NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1484 vom 4.05.2018

4.05.2018
In NĂ– Randlagen sind GrundstĂĽcke billig, rund um Wien sehr teuer

Gerade einmal vier Euro kostet der Quadratmeter Baugrund für ein Ein- oder Zweifamilienhaus in Ludweis-Aigen im Bezirk Waidhofen/Thaya, in Langschlag im Bezirk Zwettl sowie in Nappersdorf-Kammersdorf im Bezirk Hollabrunn. Das sind die niedrigsten Grundstückspreise in Niederösterreich. Gemeinsam ist diesen drei Gemeinden, dass sie in peripheren Regionen ohne taugliche Anbindung an das hochrangige Straßennetz liegen.

Im Waldviertel kaum teurer ist der Boden auch in der Gemeinde Reingers im Bezirk Gmünd mit fünf Euro. Sieben Euro zahlt man in Röhrenbach, Drosendorf-Zissersdorf und Eisgarn sowie acht Euro pro Quadratmeter in Eggern, Göpfritz an der Wild, Japons und Waldhausen. Die teuerste Gemeinde des Waldviertels beim Grunderwerb ist die Stadt Krems in den Lagen Weinzierl, Mitterau und Am Steindl mit bis zu 310 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von den Wachau-Gemeinden Weißenkirchen mit 300 Euro und Dürnstein mit 230 Euro.

Die genannten Zahlen über die zurzeit auf dem Markt gehandelten Grundstückspreise gehen aus Preisangaben von Gemeinden und Maklern, echten Kaufpreisdaten aus den Grundbüchern sowie statistischen Berechnungen der Technischen Universität Wien hervor. Veröffentlicht wurden sie im Wirtschaftsmagazin „Gewinn“. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat die für das Bundesland Niederösterreich markantesten Ergebnisse der Studie unter die Lupe genommen.

Ebenso wie im Waldviertel geht auch im Weinviertel die Schere zwischen billigen und teuren Grundstücken weit auseinander. In der im Bezirk Mistelbach gelegenen Gemeinde Gaubitsch kostet der Quadratmeter Baugrund lediglich sieben Euro. In Zellerndorf sind es acht sowie in Fallbach und Röschitz neun Euro pro Quadratmeter. Die teuersten Gemeinden für Grundkäufer im Weinviertel liegen im Bezirk Korneuburg: Hier führt Langenzersdorf mit 510 Euro vor Bisamberg und Gerasdorf mit jeweils 500, der Stadt Korneuburg mit 470 sowie Hagenbrunn mit 450 Euro.

Im Mostviertel erstreckt sich die Bandbreite der GrundstĂĽckspreise von 15 und 23 Euro pro Quadratmeter, die in den Pielachtal-Gemeinden Puchenstuben und Schwarzenbach bezahlt werden, bis zu 220 Euro in der Bezirkshauptstadt Amstetten. Dort ist es im Zentrum, in der Parksiedlung und am Kreuzberg am teuersten.

Im Industrieviertel kostet ein Quadratmeter Baugrund fĂĽr ein Ein- oder Zweifamilienhaus nur 19 Euro im Gemeindegebiet von Schwarzenbach in der Buckligen Welt, hingegen 220 Euro im Zehner- und Ungarviertel in der Stadt Wiener Neustadt. Am Seegrund in Oberwaltersdorf werden sogar 450 Euro verlangt.

Interessant auch die Ergebnisse aus der NÖ Landeshauptstadt St. Pölten. Hier kann man einen Quadratmeter Baugrund um 70 Euro am billigsten in den Stadtteilen Radlberg und Viehofen kaufen. Am Eisberg und am Kupferbrunnberg hingegen geht das Preisband bis zu 200 Euro hinauf.

Das exklusivste Pflaster Niederösterreichs findet man erwartungsgemäß im südlichen und westlichen „Speckgürtel“ der Bundeshauptstadt Wien. Die Gemeinden Perchtoldsdorf und Hinterbrühl bieten mit jeweils 1.000 Euro pro Quadratmeter die teuersten Grundstücke im Land. Dahinter rangiert die Stadt Klosterneuburg, wo ein Quadratmeter Baugrund in Weidling 950 Euro, in den Lagen Ölberg und Buchenberg jeweils 825 Euro kostet. Dann folgen das Zentrum der Stadt Mödling mit 800 Euro, der Seegrund in Leopoldsdorf mit 750 Euro, die Villengegend am Mitterberg in Baden mit 720 Euro sowie Maria Enzersdorf, Gießhübl und Brunn am Gebirge mit jeweils 700 Euro. (mm)

www.gewinn.com



4.05.2018
Wiener Rathausplatz wird wieder zur BĂĽhne fĂĽr das Waldviertel

Mehr als ein Drittel aller Gäste, die das Waldviertel besuchen, kommen aus Wien. Um die große Bedeutung der Bundeshauptstadt für den regionalen Tourismus ins Licht zu rücken, findet vom 16. bis 18. Mai bereits zum 15. Mal unter dem Slogan „waldviertelpur“ das traditionell dreitägige Fest im Zentrum Wiens statt – heuer wieder auf dem Rathausplatz. Dabei präsentiert sich das Waldviertel dem Publikum mit einem breiten Angebot aus Kultur, traditionellem Handwerk, Freizeit, Gesundheit, Sport, Urlaub, Landwirtschaft und Gastronomie. Heuer nehmen an der Veranstaltung mehr als 100 Aussteller mit rund 70 Ständen teil.

Im Vorjahr sind zu „waldviertelpur“ fast 100.000 Personen in die Wiener Innenstadt gekommen. Heuer neu auf dem Rathausplatz erwarten die Besucher zwei spezielle Schauplätze – die Dorfbühne und die Waldbühne. Auf der Dorfbühne werden Tanzdarbietungen, Miniworkshops und Interviews stattfinden. Die Waldbühne bildet drei Tage lang den Rahmen für Musikstücke aus dem bekannten Litschauer „Schrammel.Klang.Festival“.

Erfinder von „waldviertelpur“ ist die Privatbrauerei Zwettl und auch diesmal gemeinsam mit dem Waldviertel Tourismus die treibende Kraft dieses Events. Neben dem Zwettler Bier nimmt heuer ebenfalls wieder eine ganze Reihe bekannter Betriebe aus dem Waldviertel an der Aktion teil, so z.B. die Lebensmittel-Großhändler Kastner und Kiennast, die Brauerei Schrems und die Firma Waldland. Auch die NÖ Versicherung, die Waldviertler Sparkasse und die Kittenberger Erlebnisgärten sind bei "waldviertelpur" als Kooperationspartner mit von der Partie. (mm)

www.waldviertelpur.at

www.zwettler.at



4.05.2018
Flughafen-Direktzug CAT ĂĽbertrifft alle in ihn gesetzten Erwartungen

Ende 2003 haben die Flughafen Wien AG und die ÖBB als Joint Venture den City Airport Train (CAT) aus der Taufe gehoben – einen Direktzug, der mit einer Fahrzeit von nur 16 Minuten zwischen dem Bahnhof Wien-Mitte und dem Flughafen Schwechat pendelt. Knapp 15 Jahre nach der ersten Fahrt des CAT ziehen die beiden Geschäftsführer des Unternehmens, Michael Zach und Michael Forstner, eine zufrieden stellende Bilanz über die Zahl der von dem Verkehrsmittel beförderten Passagiere. Waren in den anfänglichen Kalkulationen rund 800.000 Fahrgäste pro Jahr angepeilt worden, hat der Flughafen-Expresszug 2017 schon fast 1,6 Millionen befördert. „Das ist ein Anstieg um rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, teilen die beiden CAT-Chefs mit.

Auch die wirtschaftlichen Kennzahlen des Unternehmens stimmen. Der Umsatz der City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. ist um 5,5 Prozent auf 13,3 Millionen Euro gewachsen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag 2017 bei 2,8 Millionen Euro und damit um 47 Prozent höher als im Vorjahr. (mm)

www.cityairporttrain.com



4.05.2018
Feuerfest-Erzeuger Rath AG hat 2017 ein Umsatz-Feuerwerk gezĂĽndet

Der international tätige Feuerfest-Hersteller Rath AG, der sein Stammwerk in Krummnussbaum im Bezirk Melk betreibt, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe sind gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um sechs Millionen Euro oder acht Prozent auf 86,3 Millionen Euro gestiegen, das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) um 1,2 Millionen oder 24,3 Prozent auf mehr als 6,2 Millionen Euro. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der vor kurzem veröffentlichten Firmenbilanz. Am Standort Krummnussbaum hat die Rath AG im Vorjahr 25,4 Millionen Euro erwirtschaftet.

Mit 540 Beschäftigten erzeugt die Rath AG in Fabriken in Österreich, Deutschland, Ungarn und in den USA ein breites Spektrum innovativer und hochwertiger feuerfester Produkte. Dazu zählen u.a. feuerfeste Steine für Kamine und Öfen sowie feuerfeste Hochöfen für die Stahlindustrie, für Müllverbrennungsanlagen und für thermische Kraftwerke. Darüber hinaus produziert die Rath AG in Krummnussbaum feuerfeste Fasern, die z.B. bei der Herstellung von Zahnimplantaten zur Anwendung kommen.

„Wir sind ein Nischenplayer“, stellt Rath AG-Vorstand Jörg Sitzenfrey fest. Das Unternehmen liefert auf Bestellung – Einzelanfertigungen, die exakt auf die Wünsche des Kunden abgestimmt sind. „Massenproduktion ist nicht unser Geschäft, wir werden niemals mit China in Konkurrenz treten.“ (mm)

www.rath.at



4.05.2018
Die Niederösterreicher sind fleissige Altglas-Sammler

Niederösterreichs Bevölkerung hat im vergangenen Jahr rund 42.000 Tonnen Altglas gesammelt. Das ist ein Anstieg um 1.100 Tonnen oder 2,6 Prozent im Vergleich zu 2016. Nahezu gleichauf mit der Steiermark und Oberösterreich liegt Niederösterreich bei der gesammelten Menge von Glasverpackungen an der Spitze. Bundesweit wurden im Vorjahr 239.800 Tonnen Altglas gesammelt, teilt die Verwertungsgesellschaft Austria Glas Recycling (AGR) dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Wer Altglas sammelt und der Wiederverwertung zuführt, schützt das Klima. Denn Glas, das recycliert wird, benötigt beim Schmelzen nicht so hohe Temperaturen, wie sie bei der Verarbeitung der Primärrohstoffe Quarzsand, Kalk, Dolomit und Soda nötig sind. Damit kann man die Energiekosten für Strom und Gas erheblich senken. Eine Tonne Recyclingglas erspart der Umwelt den Ausstoß von mehr als 300 Kilogramm CO2. (mm)

www.agr.at



4.05.2018
Niederösterreichs Hafner werben für umweltverträgliches Heizen

Durch die Abschaffung der Notkaminpflicht in kommunalen Wohnbauten ist der Branche der Hafner, Platten- und Fliesenleger viel Arbeit verloren gegangen. Um für Kamine und Kachelöfen in privaten Haushalten Stimmung zu machen, unterstützt der Österreichische Kachelofenverband gemeinsam mit zwölf anderen Organisationen die heuer erstellte „Welser Erklärung zur Holzenergie“. Darin wird die große Bedeutung hervorgehoben, die der Kachelofen für die Energiewende hat.

„Moderne Kachelöfen bieten nämlich viele Vorteile“, erklärt Landesinnungsmeister Franz Kubena dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Das sind die angenehme und gesunde Wärme, die Verwendung des erneuerbaren und CO2-neutralen Brennstoffs Holz, die lange Lebensdauer und daher hohe Wertbeständigkeit, die Versorgungssicherheit bei Wetterextremen, geringe Betriebskosten sowie auch noch die vielen Möglichkeiten, die man zur persönlichen Gestaltung hat.

Ein ernstes Problem bleibt der Mangel an Lehrlingen. Heuer gibt es in Niederösterreich nur noch 23 Hafner-Lehrlinge, im letzten Jahr sind es noch 39 gewesen. Die Innung der Wirtschaftskammer ist sich des Handlungsbedarfs zur Sicherung dieses Handwerks bewusst und geht deshalb aktiv mit Werbung in Volksschulen, Neue Mittelschulen und Polytechnische Schulen. „Wir wollen der Jugend schmackhaft machen, dass unsere Branche Kreativität mit handwerklichem Geschick und technischem Know-how verbindet“, sagt Kubena.

Als Beispiel nennt er die innovative Lehre „Ofenbau und Verlegetechniker“. Sie vermittle in nur vier Jahren das Spannendste aus den beiden Lehren Hafner sowie Platten- und Fliesenleger. Dem allgemeinen Trend, dass oft ein Studium der Lehre vorgezogen wird, setzt auch diese Branche das Modell „Lehre mit Matura“ entgegen.

Derzeit gibt es in Niederösterreich 311 Hafner, Platten- und Fliesenleger sowie Keramikbetriebe, die 904 Mitarbeiter beschäftigen. 23 Lehrlinge werden zu Hafnern und 62 Lehrlinge zu Platten- und Fliesenlegern ausgebildet. (dsh)

http://wko.at/noe/hafner



4.05.2018
Marbacher Tortenwerkstatt verwöhnt Brautpaare mit süßen Hochzeitskreationen

Immer schon hatte Barbara Braun ein Faible für Hochzeitstorten. Die Konditorin, die vor sechzehn Jahren in den elterlichen Betrieb, die 1912 gegründete Café-Konditorei Braun in Marbach an der Donau eingestiegen ist, versteht es, Brautpaaren den schönsten Tag im Leben wortwörtlich zu versüßen. Nach zahlreichen Spezialausbildungen, unter anderem bei der deutschen Konditorin Peggy Porschen in London oder der Fernsehköchin Martha Stewart in den USA, entstehen in der Backstube der 38jährigen Niederösterreicherin individuelle Kreationen, die für das Auge so bezaubernd gestaltet sind, dass man sich gehemmt fühlt, sie zu verspeisen.

Ob mit Blattgold, essbaren Blumen, Marzipanschleifen oder Spitzen aus Spritzguss – im ersten Stock der Traditions-Konditorei in der Markstraße 20 hat Barbara Braun zwei Schauräume eingerichtet, wo man rund 30 Modelle von Hochzeitstorten bewundern kann. „Hochzeitstorten müssen chic und fabelhaft aussehen und trotzdem schmecken“, sagt Braun. Wie sie das hinkriegt, verrät die sympathische Konditorin allerdings nicht. Nur so viel: Alle Torten werden nach alten Familienrezepten hergestellt, ohne Haltbarkeitsmittel und Zusatzstoffe.

„90 Prozent der benötigten Rohprodukte beziehen wir aus der Region,“ berichtet Barbara Braun dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Die Kundschaft kann unter 25 verschiedenen Torten, wie etwa Topfen-Himbeer, Tiramisu oder Mohn-Preiselbeer, wählen, die dann als Hochzeitstorten verziert werden. Besonders im Trend liegen derzeit Mehrstocktorten, aber auch ganze Kuchen-Buffets. Als süße Verführungen gelten auch Cupcakes, Cakepops, Hochzeitskekse, Windbäckerei und Petit Fours. „Und immer mehr Paare entscheiden sich auch dazu, ihren Gästen Hochzeitstörtchen persönlich verpackt als Give-aways zu überreichen“, so Braun.

Die Hochzeitstorten-Königin aus Marbach hat an der HLF Krems die Gastgewerbeausbildung und anschließend die Konditorenprüfung absolviert. „Für mich war schon immer klar, dass ich eines Tages den elterlichen Betrieb übernehmen werde“, sagt sie. 2009 war es dann soweit. Da ging ihr Vater in Pension. Momentan beschäftigt die Konditorin, die den Traditionsbetrieb in fünfter Generation führt, 17 Mitarbeiter und bildet davon vier Lehrlinge aus. Am 1. Juni letzten Jahres hat Barbara Braun eine Filiale für Naschkatzen in Melk, Wienerstraße 1, eröffnet.

Hochzeitstorten hin oder her, das Leitprodukt der Marbacher Café-Konditorei bleibt unverändert die Braun-Schaumrolle. Sie wird nach einem Geheimrezept der Familie produziert und deshalb von den Kunden auch so geschätzt. Jede Woche wandern 1.500 bis 2.000 Schaumrollen über den Ladentisch. Da verwundert es nicht, dass viele Hochzeitspaare neben der Hochzeitstorte auch noch eine Ladung Schaumrollen erstehen, um ihre Gäste tüchtig verwöhnen zu können. (dsh)

www.bb-hochzeitstorten.at



4.05.2018
Instrumentenständer aus Röschitz machen auf Messen und Märkten Furore

Sie ist Geigenbauerin, er ist Trockenbauingenieur, zusammen sind sie eine musikalische Familie mit Sinn für das Schöne und Praktische. Deshalb haben Kathrin und Johannes Kurz aus Röschitz im Bezirk Horn die Firma Kajoku gegründet. „Kajoku steht für hochwertige Hilfsmittel aus natürlichen Materialien für den täglichen Bedarf - nicht nur für Musiker“, sagt Johannes Kurz.

Das Hauptprodukt sind derzeit Ständer für Instrumente. Auslösend dafür ist der Cellolehrer der Kinder der beiden gewesen, der sich über die Billigprodukte aus China beklagt hatte, die unpraktisch seien und nicht gut aussähen. „Meine Frau hat überlegt, was für Musiker praktisch ist, und ich habe danach mit der Fräse ein Produkt entwickelt, das wir rasch zum Patent angemeldet haben“, erklärt Johannes Kurz dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Weil die Instrumentenständer aus Holz seit Ende 2017 patentiert sind, konnte mit Jahresbeginn 2018 der geplante Internet-Shop gestartet werden. „Das Besondere an unseren Produkten sind die Herkunft aus der Region und dass sie praktisch, nämlich auf wenige Zentimeter zusammenklappbar sind. Außerdem schauen sie gut aus, was bedeutet: Auch wenn kein Instrument am Ständer steht, habe ich trotzdem ein dekoratives Stück im Zimmer“, erklärt der Entwickler und Produzent dieser Produkte.

Diese hätten freilich ihren Preis. Billigware aus Asien sei schon um 20 Euro zu haben. Bei Kajoku hingegen kostet ein Gitarrenständer aus Buche 169 Euro und aus Eiche 195 Euro. „Unser Testimonial, der Gitarrist Wolfgang Muthspiel, war so begeistert, dass er dieses Teil nachhause genommen hat, weil es ihm für die Bühne zu schade war. Und er hat gleich einen Gitarrenständer weiter gegeben an die öffentlich bekannte Gitarristin Zsofia Boros“, so Kurz.

Das Holz liefert der Zwischenhändler Frischeis aus Stockerau. Gearbeitet wird auf Auftrag. „Noch können wir zwar davon nicht leben, aber künftig wäre das durchaus möglich“, sagt der Erfinder. Bisher sind die beiden vor allem auf Messen und Märkten aufgetreten, wo sie jeweils gute Rückmeldungen bekommen haben. So werden zum Beispiel Instrumentenständer gern als Geschenk weitergegeben.

Damit auch andere Personen, die keine Musiker sind, Zugang zu den Holzprodukten aus Röschitz finden, gibt es noch andere Stücke, wie etwa eine Kabelbox, in der sämtliche Kabel formschön unter Holz verborgen bleiben. „Mit diesem Sortiment haben wir sicher noch nicht das Ende erreicht“, meint Johannes Kurz. „Wenn wir selber etwas benötigen, was wir aus Naturmaterialien sinnvoll gestalten können, dann tun wir das auch. Und wenn das andere ebenfalls schön finden, umso besser. Denn dann können wir das auch verkaufen.“ (jm)

www.kajoku.at

https://de-de.facebook.com/kajokudesign



4.05.2018
Start-up aus dem Bezirk Baden nimmt Kunden das BĂĽgeln ab

Sie sind Freundinnen und Schwägerinnen, beide 34 Jahre alt und hatten eine zündende Idee. Gemeinsam wollten Barbara Fischer aus Laxenburg und Sandra Whiteley aus Leobersdorf ein bisschen Geld verdienen. „Da wir beide gern bügeln und uns ein Service dieser Art nicht bekannt gewesen ist, haben wir es als Jungunternehmerinnen einfach riskiert“, erklären die beiden Bügelfeen dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Unter dem Namen „Bügelmizzis“ nehmen sie seit Sommer letzten Jahres Bügelmuffeln das Bügeln ab.

Die Idee ist an einem heißen Sommertag entstanden. „Da Babsi Jungmutter ist, waren wir auf der Suche nach einer Erwerbstätigkeit, die man mit einem kleinen Kind ausüben kann und die auch von daheim aus funktioniert“, berichtet Sassy. Auf Bügelmizzis als Firmennamen haben sie sich geeinigt, weil er sympathisch und gemütlich wirkt.

Und wie schaut die Praxis aus? Einfach anrufen oder mailen und einen Abholtermin vereinbaren. Babsi, die nach der HAK Matura eine Ausbildung in Marketing und Verkauf absolviert hat, und Sassy, die gelernte Dekorateurin ist, holen die gewaschene Wäsche beim Kunden ab, bügeln sie und stellen sie gebügelt wieder am Abholort zu. Ein Kilogramm Bügelwäsche kostet 4,90 Euro, das Bügeln eines Hemdes oder einer Bluse 1,90 Euro.

Zu den Kunden des Bügelduos, das für das Bügeln eines Hemdes zwei bis drei Minuten benötigt, zählen Jungfamilien mit mehreren Kindern, Geschäftsleute, aber auch ältere Mitmenschen – jedenfalls alle, die dem Bügeln eine andere Tätigkeit vorziehen. Ihren Bügeldienst bieten die Bügelmizzis in den Bezirken Wiener Neustadt, Baden, Mödling und auch in ganz Wien an.

„Wir hätten gar nicht gedacht, wie gut unser Service ankommt, über Nachfrage können wir uns nicht beklagen“, sagen die beiden. Obwohl sie einen weiteren steilen Kundenzuwachs und eine regionale Erweiterung nicht ausschließen, „sind wir zurzeit sehr zufrieden und dankbar, wie es gerade ist.“ (dsh)

www.diebuegelmizzis.at



4.05.2018
Waldviertler Holzkünstler haucht alten Hölzern neues Leben ein

Sein Hobby zum Beruf hat der Einpersonenunternehmer Johann Binder in Arbesbach, Bezirk Zwettl, mit seiner Firma „holzARTbinder“ gemacht. Mit verschiedenen Bearbeitungsmethoden erzeugt er Gegenstände aus Holz, die als Kunst- oder Dekorationsartikel dienen. Nach solchen herrsche eine starke Nachfrage, teilte Binder dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Er verarbeitet heimische Hölzer, für die es sonst kaum eine Verwendung gibt.

„Zu zwei Dritteln erzeuge ich reine Kunstobjekte, das andere Drittel kann man als Vase oder Kerzenhalter verwenden“, betont Binder. Wichtig sei die Abgrenzung zum Drechslergewerbe, das u.a. Schalen und Teller herstelle. Das mache er nicht. Seine Produktion seien reine Unikate. Diese entstehen durch Drechseln oder mit der Bearbeitung durch die Motorsäge sowie mit anschließendem Schleifen und einer Oberflächenbehandlung mit Öl.

Verarbeitet werden zu 98 Prozent Hölzer aus Österreich, insbesondere aus dem Waldviertel. Die Preise bewegen sich von zwei Euro für Anhänger und Glücksbringer bis zu 400 Euro für größere Kunstobjekte. Der Unternehmer arbeitet nicht auf Bestellung. „Verkauft wird, was da ist.“

Neben einem Werksverkauf und der Onlineplattform myProduct.at verkauft Binder seine Objekte auch auf Messen und Ausstellungen. Demnächst etwa in Grafenegg vom 11. bis 13. Mai bei den Design Days und vom 16. bis 18. Mai bei „waldviertelpur“ am Wiener Rathausplatz. (hm)

www.holzartbinder.com

https://www.myproduct.at/holzart-binder



4.05.2018
Logistiker aus Wiener Neustadt erleichtert Start-ups und KMU weltweiten Handel

„Gerade kleineren Unternehmen fällt es nicht leicht, einen passenden Logistiker für einen Versand zu finden, der weltweit ausgerichtet ist und den sie sich leisten können.“ So beschreibt Geschäftsführer Christoph Glatzl im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst die Firmenphilosophie seines jungen Unternehmens Logsta GmbH in Wiener Neustadt. In diesem Sektor stellt er eine sehr starke Nachfrage fest.

Der Internethandel boomt, was eine optimale Logistik und Lagerhaltung voraussetzt. Hier greife er seinen Kunden unter die Arme und ermögliche es ihnen, sich besser um ihr Kerngeschäft und dessen Wachstum zu kümmern und nicht um den Versand. Ohne Aufpreis mitbetreut werden die Kunden mit der entsprechenden Informationstechnik, um sie an diverse Onlineshops anzubinden.

Neben dem 1.500-Quadratmeter-Lager in Wiener Neustadt betreibt Logsta eines in Pennsylvania (USA), um ihren Kunden zu helfen, auch diesen Markt zu erschließen. Die Bandbreite der Dienstleistung reicht von der Abwicklung von Importen z. B. aus China, der Lagerhaltung, der Kommissionierung und dem Versand bis zur Retourenbearbeitung. Jeden Tag werden mehrere Hundert Pakete in alle Welt versendet. Dazu kommen noch Paletten und komplette Container. Laut Glatzl sind Pakete per Express in ein bis zwei Tagen in Australien oder Neuseeland. Wichtig ist ihm auch, den Kunden individuelle und prozessbezogene Lösungen anzubieten, die mit dem Shop mitwachsen können und genau das abdecken, was der Kunde benötigt.

Die Kunden von Logsta sind österreichweit angesiedelt. Dazu gehören z. B. flying tent, rudy games, Sportbionier und Timeular. Für 2018 peilt das Unternehmen mit sechs Mitarbeitern einen Umsatz von 500.000 Euro an. (hm)

https://www.logsta.at