NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1563 vom 15.11.2019

15.11.2019
Die Wirtschaft im Bezirk Melk entwickelt sich positiv

Mit 5.280 Betriebsstandorten, an denen derzeit 289 Unternehmen 17.040 Mitarbeiter beschäftigen und 932 Lehrlinge ausbilden, zeigt sich die Melker Wirtschaft durchaus zufrieden. „Von Jänner bis Ende Oktober haben 259 Neugründen stattgefunden, und zudem haben wir gegenüber 2018 um 945 Beschäftige und 15 Lehrlinge mehr“, berichtet Franz Eckl, Obmann der Wirtschaftskammer Melk, dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Die Auftragslage im Bezirk ist sehr gut, und diese Entwicklung ist auch auf die positive Einstellung der Unternehmer zurückzuführen. Dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach auch 2020 fortsetzen“, sagt er.

Als zwei Wermutstropfen für die Melker Wirtschaftstreibenden nennt er den Facharbeitermangel und die überbordende Bürokratie. „Der Mangel an qualifizierten Facharbeitern resultiert aus fehlenden Strukturen der Vergangenheit“, betont Eckl. „Deshalb sind wir derzeit als Wirtschaftskammer Melk bemüht, an den Schulen und bei den Eltern Bewusstsein und Wertschätzung für den Lehrberuf und den Facharbeiter zu schaffen.“ Was die Bürokratie betrifft, fordert Franz Eckl, behördliche Genehmigungsverfahren zu vereinfachen sowie den Verwaltungsaufwand und damit verbundene Kosten zu senken. „Ich bin darüber hinaus für klare Regeln in der Gastronomie. Überhaupt wäre es wünschenswert, wenn die Politik in all diesen Belangen rasch und effizient handeln würde.“

Von den Medien wünscht sich der Melker WKO-Bezirksstellenobmann indes, „nicht nur Negativschlagzeilen über die heimische Wirtschaft zu bringen, sondern auch die Bedeutung des Unternehmertums – insbesondere der kleinen und mittleren Betriebe – in den Vordergrund zu stellen.“ Eckl dazu. „Unsere Unternehmen sichern Lebensqualität und Arbeitsplätze. Vor allem im ländlichen Raum ist dies die Grundlage für sozialen Frieden und Wohlstand.“ (dsh)

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