplätze.

Laut Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, wird die Region vom Ausbau der Logistikflächen, in den die DLH über 20 Millionen Euro investiert hat, wirtschaftlich weiter profitieren. Damit bleibt der Standort für den Flugfrachtverkehr attraktiv.

Von insgesamt geplanten 45.000 Quadratmetern Hallenfläche werden bis Jahresende 23.000 Quadratmeter entstehen. „Großen Wert legen wir auf eine ökologische Bauweise. So werden die fünf Hallen gedämmt und mit Photovoltaikanlagen errichtet“, stellte Christian Vogt, Geschäftsführer von DLH Österreich, fest. Die bestehenden Bäume des Areals werden nicht gefällt, es kommen sogar neu gepflanzte dazu. Für die Hallen gibt es bereits Mieter, wie etwa die Swissport mit einem Siebenjahresvertrag.

DLH (Deutsche Logistik Holding) Ă–sterreich betreibt auch einen Logistikpark in Enzersdorf an der Fischa, der wegen der groĂźen Nachfrage um 35.000 Quadratmeter erweitert wird. (hm)

http://www.dlh-realestate.com

http://www.viennaairport.com



7.05.2021
Nach Umsatzdelle versprĂĽht Feuerfest-Erzeuger Rath wieder Optimismus

Die Corona-Krise hat auch in der Bilanz des international tätigen Feuerfest-Herstellers Rath AG Spuren hinterlassen, der sein Stammwerk in Krummnußbaum im Bezirk Melk betreibt. Im Vorjahr sind die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 um 13,7 Prozent auf 86,4 Millionen Euro gesunken. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) ist von rund 6,5 Millionen Euro auf knapp 1,6 Millionen Euro zurückgegangen. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der vor kurzem veröffentlichten Firmenbilanz. Am Standort Krummnußbaum hat die Rath AG 2020 mehr als 24,7 Millionen Euro erwirtschaftet.

„Auch wenn COVID-19 unsere Wachstumsambitionen vorerst ausgebremst hat, bleibt Rath gut aufgestellt“, erklärt Finanzvorstand Andreas Pfneiszl. Strategisches Hauptziel der Unternehmensgruppe sei ein auch weiterhin profitables und nachhaltiges Wachstum. Das wolle man sowohl organisch mit neuen Produkten, als auch anorganisch durch Firmenzukauf erreichen.

Mit 575 Beschäftigten erzeugt die Rath AG an acht Produktionsstandorten in Österreich, Deutschland, Ungarn und in den USA ein breites Spektrum innovativer und hochwertiger feuerfester Produkte. Dazu zählen u.a. feuerfeste Steine für Kamine und Öfen sowie feuerfeste Hochöfen für die Stahlindustrie, für Müllverbrennungsanlagen und für thermische Kraftwerke. Darüber hinaus produziert die Rath AG in Krummnußbaum feuerfeste Fasern, die z.B. bei der Herstellung von Zahnimplantaten zur Anwendung kommen. (mm)

http://www.rath.at

http://www.rath-group.com



7.05.2021
Autarkes Wohnen macht immer mehr Menschen besonders neugierig

„Die Baubranche insgesamt und auch wir mit unseren Tiny-Houses und Wohnwagons haben von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des letzten Jahres profitiert. Die Menschen investierten ihr Geld in ihr Zuhause, in das Wohnen“, stellt Theresa Mai, Geschäftsführerin der WW Wohnwagon GmbH aus Gutenstein im Piestingtal fest. „Autarkie, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit von Systemen liegen gerade im Trend und haben sich durch die Covid19-Krise noch verschärft“, erklärt sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Genau das bieten wir: Auf Wunsch können sich die Käufer unserer Wohnwagons oder Tiny-Houses mit Strom und Wärme selbst versorgen und benötigen keine örtliche Kanalisation.“

Diese positive Stimmung hat im letzten Jahr eine Umsatzsteigerung um 35 Prozent auf vier Millionen Euro bewirkt. Die Zahl der Mitarbeiter ist von 26 auf 32 gestiegen. In den nächsten drei bis vier Jahren soll der Umsatz laut Mai auf rund 20 Millionen Euro anwachsen.

Dazu beitragen soll jedenfalls die Produkterweiterung der Firma. Bekannt geworden ist Mai mit den Wohnwagons, die vier bis 40 Quadratmeter Wohnfläche umfassen. Im Jahr 2020 haben sich Familien vor allem danach erkundigt, wie unabhängiges Wohnen funktioniert und was die Firma Wohnwagon dazu anbieten kann.

„Darauf haben wir unser Modellhaus entwickelt. Die Familienhäuser gibt es mit einer Fläche von 50 bis 90 Quadratmetern“, so Mai, die die Vorteile nennt: „Aufgrund der Unabhängigkeit von Energie gibt es geringe Fixkosten. Entscheidend ist der Wohlfühlfaktor. Wir bauen ausschließlich mit Naturmaterialien aus der Region.“

Wie der Wohnwagen ist das Haus nicht nur autark, sondern auch flexibel. Es wird regional in Gutenstein zusammengebaut und kann überall hingebracht werden. „Momentan haben wir zwar die meisten Aufträge in Niederösterreich, aber wir haben erst kürzlich ein Haus auch nach Deutschland geliefert“, so Mai. Ein Tiny-House kostet zwischen 180.000 Euro und 300.000 Euro, ein Wohnwagon zwischen 100.000 und 200.000 Euro.

Theresa Mai möchte mit ihrem Unternehmen ein Mittelstandsbetrieb werden, der auch für zusätzliche Arbeitsplätze in der Region sorgt. Darüber hinaus will sie sich zu einem Informationszentrum für nachhaltiges Bauen entwickeln. „Wir haben mehr als acht Jahre Erfahrung mit Autarkem Wohnen gesammelt. Diese wollen wir weitergeben, vor allem an jene, die in ihrem aktuellen Wohnbereich etwas verändern wollen. Dazu bieten wir regelmäßig zweitägige Seminare an.“ Wem diese Informationen nicht reichen, kann zum Buch von Theresa Mai greifen, das vor wenigen Tagen unter dem Titel „Wie wir leben könnten“ erschienen ist. (jm)

http://www.wohnwagon.at



7.05.2021
Waldviertler „Windmüller“ blasen Stromproduktion und Umsatz zu Rekorden

Die WEB Windenergie AG mit Sitz in Pfaffenschlag im Waldviertel hat ambitionierte Pläne, wozu ihr nicht zuletzt auch die Debatte um den Klimawandel im wahrsten Sinn des Wortes Rückenwind verschafft. „Zurzeit stehen acht Kraftwerksparks mit einer Gesamtleistung von mehr als 150 Megawatt in Bau oder kurz vor dem Baustart, davon allein 84 Megawatt in Italien“, erklärt WEB-Vorstandsvorsitzender Frank Dumeier. Mit diesen Projekten, die zum Großteil 2022 ans Netz gehen sollen, werde man weitere rund 390 Gigawattstunden (GWh) an Jahresproduktion hinzugewinnen.

Im Vorjahr hat die WEB Windenergie AG 1.302 GWh Elektrizität aus Wind- und Wasserkraft sowie aus Photovoltaik erzeugt. Das waren um 7,1 Prozent mehr als 2019 und bedeutet eine neue Rekordmarke. Auch seinen Umsatz hat das Pionierunternehmen auf dem Sektor der erneuerbaren Energie in Niederösterreich weiter steigern können. Obwohl 2020 ein eher windschwaches Jahr war, sind die Erlöse um zwei Millionen Euro oder 1,9 Prozent auf 106,2 Millionen Euro geklettert. Diese Angaben entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst dem aktuellen Jahresbericht des Öko-Stromproduzenten.

Die WEB Windenergie AG ist Österreichs ältestes Windkraftunternehmen. Der Waldviertler Betrieb betreibt mit 163 Beschäftigten 282 Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 523 Megawatt in Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich, Tschechien, Kanada und den USA. In der Slowakei steht man kurz vor dem Markteintritt. An der WEB Windenergie AG sind mehr als 6.100 Investoren beteiligt, davon fast 4.400 Aktionäre. Der überwiegende Teil der nicht börsennotierenden Aktien steht in österreichischem Besitz. (mm)

http://www.windenergie.at



7.05.2021
Niederösterreichs Arbeitsmarkt erholt sich in kleinen Schritten

Niederösterreichs Arbeitsmarkt macht kleine Schritte in Richtung Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Wie das Arbeitsmarktservice Niederösterreich (AMS NÖ) bekanntgibt, ist die Zahl der Arbeitslosen per Ende April 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 26,9 Prozent auf 64.100 Personen gesunken. Dabei muss allerdings erwähnt werden, dass die Zahl der Arbeitslosen im April 2020 – dem ersten vollen „Coronavirus-Monat“ – einen Höchststand erreicht hatte. Bei den Schulungsteilnehmern hat es im April 2021 mit einem Wachstum von 40,6 Prozent auf 10.300 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat einen geradezu sprunghaften Anstieg gegeben.

Mit einer Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent liegt Niederösterreich im Vergleich der Bundesländer zurzeit im Mittelfeld. Die niedrigste Arbeitslosenrate weist Oberösterreich mit 5,1 Prozent auf, die höchste Wien mit 13,6 Prozent. Der Bundesdurchschnitt beträgt 8,7 Prozent. (mm)

http://www.ams.at/noe



7.05.2021
St. Pöltens Stadtbus LUP fährt jetzt bis spätabends 22.30 Uhr

Der St. Pöltner Stadtbus LUP hat mit Anfang Mai sein Angebot deutlich verbessert. Die Haupt-Linien 1 bis 9 verkehren jetzt von Montag bis Samstag auch in den frühen Nachtstunden bis ca. 22.30 Uhr. Und sonntags fährt der LUP auch länger: bis 20.30 Uhr. Noch spätere Fahrgäste können das günstige Anruf-Sammeltaxi nutzen (02742/253545).

„Wir haben auf die Anliegen der LUP-Kunden gehört“, sagt Bürgermeister Matthias Stadler. So sei insbesondere von den Beschäftigten des Uniklinikums und des Handels in der Stadt, aber auch von vielen Pendlerinnen und Pendlern, die den LUP bisher nicht optimal nutzen konnten, der Wunsch nach einer Verlängerung der Betriebszeiten gekommen. Das ausgeweitete Bus-Angebot werde aber auch der Gastronomie und ihren Kunden sowie dem Kultur- und Veranstaltungssektor zugute kommen, so Stadler, der das verbesserte Bus-Angebot „auch als Maßnahme zur Stärkung der Wirtschaft nach der Corona-Krise“ sieht.

Die Ausweitung der Fahrzeiten kostet jährlich rund 1 Million Euro. Die aktuell 86 LUP-LenkerInnen werden nun fast 350.000 zusätzliche Kilometer zurücklegen. „Die Preise für die Fahrkarten bleiben aber gleich“, so Stadler. Er streicht dabei die gute Zusammenarbeit mit dem VOR und den Betreiberfirmen Dr. Richard und Zuklinbus, aber auch mit dem Bund und dem Land Niederösterreich hervor.

Für VOR-Geschäftsführerin Karin Zipperer steht fest: „Wir können die Mobilitätswende nur schaffen, wenn die Menschen die Möglichkeit haben, den öffentlichen Verkehr sicher, bequem und günstig zu nutzen.“ Deshalb sei der Ausbau des öffentlichen Verkehrs Grundvoraussetzung für eine klimafitte Mobilität. Ihr Geschäftsführer-Kollege Wolfgang Schroll unterstreicht, „dass gerade die Corona-Krise gezeigt hat, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit im Mobilitäts-Sektor ist. Nur so konnten wir in der Ostregion selbst in den kritischsten Phasen den öffentlichen Verkehr für Millionen Menschen verlässlich gewährleisten.“

Eine weitere Fahrplan-Änderung betrifft die Linie 10: Der außer Takt verkehrende Schulbus zwischen St. Georgen und Harland fährt nun drei Minuten früher (ab 7.22 Uhr), um eine bessere Anbindung an dss regionale Busnetz zu ermöglichen.

Die neuen Fahrpläne liegen in den LUP-Bussen und Trafiken sowie im Rathaus auf. Online findet man die Fahrpläne sowohl auf dem VOR-Routenplaner http://www.anachb.at als auch unter http://www.st-poelten.at/lup. (rz)



7.05.2021
Der Alpenwurm kommt erfolgreich von Gloggnitz ins Marchfeld gekrochen

Gründe für den Geschäftserfolg der Firma „Alpenwurm“ in Raasdorf im Bezirk Gänserndorf sind der Onlineshop und das steigende Interesse an der Erzeugung von eigenem Biokompost. „Die Wurmkompostierung ist ein absolutes Zukunftsthema. Man schützt die Umwelt und produziert seinen eigenen Biodünger, was gleich viel Arbeit ist, wie den Biomüll in der Biotonne zu entsorgen“, teilt Firmenchef Michael Lutz dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Besonderen Wert legt der Unternehmer auf die Qualität beim Versenden der lebenden Würmer. Diese kommen in einen verschlossenen atmungsaktiven Sack, der mit spezieller Versand-Erde gefüllt ist. Da die Erde auch genügend Futter enthält, fühlen sich die Würmer während der ganzen Transportzeit wohl. So können die Tiere bis zu drei Wochen im Sack bleiben, ohne Schaden zu erleiden. Die gefüllten Wurmsäcke werden zu einem halben Kilo Gewicht mit ca. 500 Würmern oder zu einem Kilo mit ca. 1.000 Würmern verkauft.

Neben den Kompostwürmern bietet die Firma Alpenwurm den Kunden sogenannte Komposter oder Wurmkisten für den Beginn der Wurm-Kompostierung an. „In diesen Behältern kann man auf kleinem Raum seinen Biomüll sogar in der Wohnung erzeugen, da die Komposter – im Gegensatz zur Biotonne – keine unangenehmen Gerüche verbreiten“, verspricht Michael Lutz.

Seit der Eröffnung des Unternehmens vor einem Jahr kann sich die Geschäftsleitung mit einem vollbeschäftigten Mitarbeiter über ständig steigende Umsatzzahlen freuen. „Der größte Umsatzanteil kommt derzeit noch aus Österreich. Auf Deutschland entfallen schon mehr als 30 Prozent, was wahrscheinlich in nächster Zeit auf über 50 Prozent steigen wird“, sagt er. Andere EU-Länder steuern derzeit nur kleine Umsätze bei. Die jüngste Bestellung ist aus Malta gekommen.

Als Zukunftsziel nennt der Unternehmer, der erst vor kurzem von Gloggnitz nach Raasdorf an einen besser geeigneten Standort übersiedelt ist, die rasche Steigerung des Umsatzes auf das Fünffache. „Damit wollen wir in die Automatisierung und in die Einstellung neuer Mitarbeiter investieren“, so Lutz. (km)

http://www.alpenwurm.at



7.05.2021
Berndorfer Softwareschmiede schafft freie Webshops fĂĽr kleine Firmen

Einen kostenfreien und barrierefreien Zugang für kleine Unternehmen zu Webshops hat die Digit24 GmbH in Berndorf, Bezirk Baden, eingerichtet. Das Projekt „Community Marktplatz“ soll nicht nur kleinen Geschäften einen eigenen freien Webshop bieten, es soll damit auch neue Jobs in der Region schaffen. Außerdem soll es als Suchmaschine für Angebote in den Regionen dienen. Wie Matthias Primetzhofer, Gesellschafter und Projektleiter, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, habe man dieses Projekt selbst programmiert und entwickelt. Dem riz up Creative Business Award 2021 ist diese Idee eine Nominierung wert gewesen.

„Wir wollen vom Triestingtal aus startend nicht nur den regionalen Anbietern verschiedener Waren den Einstieg in den Onlinehandel erleichtern, sondern damit auch das Entstehen regionaler Arbeitsplätze für Menschen mit besonderen Bedürfnissen fördern, damit sie von zu Hause aus arbeiten können“, erklärt Primetzhofer. Finanziert sollen diese Mini-Webshops von regionalen Plattformen, wie Gemeinden, aber auch Verbänden, Regionen und Arbeitsgruppen oder von Einkaufszentren sowie virtuellen Marktplatzbetreibern über ein Lizenzmodell werden. Derzeit beträgt die Lizenzgebühr 6.000 Euro pro Jahr.

Als Vorteil dieser Plattform für kleine Gewerbetreibende sieht Primetzhofer auch die einheitlichen Geschäftsbedingungen und Datenschutzrichtlinien. Der Verkäufer muss sich um diese Dinge nicht kümmern. Wert wird auf einfache Bedienbarkeit sowohl beim Verkäufer als auch beim Käufer gelegt. Dabei ist auch die Barrierefreiheit ein zentrales Thema, das auch eine leicht verständliche Sprache einbezieht. Hier arbeitet Digit24 mit der Inclusion24 GmbH zusammen.

Derzeit ist man noch in der Programmierungsphase, der jetzt im Sommer die Testphase mit dem ersten Prototypen folgen soll. Eine komplette Ausrollung des Community Marktplatzes ist mit 2022 geplant. Primetzhofer legt Wert auf ein ständiges Feedback und Evaluieren der Programmierung sowie auf ein langsames Wachstum, um ständig optimale Qualität bieten zu können.

Digit24 ist mit vier Mitarbeitern auf die Erstellung von barrierefreien Homepages und Webshops sowie Grafik spezialisiert. (hm)

http://www.digit24.at