NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1562 vom 8.11.2019

8.11.2019
NÖ Betriebe naschen fleißig am Förderkuchen der „KMU Digital“-Initiative

Im Jahr 2017 hat die damalige Bundesregierung die Förderungs- und Unterstützungsinitiative „KMU Digital“ gestartet. Mit finanziellen Beiträgen für Potentialanalysen und Beratungen sollten die Klein- und Mittelbetriebe Österreichs in den Sektoren E-Commerce und Social Media, in Geschäftsmodellen und Prozessen sowie in der Verbesserung der IT-Sicherheit und des Datenschutzes auf digitaler Ebene zukunftsfit gemacht werden. Mit der Durchführung der Initiative beauftragt wurden die Wirtschaftskammer Österreich respektive die jeweiligen Landeskammern.

Wie eine parlamentarische Anfrage der NEOS an das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort ergeben hat, haben Niederösterreichs Unternehmen dieses Förderinstrumentarium sehr fleißig genutzt. Demnach wurden 2018 im Rahmen von „KMU Digital“ von den österreichweit eingereichten 6.115 Förderanträgen für die beiden Programme „Potentialanalyse“ und „Beratungsbonus“ aus Niederösterreich 1.124 Anträge eingereicht. Das entspricht einem Anteil von 18,4 Prozent. Mehr Einreichungen sind nur von Wiener Firmen gekommen.

Ein ähnliches Bild ergeben auch die ausbezahlten Geldbeträge. Österreichweit wurden 2018 in 5.279 Fällen Förderungen in Höhe von 3,4 Millionen Euro gewährt. Davon entfallen auf Niederösterreich 923 Förderungsanträge (17,5 Prozent) mit 602.844 Euro an tatsächlich geflossenen Förderungen (17,6 Prozent).

Im laufenden Jahr 2019 sieht es noch ein wenig besser aus. Österreichweit gab es für 1.484 Förderungsanträge eine Auszahlung von Förderungen in Höhe von insgesamt 1,48 Millionen Euro. Auf Niederösterreich entfallen davon 300 Fälle mit bewilligten Förderungen in Höhe von insgesamt 296.934 Euro, was jeweils einem Anteil von rund einem Fünftel entspricht. (mm)

http://www.kmudigital.at