NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1594 vom 26.06.2020

26.06.2020
Kunststoffverarbeiter Coreth steuert mit Schutzmänteln gut durch die Krise

Die G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH in Unterwaltersdorf, Bezirk Baden, die jährlich rund 35.000 Tonnen Kunststofffolien aus Polyethylen erzeugt, investiert pro Jahr zwischen ein und zwei Millionen Euro in den Ausbau und die Verbesserung des Betriebes. Mit einer Exportquote von rund 50 Prozent und dem Schwerpunkt Deutschland erwirtschaftet die Firma mit 125 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro. Die Folien, die auch bedruckt werden können, werden als Flachfolien, Schläuche, Säcke und Palettenhauben verwendet.

Die Flexibilität des Unternehmens – Österreichs größter Kunststoffverarbeiter – würdigte Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger bei einem Betriebsbesuch. „Mit Engagement und Innovationskraft hat Coreth gezeigt“, sagte er, „wie man kurzfristig seine Produktion auf Güter umstellen kann, die dringend benötigt werden, wie in der Corona-Krise Vormaterialien für Schutzmäntel, statt von Lieferungen aus dem Ausland abhängig zu sein.“ Dieses Beispiel habe die Wichtigkeit der heimischen produzierenden Betriebe wieder einmal klar erkennbar gemacht.

Wie Coreth-Geschäftsführer Stefan Chalupnik dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, gäbe es neben der Vormaterialproduktion für Schutzmäntel noch weitere positive wirtschaftliche Signale für seine Firma, so dass damit die 125 Arbeitsplätze als gesichert gelten. Er sei stolz, ein regionaler Arbeitgeber zu sein. Produziert wird rund um die Uhr sieben Tage pro Woche. Als für ihn besonders wichtig nennt Chalupnik das Recycling des Kunststoffes. Dazu dient im Werk eine eigene Anlage zur Wiederverwertung dieses wertvollen Rohmaterials. (hm)

http://www.coreth.at