NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1518 vom 4.01.2019

4.01.2019
Im Waldviertel leben die wenigsten Migranten, in Wiener Neustadt die meisten

Exakt 23,3 Prozent der Bewohner der Stadt Wiener Neustadt sind ausländischer Herkunft. Das sind Personen, die entweder ausländische Staatsangehörige sind oder im Ausland geboren wurden. Damit weist die Stadt Wiener Neustadt den höchsten Anteil an Migranten in Niederösterreich auf. In den Waldviertler Bezirken Zwettl und Waidhofen/Thaya hingegen ist er mit 3,0 bzw. 4,0 Prozent am geringsten. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst dem jüngsten Bericht des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) zum Thema „Migration und Integration in den Bundesländern“.

Hohe Ausländer-Anteile in Niederösterreich haben nach der ÖIF-Erhebung auch die Landeshauptstadt St. Pölten mit 20,6 Prozent und der Bezirk Baden mit 19,2 Prozent. Am Stichtag 1.1.2018 lebten in Niederösterreich 210.900 Personen ausländischer Herkunft, das sind 12,6 Prozent der Gesamtbevölkerung mit 1,67 Millionen. Zum Vergleich: In Wien hat bereits mehr als jeder dritte Einwohner Migrationshintergrund.

Die größte Zuwanderergruppe in Niederösterreich stammt aus Deutschland mit 23.600 Personen. Dahinter auf Platz zwei liegen die Rumänen (21.700), knapp gefolgt von Migranten aus der Türkei (21.600). Weiters leben in Niederösterreich 18.000 Zuwanderer aus Bosnien-Herzegowina, 14.200 aus Serbien, 12.200 aus Ungarn, 10.900 aus Polen, 10.200 aus der Slowakei sowie 9.600 aus der Tschechischen Republik. (mm)

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