NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1658 vom 8.10.2021

8.10.2021
Flughafen Wien-Schwechat als bester Standort fĂĽr Arik Brauers letztes Werk

In den Jahren von 1943 bis 1945 haben sich auf der Fläche, wo heute der Flughafen Wien-Schwechat liegt, zwei Außenlager des Konzentrationslagers (KZ) Mauthausen befunden. Mehr als 12.000 Menschen, darunter KZ-Häftlinge, ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und inländische Arbeiter, mussten auf dem sogenannten „Heidfeld“ Komponenten für Flugzeuge des deutschen Flugzeugbauers Heinkel fertigen. Die unmenschlichen Bedingungen – täglich zwölfeinhalb Stunden Arbeit, sieben Tage die Woche, sowie mangelhafte Ernährung – haben viele Tote gefordert.

Zum Gedenken an die Opfer der beiden KZ-Außenlager hat der Flughafen Wien-Schwechat bei dem heuer im Jänner verstorbenen Künstler Arik Brauer ein Mahnmal in Auftrag gegeben. Die Skulptur „Niemals vergessen“ ist sein letztes großes Werk gewesen. Sie zeigt einen KZ-Gefangenen, der auf der Abflugebene vor dem Terminal 3 einen verbogenen Propeller auf seinen Schultern trägt.

Bedingt durch die Corona-Pandemie konnte das 220 Kilogramm schwere Denkmal aus Bronze erst jetzt im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Geschichte enthüllt werden. An der feierlichen Zeremonie haben u.a. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig sowie Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), teilgenommen.

Das Mahnmal sei das beste Vermächtnis, das Arik Brauer hinterlassen konnte, und der Platz vor dem Terminal 3 der am besten geeignete Standort, den man habe finden können, erklärten die beiden Flughafen-Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger. (mm)

http://www.viennaairport.com

http://www.arikbrauer.at