NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1609 vom 16.10.2020

16.10.2020
„Haus der Digitalisierung“ gehört zu den fünf besten Projekten in Europa

Mit ihren RegioStars-Preisen zeichnet die Europäische Kommission jedes Jahr die innovativsten regionalen Projekte in Europa aus. Verliehen werden die RegioStars Awards an solche EU-finanzierte Konzepte, die neue Ansätze in der regionalen Entwicklung hervorbringen und ihre Exzellenz unter Beweis stellen. In der Kategorie „Industrieller Wandel für ein intelligentes Europa“ – eine von fünf Wertungen – hat es heuer das „Haus der Digitalisierung“ aus Niederösterreich in die Endausscheidung geschafft. Aus mehr als 200 eingereichten Projekten wurde dieses Programm schließlich unter die Top-Fünf gereiht.

„Die Nominierung zum RegioStars Award ist eine Bestätigung unseres eingeschlagenen Weges und stärkt unser Digitalisierungsnetzwerk in Europa“, stellt Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Freude fest. Mit dem Leuchtturmprojekt „Haus der Digitalisierung“ wolle man den durch den Technologiewandel ausgelösten Veränderungsprozess für die Bevölkerung erlebbar machen sowie die Unternehmen auf ihrem Weg der digitalen Transformation bestmöglich begleiten. „In der Digitalisierung sehen wir eine große Chance, um Niederösterreich in Zukunft als innovativen Wirtschaftsstandort in Europa zu positionieren“, streicht Mikl-Leitner hervor.

Das „Haus der Digitalisierung“ ist eine Initiative des Landes Niederösterreich, die im Zuge der Erstellung der NÖ Digitalisierungsstrategie 2017 entstanden ist. In einem ersten Schritt wurden sogenannten digitale Knotenpunkte in St. Pölten, Krems, Wieselburg, Tulln, Klosterneuburg und Wiener Neustadt entwickelt, die sowohl untereinander, als auch mit bestehenden Netzwerken eng verbunden sind. Personen aus Wirtschaft und Verwaltung sowie Forschung und Lehre werden in einem institutionenübergreifenden und niederösterreichweit-umfassenden Kompetenznetzwerk gebündelt. Internationale Anbindungen dieser Knoten sorgen dafür, dass relevante Entwicklungen rechtzeitig erkannt werden.

In einem zweiten Schritt wurde gemeinsam mit niederösterreichischen Partnerinnen und Partnern das „Virtuelle Haus“ der Digitalisierung realisiert. Auf dem Internet-Portal http://www.virtuelleshaus.at werden zahlreiche Services zum Thema Digitalisierung angeboten. Darüber hinaus geht es u.a. um die Fragen, wie man Datensicherheit gewährleisten kann und auf welche Art digitale Plattformen und Interdisziplinarität neue Wege der Kreativität eröffnen.

Im dritten und finalen Schritt wird zurzeit in Tulln das reale „Haus der Digitalisierung“ verwirklicht. Mit einem Investitionsvolumen von 33,5 Millionen Euro entsteht auf dem Gelände des Campus Tulln auf rund 4.200 Quadratmetern Fläche ein moderner Neubau, der unter seinem Dach Büros für Mieter, Räume für Start-ups und Gründer, einen Showroom, einen Infopoint, eine Außenstelle der Fachhochschule Wiener Neustadt sowie Gastronomieeinrichtungen vereint. Die Fertigstellung des „Hauses der Digitalisierung“ ist für das zweite Quartal 2023 vorgesehen. (mm)

http://www.ecoplus.at/interessiert-an/haus-der-digitalisierung

http://www.virtuelleshaus.at

http://ec.europa.eu/regional_policy/de/regio-stars-awards

http://www.eu-foerdermittel.eu/regiostars-awards-2020