NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1620 vom 8.01.2021

8.01.2021
Spezialfirma aus Rappottenstein sorgt in jedem Raum fĂĽr den guten Ton

Mitten im Waldviertel, in Rappottenstein, ist der Unternehmenssitz von Trikustik, einem auf Raumakustik spezialisierten Unternehmen, das inzwischen europäische Bedeutung erlangt hat. „Wir sind sowohl im privaten Einfamilienhaus, in der Wiener Stadthalle, im Festspielhaus Bregenz, aber auch im europäischen Parlament präsent“, erklärt Vertriebsleiter Wolfgang Pfiel dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Unser Einsatz ist überall dort gefragt, wo es darum geht, dass der Schall gut verteilt ist, Reden und vor allem auch Musik gut verständlich sind.“ Trikustik ist das einzige Unternehmen dieser Art in Niederösterreich, aber auch europaweit gibt es nur wenige Spezialisten für Raumakustik.

Kunden sind vor allem öffentliche Auftraggeber, insbesondere Schulen und Kindergärten, aber eben auch Betreiber großer Veranstaltungsgebäude. Daneben sind es vor allem private Interessenten, die immer mehr werden, und Gastronomiebetriebe. „Allgemein gilt“ so Pfiel, „wenn die richtige Akustik bereits in der Planung berücksichtigt wird, fallen kaum Zusatzkosten an, denn eine Decke ist ohnedies notwendig. Hingegen kann eine neue Akustik im Zuge einer Renovierung durchaus hohe Kosten verursachen.“

Rappottenstein und das Waldviertel sind das ideale Umfeld für ein Unternehmen, das hauptsächlich mit Holz zu tun hat, denn hier wird mit Holz entwickelt und produziert. „Häufig bekommen wir zwar das Grundprodukt von unseren Kunden, das können auch Platten sein, aber einen Teil machen wir komplett selber. Da fokussieren wir uns auf Massivholz, auf Fichte und Lärche“ sagt Pfiel. Aus Gründen der Haltbarkeit und der Gesundheit beispielsweise sei es bei einem Kindergarten natürlich sinnvoller, unbehandeltes Holz mit Schafwolle einzusetzen als eine Gipsdecke.

Als das Spezialgebiet von Trikustik nennt der Vertriebsleiter das CNC - Computerized Numerical Control (CNC-Maschinen sind Werkzeugmaschinen mit einer speziellen Steuerungstechnik). „Dazu gibt es im Unternehmen das entsprechende Wissen, dafür reisen Kunden zu uns ins Waldviertel“, erklärt er. „Es ist ein Trend da, sich um das Wohlfühlen zu bemühen, auch wenn die Akustik nicht sichtbar ist und bei einigen doch nicht in die ursprüngliche Planung fällt.“

Dementsprechend sei auch das Jahr 2020 für das Unternehmen im Grunde genommen geschäftlich gut gelaufen. Priel spricht zwar davon, dass sich bei den Objekten Verzögerungen ergeben haben und dass die Projektdynamik reduziert worden sei, aber: „Wir hatten ganzjährig eine gute Auftragslage, und mussten beispielsweise nicht in die Kurzarbeit.“ (jm)

http://www.trikustik.at