NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1561 vom 1.11.2019

1.11.2019
Ob Maschinenbau, Cloud oder Big Data: Frauen können Technik!

Weil die populärsten Lehrberufe für Mädchen noch immer Bürokauffrau, Friseurin und Verkäuferin sind, bleiben Männer in den deutlich besser bezahlten technischen Branchen weitgehend unter sich. Auch wenn sich die Situation an den Universitäten und Fachhochschulen gebessert hat, ist der Anteil der Frauen in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) weiterhin gering. Dabei suchen viele Betriebe intensiv nach Personen, die eine Technik- oder Informatik-Ausbildung abgeschlossen haben.

Wo sind die weiblichen Vorbilder? In seinem vor kurzem erschienen Sachbuch „Frauen können Technik“ porträtiert der bekannte Wirtschaftsjournalist und Auslandskorrespondent Reinhard Engel 30 Frauen, die sich bewusst für einen Technikberuf entschieden haben. Dabei reicht die Bandbreite von weiblichen Lehrlingen im Maschinenbau und von Programm-Entwicklerinnen in der IT-Branche bis zu leitenden Technik-Verantwortlichen, Forscherinnen, Unternehmerinnen und Spitzen-Managerinnen in internationalen Großunternehmen.

Auch erfolgreiche Technikerinnen aus Niederösterreich stellt Engel in seinem Werk der Leserschaft vor. Sie spiegeln die Vielfalt der Berufe und Persönlichkeiten im Buch wider:

So fährt Julia Scherzer mit ÖBB-Dieseltriebwagen durch das Weinviertel und mit Schnellbahngarnituren von Mistelbach bis Mödling. Vor der Ausbildung zur Lokführerin hatte sie eine Schlosserlehre absolviert.

Judith Engel ist Leiterin der Bauabteilung des Flughafens Schwechat. Sie hat Bautechnik studiert und davor zehn Jahre lang als Projektleiterin den Bau des Wiener Hauptbahnhofs betreut.

Nermina Mumic ist in Bosnien geboren und in Niederösterreich aufgewachsen. Sie arbeitet derzeit an ihrer Mathematik-Dissertation an der TU Wien und hat das Start-up Legitary gegründet, das Web-Plattformen kontrolliert, ob sie beim Musik-Download korrekt abrechnen.

Maria Patek ist Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus. Davor ist sie als Sektionschefin im Ministerium für Forstwirtschaft auch für die Hochwasser- und Lawinenverbauung in ganz Österreich zuständig gewesen. Sie lebt in Wiener Neustadt.

Caroline Spinner aus Berndorf studiert an der FH Wiener Neustadt Robotik. Das ist eine neue Studienrichtung, deren künftige Abgänger schon jetzt von Unternehmen umworben werden.

Karin Mendlig ist als Beamtin der NÖ Landesregierung für sieben Straßenmeistereien in den Bezirken St. Pölten, Melk und Lilienfeld zuständig. (mm)

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