NÍ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1606 vom 25.09.2020

25.09.2020
Pleitegeier wird 2021 in Nieder├Âsterreich kr├Ąftig nach Beute schnappen

Angesichts der nach wie vor r├╝ckl├Ąufigen Insolvenzzahlen in ├ľsterreich und auch in Nieder├Âsterreich fordert der Kreditschutzverband (KSV)1870 ein Ende der Corona-Unterst├╝tzungsma├čnahmen f├╝r Betriebe nach dem reinen Gie├čkannen-Prinzip. Denn der Schuss gehe jetzt nach hinten los. ÔÇ×Anstatt betroffenen Firmen, die eine Zukunft vor sich haben, zu helfen, werden kranke Unternehmen k├╝nstlich am Leben gehalten und ziehen damit tragischerweise auch noch gesunde Firmen mit ins Verderben. Durch ein Ende der Gie├čkannen-Ma├čnahmen k├Ânnte jetzt noch Schlimmeres verhindert werdenÔÇť, meint der KSV1870.

In Nieder├Âsterreich ist die Zahl der Firmenpleiten in den ersten drei Quartalen 2020 um mehr als ein Viertel auf 492 Insolvenzen zur├╝ckgegangen. Folglich, so die Prognose des KSV1870, werde es durch die anhaltende Verschleppung erst 2021 zu einem massiven Anfall von Insolvenzen kommen. Dabei m├╝ssten die Gl├Ąubiger in vielen F├Ąllen mit einer Null-Quote rechnen.

Der KSV1870 appelliert deshalb an alle Unternehmer und Unternehmerinnen, deren Firmen aktuell in Schieflage geraten seien, sich fr├╝hzeitig f├╝r eine Insolvenzanmeldung zu entscheiden: ÔÇ×Damit wird die Chance auf eine Sanierung und somit f├╝r einen gesunden Neustart gewahrt. Dieser Schritt ist der aktuell einzige mit einer positiven Aussicht f├╝r alle Beteiligten.ÔÇť (g├╝bi/mm)

http://www.ksv.at