NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1502 vom 14.09.2018

14.09.2018
Ybbs an der Donau soll zwar mĂ€ĂŸig aber stetig wachsen

Wachstum um jeden Preis ist nicht das Ansinnen des BĂŒrgermeisters von Ybbs Alois Schroll. Zurzeit zĂ€hlt die Stadt an der Donau 5.732 Einwohner. Wie der Stadtchef dem NÖ Wirtschaftspressedienst erklĂ€rt, ist sein Ziel vielmehr, dass ein jĂ€hrlicher Zuwachs von maximal ein bis zwei Prozent nicht ĂŒberschritten wird. „Denn jegliche Zunahme der Bevölkerung ist natĂŒrlich auch eine Herausforderung an die Infrastruktur. Wie etwa Wasserversorgung, Entsorgung, Straßenbau, Straßenbeleuchtung sowie KindergĂ€rten und Schulen. Ein bis zwei Prozent Zuwachs bedeuten fĂŒr unsere Stadt rund 57 bis 114 Personen mehr im Jahr. Ein solcher Anstieg und die damit verbundenen Rahmenbedingungen sind auch finanziell fĂŒr uns machbar“, sagt der BĂŒrgermeister.

Umsichtig zeigt sich Alois Schroll auch beim Wirtschaftswachstum: „Derzeit haben wir rund 495 Betriebe in der Stadtgemeinde. Die KMU und EPU stellen rund 4.250 ArbeitsplĂ€tze. Seit 2015 ist Ybbs in der glĂŒcklichen Lage, eine sogenannte Einpendlergemeinde zu sein. Das heißt, an die 2.400 Personen pendeln tĂ€glich aus Ybbs zur Arbeit hinaus und etwa 3.200 zu ihrem Arbeitsplatz in unsere Stadt hinein.“ Der stete Anstieg der ArbeitsplĂ€tze erhöhe auch die Kommunalsteuereinnahmen. Schroll nennt die Investitionen von Firmen, wie Stora Enso, Autohaus Senker, Schaufler, der BĂ€ckerei Weinberger sowie der Unternehmen Lidl und Schuhe OrthopĂ€die Geyrecker.

Seit Monaten ist die Stadtgemeinde, die jĂ€hrlich ein Budget von 16,2 Millionen Euro verwaltet, mit der Firma Transgourmet wegen einer Betriebsansiedlung und einer damit verbundenen Schaffung von zirka 20 ArbeitsplĂ€tzen in GesprĂ€chen. „Wir sind hier bereits in der Zielgeraden und haben uns bereits den Grund beim B1 Center von zwei PrivateigentĂŒmern gesichert. Alle dazugehörenden Genehmigungen seitens der Aufsichtsbehörde sind schon erteilt worden“, sagt Schroll.

Was die Schaffung von neuem Wohnraum betrifft, sind rund 152 Wohneinheiten in der Pipeline. Einige sind bereits fertiggestellt bzw. bauverhandelt. Weitere Einheiten befinden sich derzeit in der Planungsphase. Eine besondere Wohnhausanlage verspricht die Hofhaussiedlung zu werden. Der Stil eines Reihenhauses trifft da auf den uneinsehbaren Wohncharakter eines Hofhauses. „Eine derartige Anlage habe ich bei meiner Tochter in Urfahr gesehen, war sehr beeindruckt und möchte fĂŒr diese spezielle Wohnform auch in Ybbs werben. Mir geht es darum, die Stadt so weiterzuentwickeln, dass sie auch in Zukunft fĂŒr alle Generationen lebenswert bleibt“, meint BĂŒrgermeister Schroll. (dsh)

http://www.ybbs.gv.at