NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1570 vom 10.01.2020

10.01.2020
Tulln rĂŒstet als High-Tech-Forschungsstandort weiter auf

Mit einem Investitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro baut das Land Niederösterreich mit seiner Wirtschaftsagentur ecoplus das Technologie- und Forschungszentrum (TFZ) Tulln weiter aus. Zu den bereits bestehenden drei GebĂ€uden, wo auf 5.000 Quadratmetern 18 Unternehmen mit 180 BeschĂ€ftigten angesiedelt sind, kommt eine weitere Spezialimmobilie fĂŒr anspruchsvolle technologische Projekte hinzu. Dieses 3.000 Quadratmeter große High-Tech-GebĂ€ude soll noch heuer fertiggestellt werden.

„Als wir vor 20 Jahren mit dem Technopol-Programm begonnen haben, hat niemand mit einem derart durchschlagenden Erfolg gerechnet“, sagte ecoplus-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Jochen Danninger beim Spatenstich zur Errichtung der vierten Ausbaustufe in Tulln. Seit dem Start der Initiative seien in die sechs TFZ-Standorte in Niederösterreich mehr als 130 Millionen Euro geflossen. Heute sind bei den dort angesiedelten Firmen auf 38.000 Quadratmetern BetriebsflĂ€che mehr als 1.000 Mitarbeiter beschĂ€ftigt.

„Niederösterreich ist es gelungen, sich als High-Tech-Standort in Europa zu etablieren“, stellte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner fest. Der Aufbau eines starken Netzwerkes zwischen der Wissenschaft und engagierten Unternehmen soll Niederösterreich als Wirtschaftsstandort noch attraktiver machen und die WettbewerbsfĂ€higkeit der Firmen stĂ€rken. In diesem Zusammenhang hob Mikl-Leitner auch die Bedeutung der Digitalisierung hervor, die in den nĂ€chsten Jahren viele BetriebsablĂ€ufe und Entscheidungsprozesse in der Wirtschaft und auch in der Verwaltung grundlegend verĂ€ndern werde. Bis 2022 wird in Tulln ein „Haus der Digitalisierung“ entstehen, kĂŒndigte die Landeshauptfrau an.

Tullns BĂŒrgermeister Peter Eisenschenk wĂŒrdigte das neue Projekt als weiteren Meilenstein in der Stadtentwicklung. Mit dem Setzen auf hochtechnologische Schwerpunkte wolle man langfristig die wirtschaftliche Basis fĂŒr die Zukunft schaffen, damit sich in der Donaustadt weitere innovative Betriebe niederlassen. „Das bringt neue, hochqualitative ArbeitsplĂ€tze und stĂ€rkt langfristig die regionale Wertschöpfung“, so Eisenschenk. (mm)

http://www.technopark-tulln.at

http://www.ecoplus.at