NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1426 vom 17.03.2017

17.03.2017
Veranstaltungssicherheit: ein Symposium möchte Problembewusstsein schaffen

Am 30. März findet an der Donau-Universität Krems ein Symposium zum Thema „Veranstaltungssicherheit“ statt. Organisiert wird es von der Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe der NÖ Wirtschaftskammer. „Ich bin sehr froh, dieses Symposium nach Krems gebracht zu haben, da in dem Veranstaltungsgesetz, das ein Landesgesetz ist, auch die lokalen Rahmenbedingungen im Detail erörtert werden können“, so Obmann Gert Zaunbauer. Im Gegensatz zu Wien sei in Niederösterreich das Problembewusstsein in Sachen Veranstaltungssicherheit noch wenig ausgeprägt. In Wien seien Betonblöcke, Barrieren und Zäune bei Veranstaltungen regelmäßig ebenso vorhanden wie die Präsenz von Sicherheitspersonen. „Vieles davon ist bei den großen und kleinen Veranstaltungen am Land und in den Städten Niederösterreichs noch nicht angekommen“, berichtet Zaunbauer.

Dabei möchte der Obmann durchaus realistisch sein. „Mir geht es um echte Sicherheit, darum, dass sich die Veranstaltungsbesucher gut aufgehoben fühlen. In dem Sinn mag es reichen, wenn vor dem VAZ St. Pölten ein Polizeiwagen steht.“ Früher sei nur die Feuerwehr ein Thema gewesen. Die Angst vor Bränden schien real – das ist auch noch heute so, aber noch mehr geht es um die Angst vor den anderen.

Trotz dieser Veränderungen – und Sicherheit ist weltweit ein Thema – läuft vieles wie immer. Zaunbauer bringt als Beispiel den Faschingsumzug in Mödling, den er vor kurzem selbst besucht hat. „50.000 Menschen, angeführt von der designierten Landeshauptfrau und vom Bürgermeister, drängen sich auf einer geraden Straße. Man feiert ausgelassen wie auch in den Jahren zuvor, die Zugänge sind barrierefrei. Wer da denkt, die Amokfahrt in Nizza sei schlimm gewesen, der möchte es nicht erleben, wenn bei einer solchen Faschingsveranstaltung etwas passiert“, so Zaunbauer, der betont, keinesfalls Panik verbreiten zu wollen, aber mehr Gefahrenbewusstsein einmahnt. „Und da ist die Donau-Universität Krems ein guter Standort, schließlich ist es gerade die Jugend, die wir auf dieses Thema aufmerksam machen möchten.“ (jm)

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