NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1485 vom 11.05.2018

11.05.2018
Die Digitalisierung stützt sich in Niederösterreich auf viele Basislager

Das „Haus der Digitalisierung“ in Tulln ist ein zentrales Projekt der Digitalisierungs-Strategie des Landes Niederösterreich. Als erste Ausbaustufe dieses „Leuchtturmprojekts“ stellten Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und NÖ Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl im Rahmen einer Fachtagung an der Fachhochschule (FH) St. Pölten ein hochkarätiges Netzwerk aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung vor. An kompetent besetzten Knotenpunkten dieses Netzwerks erhalten interessierte Unternehmen im Land ab sofort Zugang zu wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungsinstitutionen, die sich mit der Planung und Anwendung der Digitalisierung beschäftigen. Leit- und Demonstrationsprojekte sollen hier die entsprechende Plattform bekommen. Knoten-Manager werden dafür sorgen, dass disziplin-übergreifendes Arbeiten über Instituts- und Sektorengrenzen hinweg forciert werden.

Es sei wichtig, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und zu nutzen, betone FH-Geschäftsführer Gernot Kohl als Gastgeber der Tagung. Die FH werde ab Herbst sechs Studien-Angebote zum Thema im Programm haben. Laut ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki ist das zur Verfügung gestellte breite Unterstützungs- und Informationsangebot darauf ausgerichtet, „Niederösterreichs Unternehmen erfolgreich zu machen.“

Petra Bohuslav nannte als Ziele der Digitalisierungs-Strategie zusätzliche Arbeitsplätze, die Stärkung des ländlichen Raumes und die Verbesserung der Lebensqualität in Niederösterreich. „In diesem Sinne gilt es, alle Chancen optimal zu nutzen,“ sagte sie. Ähnlich argumentierte WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl: „Viele unserer Betriebe haben die Möglichkeiten der Wirtschaft 4.0 bereits erkannt, im Alltagsgeschäft oft aber zu wenig Zeit, um auf dem letzten Stand zu bleiben.“ Daher schaffe das Info-Netzwerk, das nun entstanden sei, eine wesentliche Verbesserung. Die WKNÖ bringe sich außerdem mit Johannes Moser von NDU/WIFI (New Design Universität / Wirtschaftsförderungsinstitut) als Knotenmanager direkt in das Netzwerk ein. Einer der Schwerpunkte dieses Knotens ist die Automatisierungstechnik bzw. auch Virtual Reality in der Innenarchitektur. (rz)

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