N÷ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1459 vom 10.11.2017

10.11.2017
Die Niederösterreicher kaufen ihre Lebensmittel gern beim Diskonter

Die Nieder√∂sterreicherinnen und Nieder√∂sterreicher haben 2016 ihren t√§glichen Bedarf an notwendigen Lebensmitteln wieder vermehrt bei Billig-Handelsketten gedeckt. So wie auch schon 2015 haben die beiden gr√∂√üten Diskonter Hofer und Lidl im Vorjahr in Nieder√∂sterreich und im Nordburgenland ein deutliches Wachstum hingelegt. Das geht aus den vom Marktforschungsinstitut Nielsen erhobenen j√ľngsten Daten hervor, die dem N√Ė Wirtschaftspressedienst vorliegen.

Die Ergebnisse im Detail: 2016 gab es in der Ostregion ohne Wien 1.284 Lebensmitteleinzelhandelsgesch√§fte, die einen Gesamtumsatz von rund 4,46 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Das ist ein Umsatzplus um fast 100 Millionen Euro oder 2,2 Prozent gegen√ľber der Vorperiode. Die Zahl der Verkaufsstellen ist um 66 oder 4,9 Prozent gesunken.

Deutlich besser als der Durchschnitt aller Vertriebstypen haben in der Lebensmittelhandelsbilanz 2016 die Diskonter Hofer und Lidl abgeschnitten, die Nielsen in einer eigenen Kategorie ausweist. Die zusammengerechnet 156 Hofer- und Lidl-Filialen in Nieder√∂sterreich und dem Nordburgenland kamen im Vorjahr nach Sch√§tzungen des Handelsforschungsinstituts auf einen kumulierten Umsatz von rund 1,15 Milliarden Euro. Das ist ein kr√§ftiges Wachstum um 8,9 Prozent gegen√ľber 2015.

Auch die Verbraucherm√§rkte - das sind Gesch√§fte mit mehr als 1.000 Quadratmetern Verkaufsfl√§che, wie z.B. die Merkur- oder Interspar-Filialen - haben im vergangenen Jahr zu den Gewinnern gez√§hlt. In Nieder√∂sterreich und dem Nordburgenland erwirtschafteten die 77 Lebensmittel-Gro√üm√§rkte einen Gesamtumsatz von 1,06 Milliarden Euro. Gegen√ľber 2015 ist das ein Anstieg um 4,4 Prozent.

Ums√§tze verloren haben hingegen die Superm√§rkte - Gesch√§fte mit Verkaufsfl√§chen zwischen 400 und 1.000 Quadratmetern. 2016 erzielten in der Ostregion ohne Wien 566 Standorte dieses Handelstyps einen Gesamtumsatz von 1,89 Milliarden Euro. Das war ein R√ľckgang um 1,7 Prozent im Vergleich zu 2015.

Anlass zur Sorge gibt weiterhin die wirtschaftliche Situation der kleinen Lebensmittelgesch√§fte mit Verkaufsfl√§chen unter 400 Quadratmetern, wozu auch die Grei√üler z√§hlen. In Nieder√∂sterreich und dem Nordburgenland gab es 2016 noch 485 Verkaufsstellen dieses Gesch√§ftstyps ‚Äď um 27 Standorte weniger als im Jahr davor. Die kumulierten Ums√§tze der kleinen Lebensmittell√§den sind im Vorjahr erneut um drei Prozent auf nur noch 360 Millionen Euro zur√ľckgegangen. (mm)

http://at.nielsen.com