N÷ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1557 vom 4.10.2019

4.10.2019
ÔĽŅDer Lebensmitteleinzelhandel in N√Ė ist ein hart umk√§mpftes Pflaster

Nur leicht steigende Umsatzerl√∂se hat der Lebensmitteleinzelhandel 2018 in Nieder√∂sterreich und im Nordburgenland erzielen k√∂nnen. Wie der N√Ė Wirtschaftspressedienst einer Branchenanalyse des Marktforschungsinstitutes Nielsen entnimmt, gab es im Vorjahr in der Ostregion ohne Wien 1.278 Lebensmitteleinzelhandelsgesch√§fte, die einen Gesamtumsatz von fast 4,66 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Das ist ein Mehrumsatz von 24 Millionen Euro oder 0,5 Prozent gegen√ľber der Vorperiode. Die Zahl der Verkaufsstellen ist geringf√ľgig um 13 zur√ľckgegangen.

Besser als der Durchschnitt aller Vertriebstypen haben in der Nielsen-Lebensmittelhandelsbilanz 2018 die Verbraucherm√§rkte abgeschnitten. Das sind Gesch√§fte mit mehr als 1.000 Quadratmetern Verkaufsfl√§che, wie z.B. die Merkur- oder Interspar-Filialen. In Nieder√∂sterreich und dem Nordburgenland haben die 86 Lebensmittelgro√üm√§rkte einen Gesamtumsatz von knapp 1,15 Milliarden Euro erreicht. Gegen√ľber 2017 bedeutet dies einen Anstieg um 46 Millionen Euro oder 4,2 Prozent.

Auch die Supermärkte - Geschäfte mit Verkaufsflächen zwischen 400 und 1.000 Quadratmetern - konnten im vergangenen Jahr in der Ostregion ohne Wien zulegen - wenngleich schon gebremst. Im Untersuchungsgebiet erzielten die 576 Supermärkte ein Umsatzplus um 28 Millionen oder 1,4 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro.

Zu den Verlierern z√§hlten im vergangenen Jahr die beiden Diskonter Hofer und Lidl, die Nielsen in einer eigenen Kategorie ausweist. Die zusammengerechnet 164 Hofer- und Lidl-Filialen in Nieder√∂sterreich und dem Nordburgenland kamen 2018 nach Sch√§tzungen des Handelsforschungsinstituts auf einen kumulierten Umsatz von knapp 1,19 Milliarden Euro. Das ist ein R√ľckgang um 42 Millionen Euro oder 3,4 Prozent gegen√ľber 2017.

Noch ein - wenig √ľberraschendes - Detailergebnis aus der aktuellen Nielsen-Studie: In Nieder√∂sterreich und dem Nordburgenland sperren immer mehr Lebensmittell√§den mit Gesch√§ftsfl√§chen unter 400 Quadratmetern, wozu auch die Grei√üler z√§hlen, zu. 2018 waren es wieder 22, die f√ľr immer die Rollbalken herunterfahren mussten. Die 452 kleinen Lebensmittelgesch√§fte in der Ostregion √Ėsterreichs ohne Wien haben im Vorjahr zusammen Ums√§tze in H√∂he von 345 Millionen Euro erzielt. Damit haben sie gegen√ľber 2017 ein Minus von 2,5 Prozent eingefahren. (mm)

http://at.nielsen.com