N÷ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1594 vom 26.06.2020

26.06.2020
Biopharma-Spezialist Marinomed hat 40 neue Jobs nach Korneuburg gebracht

Mit dem biopharmazeutischen Unternehmen Marinomed hat vor kurzem einer der forschungsintensivsten Betriebe √Ėsterreichs in der Stadt Korneuburg seine Zelte aufgeschlagen. Weil der bisherige Standort bei der Veterin√§rmedizinischen Universit√§t in Wien-Floridsdorf keine M√∂glichkeit zur weiteren Expansion geboten hat, ist die Firma mit ihren rund 40 Besch√§ftigten in die Rattenf√§ngerstadt √ľbersiedelt. Zuvor hat Marinomed dort um 400.000 Euro ein Grundst√ľck mit B√ľrogeb√§ude gekauft und dieses modernisiert. Neben der neuen Unternehmenszentrale wird um 1,8 Millionen Euro auch ein Forschungslabor errichtet.

Marinomed entwickelt und vertreibt mit Partnern aus der Pharmaindustrie und √ľber Lizenzen innovative Produkte zur Bek√§mpfung von Atemwegs- und Augenerkrankungen. So hat der Betrieb den Virenblocker-Wirkstoff Carragelose auf den Markt gebracht, der in Nasen- oder Rachensprays bzw. in Lutschpastillen gegen Husten, Erk√§ltungen und Allergien hilft. ‚ÄěWir haben ein Mittel entwickelt, das sehr breit wirkt, um Viren verschiedenster Art erreichen zu k√∂nnen‚Äú, sagt Marinomed-Gr√ľnder und Vorstand Andreas Grassauer. Auch zum Abbremsen der Corona-Pandemie k√∂nnte Carragelose beitragen, zumal der Nasenspray erwiesenerma√üen den Krankheitsverlauf verk√ľrzt. Noch aber w√ľrden hier die erforderlichen klinischen Tests fehlen.

Gegr√ľndet haben das Unternehmen der Virologe Andreas Grassauer gemeinsam mit seiner Frau, der Immunologin Eva Prieschl-Grassauer, ein Tierarzt und ein Meeresbiologe im Jahr 2006. Inzwischen ist aus dem Quartett eine Firma mit 40 Besch√§ftigten entstanden, von denen die meisten in Forschung und Entwicklung t√§tig sind. Vertrieben werden die Produkte des Korneuburger Unternehmens in mittlerweile mehr als 40 L√§ndern.

Seit Februar 2019 notiert die Marinomed Biotech AG an der Wiener Börse. Im Vorjahr hat sie ihre Umsatzerlöse um fast ein Drittel - 31% - auf 6,14 Millionen Euro gesteigert. Die Forschungsausgaben sind auf 4,78 Millionen Euro gewachsen, nach 2,93 Millionen Euro im Jahr 2018. (mm)

http://www.marinomed.com