NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1426 vom 17.03.2017

17.03.2017
Betriebliche Kuppel-Show "Topf sucht Deckel" startet die zweite Runde

Als erfolgreiches Format hat sich die Geschäftskontaktmesse „Topf sucht Deckel“ etabliert. Sie startet heuer bereits in die zweite Runde. „Niederösterreich ist von EPU und KMU geprägt, die 90 Prozent der Unternehmen ausmachen. Hier ist Netzwerken ein wichtiges Kriterium des Unternehmenserfolges, das die NÖ Wirtschaftskammer mit diesen Veranstaltungen unterstützt“, stellt Jarko Ribarski, Bezirkstellenobmann von Baden, gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst fest. An der Auftaktveranstaltung 2017 in der Bettfedernfabrik in Oberwaltesdorf für die Bezirke Baden, Mödling, Wr. Neustadt, Neunkirchen und Bruck/Leitha haben rund 350 Unternehmer teilgenommen, die sich in 700 Gesprächen in neun Runden austauschten.

Das Konzept von „Topf sucht Deckel“ sieht vor, dass man sich im Vorfeld aus der Anmeldeliste potentielle Gesprächspartner aussucht und jeweils eine viertel Stunde Zeit hat, um miteinander zu reden und festzustellen, ob es Möglichkeiten einer Zusammenarbeit gibt. Weiters steht ein „Round Table“ für spontane Kontakte zur Verfügung. Für die Entwicklung und Durchführung dieser Geschäftskontaktmesse zeichnet Toni Ferk, Geschäftsführer von Sales Teams & More, verantwortlich. Laut Ferk ist der Respons der Unternehmer sehr gut, was auch die NÖ Wirtschaftskammer bewogen hat, dieses Format zu verlängern.

Die nächste „Topf sucht Deckel“-Veranstaltung findet am 19. April in St. Pölten statt. Im Herbst stehen Mistelbach im Oktober und Krems im November auf dem Plan. (hm)

http://wko.at/noe



17.03.2017
Zweitgrößter Arbeitgeber im Bezirk Bruck/Leitha ruft nach besserer Öffi-Anbindung

Die schlechte Versorgung der Ortschaft Margarethen am Moos im Bezirk Bruck/Leitha mit Bahn- und Buslinien bemängelt Dieter Glawischnig, Geschäftsführer des Wellpappe-Erzeugers DS Smith Packaging Austria GmbH. Das Industrieunternehmen hat in Margarethen am Moos seinen Hauptsitz und beschäftigt dort 190 Personen. Jede fünfte Verpackung aus Wellpappe in Österreich stammt von DS Smith Packaging.

„Wir sind der zweitgrößte Arbeitgeber im Bezirk Bruck/Leitha“, stellt Glawischnig in einem Interview mit dem Magazin „IV-Positionen“ fest, „sind aber trotzdem mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen, weil man das Projekt Götzendorfer Spange – die geplante Zugverbindung zwischen dem Flughafen und der Ostbahn – abgeblasen hat.“ Speziell bei der Suche nach Lehrlingen sei dieser Umstand natürlich ein Hindernis.

DS Smith Packaging Austria beschäftigt in Margarethen am Moos, an einem weiteren Werk in Kalsdorf bei Graz sowie zwei Verkaufsbüros in Wien und Salzburg 450 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist Teil des internationalen Konzerns DS Smith mit Zentrale in London. Aufgeteilt in die Divisionen Packaging, Recycling, Paper und Plastics zählt die Gruppe weltweit 26.000 Beschäftigte. (mm)

www.dssmith.com/atde/packaging



17.03.2017
Veranstaltungssicherheit: ein Symposium möchte Problembewusstsein schaffen

Am 30. März findet an der Donau-Universität Krems ein Symposium zum Thema „Veranstaltungssicherheit“ statt. Organisiert wird es von der Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe der NÖ Wirtschaftskammer. „Ich bin sehr froh, dieses Symposium nach Krems gebracht zu haben, da in dem Veranstaltungsgesetz, das ein Landesgesetz ist, auch die lokalen Rahmenbedingungen im Detail erörtert werden können“, so Obmann Gert Zaunbauer. Im Gegensatz zu Wien sei in Niederösterreich das Problembewusstsein in Sachen Veranstaltungssicherheit noch wenig ausgeprägt. In Wien seien Betonblöcke, Barrieren und Zäune bei Veranstaltungen regelmäßig ebenso vorhanden wie die Präsenz von Sicherheitspersonen. „Vieles davon ist bei den großen und kleinen Veranstaltungen am Land und in den Städten Niederösterreichs noch nicht angekommen“, berichtet Zaunbauer.

Dabei möchte der Obmann durchaus realistisch sein. „Mir geht es um echte Sicherheit, darum, dass sich die Veranstaltungsbesucher gut aufgehoben fühlen. In dem Sinn mag es reichen, wenn vor dem VAZ St. Pölten ein Polizeiwagen steht.“ Früher sei nur die Feuerwehr ein Thema gewesen. Die Angst vor Bränden schien real – das ist auch noch heute so, aber noch mehr geht es um die Angst vor den anderen.

Trotz dieser Veränderungen – und Sicherheit ist weltweit ein Thema – läuft vieles wie immer. Zaunbauer bringt als Beispiel den Faschingsumzug in Mödling, den er vor kurzem selbst besucht hat. „50.000 Menschen, angeführt von der designierten Landeshauptfrau und vom Bürgermeister, drängen sich auf einer geraden Straße. Man feiert ausgelassen wie auch in den Jahren zuvor, die Zugänge sind barrierefrei. Wer da denkt, die Amokfahrt in Nizza sei schlimm gewesen, der möchte es nicht erleben, wenn bei einer solchen Faschingsveranstaltung etwas passiert“, so Zaunbauer, der betont, keinesfalls Panik verbreiten zu wollen, aber mehr Gefahrenbewusstsein einmahnt. „Und da ist die Donau-Universität Krems ein guter Standort, schließlich ist es gerade die Jugend, die wir auf dieses Thema aufmerksam machen möchten.“ (jm)

http://wko.at/noe/freizeit

www.donau-uni.ac.at/symposium-sicherheit



17.03.2017
Die Badner Bahn rollt auch im Güterverkehr auf der Erfolgsschiene

2016 war für die Badner Bahn mit ihrer Güterverkehrssparte - die Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH (WLB Cargo) - wieder ein starkes Geschäftsjahr. Wie WLB Cargo-Geschäftsführer Christian Hann bekanntgibt, hat das Unternehmen im Vorjahr rund 5.000 internationale Güterzüge mit einem Ladevolumen von fünf Millionen Tonnen befördert. 60 Prozent der Transporte machten die Containerzüge zu den norddeutschen Hochseehäfen und in das Ruhrgebiet aus. Weiters hinzu kamen u.a. Autozüge aus Tschechien und aus der Slowakei in die Häfen der nördlichen Adria.

2016 hat die WLB Cargo mit 110 Beschäftigten einen Umsatz von 60 Millionen Euro erwirtschaftet. Zur Zeit besteht die Triebfahrzeug-Flotte des Transportunternehmens aus 28 Elektro- und vier Diesellokomotiven. Seit 2007 tritt die WLB Cargo als rechtlich eigenständiges Tochterunternehmen der Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen auf. (mm)

http://wlb-cargo.at



17.03.2017
Beherbergungskapazität entlang der March hat noch viel Luft nach oben

Obwohl die Marchfeldschlösser Schloss Hof und Niederweiden im Vorjahr mit 242.000 Besuchern ein Rekordergebnis erzielt haben, locken die beiden Ausflugsziele fast nur Tagesgäste an. Das lässt sich aus den Nächtigungszahlen der umliegenden Gemeinden entlang des Grenzflusses ableiten, die auch 2016 schütter geblieben sind. So meldet die Statistik Austria für Angern/March 3.600 Übernachtungen (minus 18,5 Prozent gegenüber 2015), für Dürnkrut und Hohenau, die zu wenige Beherbergungsbetriebe haben, sogar überhaupt keine Zahlen. Lediglich Marchegg konnte im Vorjahr einen Anstieg um 13 Prozent auf knapp 5.500 Nächtigungen verbuchen.

„Es ist ganz wichtig, dass wir Schloss Hof und Niederweiden auf die touristische Landkarte bringen“, appelliert Franz Sattlecker, Geschäftsführer der Marchfeldschlösser-Muttergesellschaft „Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft“ (SKB), gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst dazu, mehr Beherbergungskapazität in der Region zu schaffen. Die SKB möchte jedenfalls ihren Teil dazu beitragen, die beiden Kulturjuwele im Marchfeld für Besucher noch attraktiver zu machen. So wird heuer in Schloss Hof bis zum Herbst der einstmals imposante Kaskadenbrunnen wiederhergestellt und mit der Restaurierung der siebenten Gartenterrasse begonnen. Neun Millionen Euro nimmt die SKB zur Umsetzung dieser Projekte in die Hand.

Heuer dürfen Schloss Hof und Schloss Niederweiden wieder mit großem Publikumszustrom rechnen. Denn aus Anlass des 300. Geburtstags von Kaiserin Maria Theresia ehrt die SKB die Habsburger-Herrscherin mit einer großen Sonderausstellung, die unter dem Titel „300 Jahre Maria Theresia: Strategin-Mutter-Reformerin“ neben der Kaiserlichen Wagenburg und dem Hofmobiliendepot in Wien auch die beiden Marchfeldschlösser zum Schauplatz hat. Dabei widmet sich Schloss Hof dem außenpolitischen Thema „Bündnisse und Feindschaften“ und Schloss Niederweiden dem innenpolitischen Thema „Modernisierung und Reformen“. (mm)

www.schlosshof.at

www.mariatheresia2017.at



17.03.2017
Niederösterreichs Textilindustrie punktet mit Qualität und stetiger Weiterentwicklung

Obwohl die österreichische Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie im vergangenen Jahr einen Produktionsrückgang um bis zu 1,5 Prozent sowie einen Beschäftigungsrückgang um 6,4 Prozent hinnehmen musste, blickt die Branche optimistisch in die Zukunft. „Fakt ist, wir schrumpfen langsam. Bereits 2015 hatten wir nämlich einen Produktionsrückgang um 0,8 Prozent und einen Beschäftigungsrückgang um 6,2 Prozent. Trotzdem macht sich das von Experten prognostizierte Wirtschaftswachstum seit Ende des Vorjahres verhalten bemerkbar“, teilt Helmut Müller, Fachvertretungsvorsitzender in der NÖ Wirtschaftskammer und Plant Manager der Firma Huyck Austria GmbH in Gloggnitz, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Wir gewinnen nämlich wieder an Produktivität“, sagt er.

Niederösterreichs Betriebe punkten am internationalen Markt, trotz extrem angespannter weltpolitischer Lage, vor allem mit Spezialisierung, hoher Qualität, maximaler Haltbarkeit, bester Verarbeitung und fortlaufender Entwicklung sowie Service. „Die Textilindustrie investiert pro Jahr an die fünf bis zehn Prozent in die Weiterentwicklung neuer Produkte, wie etwa Hightech-Spezialstoffe für Funktionsbekleidung, damit wir weiterhin vorn mit dabei sein können“, so Helmut Müller. „Die Kunden wissen das sehr wohl zu schätzen, und sind auch bereit, einen etwas höheren Preis zu zahlen, weil ihnen klar ist, dass Fernost da überhaupt nicht mithalten kann.“ Vor allem die Berufsbekleidung mit ihren innovativen Produkten sei international besonders gefragt.

„Wir brauchen uns in unsere Branche nichts vorzumachen: Wer heute nicht imstande ist, seine Entwicklung voranzutreiben, den wird es in ein paar Jahren nicht mehr geben“, ist der Kammerfunktionär überzeugt. Dazu gehöre natürlich auch die Ausbildung geeigneten Personals. Huyck. Wangner Austria hat derzeit 21 Lehrlinge, „weil uns klar ist“, so Müller, „dass der Erfolg eines Unternehmens mit seinen Mitarbeitern steht oder fällt.“ Derzeit gibt es in Niederösterreich 50 Betriebe der Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederwarenindustrie, die 3.350 Mitarbeiter beschäftigen und davon 40 Lehrlinge ausbilden. Die meisten Lehrlinge, nämlich zwölf, erlernen den Beruf des Schuhmachers.

Die Aussichten für das heurige Jahr seien etwas besser als vor einem Jahr, meint Müller. „Die Auftragseingänge unserer Branche sind dennoch durchwachsen. Es gibt Betriebe, bei denen läuft es gut, bei anderen verhaltener. Dies hängt aber auch damit zusammen, dass etwa die Bekleidungs- und Schuhindustrie stark vom Saisongeschäft abhängig ist. Insgesamt ist alles kurzlebiger geworden. Aufträge auf Jahre hinaus gibt es nicht mehr. Auch der Preisdruck wird bleiben. Man wird vielleicht die Mengen bekommen, aber nicht den Preis. Deshalb setzen wir heuer mehr denn je auf Information und Verweis auf unsere Stärken. Außerdem bin ich davon überzeugt, das man mit den Maßnahmen, die jeder vorausschauende Erzeuger trifft, nämlich mit Lean Production, Industrie 4.0 und der Kombination höchster Produktivität mit höchster Qualität, konkurrenzfähig bleibt und sehr wohl gegen den einen oder anderen Billiganbieter bestehen kann, sofern man dementsprechend ausgerüstet ist.“ (dsh)

http://wko.at/noe/textilindustrie



17.03.2017
Anrufsammeltaxis werden in Niederösterreich immer beliebter

Das 2002 in Betrieb gegangene niederösterreichische öffentliche Verkehrsnetz (ÖV) ist inzwischen auf 23 Anrufsammeltaxis angewachsen. Jährlich erhöhen sich die Fahrgastzahlen, wie das Büro von Verkehrslandesrat Karl Wilfing dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet. Haben im Jahr 2015 an die 130.000 Fahrgäste die Anrufsammeltaxis genutzt, sind es 2016 schon 135.000 gewesen. Die meisten Fahrgäste verzeichnete im Jahr 2016 das IST-Mobil Bezirk Korneuburg, gefolgt von den AST St. Pölten, City-AST Amstetten, AST Gänserndorf und AST Klosterneuburg.

Aber auch die Anrufsammeltaxis selber werden immer mehr. Im Vorjahr kamen das AST Bad Fischau-Brunn und Wr. Neustadt hinzu. Heuer das AST Kottingbrunn. Das System ist so aufgesetzt, dass eine Erweiterung laufend erfolgen kann, wie etwa seit 2. Jänner dieses Jahres in Amstetten auf die Ortsteile Mauer, Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth.

Im Vorjahr ist die Dispositionszentrale für den Tagesbetrieb in den Verkehrsverbund integriert worden. Damit will man eine bessere Vernetzung mit dem gesamten ÖV-System gewährleisten. Neue Software-Applikationen sollen schrittweise eingerichtet werden, um das System weiter dem Bedarf anzupassen. Das Interesse der Gemeinden an kleinräumigen Mobilitätslösungen ist derzeit sehr groß, weshalb es auch viele Beratungs- und Planungsgespräche gibt. Das nächste fertig geplante Anrufsammeltaxi, das seinen Betrieb in den nächsten Monaten aufnehmen wird, formiert sich in der Gemeinde Mitterndorf/Fischa.

Die Angebote sind sehr unterschiedlich strukturiert. Manche Gemeinden bieten Anrufsammeltaxis nur vormittags an, etwa für Einkaufsfahrten, Arztfahrten oder zur Erledigung von Amtswegen. In anderen Gemeinden gibt es diese Mobilitätsform nur abends, damit Jugendliche und Nachtschwärmer sicher nachhause kommen. Dann gibt es auch Gemeinden, wie Amstetten, in denen das AST ganztägig zur Verfügung steht.

Größere Veränderungen entstehen naturgemäß durch die Einführung neuer ASTs, durch Änderung der Betriebszeiten oder die Einstellung bestehender AST-Systeme. Auch die Personengruppen, die die Angebote nutzen, sind unterschiedlich. Am Vormittag fahren ältere Personen, während der Nacht hauptsächlich Jugendliche. ASTs, die ganztätig Fahrgäste chauffieren, werden von allen Personengruppen frequentiert, insbesondere jenen, die zur Arbeit fahren. Für sie liegen die Vorteile auf der Hand: Von einem sehr dichten Netz an Sammelstellen geht es direkt zu einer konkreten Zieladresse. Dieses Konzept der kurzen Wege kommt vor allem auch Personen zugute, deren Mobilität beschränkt ist. Außerdem werden Fahrten nach Bedarf angeboten, zum Beispiel wenn es gilt, Fahrplanlücken zu schließen oder Betriebszeiten zu verlängern, um Personen, die pendeln müssen, ein späteres Heimkommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen. Das macht AST-Systeme sehr flexibel und für Kunden attraktiv.

Welches AST auch immer man als Fahrgast nutzen möchte, eines gilt immer: Anrufsammeltaxis fahren nach Fahrplan, jedoch nur dann, wenn mindestens ein Fahrgast für die jeweilige Fahrt angemeldet ist. Wer mitfahren möchte, muss sich je nach AST-System 30 Minuten oder eine Stunde vor der gewünschten Fahrt bei der AST-Landeszentrale unter 0810-810278 anmelden. Von dort wird der Auftrag an das zuständige Taxi- oder Mietwagenunternehmen weitergeleitet. (dsh)

Die 23 AST-Systeme auf einem Blick:

AST Wr. Neustadt, AST Kottingbrunn, AST Thermenumland, AST Breitenstein, AST Amstetten „Mosti“, AST Gloggnitz, City-AST Amstetten, AST Klosterneuburg, AST Münchendorf, AST Gänserndorf „Maxi“, AST Hollabrunn, AST Marchfeld, AST Mistelbach-Gänserndorf „Spitaxi“, AST Pöchlarn, AST Steinfeld „Steini“, AST Triestingtal „Trixi“, Anschlusstaxi Thayaland mobil, AST Straning Zubringerverkehr, AST Paudorf Zubringerverkehr, AST Bad Fischau-Brunn, Stadttaxi Purkersdorf, AST St. Pölten, IST-Mobil Region Korneuburg

www.noe.gv.at/MikroOEV



17.03.2017
NÖ Weltmarktführer fertigt jeden Tag eine Million Eierschachteln

Der weltgrößte Erzeuger von klarsichtigen Eierverpackungen, die Firma Ovotherm mit Sitz in Wiener Neudorf, nimmt bei seinen Exportaktivitäten die stark wachsenden Märkte in den wirtschaftlich aufstrebenden Staaten Asiens ins Visier. „In China tragen die Konsumenten die Eier noch im Plastiksackerl nach Hause“, sagt Ovotherm-Prokuristin Petra Küblböck in einem Interview mit dem ORF-Wirtschaftsmagazin „Eco“. „Dort sehen wir in der Zukunft einen ganz großen Bedarf an qualitativ hochwertigen Verpackungen.“ Der Wiener Neudorfer Spezialbetrieb exportiert seine Klarsichthüllen in 65 Länder, darunter auch in schwierige Märkte, wie in den Iran, Saudi Arabien, in den Sudan oder nach Nigeria.

Ovotherm fertigt in Fabriken in Ungarn und Mexiko jeden Tag eine Million klarsichtige Eierverpackungen. Die Eierboxen entstammen dem Material weggeworfener alter Mineralwasserflaschen und sind zu 100 Prozent recyclebar. Produziert werden die Gebinde in selbst entwickelten Anlagen, die pro Stunde bis zu 250.000 rohe, gekochte oder gefärbte Eier verpacken können.

„Das ist eine sehr hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit“, erklärt Petra Küblböck. Daher müsse man Unterbrechungen des Produktionsprozesses, die durch eine fehlerhafte Anlage ausgelöst werden könnten, unter allen Umständen vermeiden. Für den Laien mögen die Eierboxen nach einem einfachen Produkt aussehen, „aber in Wahrheit ist es ein technologisch hochkomplexes“, stellt die Ovotherm-Prokuristin klar. Weil Eier verderbliche Lebensmittel sind, müssen natürlich auch alle Qualitätsstandards eingehalten werden – von der Luftzirkulation in der Verpackung bis zum richtigen Verschluss.

Ovotherm beschäftigt lediglich 25 Mitarbeiter, davon 16 in der Unternehmenszentrale in Wiener Neudorf. Erlöszahlen gibt der Betrieb keine bekannt. Dem Vernehmen nach dürfte der Jahresumsatz bei rund 20 Millionen Euro liegen. (mm)

www.ovotherm.com



17.03.2017
Flächendeckender Glasfaseranschluss als Motor für die blau-gelbe Wirtschaft

Dass das Land Niederösterreich den flächendeckenden Anschluss an ein Glasfasernetz in seine Kompetenz genommen hat, begrüßen ecoplus-Prokuristin Petra Patzelt und Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin Leitbetriebe Austria, bei einem gemeinsamen Expertenmeeting gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Eine leistungsfähige und stabile Internetanbindung sei nicht nur jetzt schon wichtig, sondern werde in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen; sowohl für Betriebe im Sinne von Wirtschaft 4.0 als auch für Privatpersonen. Versorgungssicherheit und Flächendeckung könne nur die öffentliche Hand bieten.

Derzeit allerdings schaut es mit der Glasfaseranbindung in Österreich noch nicht gut aus. Nur 1,6 Prozent aller heimischen Internetanschlüsse haben einen Direktanschluss, und private Anbieter forcieren eher den Ausbau in Ballungsgebieten. „Niederösterreich ist stark ländlich geprägt, aber auch in der Landwirtschaft ist das Internet nicht mehr wegzudenken“, erklärt Igor Brusic, Prokurist der NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG). Mit einem leistungsfähigen und stabilen Internet über Glasfaser stärke man die Betriebe in den strukturschwachen Regionen und motiviere neue zur Ansiedlung dort.

Derzeit gibt es für den Glasfaserausbau in Niederösterreich vier Pilotregionen. Sie heißen Waldviertler Stadtland, Ybbstal-Eisenstraße, Triestingtal und Zukunftsraum Thayaland. Bis 2018 sollen sie mit direkten Glasfaseranschlüssen versorgt sein. Laut Brusic wird in den Gemeinden der Pilotregionen ein Glasfaseranschluss zu allen Grundstücken gelegt, wenn sich mindestens 40 Prozent ihrer Eigentümer dafür entscheiden. Die Anschlusskosten belaufen sich auf etwa 600 Euro und sind vom jeweiligen Grundstückseigner zu tragen. „In Zukunft wäre es sinnvoll, diese Kosten gleich in die Aufschließung der Grundstücke einzurechnen, denn neben Wasser, Kanal, Strom und Gas gehört dann auch das Glasfaserkabel zur notwendigen Infrastruktur“, betont Brusic.

Stolz sind Patzelt und Brusic auf die EU-Auszeichnung für das blau-gelbe Glasfaserausbaumodell. Hier zeige sich wieder die „Vorreiterrolle Niederösterreichs, wenn es darum geht, Technologien für die Zukunft für alle zu implementieren.“ (hm)

https://www.ecoplus.at

http://leitbetriebe.at/

http://noegig.at



17.03.2017
Personalchefs geben IMC Fachhochschule Krems gute Noten

Unter jenen Fachhochschulen (FH), die Studiengänge aus Wirtschaft und Technik anbieten, ist die IMC FH Krems die beste in Niederösterreich und erreicht im bundesweiten FH-Vergleich unter 18 getesteten Instituten den guten vierten Platz. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle FH-Ranking der Fachzeitschrift „Industriemagazin“. In deren Auftrag hat das Online-Markt- und Meinungsforschungsinstitut meinungsraum.at 641 Personalentscheider aus ganz Österreich zu ihrem Eindruck über die Qualität von 318 FH-Studiengängen befragt.

Die Ergebnisse im Detail: Die interviewten Personen haben die Qualität der IMC FH Krems mit der Schulnote 2,29 beurteilt. Punkten konnte die Ausbildungsschmiede in der Wachau insbesondere mit ihren Wirtschaftsstudiengängen im Gesundheitssektor, wie „Management von Gesundheitsunternehmen“ und „Betriebswirtschaft für das Gesundheitswesen“. Zum Vergleich: Die beiden ex aequo-Sieger im österreichischen FH-Ranking, die FH Oberösterreich mit ihren Standorten Linz, Steyr, Wels und Hagenberg, sowie das MCI Management Center Innsbruck werden mit der Durchschnittsnote 2,26 bewertet.

Die IMC FH Krems bietet 28 Studiengänge aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Gesundheitswissenschaften und Life Sciences an. An der international renommierten Hochschule lernen zur Zeit 2.550 Studierende aus aller Welt. Die IMC FH Krems unterhält Beziehungen zu mehr als 120 Partnerhochschulen und 1.000 Partnerunternehmen in aller Welt. (mm)

www.imc-krems.ac.at

www.industriemagazin.at



17.03.2017
Raumausstatter INKU eröffnet neue Logistikzentrale in Wiener Neudorf

Im ecoplus-Wirtschaftspark Industriezentrum NÖ Süd in Wiener Neudorf hat die Firma INKU, ein in Österreich marktführendes Raumausstattungsunternehmen, eine neue Logistikzentrale in Betrieb genommen. Deren Herzstück ist eine 2.000 Quadratmeter große Lagerhalle mit 2.200 Palettenstellplätzen, wo bis zu 200.000 Quadratmeter Bodenbeläge gelagert werden können. Die Bauzeit war von März bis November 2016 sehr kurz bemessen.

„Der neue Standort hat eine perfekte Verkehrsanbindung und ermöglicht kurze Wege, was effizientere Arbeitsabläufe ermöglicht“, sagt INKU-Geschäftsführer Herbert Seidl. Sechs Lkw brechen täglich von Wiener Neudorf zu Touren nach Wien und Niederösterreich auf. Über Nacht beliefert INKU auch alle Aussenlager im Bundesgebiet. Das Unternehmen betreibt in Österreich sieben Niederlassungen und beschäftigt 100 Mitarbeiter.

Für Niederösterreichs Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav ist die Inbetriebnahme der neuen INKU-Logistikzentrale im Industriezentrum NÖ Süd der Beweis dafür, „dass unsere serviceorientierte, unternehmerfreundliche Wirtschaftsstrategie erfolgversprechend umgesetzt wird und der Wirtschaftsstandort Niederösterreich nicht umsonst ‚Europäische Unternehmerregion 2017‘ geworden ist. ecoplus-Prokurist Gerhard Schmid unterstreicht, dass die in den Wirtschaftsparks der Agentur angesiedelten Unternehmen sicher sein können, dort stets die modernste Infrastruktur vorzufinden.

INKU ist nach einer Insolvenz 2009 vollständig von der deutschen W. & L. Jordan GmbH übernommen worden. Das Familienunternehmen mit Sitz in Kassel ist in Deutschland nach eigenen Angaben der führende Anbieter in den Branchen Bodenbeläge, Holz und Heimtextilien. Jordan betreibt 65 Standorte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien und hat 2016 mit knapp 1.200 Beschäftigten einen Umsatz von rund 360 Millionen Euro erwirtschaftet. (mm)

www.inku.at

https://www.joka.de

www.ecoplus.at



17.03.2017
15 Jahre Weinviertel DAC sind eine pfeffrige Erfolgsgeschichte

Bereits seit Jahren verzeichnen die Grünen Veltliner aus dem Weinviertel, die unter der Dachmarke „Weinviertel DAC“ vermarktet werden, eine sehr erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Hatten 2006 rund 500 erzeugende Winzerbetriebe in Summe 1,6 Millionen Flaschen DAC-Wein abgefüllt und verkauft, melden jetzt die mehr als 600 „Weinviertel DAC“-Produzenten nach dem aktuellen Jahrgang 2016 schon eine Nachfrage in Höhe von fünf Millionen Flaschen.

Auch im Ausland weiß man den pfeffrigen Geschmack der Grünen Veltliner aus dem Nordosten Österreichs zunehmend zu schätzen. „Der Weinviertel DAC findet sich auf den Weinkarten der besten Restaurants der Welt, erreicht in Blindverkostungen die vordersten Plätze und erhält großartige Bewertungen von internationalen Top-Weinexperten“, streicht Hans Setzer, der neue Obmann des Weinkomitees Weinviertel, hervor. Auf einer Anbaufläche von 8.000 Hektar sprießt zwischen dem Manhartsberg im Westen und der March im Osten der größte Veltliner-Weingarten der Welt.

Die ersten „Weinviertel DAC“-Weine waren 2002 auf den Markt gebracht worden. Nach dem Vorbild bekannter und erfolgreicher Beispiele aus dem Ausland, wie z.B. Chianti oder Rioja, sollte auf den Flaschenetiketten nicht mehr die Rebsorte, sondern vielmehr die Herkunftsbezeichnung in den Vordergrund treten. Das Konzept ist aufgegangen: Genauso wie der „Weinviertel DAC“ für einen gebiets- und sortentypischen Grünen Veltliner steht, gibt es in Niederösterreich, im Burgenland und in Wien mittlerweile acht weitere DAC-Gebiete, die nach analogem Muster Qualitätstropfen aus regionstypischen Sorten erzeugen. (mm)

www.weinvierteldac.at