NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1604 vom 11.09.2020

11.09.2020
Vier von zehn Autoapotheken in NĂ– sind ohne gĂĽltiges Pickerl unterwegs

Einen deutlichen Handlungsbedarf ortet der ARBÖ Niederösterreich bei den Autoapotheken. Laut einer aktuellen Studie des Autofahrerclubs ist das Ablaufdatum bei vier von zehn in Pkw mitgeführten Verbandkästen überschritten. „Da die Autoapotheken zum Glück nur ausgesprochen selten zum Einsatz kommen, kümmern sich viele Pkw-Besitzer nicht um das Ablaufdatum der im Fahrzeug mitgeführten medizinischen Utensilien“, erklärt die Pressesprecherin des ARBÖ Niederösterreich Claudia Vancata dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Als Basis der Studie dienten dem ARBÖ Niederösterreich die in den 21 NÖ ARBÖ-Prüfzentren durchgeführten §57a-Überprüfungen. „Das Ablaufdatum der Autoapotheke ist zwar grundsätzlich kein Kriterium für die Verkehrstauglichkeit eines Pkw. Trotzdem überprüfen unsere Techniker als Kundenservice den Inhalt und das Ablaufdatum“, so die Pressesprecherin.

In erster Linie von einem überschrittenen Ablaufdatum betroffen sind die Verbände, die auf eine Wunde gelegt werden. Auf großes Interesse stießen bei den ARBÖ-Mitgliedern Tauschaktionen, wo die abgelaufene Autoapotheke gegen eine neue getauscht wird. Die Inhalte der abgelaufenen Verbandkästen wanderten jedoch nicht in den Müll. „Wundauflagen und Verbände mit überschrittenem Ablaufdatum haben wir an die Tierrettung weiter gegeben“, so Claudia Vancata.

Welchen Inhalt eine Autoapotheke haben muss, ist im Kraftfahrgesetz interessanterweise nicht genau geregelt. Explizit dagegen wird erwähnt, dass die mitgeführten Produkte zur Wundversorgung geeignet sein müssen. „Daher raten wir unseren Mitgliedern, schon aus eigenem Antrieb heraus das Ablaufdatum der Autoapotheke regelmäßig zu kontrollieren“, sagt Claudia Vancata. (haw)

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