NÍ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1609 vom 16.10.2020

16.10.2020
Lkw-Lawine aus dem Norden und Osten rollt durch Nieder├Âsterreich

Auf den Autobahnen und Schnellstra├čen in Nieder├Âsterreich sind immer mehr schwer beladene Transit-Lkw unterwegs, die Waren aus Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Polen nach ├ľsterreich oder weiter in ein anderes Land bef├Ârdern. Das geht aus einer aktuellen Studie der Statistik Austria ├╝ber die Entwicklung des nationalen und internationalen Stra├čeng├╝terverkehrs hervor. Untersucht wurde dabei das Transportaufkommen im grenz├╝berschreitenden Versand von und nach ├ľsterreich.

Seit einigen Jahren w├Ąchst vor allem der aus Norden heranrollende Lkw-Verkehr ├╝berproportional stark. Wurden 2018 aus Tschechien G├╝ter mit einem Volumen von mehr als 8,3 Millionen Tonnen ├╝ber die Stra├če nach ├ľsterreich geliefert, waren es im Vorjahr schon fast 8,7 Millionen Tonnen. Das ist ein Anstieg um 353.000 Tonnen oder 4,2 Prozent. Hinter Deutschland mit einem Transportaufkommen von 28,5 Millionen Tonnen ist Tschechien schon das zweitgr├Â├čte Versandland f├╝r Waren, die mit dem Lkw nach ├ľsterreich kommen. Das drittplatzierte Italien kommt auf knapp 8,5 Millionen Tonnen.

Wie der N├ľ Wirtschaftspressedienst der Studie entnimmt, wachsen auch die Transportmengen mit dem ├Âstlichen Nachbarstaat Ungarn signifikant. Kamen 2018 mit den Lkw rund 6,3 Millionen Tonnen von dort nach ├ľsterreich, waren es im Vorjahr schon mehr als 6,5 Millionen Tonnen. Das bedeutet ein Plus von 204.000 Tonnen oder 3,2 Prozent.

Auch die Slowakei und Polen sind wichtige Versandl├Ąnder ├╝ber die Stra├če. Wie die Statistik Austria meldet, haben G├╝terkraftfahrzeuge 2019 aus der Slowakei Waren mit einer Gesamtmenge von fast 2,7 Millionen Tonnen nach ├ľsterreich geliefert - um 36.000 Tonnen oder 1,4 Prozent mehr als 2018. Und aus Polen rollten im Vorjahr knapp 2,1 Millionen Lkw-Tonnen in unser Land. Das waren um 45.000 Tonnen oder 2,2 Prozent mehr als 2018. (mm)

http://www.statistik.at