NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1435 vom 19.05.2017

19.05.2017
EVN-Tochter RAG steigert ihre Erdgasförderung beträchtlich

Im Marchfeld sowie im angrenzenden Weinviertel und im Wiener Becken südlich der Donau haben die Erdölquellen im Vorjahr weniger ergiebig gesprudelt als 2015. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst den aktuellen Daten einer Erhebung der Geologischen Bundesanstalt entnimmt, ist 2016 in Österreich die Gesamtfördermenge an Erdöl und Natural Gas Liquids (NLG) – das sind Kondensat und die flüssigen Anteile aus der Erdgasproduktion – um 10,7 Prozent auf 809.000 Tonnen gesunken. Davon haben die OMV 87 Prozent und die Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG) – ein Tochterunternehmen des NÖ Landesenergieversorgers EVN – 13 Prozent aus dem Boden geholt.

Gestiegen ist hingegen im Vorjahr die Erdgasförderung. Wie die Geologische Bundesanstalt in ihrem Bericht feststellt, ist die Naturgasförderung inklusive Erdölgasproduktion im Inland gegenüber 2015 um sechs Prozent auf 1,25 Milliarden Kubikmeter gewachsen. Verantwortlich dafür ist das enorme Plus bei der RAG, deren Fördermenge um 88,3 Prozent auf 416 Millionen Kubikmeter zugelegt hat, während das OMV-Volumen um 12,9 Prozent auf 837 Millionen Kubikmeter zurückgegangen ist. Von der Gesamtmenge der Erdgasförderung entfielen 2016 zwei Drittel auf die OMV und ein Drittel auf die RAG. (mm)

www.geologie.ac.at