NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1605 vom 18.09.2020

18.09.2020
Thomas Salzer: „Wir müssen unseren Industriestandort am Laufen halten“

Laut der jüngsten Umfrage unter den Mitgliedsfirmen der NÖ Industriellenvereinigung (IV-NÖ) setzen 56 Prozent der Betriebe auf Kurzarbeit, um die Nachfrageeinbrüche kompensieren zu können, und 29 Prozent rechnen damit, Beihilfen für Kurzarbeit von Oktober bis März beantragen zu müssen. Da die Unternehmen nach wie vor unverändert auf der Suche nach Lehrlingen und Fachkräften im MINT-Sektor (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sind, stellt IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer einen dringenden Handlungsbedarf fest. „Alle Stellen, die in der Krise unbesetzt bleiben, werden den Fachkräftemangel in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen“, sagt er.

Ins Licht rückte Salzer, dass Unternehmen Vertrauen in den Standort und Planungssicherheit brauchen. Deshalb werde es auf Dauer nicht möglich sein, „alles ständig neu zu regeln und die Bürokratie frei wirken zu lassen.“ Außerdem würden manche Zurufe aus der Politik – wie die Forderung nach neuen Steuern und die Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich – in die falsche Richtung gehen.

Anerkennung zollte Salzer dem Land Niederösterreich für die Forcierung des Breitbandausbaus, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und zusätzliche finanzielle Mittel für betriebliche Forschung und Entwicklung im Rahmen des mit 229 Millionen Euro dotierten Konjunkturpakets. Stets oberste Priorität komme dem Mitarbeiterschutz zu. „Um Arbeitsplätze abzusichern“, betonte er, „müssen wir unseren Industriestandort am Laufen halten.“ Das fordere strenge Sicherheitsvorkehrungen, aber auch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung. (mü)

http://niederoesterreich.iv.at



18.09.2020
Bund spĂĽlt heuer um fast 100 Millionen weniger in die NĂ– Gemeindekassen

Viele Gemeinden in Niederösterreich klagen über Finanznöte, denn der Bund lässt ihnen wegen gesunkener Steuereinnahmen aus der Corona-Krise immer weniger Geld zukommen. Das macht die vorliegende Quartalsbilanz über die Ausschüttung der Gemeindeertragsanteile deutlich. Zwischen Jänner und September 2020 haben die NÖ Gemeinden um 93,6 Millionen Euro oder 7,3 Prozent weniger an Steuermitteln aus den gemeinschaftlichen Bundesabgaben erhalten als im Vergleichszeitraum 2019. Insgesamt beliefen sich die Steuereinnahmen der NÖ Kommunen in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres auf knapp 1,2 Milliarden Euro. (mm)

http://www.gemeindebund.at



18.09.2020
Neue NĂ– Berufslenker-Akademie hat ihre ersten Absolventen

Weil im Güterbeförderungsgewerbe ein massiver Fachkräftemangel herrscht, haben sich die Sozialpartner in der NÖ Wirtschaftskammer (WKNÖ) und der Arbeiterkammer (AKNÖ) sowie das Arbeitsmarktservice Niederösterreich (AMS NÖ) zu einer Ausbildungs-Initiative zusammengetan und schon im Herbst 2018 die sogenannte „NÖ Berufslenker-Akademie“ gestartet. Jetzt haben die ersten Teilnehmer dieses neue Schulungsmodell mit der bestandenen Lehrabschlussprüfung erfolgreich absolviert.

„Bei der Berufslenker-Akademie profitieren alle Beteiligten - sowohl die Transportbetriebe, als auch natürlich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in hohem Maße. Für die Verkehrsbranche ist die Akademie ein echter Meilenstein“, betont Transportunternehmer Christian Moser, in dessen Zuständigkeit als WKNÖ-Vizepräsident Außenwirtschaft und Infrastrukturpolitik fallen. „Diese fundierte Ausbildung mit einem anerkannten Lehrabschluss hilft enorm, im europaweiten Wettbewerb zu bestehen.“

Der Landesgeschäftsführer des AMS NÖ, Sven Hergovich, verweist auf den „doppelten Schutz“ durch Bildung: „Eine hochwertige Ausbildung wie diese verringert das Risiko, arbeitslos zu werden, enorm. Und wenn es doch einmal passieren sollte, erhöht sie deutlich die Chancen, schnell wieder einen Job zu finden.“

Im Rahmen der NÖ Berufslenker-Akademie haben junge Erwachsene die Möglichkeit, in der halben Lehrzeit - also längstens in 18 Monaten - den Lehrabschluss als Berufskraftfahrer-Fachkraft zu erlangen. Die Ausbildung besteht aus einem Mix aus Theorie und Praxis, bietet insbesondere den Erwerb des Führerscheins der Klassen C, E und C95 an sowie die Vorbereitung auf den Lehrabschluss. Bei speziellem Bedarf kann man auch Stapler- und Krankurse sowie die Gefahrgut-Lenkerausbildung machen.

Der Einstieg in die NÖ Berufslenker-Akademie ist im Herbst und Frühjahr zweimal jährlich möglich. Wer sie besuchen will, muss arbeitslos und mindestens 20 Jahre alt sein sowie nicht mehr als maximal einen Pflichtschulabschluss oder eine am Arbeitsmarkt nicht verwertbare Ausbildung haben. Eine der Voraussetzungen ist auch der Führerschein der Klasse B und ein eigener Pkw. Das AMS übernimmt dabei während der Ausbildung - je nach Anspruch - Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe. (mm)

http://www.bl-akademie.at

http://wko.at/noe/verkehr



18.09.2020
Holz-Erlebnis-Welt „Anno LIGNUM“ ist neue Top-Attraktion im Waldviertel

Ab sofort kann man im Waldviertel einen neuen touristischen Anziehungspunkt bestaunen. In knapp zweijähriger Bauzeit und mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Millionen Euro hat die Tischlerei Blumberger an ihrem Betriebsstandort in Waidhofen/Thaya die Holz-Erlebnis-Welt „AnnoLIGNUM“ errichtet. Auf 1.700 Quadratmetern beherbergt das multifunktionale Gebäude eine Tischlerei, eine Schautischlerei, ein Möbelhaus, ein Museum sowie einen Gastronomieteil. Darüber hinaus erwartet die Besucher ein geführter „Erlebnisrundgang.“

„Früher sind wir mit unseren Produkten auf sehr viele Messen gefahren, um dort Neukunden zu gewinnen“, berichtet Firmenchef Reinhart Blumberger dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Mit dem „AnnoLIGNUM“ drehe man den Spieß jetzt sozusagen um, indem man die Interessenten mit einer Top-Sehenswürdigkeit ins Waldviertel locke. Die Holz-Erlebnis-Welt „soll ein Ort des alten Wissens, ein Ort des Bewahrens und ein Ort der Weitergabe alter Handwerkskunst sein.“

Wichtig ist Blumberger, auf den touristischen Wertschöpfungseffekt hinzuweisen, den das „AnnoLIGNUM“ mit Sicherheit auslösen und der auf die Region ausstrahlen wird. „Die Holz-Erlebnis-Welt liegt direkt am beliebten und stark frequentierten Radweg Thayarunde“, erklärt er. Und mit der Tischlerei sei man Mitglied bei der Initiative „Handwerk und Manufaktur im Waldviertel“, die Urlauber in die Werkstätten von Handwerksbetrieben führt. Vor diesem Hintergrund ist deshalb die Errichtung des „AnnoLIGNUM“ auch von der Europäischen Union als LEADER-Projekt gefördert worden.

Aus Liebe zum klassischen Tischlerhandwerk will sich Stefan Blumberger, Sohn des Firmeneigentümers, in Zukunft verstärkt alten Handwerkstechniken und dem Geschäftsfeld Restauration widmen. Gleichzeitig will er neue Marketing- und Digitalisierungswege beschreiten, um das Unternehmen langfristig wirtschaftlich abzusichern. So ist die Holz-Erlebnis-Welt u.a. mit einer Dauerveranstaltungsbewilligung für bis zu 200 Personen ausgestattet. (mm)

http://moebel-architektur.at

http://linie-waldviertel



18.09.2020
Semmering-Basistunnel ist trotz Corona-Pandemie zeitlich voll auf Schiene

Trotz Corona-Krise bleiben wichtige Infrastrukturprojekte der ÖBB in Österreich voll im Zeitplan. Dazu zählt u.a. auf der Südbahnstrecke der Bau des Semmering-Basistunnels, der in Hinkunft die Fahrzeit von Zügen zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag um eine halbe Stunde von derzeit 45 auf 15 Minuten verkürzen wird. „Der Tunnel wird, wie vorgesehen, im Dezember 2027 fertiggestellt sein und in Betrieb gehen“, teilt ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä dem NÖ Wirtschaftspressedienst im Klub der Wirtschaftspublizisten auf Anfrage mit.

Der seit 2012 in Bau befindliche Semmering-Basistunnel ist 27,3 Kilometer lang und ein wichtiger Baustein, um die Bahn auf der Südachse gegenüber dem Kfz-Verkehr konkurrenzfähig zu machen. In Verbindung mit dem Koralmtunnel, der im Dezember 2025 in Betrieb gehen wird, verkürzt sich die Fahrzeit im Personenverkehr zwischen Wien und Klagenfurt von derzeit knapp vier Stunden auf 2 Stunden und 40 Minuten. Im Güterverkehr macht er es möglich, mehr Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Das Großprojekt Semmering-Basistunnel kostet rund 3,3 Milliarden Euro. (mm)

http://infrastruktur.oebb.at/semmering



18.09.2020
Die Baubranche präsentiert sich als systemrelevant und krisensicher

„Junge Menschen, die einen Lehrberuf suchen, sollten unbedingt die Baubranche in Erwägung ziehen“, erklärte Susanne Übellacker, Berufsgruppensprecherin der niederösterreichischen Baustoffhändler in der Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Wir zählen zu den systemrelevanten und damit krisensicheren Branchen, denn gebaut wird immer“, sagt sie. Das sei gerade in diesem Jahr besonders deutlich geworden. 2.770 Betriebe des „Handels mit Baustoffen“ machen diese Branche zu einer der mitgliederstärksten in Niederösterreich.

Nach Ausbruch der Corona-Krise haben heuer im März und April die meisten dieser Betriebe weiter gearbeitet. „Zwar haben manche für wenige Tage oder sogar bis zu drei Wochen ihren Betrieb geschlossen. Aber da wir an Termine und Fristen gebunden sind und das viel Geld kostet, wenn diese nicht eingehalten werden, sind die Arbeiten rasch wieder aufgenommen worden“, so die Branchensprecherin.

Demgemäß sei die Branche laut Übellacker „ganz gut weg gekommen.“ Deshalb gehe sie heuer von gleichen Umsätzen wie 2019 aus. „Allerdings sind wir eine Branche mit langfristigen Investitionen, was die nächsten Jahre durchaus anders aussehen lässt“, sagt die Baustoffhändlerin und nennt ein konkretes Beispiel: „Die Tourismusbranche ist einer unserer wichtigsten Auftraggeber im gewerblichen Baustoffhandel. Inwieweit wir hier Bauaufträge bekommen, wird erst die Zukunft zeigen.“

Insgesamt brauche die Baubranche nur wenig, um auch künftig systemrelevant arbeiten zu können. „Das Wichtigste ist der Optimismus der Menschen“, so Übellacker. Dazu komme noch laut der Branchensprecherin das Gebot der Regionalität: „Es ist wichtig, die regionalen Händler zu unterstützen, also Aufträge an regionale Händler zu vergeben. Das fördert schließlich auch die regionale Wirtschaft.“ Oft sei der preisliche Unterschied zu den Angeboten der Konkurrenz aus dem Osten nur gering.“ (jm)

http://wko.at/noe/baustoff-eisen-hartwaren-holz



18.09.2020
Egger Holzindustrie schickt von Unterradlberg bald noch mehr Exporte los

Am Werksstandort St. Pölten-Unterradlberg der Egger Holzindustrie werden jedes Jahr 40 Millionen Quadratmeter beschichtete Spanplatten erzeugt. Aneinandergereiht entspricht das dem halben Erdumfang. 90 Prozent der Produktionsmenge gehen in den Export, in europäische Staaten, aber auch nach Übersee, in den Fernen Osten und nach Nordamerika.

Dieser hohe Ausfuhranteil könnte schon bald noch weiter steigen, weil die Egger Holzindustrie im Jahr 2019 in Biskupiec im Nordosten Polens ein neues Werk in Betrieb genommen hat. „Damit haben wir in Unterradlberg zusätzliche Kapazitäten für Lieferungen an internationale Abnehmer frei gemacht“, erklärt Egger-Geschäftsführer Thomas Leissing in einem Interview mit der Österreichischen Verkehrszeitung (ÖVZ). Mittelfristig erwartet er deshalb noch mehr Containertransporte von St. Pölten zu Empfängern in Übersee, insbesondere in Fernost.

Kunden von Egger sind die Möbelindustrie, der Holz-Fachhandel, Baumärkte und Do-it-Yourself-Geschäfte. In Unterradlberg beschäftigt das Industrieunternehmen zurzeit rund 400 Mitarbeiter. 19 Lehrlinge werden in den Lehrberufen Metall-, Elektro- und Holztechnik ausgebildet. Am Standort betreibt Egger zwei Biomassekessel zur Erzeugung von Strom und Wärme. Dieses Öko-Kraftwerk deckt zum Großteil den Gesamtbedarf an elektrischer und thermischer Energie des Spanplattenwerks und der benachbarten Privatbrauerei Egger.

Das Spanplattenwerk Fritz Egger in St. Pölten-Unterradlberg ist Teil der Egger Gruppe, eines international führenden Holz verarbeitenden Unternehmens mit Stammsitz in St. Johann in Tirol. Das Familienunternehmen, das 1961 gegründet worden war, beschäftigt an 19 Produktionsstandorten in acht europäischen Ländern sowie in Argentinien 10.100 Mitarbeiter. Jährlich erzeugt die Egger Holzindustrie 8,9 Millionen Kubikmeter Holzwerkstoffe, inklusive Schnittholz. Im Geschäftsjahr 2019/20 hat die Gruppe einen Umsatz von 2,83 Milliarden Euro erwirtschaftet. (mm)

http://www.egger.com



18.09.2020
Kalendermacher wollen nach Kurzarbeit knapp an das Ergebnis 2019 herankommen

Obwohl die Kalendermacher in Spillern mit knapp 30 Arbeitsplätzen von Anfang März bis Mitte Juni in Kurzarbeit gewesen sind, „werden wir heuer annähernd auf das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr kommen“, teilte Unternehmenssprecher Christian Schallenberg dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Seit Mitte Juni läuft das Geschäft wieder“, sagt er.

Zwar gibt es branchenbedingt, wie etwa im Gastgewerbe, Reduktionen, aber das Kalendergeschäft mit Buch- und Tischkalendern sowie mit Notizbüchern ist weitgehend stabil. „Und mit dem DENKZETTEL haben wir eine neue Marke geschaffen, die als Maßanzug unter den Notizbüchern auf dem Markt sehr gut ankommt“, so Schallenberg. Hatte ein Großkunde noch im April gemeldet, er würde heuer keine Kalender benötigen, hat er Anfang September 70.000 bestellt und gefragt „wie rasch könnt ihr das produzieren?“

Ein zentrales Anliegen ist dem Unternehmen die Nachhaltigkeit unter der Marke conceptgreen. Diese eröffnet Wege mit dem Ziel, die Umweltbilanz mit Öko-Produkten nachhaltig zu verbessern. Der Rohstoff, den die Kalendermacher von der Lenzing AG beziehen, ist zu 100 Prozent Recycling-Papier in hervorragender Qualität. Und gegenüber einer herkömmlichen Produktion hat man erreicht, dass bei den Tischkalendern der CO2-Ausstoß in Spillern um mindestens 70 Prozent reduziert wird, was mit dem Umwelt-Gütesiegel BLAUER ENGEL auch besonders gewürdigt wurde.

„Notizbücher und Kalender haben auch eine Archivfunktion. Einmal geschrieben, ist wie zehnmal gelesen“, stellt Christian Schallenberg fest. Besonders gefragt ist die Kreativität dieses Unternehmens, wenn es um die Sonderanfertigungen geht, auf die viele Kunden und insbesondere Großkunden großen Wert legen. „Der Pflichten daraus sind wir uns als Marktführer in Österreich durchaus bewusst“, sagt der Unternehmenssprecher. (mü)

http://www.kalendermacher.at

http://www.denkzettel.at/pro



18.09.2020
Ultramodernes Bürogebäude am Flughafen fast schon zur Hälfte vermietet

Mit der Errichtung des hochmodernen Bürögebäudes „Office Park 4“ habe der Flughafen Wien-Schwechat ein neues Wahrzeichen erhalten, stellte Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in ihrer Festrede anlässlich der offiziellen Eröffnung des Bauwerks fest. „Der Office Park 4 ist ein Zukunftsprojekt, ein Landmark“, sagte sie. „Ich wünsche mir, dass hier möglichst viele junge Firmen einziehen und sich miteinander vernetzen.“

62 Millionen Euro hat der Flughafen Wien in den Bau dieses Bürogebäudes investiert, das unter besonderer Berücksichtigung der Energieeffizienz geplant und errichtet worden ist. Auf zehn Ebenen stehen rund 26.000 Quadratmeter Büro- und Eventfläche zur Verfügung. Die Größe der Mietobjekte sind 180 bis zu 2.700 Quadratmeter. Bestandteil des Gebäudes sind auch ein Kindergarten und ein Gastronomieteil. Der Office Park 4 hat die Kapazität für rund 2.500 Arbeitsplätze.

„Trotz Corona-Krise haben Zeit- und Budgetplan gehalten“, sagte Flughafen-Vorstand Günther Ofner. Der Office Park 4 sei weit mehr als nur ein Bürogebäude. Denn neue Maßstäbe setze man bei der Energieeffizienz, „der Energieverbrauch liegt bei weniger als einem Drittel im Vergleich zu konventionellen Büros“, erklärte Ofner. Auch starte man mit einer sehr guten Auslastung. „40 Prozent der Flächen sind bereits vermietet. Das Interesse ist enorm!“ (mm)

http://www.viennaairport.com



18.09.2020
Unternehmer aus Göstling/Ybbs macht die Hanfpflanze salonfähig

Auf die Herstellung von Produkten, wie Aromaölen, Kosmetikartikeln, Tee und Bonbons, die aus dem Rohstoff der alten Kulturpflanze Hanf gewonnen werden, hat sich der Einpersonenunternehmer Thomas Reng mit dem „Cannashop“ in Göstling an der Ybbs, Bezirk Scheibbs, spezialisiert. Wie er dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, hält er für alle seine Produkte die gesetzlichen THC-Grenzen ein und legt großen Wert auf hohe Qualität sowie auf Rohstoffe österreichischer Herkunft.

„Langsam erkennt man wieder den Wert der Hanfpflanze und ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Neben der Anwendung von Cannabidiol (CBD) zur Steigerung des Wohlbefindens beginnt man auch wieder im Bereich der Hanffaser zu forschen, weil das durch die Prohibition des Hanfs früher nicht möglich gewesen ist“, erklärt Reng und fügt an, dass besonders in der Alternativmedizin CBD immer mehr eingesetzt werde.

Erhältlich sind die Produkte sowohl im Online-Shop als auch in einem Ladengeschäft in Waidhofen an der Ybbs, das Reng zusammen mit einem Unternehmenspartner betreibt. Hier werden auch Hanftextilien vertrieben. Im Online-Shop können Hanf-Aromaöle, Hanf-Speiseöle, Tees, Kosmetikartikel und Bonbons geordert werden.

Um die bestmögliche Qualität zu bieten, arbeitet Reng mit erfahrenen Produzenten aus Österreich zusammen, wie bei den Aromaölen mit Flores Vitae und Peter Rausch mit der Nektar-Kosmetik aus Amstetten. Laut dem Unternehmer werden der Online-Shop und auch das Ladengeschäft mit steigendem Interesse gut angenommen. Etwa 25 Prozent des Online-Shop-Umsatzes werden nach Deutschland exportiert. (hm)

http://cannashop.at



18.09.2020
Mistelbacher Imkermeister ist mit Bienen und Zubehör erfolgreich unterwegs

Alles, was man für die Imkerei benötigt, bietet Imkermeister Albert Schittenhelm mit zwei Mitarbeiterinnen in seiner „Imkereibedarf Schittenhelm GmbH“ im Ladengeschäft in der Stadt Mistelbach und in einem Online-Shop an. In seinem Sortiment sind auch noch Produkte rund um Bienenerzeugnisse sowie Geschenkartikel. Wie Schittenhelm dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, lege er großen Wert auf die fachliche Beratung seiner Kunden und auch auf den kollegialen Austausch unter Imkern. Das werde sehr gut aufgenommen.

„Ich bin seit 30 Jahren Imker“, erzählt Schittenhelm, „und habe meine Firma vor 23 Jahren gegründet, da es in der Umgebung von Mistelbach kein Geschäft dafür gegeben hat. Nur in Wien war eines, aber schon damals mit einem großen Parkplatzproblem. So habe ich mich entschlossen, eine eigene Firma zu gründen, die ich dann nach und nach um Bienenprodukte und Geschenkartikel erweitert habe.“ Jedenfalls habe ihm der Online-Shop sehr gut über die Corona-Krise geholfen.

Sein Angebot setzt sich aus einigen tausend Artikeln zusammen, wie Fachliteratur, Spezialbekleidung für Imker, Bienenstöcken, Bienenpflegemitteln und Bienenfutter. Bei den Bienenprodukten legt Schittenhelm großen Wert auf qualitativ hochwertige Ware. Hier kann man zum Beispiel unter Kosmetik, Kerzen und auch Honig-Bonbons wählen. Obwohl Bienenvölker und Königinnen extern von Züchtern bezogen werden müssen, kann er seinen Kunden im Rahmen der Fachberatung hilfreich zur Seite stehen.

Weiterhin ein aktuelles Thema in der Imkerei bleibt die Varroamilbe. Hier ist es laut Schittenhelm wichtig, dass die entsprechenden Schutzmaßnahmen rechtzeitig gesetzt werden. Schon vor der Wintersaison sollten die Völker nicht nur gut gefüttert sein, sondern auch gegen Milben geschützt werden. (hm)

http://ibas.at