NÍ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1523 vom 10.02.2019

10.02.2019
├ľsterreich importiert weniger Strom aus Tschechien

Leicht zur├╝ckgegangen ist die Menge elektrischer Energie, die aus Tschechien ├╝ber die Grenze in die ├Âsterreichischen Hochspannungsleitungen flie├čt. Das geht aus der Jahresbilanz des Verbandes Europ├Ąischer ├ťbertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) hervor, die dem N├ľ Wirtschaftspressedienst vorliegt. In den Importzahlen enthalten ist nicht nur die Strommenge, die in den Atom- und Kohlekraftwerken des Nachbarlandes erzeugt wird, sondern auch jene aus d├Ąnischer und norddeutscher Windkraftproduktion an der Nord- und Ostsee, von wo betr├Ąchtliche Elektrizit├Ątsmengen an ├ľkostrom ├╝ber Polen und Tschechien nach ├ľsterreich gelangen.

Wie ENTSO-E meldet, hat ├ľsterreich im Vorjahr 10.825 Gigawattstunden (GWh) Strom aus Tschechien importiert. Das ist ein R├╝ckgang um 1,6 Prozent gegen├╝ber dem Vergleichszeitraum 2017. Besonders stark gegl├╝ht haben die Leitungen nach Angaben von ENTSO-E in den f├╝nf Monaten August bis Dezember mit Einfuhrmengen von jeweils mehr als 1.000 GWh.

Vergleichsweise d├╝rftig hingegen tr├Âpfelt der Stromfluss in die Gegenrichtung: 2018 hat ├ľsterreich 112 GWh elektrische Energie nach Tschechien exportiert. 2017 sind es 62 GWh gewesen.

Gro├če Strommengen aus Tschechien str├Âmen insbesondere ├╝ber das Umspannwerk Slavetice nach ├ľsterreich. Dieser Netzknoten, der auch die Nuklearenergie aus dem nahe gelegenen Atomkraftwerk Dukovany verteilt, ist ├╝ber eine 380-Kilovolt-Leitung durch das westliche Weinviertel mit D├╝rnrohr im Tullner Feld verbunden. Wie der staatliche Energiekonzern CEZ in seiner Jahresbilanz bekanntgibt, hat der Meiler Dukovany 2018 eine Leistung von fast 14,25 Terawattstunden erzeugt. Das war rund ein F├╝nftel mehr als 2017 und das sechstbeste Ergebnis in der Geschichte des Atomkraftwerks seit seinem Betriebsbeginn 1985. (mm)

http://www.entsoe.eu/data/statistics/Pages/power _flows.aspx