NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1544 vom 5.07.2019

5.07.2019
Weinreben aus Kottingbrunn wachsen auch in Kanada

International gefragt sind die Weinstöcke der Rebschule Kober & Kohlfürst Reben in Kottingbrunn, Bezirk Baden. Wie Inhaber und Geschäftsführer Gerd Ohrenberger dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet, gehen gut 30 Prozent seiner Weinstöcke in den Export. Schwerpunkt des Auslandsgeschäfts ist der europäische Markt mit Tschechien, Ungarn, Deutschland und Russland. Aber auch in Weingärten in Kanada, Chile und Algerien sind Reben aus Kottingbrunn anzutreffen.

„Heuer haben wir 300 unterschiedliche Sorten im Programm, darunter alle in Österreich zugelassenen Reben laut Rebenklassifizierung, das sind etwa 70 Sorten. Als Rebschule haben wir den Vorteil, dass wir in Österreich auch solche pflanzen dürfen, die nicht in der Rebenklassifizierung enthalten sind, und in den Export gehen“, erklärt Ohrenberger.

Jedes Jahr wird eine Million Edelreben auf Unterlagsreben aufgepfropft, diese Pfropfung ist zu 65 bis 70 Prozent erfolgreich. Das geschieht auf einem Pachtgrund in Pottendorf. Die Unterlagsreben, das sind reblaus- und pilzresistente Sorten, kommen zu 80 Prozent aus dem ungarischen Tochterbetrieb und der Rest aus Italien. Neben der Eigenproduktion von Reben findet auch ein Handel mit Reben anderer Rebschulen statt, jährlich etwa mit 300.000 bis 400.000 Stück.

Darüber hinaus im Programm sind auch noch das maschinelle Setzen von Weinreben, die Rodung von Weingärten zusammen mit Partnerfirmen und der Handel mit Spezialmaschinen für Weinbau und Rebschultechnik sowie Spezialprodukte. Seine Stärke sieht Ohrenberger in der Beratung seiner Kunden. Dazu macht er sich, wenn es möglich ist, vor Ort ein Bild und evaluiert dann die optimalen Weinsorten für den jeweiligen Boden und die Zielsetzungen der Winzer.

Mit durchschnittlich neun Mitarbeitern erzielt Kober & Kohlfürst Reben einen jährlichen Umsatz von einer Million Euro. (hm)

http://www.rebschule-kober.at