NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1598 vom 31.07.2020

31.07.2020
Tolles Wasser- und Windkraftjahr drückt Stromimporte aus Tschechien

Stark zurückgegangen sind im Vorjahr die Importe elektrischer Energie aus Tschechien. Das geht aus der Jahresbilanz 2019 der staatlichen Regulierungsbehörde E-Control hervor, die dem NÖ Wirtschaftspressedienst vorliegt. In den Importzahlen enthalten sind nicht nur die Strommenge, die in den Atom- und Kohlekraftwerken Tschechiens erzeugt wird, sondern auch jene aus dänischer und norddeutscher Windkraftproduktion von der Nord- und Ostsee, die über Polen und Tschechien nach Österreich gelangt.

Wie E-Control meldet, hat Österreich im Vorjahr 9.432 Gigawattstunden (GWh) Strom aus Tschechien importiert. Das ist ein Rückgang um 1.432 GWh oder 13,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 gewesen. Ein Grund dafür war u.a. die im Vorjahr in Österreich stark gestiegene Stromproduktion aus heimischer Wasser- und Windkraft.

Vergleichsweise dürftig hingegen tröpfelt der Stromfluss in die Gegenrichtung: 2019 hat Österreich 145 GWh elektrische Energie nach Tschechien exportiert. 2018 sind es 113 GWh gewesen. (mm)

http://www.e-control.at