NÍ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1609 vom 16.10.2020

16.10.2020
Bezirk Lilienfeld braucht bessere Jobs f├╝r Frauen und bessere Stra├čen

Gezielte Ma├čnahmen gegen den Bev├Âlkerungsschwund sowie eine Infrastrukturoffensive beim Ausbau des Stra├čenverkehrsnetzes stehen im Arbeitsprogramm von Markus Leopold, dem neuen Obmann der Bezirksstelle Lilienfeld der N├ľ Wirtschaftskammer, ganz oben. ÔÇ×Lilienfeld ist ein AbwanderungsbezirkÔÇť, stellt er im Gespr├Ąch mit dem N├ľ Wirtschaftspressedienst fest. ÔÇ×Es sind vor allem die jungen Frauen, die unsere Region verlassen und hier sp├╝rbar fehlenÔÇť, f├╝gt er hinzu.

Wer einmal zu Ausbildungszwecken nach St. P├Âlten oder Wien gezogen sei, ÔÇ×kommt oft nicht mehr zur├╝ck. F├╝r Frauen, die eine Fachhochschule oder Uni abgeschlossen haben, gibt es im Bezirk Lilienfeld zu wenige passende Job-AngeboteÔÇť, sagt Leopold. Dabei seien im Traisen- und G├Âlsental viele industrielle Leitbetriebe angesiedelt, die ihre Besch├Ąftigten sehr gut bezahlen.

Apropos Leitbetriebe. Diese w├╝rden besonders unter der mangelhaften Verkehrsinfrastruktur im Bezirk leiden, kritisiert der Sprecher der Lilienfelder Wirtschaftstreibenden. Die wichtigste regionale Stra├čenverbindung, die von St. P├Âlten ├╝ber Wilhelmsburg und Traisen Richtung S├╝den f├╝hrende B20, ist zu Spitzenzeiten derma├čen ├╝berlastet, dass der Verkehr oft nur im Schneckentempo vorankommt und Staus in den Ortsdurchfahrten auf der Tagesordnung stehen. Den Unternehmen erwachsen aus dem Zeitverlust betr├Ąchtliche Kosten.

ÔÇ×Zur Entlastung und schnelleren Erreichbarkeit brauchen die Firmen daher die geplante Traisental-Schnellstra├če S34 unbedingtÔÇť, unterstreicht Markus Leopold. Aber auch deren Verl├Ąngerung bis Traisen, die projektierte Traisental Stra├če B334, sei ÔÇ×h├Ąnderingend erw├╝nscht.ÔÇť Denn f├╝r die gesamte Wirtschaft des oberen Traisentals ist eine bessere Anbindung an den N├ľ Zentralraum essentiell. Dort sichern n├Ąmlich namhafte Unternehmen Hunderte Arbeitspl├Ątze, wie in Traisen der Stahlproduzent voestalpine, der Rohrleitungshersteller Georg Fischer Fittings und das Schwertransportunternehmen Trost, der Aluminium-Dacherzeuger Prefa in Marktl, die Rohrsysteme-Firma Isoplus in Hohenberg, das Stahlseilwerk Teufelberger und die Roth-Technik in St. Aegyd am Neuwalde. (mm)

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