NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1549 vom 9.08.2019

9.08.2019
Ober-Grafendorfer liefert maßgeschneidertes Material fĂŒr die Kunststoffverarbeitung

Der Wirtschaftsingenieur Alexander Datzinger ist schon immer, wie er selbst sagt, mit jeder Faser ein „Kunststoffler“ gewesen. Der 40jĂ€hrige grĂŒndete daher heuer im Februar in Krems die pexopol GmbH, die auf den Handel mit thermoplastischen Kunststoffrohstoffen spezialisiert ist. „Seit rund 20 Jahren ist mein professionelles Dasein untrennbar mit der Materie Kunststoff verbunden. Schon frĂŒh fĂŒhrte mich mein beruflicher Weg in die USA, wo ich drei Jahre als Produktions- und Betriebsleiter tĂ€tig war“, teilte er dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Anschließend hat er ĂŒber ein Jahrzehnt in verschiedenen Positionen fĂŒr renommierte österreichische und deutsche Maschinenbauunternehmen als Verkaufstechniker, Area Sales- Manager oder Head of Sales gearbeitet. Vertiefendes Know-how hat er sich in „Business Development“ angeeignet. Unmittelbar vor der pexopol-GrĂŒndung war er fĂŒr den GeschĂ€ftsbereich „PulvermĂŒhlen“ bei dem im unterfrĂ€nkischen Landkreis Aschaffenburg ansĂ€ssigen Maag Automatik Pumpenhersteller verantwortlich.

Mit mehrjÀhrigen TÀtigkeiten in verschiedenen Positionen des mittleren Managements hatte Alexander Datzinger sehr oft die Möglichkeit bzw. die Aufgabe, an der Erstellung von GeschÀftsstrategien und BusinessplÀnen mitzuwirken. Letztlich aber hatte er in der Realisierungsphase organisatorisch meist keine Handhabe, die Umsetzung aktiv zu beeinflussen.

„Die letzten fĂŒnf Jahre habe ich beruflich zumeist in Deutschland verbracht“, erklĂ€rte er. „Die zusĂ€tzliche sehr intensive ReisetĂ€tigkeit weltweit haben meine familiĂ€ren und sozialen Kontakte zumeist auf das Wochenende beschrĂ€nkt. Meine SelbststĂ€ndigkeit hat mir eine etwas flexiblere Zeiteinteilung ermöglicht, und die Konzentration auf Österreich und seine NachbarlĂ€nder hat auch die Reisezeiten merklich reduziert. Das Hauptmotiv fĂŒr die Entscheidung, mich selbstĂ€ndig zu machen, war zweifellos die Möglichkeit zu schaffen, das Unternehmen nach den eigenen Vorstellungen und Ideen zu gestalten bzw. sie direkt in die Tat umsetzen.“

Die pexopol GmbH bietet Kunststoffe in Granulat- oder Pulverform an, die zur Herstellung von Produkten in Spritzguss, Extrusion und Rotationsformen eingesetzt werden. Unter den Handelsnamen pexoform (POM), pexomid (PA 6, 6.6) und pexodur (PBT) vertreibt die pexopol GmbH sortenreine Regenerate als Neuwarenersatz fĂŒr technische Anwendungen. Alle Produkte basieren auf sortenreinen SekundĂ€rrohstoffen, d.h. zumeist Mahlgut aus In-House ProduktionsabfĂ€llen bei der Herstellung von Kunststoffteilen, und eignen sich sowohl als Komplettersatz fĂŒr bestehende Materialien als auch fĂŒr die Beimengung zu einer Neuware.

„Neben einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis kann mit dem Einsatz dieser Produkte ein wertvoller Beitrag zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks geleistet werden“, erklĂ€rt Alexander Datzinger. „Auf Wunsch ermöglicht die Auflistung aller zur Herstellung notwendigen Prozessschritte und der dafĂŒr eingesetzten Materialien und verbrauchten Ressourcen eine exakte Berechnung der CO2-Äquivalente. Dadurch ergibt sich fĂŒr den Verarbeiter eine fundierte Datenbasis zur Berechnung des eingesparten Ausstoßes an Treibhausgasen.“

Neben dem Sortiment Eigenmarken bietet die pexopol GmbH als Handelsvertretung ein breites Spektrum Polymere an, u. a. Masterbatches, Compounds, Commodities (Polyolefine und technische Kunststoffe), Recyclate (PP, PE, PS) sowie Kunststoffpulver, die in Italien und Deutschland gefertigt werden.

Zu den Kunden des Kremser Unternehmens zĂ€hlen zumeist Klein- und Mittelbetriebe (KMU) fĂŒr Lohnspritzgusstechnik, Produzenten von Halbzeugen, wie Platten und Profilen, die anschließend weiterverarbeitet werden, sowie Hersteller von großvolumigen Bauteilen, wie Tanks und BehĂ€lter.

Als GrĂŒnder und EigentĂŒmer der pexopol GmbH arbeitet Alexander Datzinger ausschließlich mit eigentĂŒmergefĂŒhrten mittelstĂ€ndischen Unternehmen als Lieferanten zusammen. „Diese sind imstande“, sagt er, „auf die BedĂŒrfnisse der Verarbeiter speziell zugeschnittene Materialen in kleineren Mengen zu produzieren, welche sie von den großen Kunststoffherstellern nicht bekommen wĂŒrden. Durch klare und kurze Entscheidungswege bin ich fĂŒr meine Kunden ein verlĂ€sslicher Ansprechpartner auf Augenhöhe mit persönlicher Betreuung und schnellen Reaktionszeiten“.

Als Handelsvertretung bietet Datzinger seinen Partnern den Zugang zum österreichischen Kunststoffmarkt, den sie aufgrund der GrĂ¶ĂŸe ihres Unternehmens bzw. Vertriebsapparates aus eigener Kraft bisher nicht bearbeiten konnten. In Zukunft will er das Portfolio mit weiteren komplementĂ€ren Produkten erweitern und strebt eine Expansion seiner GeschĂ€ftstĂ€tigkeit ĂŒber Österreich, Deutschland und die Schweiz hinaus in die osteuropĂ€ischen NachbarlĂ€nder an.“ (dsh)

http://www.pexopol.com