NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1626 vom 19.02.2021

19.02.2021
Hoteliervereinigung: „Betriebe auf der Intensivstation“ brauchen Not-Operation

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) kritisiert die nach wie vor schleppenden Entschädigungszahlungen nach dem Epidemiegesetz. Wie die ÖHV mitteilt, hätten nach einer Umfrage elf Monate nach Beginn der Pandemie nur sieben Prozent der Beherbergungsbetriebe aus diesem Titel Geld erhalten, während 90 Prozent der befragten Hotels darauf einen Anspruch gehabt hätten.

„Damit kann niemand zufrieden sein“, kritisiert ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer. Gleichzeitig lasse die Umsetzung des von der EU-Kommission genehmigten höheren Beihilfenrahmens auf sich warten: „Das muss schneller gehen, wenn wir die Arbeitsplätze im Tourismus und bei den Zulieferern erhalten wollen“, stellt Gratzer fordernd fest.

Zur Verlängerung des Lockdowns für Hotellerie und Gastronomie meint der ÖHV-Generalsekretär, dass mittlerweile viele Unternehmen aus dieser Branche „auf der Intensivstation“ liegen würden. „Die Entscheidung der Bundesregierung, den Lockdown noch einmal zu verlängern, ist für viele Betriebe weit über die Hotels hinaus erneut ein Stich ins Herz. Da hilft kein Zureden und Vertrösten, da braucht es eine Not-Operation sowie wirksame Medikamente in ausreichender Dosierung jetzt“, so Gratzer. Die Unternehmen würden eine Perspektive der Öffnung und Finanzierung benötigen. (gübi/mm)

http://www.oehv.at