NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1536 vom 10.05.2019

10.05.2019
Nationalpark Thayatal startet mit zwei neuen BrĂŒcken ĂŒber den Grenzfluss durch

Ein schon lange geplantes Projekt, das zur touristischen Weiterentwicklung des Nationalparks Thayatal wichtig ist, tritt jetzt in seine Umsetzungsphase. Über die Thaya, in deren Flussmitte die Grenze zu Tschechien und zum benachbarten Nationalpark PodyjĂ­ verlĂ€uft, werden zwei neue BrĂŒcken fĂŒr Wanderer errichtet. Nach Abschluss der in beiden Staaten erforderlichen Behördenverfahren sollen die beiden ÜbergĂ€nge in rund zwei Jahren den AusflĂŒglern zur VerfĂŒgung stehen.

„Es sind hochwassersichere HĂ€ngebrĂŒcken, wie sie sich im Nationalpark PodyjĂ­ schon lange Zeit bewĂ€hren“, erklĂ€rt Christian Übl, Direktor des Nationalpark-Thayatals, im GesprĂ€ch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Ein Übergang wird in Hardegg stromaufwĂ€rts der bestehenden ThayabrĂŒcke Hardegg-ÄŒĂ­ĆŸov beim alten Badeplatz der Gemeinde gebaut, der zweite stromabwĂ€rts beim sogenannten „Einsiedlerfelsen“. Das Investitionsvolumen fĂŒr das von der EU kofinanzierte Projekt belĂ€uft sich auf etwas mehr als 280.000 Euro.

FĂŒr Hannes Weitschacher, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Weinviertel Tourismus, haben die beiden neuen BrĂŒcken insofern große Bedeutung, als man damit ein attraktives Netz von Wanderwegen mit verschiedenen StreckenlĂ€ngen entlang der Flussufer in beiden Naturschutzgebieten knĂŒpfen kann. „Das ergibt viel Entwicklungspotenzial“, stellt er fest. 50.000 Ausflugstouristen und ökologisch interessierte Personen besuchen jedes Jahr den Nationalpark Thayatal. Der jenseits der Grenze gelegene, flĂ€chenmĂ€ĂŸig deutlich grĂ¶ĂŸere Nationalpark PodyjĂ­ kommt nach einer groben SchĂ€tzung – ZĂ€hlungen fĂŒhren die Tschechen nicht durch – auf 100.000 bis 200.000 Besucher im Jahr.

Mit dem laufenden BrĂŒckenprojekt im Thayatal und anderen Vorhaben, die die SehenswĂŒrdigkeiten des nördlichen Weinviertels und SĂŒdmĂ€hrens bekannter machen, will man nicht nur TagesausflĂŒgler ansprechen, auch die Beherbergungsbetriebe sollen weiter profitieren. Denn schon seit geraumer Zeit verbucht das Weinviertel steigende NĂ€chtigungszahlen, so auch im ersten Quartal 2019. „Von JĂ€nner bis MĂ€rz haben wir 119.000 Übernachtungen verzeichnet“, berichtet Weitschacher, „das ist ein Anstieg um 4,2 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr.“ Bei den tschechischen GĂ€sten sei der Zuwachs mit einem Plus von 44 Prozent besonders stark ausgefallen. (mm)

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