NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1549 vom 9.08.2019

9.08.2019
Zukunftsakademie Mostviertel forciert ĂŒberregionale Vernetzung und Nachhaltigkeit

Die Mitglieder der Zukunftsakademie Mostviertel haben sich darauf verstĂ€ndigt, strategisch abgestimmte Lösungen fĂŒr die kĂŒnftigen Herausforderungen ihrer lĂ€ndlichen Region zu finden und entsprechende Umsetzungsmaßnahmen zu entwickeln. Das Ziel ist es, das Mostviertel in der Innen- und Außenwirkung zu stĂ€rken und als zukunftsorientierten und dynamischen Wirtschafts-, Arbeits- aber auch Lebensraum zu positionieren.

Konzentrierte man sich nach der VereinsgrĂŒndung 2012 noch ausschließlich auf Aus- und Weiterbildung sowie Forschung und Technologie, so ist man seit Ende 2018 breiter aufgestellt. „Die Aus- und Weiterbildung ist zwar weiterhin der Kern unseres Tuns, krĂ€ftig ausgebaut hingegen werden die angewandte Forschung und die Technologieimplementierung. Daneben hat sich die Förderung des Nachwuchses fĂŒr Wirtschaft und Technik zu einem Erfolgsbaustein der Zukunftsakademie entwickelt“, berichtet Rosemarie Pichler, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Zukunftsakademie Mostviertel, dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Mehr als 3.000 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren durchlaufen jedes Jahr Projekte des im Jahre 2010 ins Leben gerufenen Programmes „T4T - tools for talents“ oder eines der Sonderformate, wie Coding Contest oder das Summercamp fĂŒr Kids.

Ganz neu im Leistungsportfolio der Zukunftsakademie ist die BeschĂ€ftigung mit neuen Arbeits- und Lernorten der Zukunft. Wie Innovation entsteht und wie man ein Milieu dafĂŒr gestalten kann, steht im Mittelpunkt des neuen Aufgabenfeldes „Auf- und Ausbau von Innovationsknoten“. So entstehen in Amstetten und Waidhofen/Ybbs derzeit zwei Innovationsorte, deren inhaltliche Entwicklung von der Zukunftsakademie Mostviertel maßgeblich mitgetragen und mitgeformt wird.

„Der Beta Campus am ehemaligen Bene Areal in Waidhofen/Ybbs soll zu einem Zentrum zur Entwicklung von FachkrĂ€ften werden, die ehemalige Remise in Amstetten zu einem Innovation Lab fĂŒr kreative und digitale Ideen“, so Rosemarie Pichler. „Durch den Zuschlag der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Call Digital Innovation Hub wird es uns gemeinsam mit unseren Partnern, der Tabakfabrik Linz, FH St. Pölten und IMM, gelingen, neuartige Formate und Konzepte in der Region umzusetzen und damit eine Anlaufstelle fĂŒr die Digital Makers von morgen zu entwickeln“, sagt sie.

Unter dem Motto „eine Bilanz, die sich sehen lassen kann“ hat die Zukunftsakademie-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin zum zehnjĂ€hrigen BestandsjubilĂ€um konkrete Kennzahlen prĂ€sentiert, wie 120 aktive Mitglieder mit rund 17.000 Mitarbeitern, 2.500 Teilnehmer & Absolventen in LehrgĂ€ngen und Seminaren, 50 Unternehmen in kooperativen Technologieprojekten, 10.000 Kinder & Jugendliche in der Talenteförderung sowie 4.500 Teilnehmer an Netzwerkveranstaltungen.

Vor knapp einem Jahr haben sich die EigentĂŒmer entschieden, den Weg in Richtung Professionalisierung fortzusetzen. Nach der intensiven Umstellungsphase der GmbH GrĂŒndung heiße das, so Rosemarie Pichler, „das Ohr wieder enger am Bedarf unserer Unternehmen zu haben, die Vernetzung voranzutreiben, weiterhin Maßnahmen gegen den FachkrĂ€ftemangel zu setzen und insbesondere auch junge Unternehmen verstĂ€rkt anzusprechen. DarĂŒber hinaus werden wir uns dem Ausbau unseres Angebotes an der Schnittstelle zwischen Old- und New Economy sowie alternder und junger Belegschaft widmen. In den Fokus werden aber auch zunehmend das Thema Nachhaltigkeit und die ĂŒberregionale Vernetzung gerĂŒckt.“ (dsh)

http://www.zukunftsakademie.or.at