NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1557 vom 4.10.2019

4.10.2019
Ă–AMTC-Studie untermauert Forderung nach mehr Biosprit im Tank

Damit Österreich seine Klimaziele erreicht, schlägt eine vom ÖAMTC bei der Österreichischen Energieagentur in Auftrag gegebene Studie vor, Diesel und Benzin mehr Biosprit beizumengen. Das ist Wasser auf den Mühlen des börsennotierten Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzerns Agrana, der eine höhere Beimischung von Bioethanol in Kfz-Treibstoffe schon lange fordert. Denn damit kann bei Autos der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 und Feinstaub deutlich reduziert werden.

„In unserer Anlage in Pischelsdorf produzieren wir genug Bioethanol, um in Österreich eine zehnprozentige Beimischung (E10) im Kraftstoff abdecken zu können“, sagt Agrana-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart. Derzeit werden dem Benzin nur fünf Prozent Bioethanol (E5) beigemischt. Deshalb muss das Unternehmen 60 Prozent der in Pischelsdorf erzeugten Menge exportieren. Das bedeutet für Österreich den Entgang von 200.000 Tonnen Treibhausgaseinsparungen im Wert von rund vier Millionen Euro, die anderen Staaten gutgeschrieben werden.

Darüber hinaus zeigt eine weitere Studie zum Thema, die von der TU-Wien durchgeführt worden ist, dass im Vergleich zum derzeit in Österreich handelsüblichen Benzin mit fünf Prozent Bioethanol-Anteil der Partikelausstoß bei einer Steigerung auf zehn Prozent um bis zu 23 Prozent zurückgehen würde. „Eine höhere Beimischungsrate von Bioethanol würde die Feinstaubemissionen spürbar herabsetzen“, so Marihart. Bei Volllast produziert die Agrana in der Bio-Raffinerie Pischelsdorf pro Jahr aus 835.000 Tonnen Getreide mehr als 330.000 Liter Bioethanol. (mm)

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http://www.oeamtc.at

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