NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1502 vom 14.09.2018

14.09.2018
Firma aus Tresdorf verhilft Behinderten zum maßgeschneiderten Fahrzeug

„Prinzipiell können wir allen Behinderten die BenĂŒtzung eines eigenen Fahrzeuges ermöglichen. Die Frage ist nur, ob man das Auto als Fahrer oder als Passagier braucht. Jedenfalls können wir in beiden FĂ€llen helfen und beraten“, teilt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Pruckner dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Pro Jahr verlassen rund 250 behindertengerecht umgebaute Fahrzeuge seine Firma KIRCHHOFF Mobility Austria, in Tresdorf.

Als KerngeschĂ€ft nennt Pruckner den Pedal-Umbau auf Handbetrieb und den Umbau der TĂŒren fĂŒr Rollstuhlfahrer. „Wichtig ist, dass der Kunde ohne sein Auto zu uns kommt. Dann können wir ihm ein fĂŒr seine Behinderung passendes Fahrzeug, egal welcher Marke, Motorleistung oder GrĂ¶ĂŸe, empfehlen“, so Pruckner. „Das Alter der Kunden oder die Art ihrer Behinderung spielen fĂŒr einen Umbau kaum eine Rolle.“

Die ersten, maßgeschneiderten Behinderten-Fahrzeuge haben die Autowerkstatt von FirmengrĂŒnder Bernd Pruckner, damals noch in Korneuburg, im Jahr 1980 verlassen. Der gelernte Automechaniker war selbst Rollstuhlfahrer. Bis 2002 wurde die Werkstatt unter dem Namen Opel-Pruckner gefĂŒhrt, dann unter dem neuen Namen „Pruckner Rehatechnik“. Ein Jahr spĂ€ter ĂŒbergab der Seniorchef die GeschĂ€ftsleitung seinem Sohn Thomas Pruckner, der sich vor allem mit Rehatechnik beschĂ€ftigte.

2013 beschloss die GeschĂ€ftsleitung, ihre Pruckner Rehatechnik der deutschen KIRCHHOFF-Gruppe, einem großen fĂŒhrenden Fahrzeug-UmrĂŒster, zu ĂŒbergeben. „Damit konnten wir unsere Angebotspalette wesentlich erweitern und die jĂ€hrliche UmsĂ€tze um fast das Doppelte, auf rund 15 Prozent, steigern“, berichtet Thomas Pruckner. Der Mitarbeiterstand ist mit sieben BeschĂ€ftigten gleich geblieben. Den Autoverkauf ĂŒbernahm das Raiffeisen-Lagerhaus. (km)

http://www.kirchhoff-mobility.at