NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1496 vom 3.08.2018

3.08.2018
Startup aus St. Peter in der Au stellt Baby- und Kindermode in Handarbeit her

In liebevoller Handarbeit gefertigte individuelle Baby- und Kindermode ist der Geschäftszweck des Startup-Unternehmens „Fadenspiel“ von Magdalena Jelinek in St. Peter in der Au. Die 24jährige Mutter eines vierjährigen Sohnes ist Schneiderin von Trachtenkleidchen, personalisierten Fußballdressen, Taufgewändern und Erstlingssets bis zu Kuscheldecken, Kinderschürzen, Jogginganzügen und Dufflecoats. „Bei der Auswahl meiner Stoffe setze ich auf Bequemlichkeit, einzigartige Designs sowie ökologische Herstellung“, berichtet die Jungunternehmerin dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Um diese Qualitäten zu sichern, bezieht sie die Stoffe von ausgewählten Stoffherstellern und ist ständig auf der Suche nach regionalen Partnern.

Bereits in ihrer Kindheit ist Magdalena Jelinek, wie sie selber sagt, „kreativ an der Nähmaschine der Großmutter gesessen“ und hat ihre ersten Kunstwerke für die Eltern genäht. „Sohn Raphael, der kurz vor meiner erfolgreich beendeten Reife- und Diplomprüfung an der HLW Steyr auf die Welt kam, entflammte in mir erneut die Liebe zur Nähmaschine, was mich schließlich bewogen hat, mich mit diesem Beruf selbständig zu machen“, berichtet sie. Im Mai 2017 hat sie bravourös das kommissionelle Fachgespräch an der Landesinnung Oberösterreich der Mode und Bekleidungstechnik absolviert.

Von der Idee, dem Entwurf bis zum fertigen Kleidungsstück kann es einige Tagen dauern. Diese Zeit empfindet Magdalena Jelinek als kreativen Prozess mit wertvollen Inspirationsquellen neuer Ideen. „In meinem Onlineshop sind zwar verschiedene Modelle erhältlich, aber ich kreiere immer wieder neue Einzelstücke nach Kundenabsprache. Es ist mir nämlich sehr wichtig, die Kunden in den Entstehungsprozess mit einzubinden. Denn Ware von der Stange gibt es ja ohnedies schon genug“, betont sie.

Künftig will Magdalena Jelinek neben der Baby- und Kindermode auch Änderungen für Damen- und Herrenbekleidung anbieten. Hier möchte sie einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. „Es ist nämlich nicht notwendig, nur weil der Reißverschluss kaputt geht oder ein Knopf fehlt, sofort das ganze Kleidungsstück zu entsorgen“, sagt sie. Schließlich könne man ältere Stücke mit nur wenigen Handgriffen modisch wieder aufpeppen.

Alles in allem ist Magdalene Jelinek überzeugt davon, mit ihrem Weg in die Selbständigkeit genau das Richtige gemacht zu haben: „Es ist so schön, wenn man mit seiner Arbeit Freude und gleichzeitig Erfolg hat. Wichtig ist dabei stets, offen für Neues zu sein, und das bin ich auf jeden Fall.“ (dsh)

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