NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1496 vom 3.08.2018

3.08.2018
Flughafen Wien nimmt Kurs auf CO2-NeutralitÀt

Dem Ziel, ein CO2-neutraler Airport zu werden, ist der Flughafen Wien mit der Reduktion der CO2-Emissionen seit 2012 um beachtliche 42,6 Prozent einen großen Schritt nĂ€her gerĂŒckt. Bei der PrĂ€sentation des Nachhaltigkeitsberichtes betonte GĂŒnther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, dass die CO2-NeutralitĂ€t eine Voraussetzung fĂŒr den Bau der dritten Piste sei und man dazu bereits die entsprechenden Weichen gestellt habe, so dass das Erreichen des vorgegebenen Zieles durchaus realistisch sei.

Als Wermutstropfen in diesem Prozess bezeichnet Ofner „die bestehenden Normen und technischen Vorschriften, die nicht immer am selben Strang ziehen.“ Als Beispiel nennt er die in 150 GebĂ€uden montierten rund 20.000 Fluchtweglampen, die jeden Tag rund um die Uhr leuchten mĂŒssen, auch wenn sich darin keine Person aufhalten kann. Diese Leuchten verbrauchen jĂ€hrlich mehr als zwei Millionen kWh Strom. „Hier könnten wir weiterhin einsparen, sofern man uns nur lassen wĂŒrde“, erklĂ€rt Ofner. Jedenfalls will er sich fĂŒr eine rasche Anpassung der diesbezĂŒglichen Vorschriften einsetzen.

Stolz ist Ofner insbesondere auf das effiziente Umweltmanagement, mit dem der Flughafen Wien trotz permanent steigender Flugbewegungen immer umweltfreundlicher werde. „Abgesehen von der CO2-Reduktion seit 2012 um 42,6 Prozent haben wir in diesem Zeitraum den Stromverbrauch um 20,4 Prozent und den Gesamtenergiebedarf um 18,4 Prozent senken können“, betont der Flughafen-Vorstand. Noch bis Jahresende 2018 soll eine neue Photovoltaikanlage mit 8.000 Quadratmetern errichtet werden. Weiters lĂ€uft ein Forschungsprojekt zur ElektromobilitĂ€t am Flughafen, das auch Ladestationen fĂŒr E-Taxis berĂŒcksichtigt.

Mit 22.500 BeschĂ€ftigten am Standort als grĂ¶ĂŸter Arbeitgeber in der Region nimmt der Flughafen noch im Herbst ein neues Gesundheitszentrum in der Airport City in Betrieb. Damit werden den BeschĂ€ftigten lange Arztwege erspart und ihnen Facharzttermine binnen einer Woche ermöglicht. Dass der Standort nach wie vor boomt, zeigen die neuen 2.500 Jobs, die heuer durch zahlreiche Neuansiedlungen, wie DHL, Makita, cargo-partner und Laudamotion, entstanden sind bzw. bis Jahresende noch dazukommen werden. (hm)

www.viennaairport.com