NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1544 vom 5.07.2019

5.07.2019
Wachauer Marillen sind ein betrÀchtlicher Wirtschaftsfaktor

Ihrer großen Bedeutung als Wirtschaftsfaktor fĂŒr Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus wird die Marille auch heuer wieder gerecht. In der Wachau, dem bekanntesten Anbaugebiet, rechnet man nach dem mĂ€ĂŸigen Vorjahr in dieser Saison mit einer mengenmĂ€ĂŸig guten und qualitativ sogar hervorragenden Ernte. „Wir erwarten zwischen drei und 3,5 Millionen Kilogramm“, teilt Franz Reisinger, Obmann des rund 230 Mitgliedsbetriebe umfassenden Vereins „Wachauer Marille“, dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit.

„Der Regen im Mai und die viele Sonne im Juni haben den FrĂŒchten gut getan“, berichtet Reisinger, der bei der heurigen Ernte, die Mitte Juli starten wird, von ausgezeichneter QualitĂ€t ausgeht. Zwei Drittel der Marillenmenge kaufen die Kunden direkt bei den Obstbauern zwischen Melk und Krems ein, ein Drittel der FrĂŒchte wird zu Destillaten und Likören, Marmeladen und Marillennektar verarbeitet. In der Wachau wachsen auf 350 Hektar geschĂ€tzte 100.000 MarillenbĂ€ume.

Schon 1995 hatte die EuropĂ€ische Union der Wachauer Marille wegen ihres einzigartigen Geschmacks eine geschĂŒtzte Ursprungsbezeichnung bewilligt. Auch der Verein „Wachauer Marille“ will die Unverwechselbarkeit des Edelobsts kommunizieren: Seit 2004 kennzeichnen die Mitgliedsbetriebe die FrĂŒchte mit einem eigenen Markenzeichen - dem fĂŒr die Region typischen PflĂŒckkorb, versehen mit dem Schriftzug „Original Wachauer Marille“.

Große wirtschaftliche Bedeutung hat die Marille in ihren zu den verschiedensten Speisen und GetrĂ€nken weiterverarbeiteten Formen und damit in weiterer Folge auch fĂŒr die Gastronomie und den Tourismus. Die Wachauer Mitgliedsbetriebe der Vereinigung „Niederösterreichische Wirtshauskultur“ - eine QualitĂ€tsgemeinschaft von Restaurants und Gasthöfen - setzen daher auch heuer wieder einen besonderen saisonalen Schwerpunkt, indem sie die ursprĂŒnglich aus China stammenden FrĂŒchte in allen erdenklichen Zubereitungsformen servieren: Auf den Speisekarten der Lokale finden sich dann kulinarische Köstlichkeiten, wie Marillenknödel, Strudel, Kuchen, Marmeladen, Liköre oder Marillenbrand. (mm)

http://www.wachauermarille.at

http://www.wirtshauskultur.at