NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1518 vom 4.01.2019

4.01.2019
AMS Amstetten zieht erfolgreiche Arbeitsmarktbilanz 2018

Geht es der Wirtschaft besser, schlägt sich das auch auf dem Arbeitsmarkt nieder und im Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote 2018 im Bezirk Amstetten ist von 5,1 Prozent im Jahr 2017 auf 4,3 Prozent zurückgegangen. „Sie ist die niedrigste seit dem Jahr 2008 und liegt auch deutlich unter der prognostizierten Marke für Niederösterreich mit 7,8 Prozent“, teilt Harald Vetter, Geschäftsstellenleiter des Arbeitsmarktservice (AMS)-Amstetten dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Für das heurige Jahr ist er optimistisch. „Die Arbeitslosigkeit im Bezirk wird auch 2019 bei steigenden Beschäftigungszahlen weiter abnehmen, allerdings nicht mehr so deutlich wie 2018“, sagt Vetter. „ Wir wollen jedenfalls die nach wie vor günstige Entwicklung der Wirtschaft nützen, um langzeitarbeitslose Personen in den Arbeitsmarkt zu integrieren und Jugendliche mit Hilfe der Niederösterreichischen Ausbildungsgarantie auf den Berufseinstieg vorzubereiten.

Durchschnittlich sind im Jahr 2018 pro Monat 1.963 Personen - 910 Frauen und 1.053 Männer - arbeitslos gemeldet gewesen. Das sind 14,5 Prozent weniger als im Jahr 2017 mit 2.294 Personen. Dass mehr als 4.200 arbeitslos vorgemerkte Personen ihre Jobsuche mit einer Arbeitsaufnahme beenden konnten, führt Harald Vetter in erster Linie darauf zurück, dass die Betriebe dem AMS durchschnittlich pro Monat 1.238 freie Stellen gemeldet haben, um 60 Prozent mehr als im Jahr 2017.

Schon im zweiten Jahr in Folge ist es gelungen, die Arbeitslosigkeit junger Menschen im Bezirk Amstetten auf 236 Jugendliche im Monatsschnitt wieder deutlich zu senken. „War Anfang der 2000er Jahre noch jeder vierte Arbeitslose weniger als 25 Jahre alt, ist 2018 nur jeder achte Arbeitslose ein Jugendlicher gewesen“, berichtet Vetter.

Besser als im Jahresdurchschnitt des Landes Niederösterreich ist der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit im Bezirk Amstetten gelungen, nämlich um 24,5 Prozent gegenüber 15,8 Prozent. Im Bezirk waren im Monatsschnitt 265 Personen länger als ein Jahr arbeitslos. „Von der Langzeitarbeitslosigkeit betroffen war bei uns jeder achte, im NÖ Durchschnitt jeder fünfte“, so Vetter.

Gleich hingegen ist, dass auch in Amstetten jeder dritte Arbeitslose über 50 Jahre alt ist. Die Zahl der Arbeitslosen der Generation 50+ ist zwar im Vergleich zum Vorjahr 2017 um 10,7 Prozent auf durchschnittlich 700 Personen im Monatsschnitt zurückgegangen, dennoch sind 35,7 Prozent aller Arbeitslosen 50 Jahre oder älter. Ebenso ein Drittel der vom AMS Amstetten erfassten Personen hatte gesundheitliche Probleme, die einer raschen Jobvermittlung im Wege standen. (dsh)

http://www.ams.at/noe