NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1595 vom 3.07.2020

3.07.2020
NÖ Wirtschaftskammer startet mit Lehrlingsbonus Ausbildungsoffensive

„Eines ist sicher: Ihr Engagement in qualitativ hochstehende Ausbildung soll sich auch für Sie lohnen. Wir brauchen Fachkräfte für unsere wirtschaftliche Zukunft“. Mit diesem Appell wendet sich der neue Präsident der NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ) Wolfgang Ecker an die niederösterreichischen Unternehmen jeder Größe sowie an die Gruppe der neuen Lehranfänger mit der Einladung, den nun in Kraft getretenen Lehrlingsbonus des Bundes in der Höhe von 2.000 Euro zu nützen. „Wir unterstützen damit unsere Ausbildungsbetriebe, setzen das richtige Signal für unsere Fachkräfte von morgen und geben unserer Jugend zusätzliche Chancen“, sagte Ecker.

Mit dem Lehrlingsbonus fördert der Bund Lehrbetriebe, die in der Zeit vom 16. März bis zum 31. Oktober Lehrverträge mit einem Lehranfänger abgeschlossen haben oder noch abschließen werden. Für Lehrlinge, die aus einer überbetrieblichen Ausbildung übernommen werden, läuft die Frist bis zum 31. März 2021. Der Bonus gilt für jeden einzelnen Lehranfänger. Wer zwei aufnimmt, bekommt also 4.000 Euro. Ausbildungsbetriebe erhalten ein Mail mit dem Antragsformular, das sie für alle förderbaren Lehrlinge zusammen auf einmal ausfüllen können.

Vor Corona bis 2019 hat die Zahl der Lehranfänger in Niederösterreich um rund 17 Prozent zugenommen. „In diesen Trend müssen wir möglichst rasch wieder kommen“, so Ecker. (mü)

http://wko.at/noe

http://www.lehre-foerdern.at



3.07.2020
Bei jungen Familien ist die NĂ–-CARD heuer im Sommer stark gefragt

Schon rund 90.000 mal ist die Niederösterreich-CARD, die den Ausflugstourismus in Niederösterreich ankurbelt, in der laufenden Saison abgesetzt worden. Eine bestimmte Personengruppe greift heuer besonders gern nach dem beliebten Kundenbindungsinstrument, nämlich junge Familien. „Unter den Käufern haben wir viele Eltern festgestellt, die sonst mit ihren Kindern im Sommer immer ans Meer gefahren sind“, erklärt NÖ-CARD-Geschäftsführerin Marion Boda dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Offenbar hätten die Corona-Krise und drohende Reisebeschränkungen im Ausland einen Trend zum Heimaturlaub bewirkt, was sich an den Verkaufszahlen der Karte ablesen lasse.

Gegen Bezahlung eines einmaligen Kaufpreises verschafft die NÖ-CARD freien Eintritt an vielen Orten zur Freizeitgestaltung in Niederösterreich und in angrenzenden Bundesländern. Mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen kommen jetzt zu den bereits mehr als 250 geöffneten Ausflugszielen 23 weitere hinzu, darunter alle Bahnen der NÖ Verkehrsorganisationsgesellschaft NÖVOG, wie u.a. die Schneebergbahn, der Reblaus Express und die Wachaubahn, die Römertherme Baden oder das Benediktinerstift Altenburg im Waldviertel. Mit 4. Juli halten 275 Freizeitattraktionen in allen Landesvierteln ihre Tore für die Besucher offen.

Die am 1. April gestartete NÖ-CARD 2020/21 ist ein Jahr lang bis 31. März 2021 gültig. Zum Normalpreis kostet sie für Erwachsene 63 Euro. Jugendliche von 6 bis 16 Jahren zahlen nur 32 Euro, Kinder bis zum Alter von 6 Jahren überhaupt nichts. Wer eine alte Karte besitzt, kann sie um fünf Euro (Jugendliche um drei Euro) verbilligt verlängern lassen. Erhältlich ist die NÖ-CARD u.a. in Trafiken in Niederösterreich und Wien, in Raiffeisen-Bankfilialen, an OMV-Tankstellen, vielen teilnehmenden Ausflugszielen, über die CARD-Hotline 01/535 05 05 sowie per Internet. (mm)

http://www.niederoesterreich-card.at



3.07.2020
Mineralwasserfirma Vöslauer verzeichnet sprudelnde Umsatz- und Gewinnzahlen

Die Vöslauer Mineralwasser GmbH, Österreichs größter Hersteller von Mineralwasser, hat 2019 das beste Geschäftsjahr ihrer Unternehmensgeschichte verzeichnet. Der Umsatz des Getränkeproduzenten – eine Tochterfirma des Brauerei-Konzerns Ottakringer – ist um 2,7 Prozent über die 100-Millionen-Euro-Umsatzmarke auf 101,1 Millionen Euro geklettert, das Segmentergebnis sogar um 8,9 Prozent auf 12,5 Millionen Euro. Diese Zahlen gab Ottakringer-Vorstandssprecher Alfred Hudler im Rahmen der vor kurzem abgehaltenen Hauptversammlung bekannt, die die Finanzzeitung Börsen-Kurier mitverfolgt hat.

„Die vorübergehende Schließung der Gastronomie- und Hotelleriebetriebe infolge der Corona-Krise hat 20 Prozent des Vöslauer-Umsatzes gekostet“, führte Hudler aus. Im Lebensmittelhandel habe die Mineralwassermarke zwar zuerst durch Hamsterkäufe einen Umsatzsprung gemacht, aber danach sei ein Rückgang gekommen, und „momentan spüren wir einen verhaltenen Absatzverlauf“, sagte der Ottakringer-Vorstand.

Das Mineralwasser entspringt aus einer 660 Meter tiefen Quelle im Thermalbad Bad Vöslau. In einem heissen Sommer werden an Spitzentagen rund 2,5 Millionen Liter ausgeliefert. 18 Prozent der Produktion gehen in den Export, vor allem nach Deutschland. In Lizenz erzeugt die Vöslauer Mineralwasser GmbH mit ihren 220 Beschäftigten auch die bekannten Limonadenmarken Almdudler, Pepsi Cola und Seven up. (mm)

http://www.voeslauer.com

http://www.ottakringerkonzern.com



3.07.2020
Gewittergefahr: Experten raten zum regelmäßigen Blitzableiter-Check

Nach den Aufzeichnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat das Gewitterpotenzial in Österreich in den letzten 20 Jahren um 20 Prozent zugenommen. Auch Andreas Iser, Geschäftsführer der Firma Eltro Blitzschutzanlagenbau in Steinabrückl bei Wiener Neustadt und als Blitzschutzexperte Vorsitzender des Arbeitsausschusses Blitzschutz und Erdung in der Wirtschaftskammer Österreich, stellt fest, dass viele Gewitter heute anders ablaufen als in der Vergangenheit. „Was sich verändert hat, ist auf den Wetterkarten des Blitzortungssystems ALDIS klar ersichtlich: Gewitter sind regionaler geworden. Sie gehen in einem kleineren Umkreis nieder, aber mit mindestens gleich hoher Intensität, was die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags erhöht“, erklärt Iser dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Um die Gefahr von Gewittern wissen auch private Hausbesitzer. „Insbesondere in den äußeren Blitzschutz wird beim Hausbau investiert“, so Iser. Mit einem vom Fachbetrieb gestalteten Erdungssystem soll der Blitzstrom gegen die Erde abgeleitet und im Erdreich großflächig verteilt werden. „Österreichweit haben wir 100 Mitglieder in unserem Ausschuss, 20 davon sind aus Niederösterreich – nahezu alle beschäftigen sich mit dem Thema Erdungsbau, also mit dem äußeren Blitzschutz.“ Dies nicht zuletzt deswegen, da der innere Blitzschutz, der Überspannungsschutz, von Elektrofachkräften hergestellt wird.

Laut Gesetz muss das Blitzschutzsystem in privaten Haushalten alle zehn Jahre überprüft werden. Hier sieht der Experte sehr wohl Handlungsbedarf. „Ich würde mir eine regelmäßige Überprüfung wünschen, die nicht zuletzt der Sicherheit der Hausbewohner dient“, so Iser, der weiter ausführt: „In der Regel sind es andere Berufsgruppen, wie etwa der Rauchfangkehrer, der nach einem Blitzschutzprotokoll fragt. Dann ist so mancher Hausbesitzer erstaunt, wie lange denn die letzte Prüfung zurück liegt. Wartungsverträge oder Erinnerungsschreiben könnten hier Abhilfe schaffen.“

Die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme unterstreicht auch Friedrich Manschein, Innungsmeister der Elektro-, Alarm- und Kommunikationstechniker in der NÖ Wirtschaftskammer: „Der Blitzschutz ist natürlich in erster Linie Personenschutz. Aber auch der Sachschaden, der durch Blitz entsteht und mit einem ordentlichen Blitzschutz vielleicht hätte verhindert werden können, ist enorm.“ (jm)

http://wko.at/noe/elektro

http://blitzschutz-wko.at

http://www.eltro.at



3.07.2020
Für Baugrundstücke in NÖ müssen die Käufer immer mehr Geld hinblättern

In keinem anderen Bundesland steigen die Preise für Baugrundstücke so stark wie in Niederösterreich. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst dem jüngsten Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer Österreich entnimmt, gab es im Vorjahr einen Zuwachs um 8,2 Prozent auf durchschnittlich 128 Euro je Quadratmeter. Im Durchschnitt aller Bundesländer haben die Grundstückspreise nur um sechs Prozent zugelegt.

Wie auch schon 2018 hat der Bezirk Tulln im niederösterreichischen Vergleich mit einem Anstieg um 14,4 Prozent auf durchschnittlich 255,5 Euro den stärksten Preisanstieg bei Baugrundstücken für freistehende Einfamilienhäuser verbucht. Dahinter folgen die Stadt Krems mit einer Zunahme um 13,5 Prozent, der Bezirk Waidhofen/Thaya (+11 Prozent), die Landeshauptstadt St. Pölten (+10,7 Prozent) sowie der Bezirk Mödling (+10,2 Prozent). Auch der Bezirk Baden hat wieder einen beachtlichen Preissprung um 9,3 Prozent nach oben gemacht.

„Die Bereitschaft, in Wohnimmobilien zu investieren, hat stark zugenommen“, erklärt Georg Edlauer, Fachverbandsobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich, bei einer Analyse des Immobilienpreisspiegels. Das werde insbesondere an den Baugrundstücken deutlich, die im Vergleich zu anderen Wohnkategorien, wie Einfamilien- und Reihenhäuser, Eigentums- und Mietwohnungen, das stärkste Preiswachstum zeigen. Im Umfeld von Ballungszentren mit großem Arbeitsplatzangebot „ist mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen“, meint Edlauer.

Wie die Regionalergebnisse des Immobilienpreisspiegels für Niederösterreich erkennen lassen, ist der Bezirk Mödling das teuerste Pflaster im Land. In den Gemeinden südlich von Wien muss man für einen Quadratmeter Baugrund durchschnittlich 409,3 Euro bezahlen. Vergleichsweise billig kommen Grundstückkäufer hingegen in den Bezirken des Waldviertels davon. Laut Immobilienpreisspiegel kostet der Quadratmeter in Gmünd nur 34,1 Euro, in Waidhofen/Thaya 40 Euro sowie in Horn 50,5 Euro. (mm)

http://www.wkimmo.at

http://wko.at/noe/immobilien



3.07.2020
Frauen verdienen in handwerklich-technischen Berufen wesentlich besser

Weil weibliche Fachkräfte mit technisch-handwerklichem Know-how weit mehr verdienen als Frauen in traditionellen Berufen, wie Friseurin oder Verkäuferin, macht das Arbeitsmarktservice Niederösterreich (AMS NÖ) einmal mehr auf seine bewährte Ausbildungsschiene „Frauen in Handwerk und Technik“ (FiT) aufmerksam. FiT verfolgt das Ziel, Frauen für Berufsfelder zu begeistern, die bisher von Männern dominiert wurden, und Ausbildungen zu fördern, die ihre Jobchancen und Verdienstmöglichkeiten verbessern. Auch dem oft akuten Personalmangel will das AMS NÖ mit mehr Frauen entgegenwirken.

Für das Weinviertel fällt die FiT-Regionalbilanz der bisher erbrachten Leistungen beeindruckend aus. Wie das AMS NÖ dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mitteilt, haben sich seit dem Projektstart 2009 im FiT-Zentrum Weinviertel mehr als 2.000 Frauen aus dem Bezirken Hollabrunn, Korneuburg, Mistelbach und Gänserndorf mit Berufen aus Handwerk und Technik vertraut gemacht. Rund 700 Frauen sind in eine FiT-Ausbildung eingetreten, wovon 85 Prozent die Kurse und Praktika positiv abgeschlossen und dann eine Anstellung in einem Betrieb mit handwerklich-technischer Ausrichtung gefunden haben.

Durchgeführt wird das FiT-Zentrum Weinviertel von ABZ*AUSTRIA, einem nicht gewinnorientiert wirtschaftenden Verein zur Förderung von Arbeit (A), Bildung (B) und Zukunft (Z) von Frauen. Das FiT-Programm steht allen Frauen offen, die beim AMS arbeitslos oder arbeitsuchend gemeldet sind. Vorbildung und/oder berufliche Qualifikation spielen keine Rolle. (mm)

http://www.ams.at/fit

http://www.abzaustria.at/angebote-projekte/fit-zentrum-weinviertel



3.07.2020
Umdasch Group erzielt leichtes Umsatzplus aber weniger Gewinn

Der größte private Arbeitgeber im westlichen Niederösterreich, die Firma Umdasch mit Sitz in Amstetten, hat im Geschäftsjahr 2019 seinen Umsatz weiter steigern können. Das Industrieunternehmen, das mit seinen Tochtergesellschaften Doka in der Schalungstechnik, „umdasch The Store Makers“ im Ladenbau sowie mit der Innovations-Plattform „Umdasch Group Ventures“ geschäftlich tätig ist, hat mit rund 8.800 Beschäftigten die Erlöse um 1,8 Millionen Euro oder 0,1 Prozent auf fast 1,52 Milliarden Euro erhöht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) hingegen ist um 23,4 Millionen Euro oder 18,3 Prozent auf 104,7 Millionen Euro gefallen. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der per Ende Dezember 2019 abgeschlossenen Firmenbilanz.

Die Umdasch-Konzerntochter Doka zählt zu den weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und im Vertrieb von Schalungstechnik für den Brücken-, Hoch-, Tunnel-, Kraftwerks-, Berg- und Sichtbetonbau. Im Vorjahr ist ihr Umsatz um einen Prozentpunkt auf die neue Rekordmarke von knapp 1,28 Milliarden Euro gewachsen.

Das zweite große geschäftliche Standbein der Umdasch Group ist der Ladenbau. In diesem Segment ist der Umsatz im Vorjahr um 4,5 Prozent auf 240,7 Millionen Euro zurückgegangen. Kunden von „umdasch The Store Makers“ sind neben bekannten Lebensmitteleinzelhandelsketten auch global tätige Markenunternehmen, wie Swatch, Nike, Levi´s, Esprit, Hugo Boss, Polo Ralph Lauren oder Red Bull. (mm)

http://www.umdaschgroup.com



3.07.2020
Patentamt registriert 264 Geistesblitze aus Niederösterreich

264 Erfindungen von Niederösterreichern bzw. niederösterreichischen Unternehmen hat das Österreichische Patentamt im vergangenen Jahr registriert. Wie die Registrierungsbehörde dem NÖ Wirtschaftspressedienst bekanntgibt, rangiert Niederösterreich mit den 2019 angemeldeten Patenten und Gebrauchsmustern im Bundesländer-Ranking auf Platz vier. An der Spitze liegt Oberösterreich mit 642 registrierten Erfindungen vor der Steiermark (463) und Wien (436). Bundesweit registrierte das Patentamt 2019 insgesamt 2.724 angemeldete Erfindungen in Österreich.

Läuft die Wirtschaft in einem Land rund, spiegelt sich das sofort in steigenden Markenanmeldungen wider. Ließen die Niederösterreicher 2018 insgesamt 803 neue Logos registrieren, waren es im vergangenen Jahr bereits 866. Dieser Zuwachs um 7,8 Prozent hat Niederösterreich in der Markenstatistik der Bundesländer hinter Wien (1.852 Anmeldungen) und vor Oberösterreich (748) auf den zweiten Platz befördert.

Niederösterreichs Patent-Spitzenreiter kommt aus dem Mostviertel. Mit seinen innovativen Lichtsystemen hat der Automobil-Zulieferer ZKW Group GmbH aus Wieselburg die meisten Erfindungen eingereicht. Auch bei den Markenanmeldungen steht das Industrieunternehmen ganz vorne im Ranking. (mm)

http://www.patentamt.at



3.07.2020
Elektro- und Elektronikindustrie bestätigt sich als Motor der Digitalisierung

Die steigende Bedeutung der Elektro- und Elektronikindustrie als Schlüsseltechnologie hat die Corona-Krise mit dem verstärkten Einsatz von digitalen Medien und Prozesssteuerungen deutlich gemacht. Wolfgang Hesoun, Obmann des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie in der Wirtschaftskammer Österreichs (FEEI), führt das als Beweis an, welch großes Potential in dieser Branche stecke, denn ohne sie gäbe es keine Digitalisierung.

Wie Hesoun bei der Präsentation der jüngsten Bilanz feststellte, gäbe es in der heimischen Elektro- und Elektronikindustrie kaum Kurzarbeit und bisher Einschränkungen nur auf Grund unterbrochener Lieferketten. Um am Weltmarkt weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, gelte es, durch Digitalisierung Produktionen zu optimieren. Als Voraussetzung nennt er entsprechende Rahmenbedingungen, wie Forschung und Entwicklung sowie die Ausbildung von Fachkräften in allen Abstufungen. Insbesondere Frauen und Mädchen will Hesoun Mut machen, sich für die krisenfeste Elektronikbranche zu interessieren.

Die rund 300 Betriebe der Elektro- und Elektronikindustrie Österreichs haben 2019 einen Mitarbeiterzuwachs um 2,6 Prozent auf 68.721 Personen verzeichnet. Auf Grund der mäßigen Entwicklung der Weltwirtschaft und des verlangsamten Wachstums im EU-Raum hat dieser Industriezweig einen Rückgang der Produktion um 1,4 Prozent auf 18,56 Milliarden Euro und einen Rückgang des Umsatzes um 3,9 Prozent auf 20,67 Milliarden Euro hinnehmen müssen.

In Niederösterreich setzt sich die Elektro- und Elektronikindustrie aus 87 Betrieben mit 8.172 Beschäftigten und 71 Lehrlingen zusammen. 2019 hat sie einen Umsatz von 2,05 Milliarden Euro erzielt und Produkte im Wert von 2,34 Milliarden Euro abgesetzt. Zu den Flaggschiffen der Branche zählen die Liebherr-Transportation Systems GmbH & Co KG in Korneuburg, die Eaton Industries Austria GmbH mit FI-Schaltern in Schrems, die ZKW Lichtsysteme GmbH in Wieselburg und die DAS Energy GmbH mit leichten und flexiblen Photovoltaikpaneelen in Wiener Neustadt. (hm)

http://www.feei.at



3.07.2020
Brot-selbst-backen ist durch die Corona-Krise im SĂĽden Wiens zum Renner geworden

Alles zum Selberbacken von Brot bekommt man vom Einpersonen- und Start-up-Unternehmer Robert Dannbauer und seiner Firma „25.stunden.BROT“ in Maria Enzersdorf im Bezirk Mödling. Gegründet habe er seine Firma im Schnellverfahren über Nacht, erklärte er dem NÖ Wirtschaftspressedienst, weil die Corona-Krise eine Nachfrage nach eigenem Brot ausgelöst habe. Neben dem bereits bestehenden Online-Shop möchte er auch ein Ladenlokal in Mödling in Betrieb nehmen.

„Schon immer habe ich mich mit Brotbacken und Kulinarik beschäftigt und mache mir bereits seit langer Zeit mein Brot selber. Wegen der Corona-Krise wollten auch viele Freunde sich selbst versorgen, was schließlich die Geburtsstunde meiner Firma gewesen ist“, so Dannbauer. Bei der Einrichtung von Homepage und Webshop geholfen habe ihm, dass er aus der IT-Branche komme.

Im Angebot hat Robert Dannbauer klassische Weizen- und Roggenmehle sowie Spezialmehle aus Urgetreidesorten, wie Emmer, Kamut und Einkorn, und auch Neuzüchtungen. Wert legt er auf Bio-Qualität. Die Mehle kommen zu 90 Prozent aus österreichischen Mühlen. Ihm ist bewusst, dass er sich mit seinen Mehlen von der Supermarktware abheben muss. So gibt es bei ihm auch Sauerteigstarter von Roggen, Weizen und Lievito Madre sowie ein Pizzamehl.

Die Mehle sind ab 2,20 Euro und die Sauerteigstarter ab fünf Euro erhältlich. Neben den Backzutaten bietet Dannbauer auch entsprechendes Zubehör sowie Literatur für ein gelungenes Brot an. Den Sektor Zubehör will er weiter aufstocken.

Kunden von „25.stunden.BROT“ kommen inzwischen schon aus ganz Österreich. Fünf Prozent der Produktion werden nach Deutschland exportiert. Geplant sind neben dem Ladengeschäft in Mödling auch Brotbackkurse. (hm)

http://shop.25stundenbrot.at



3.07.2020
Arbeitslosigkeit in Niederösterreich sinkt den zweiten Monat in Folge

Die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich ist per Ende Juni den zweiten Monat in Serie gesunken. Wie das AMS mitteilt, sind in Niederösterreich gegenwärtig 64.224 Menschen arbeitslos gemeldet. Das ist ein Anstieg um 19.547 Personen oder 43,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, allerdings auch ein Rückgang um 7.277 Personen oder 10,2 Prozent gegenüber Mai 2020. Die Zahl der Schulungsteilnehmer ist mit 7.907 Personen um 11,9 Prozent zurückgegangen.

Den Höchststand arbeitslos gemeldeter Personen in Niederösterreich hat es Ende April mit 80.199 gegeben. Per Ende Mai ist diese Zahl auf 71.501 gesunken. Der Rückgang von Monat zu Monat seit dem Lockdown ist nicht zuletzt auf die Geschäftsöffnungen in Handel und Gastronomie zurückzuführen.

Die schrittweise Entspannung auf dem niederösterreichischen Arbeitsmarkt macht sich auch auf dem Stellenmarkt bemerkbar. Die niederösterreichischen Betriebe haben dem AMS im Juni mit knapp 4.900 freien Stellen genauso viele zur Besetzung gemeldet wie im Vormonat. Insgesamt stehen dem AMS NÖ zurzeit 10.560 freie Stellen zur Besetzung zur Verfügung, um 242 oder 2,3 Prozent mehr als im Mai. (mm)

http://www.ams.at/arbeitsuchende #niederoesterreich