NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1489 vom 8.06.2018

8.06.2018
Bei der FuĂźball-WM kicken sich NĂ– Firmen ins Rampenlicht

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018, die vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland stattfindet, ist Österreich zwar mit seiner Nationalmannschaft nicht dabei, wohl aber mit einigen heimischen Unternehmen, die prestigeträchtige Aufträge rund um das sportliche Großereignis an Land ziehen konnten. Auch zwei niederösterreichische Betriebe rücken ins Bild, wenn das runde Leder einen Monat läuft.

Den für Millionen TV-Zuschauer sichtbarsten Beitrag aus dem Land unter der Enns wird bestimmt die Firma Gabriel-Chemie aus Gumpoldskirchen liefern. Das Industrieunternehmen aus dem Bezirk Mödling hat nämlich rund 400.000 Sitzplätzen in den russischen WM-Stadien, darunter dem großen Luzhniki-Stadion in Moskau für 81.000 Zuschauer, die richtigen Farben verpasst. Gabriel-Chemie erzeugt mit 590 Beschäftigten in Gumpoldskirchen sowie in weiteren Werken in Europa rund 60.000 Farbtöne, sogenannte „Masterbatches“. Diese Farbkonzentrate finden vielfach Verwendung, so z.B. auf den Verschlüssen von Limonadenflaschen, auf Kosmetikdosen, Skischuhen, Telekommunikationskabeln oder eben auf Kunststoffsitzen in Sportarenen.

Neben den funktionalen Anforderungen an die Sessel, wie Haltbarkeit, Farbechtheit und Lichtbeständigkeit, „ist in den Fußball-Stadien wegen der strengen Sicherheitsbestimmungen auch der Faktor Flammschutz zur Eindämmung eines möglichen Feuers ein enorm wichtiges Thema“, erklärt Gabriel-Chemie-Unternehmenssprecherin Nicole Ziegler dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Für Russland habe man die „Masterbatches“ so entwickelt, dass die optischen und mechanischen Eigenschaften der Kunststoffsitze über deren gesamte Lebensdauer stabil erhalten bleiben.

Bereits ab dem ersten Spieltag der Fußball-WM wird auch die Studiotechnik-Firma Poyer GmbH aus Ried am Riederberg den Beweis ihrer hohen fachlichen Kompetenz erbringen müssen. Der High-Tech-Betrieb aus dem Wienerwald sorgt im internationalen TV-Übertragungszentrum IBC in Moskau dafür, dass dort die Verkabelung höchsten Standards entspricht. „Während der WM in Russland sind wir mit zehn Mitarbeitern im Volleinsatz“, teilt Geschäftsführer Peter Poyer mit.

Durch das Mitwirken der Poyer GmbH, erhalten alle bei der Fußball-WM akkreditierten ausländischen Fernseh- und Radiostationen Bild- und Tonsignale einwandfreier Qualität von den Spielstätten. So übernimmt allein der ORF aus dem IBC vom russischen TV bis zu 32 verschiedene Signalpakete, mittels derer er sowohl die Live-Übertragung der Matches als auch die Hintergrundberichterstattung abwickelt. (mm)

www.gabriel-chemie.com

www.poyer.eu



8.06.2018
Flughafen Wien-Schwechat drängt auf den Ausbau von Straße und Schiene

Den unverzüglichen Ausbau der Verkehrswege im boomenden Wirtschaftsraum östlich von Wien fordert einmal mehr Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG. „Die Ostautobahn A4 ist an ihrer Belastungsgrenze angelangt“, stellte er im Klub der Wirtschaftspublizisten fest. „Auf den dringend notwendigen Lobau-Tunnel werden wir auch noch Jahre warten müssen. Und obendrein fehlt dem Airport eine leistungsfähige Bahnanbindung in Richtung Ungarn und Slowakei“, fügte er der Mängelliste ergänzend hinzu.

Der Verkehr um den Flughafen Wien-Schwechat wachse ständig, „die Kapazitäten sind aber nicht ausreichend. Man muss die Infrastruktur rechtzeitig so bereitstellen, dass die Wirtschaftsentwicklung nicht gehemmt wird“, appellierte Ofner an die politischen Entscheidungsträger. In den kommenden zehn Jahren werde die Flughafen Wien AG in den Ausbau des Standorts mit seiner anliegenden Gewerbezone „Airport City“ rund 1,6 Milliarden Euro investieren, wobei in diesem Betrag die Kosten für die umstrittene 3. Piste noch gar nicht enthalten sind.

Die von Verkehrsminister Norbert Hofer für die A4 angekündigte Freigabe des Pannenstreifens als zusätzliche Fahrspur begrüßt der Flughafen-Vorstand ausdrücklich. „In anderen Ländern wird dieses Modell zur Flüssigmachung des Verkehrs schon seit 20 Jahren erfolgreich angewandt“, teilte Ofner mit. Die neue Regierung zeige vor, „wie schnell es geht, wenn man nur will.“

Der Vienna International Airport steuert heuer auf ein Rekordjahr zu. Der für den Flugbetrieb verantwortliche Vorstand Julian Jäger rechnet in Schwechat mit einem Passagierwachstum von sechs Prozent, in der Gruppe, zu der auch die Flughäfen Malta und Kosice zählen, sogar mit einem Anstieg von mehr als acht Prozent. In den beiden Sommermonaten Juli und August, die wegen der vielen Ferienflieger stets besonders stark sind, kündigt sich in Schwechat ein Plus von neun Prozent auf 5,5 Millionen Fluggäste an. (mm)

www.viennaairport.com



8.06.2018
Niederösterreichs Exportwirtschaft segelt auf Erfolgskurs

Die anhaltend positive Wirtschaftsentwicklung in Niederösterreich spiegelt sich auch in den steigenden Exportzahlen wider. Wie aus der jüngsten Studie der Statistik Austria über den regionalen Außenhandel hervorgeht, haben die niederösterreichischen Betriebe im ersten Halbjahr 2017 Waren im Wert von fast elf – exakt 10,94 – Milliarden Euro ins Ausland geliefert. Das waren um 900 Millionen Euro oder neun Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

„Mehr als 40 Prozent des Bruttoregionalprodukts erwirtschaften niederösterreichische Unternehmen mit Warenexporten. Pro Milliarde Exportumsatz werden rund 11.000 Arbeitsplätze in Niederösterreich gesichert“, untermauert NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav die Bedeutung der Aussenwirtschaft mit weiteren Zahlen. Bei einem Warenexportvolumen von rund 20 Milliarden Euro im Jahr seien das fast eine Viertel Million Jobs.

Unterstützt werden die erfolgreichen Exporteure bei ihrer Geschäftstätigkeit von ecoplus International, einem gemeinsamen Tochterunternehmen von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien). „Eine der Kernaufgaben von ecoplus ist es, in Niederösterreich die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Unternehmen und Innovationen wachsen können“, erklärten ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki und ecoplus International Geschäftsführerin Gabriele Forgues bei der traditionellen NEULAND-Gala von ecoplus International. Die Länderteams von ecoplus International in Polen, der Slowakei, Tschechien, Türkei, Rumänien, Russland und Ungarn seien die zentrale Anlaufstelle für niederösterreichische Betriebe, die neue Geschäftsmöglichkeiten im Ausland nützen wollen.

Reinhard Karl, Kommerzkundenvorstand der RLB NÖ-Wien, betonte, dass die Internationalisierung ein wesentliches Thema der Wirtschaft sei: „Wir besetzen, entwickeln und treiben dieses seit nunmehr rund 14 Jahren gemeinsam mit dem Land Niederösterreich voran. Der Schritt in neue Märkte kann sich – wenn er professionell begleitet wird – in allen Unternehmensbereichen positiv auswirken. Mit ecoplus International haben die Betriebe einen Partner mit langjähriger Erfahrung und großer Länderkenntnis an ihrer Seite. Zu Finanzierungszwecken stehen wir von Raiffeisen mit unserem internationalen Unterstützungsangebot bereit.“ (mm)

www.ecoplus.at

www.raiffeisenbank.at



8.06.2018
In Wiener Neustadt leben die meisten Migranten, im Waldviertel sehr wenige

Exakt 22,3 Prozent der Bewohner der Stadt Wiener Neustadt sind ausländischer Herkunft. Das sind Personen, die entweder ausländische Staatsangehörige sind oder im Ausland geboren wurden. Damit weist die Stadt Wiener Neustadt den höchsten Anteil an Migranten in Niederösterreich auf. In den Waldviertler Bezirken Zwettl und Waidhofen/Thaya hingegen ist er mit 2,9 bzw. 4,2 Prozent am geringsten. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst dem jüngsten Bericht des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) zum Thema „Migration und Integration in den Bundesländern“.

Hohe Ausländer-Anteile in Niederösterreich haben nach der ÖIF-Erhebung auch die Landeshauptstadt St. Pölten mit 19,4 Prozent und der Bezirk Baden mit 18,9 Prozent. Am Stichtag 1.1.2016 lebten in Niederösterreich 200.700 Personen ausländischer Herkunft, das sind 12,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Zum Vergleich: In Wien hat bereits mehr als jeder dritte Einwohner Migrationshintergrund.

Die größte Zuwanderergruppe in Niederösterreich stammt aus Deutschland mit 23.000 Personen. Dahinter auf Platz zwei liegen die Türken (21.300), gefolgt von Migranten aus Rumänien (18.600). Weiters leben in Niederösterreich 17.700 Zuwanderer aus Bosnien-Herzegowina sowie 13.600 aus Serbien. (mm)

www.integrationsfonds.at



8.06.2018
Niederösterreichs Industrie wirbt bei den „Industrietagen 2018“ um Lehrlinge

50 Industriebetriebe aus Niederösterreich öffnen an den Industrietagen 2018 – 14. bis 16. Juni - ihre Tore für Interessenten, insbesondere für die Jugend. „Unsere Betriebe bieten Arbeitsplätze mit Zukunft, guter Ausbildung und guter Bezahlung“, so der Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) Thomas Salzer. Trotzdem bekommen die Betriebe weniger Lehrlinge als in früheren Jahren bzw. müssen mehr Aufwand betreiben, um Lehrlinge an Bord zu holen. „Früher hat man uns die Türen eingerannt, heute müssen die Betriebe aktiv werden, wenn sie Lehrlinge mit entsprechender Qualifikation finden wollen“, sagt Salzer.

Die alle drei Jahre stattfindenden Industrietage sind so eine Gelegenheit aktiv zu werden. Die Betriebe öffnen ihre Tore zu unterschiedlichen Zeiten – siehe (HYPERLINK "http://www.noeindustrie.at/"www.noeindustrie.at). Und weil das heurige Motto „Ich bin IN, und DU?“ vor allem auf die Jugend abzielt, gibt es auch einen direkten Link HYPERLINK "http://www.ichbinin.at/"www.ichbinin.at mit einer interaktiven Industrie-Landkarte mit allen teilnehmenden Betrieben und den Infos zum jeweiligen Programm.

Waren an den Industrietagen 2015 rund 12.000 Besucher durch die 44 teilnehmenden Betriebe gewandert, wird heuer ein neuer Besucherrekord erwartet. Einer der Gründe ist die Kooperation mit dem NÖ Landesschulrat. Niederösterreichs Bildungsdirektor Johann Heuras: „Es ist wichtig, dass die Jugendlichen schon im Schulalter die industrielle Arbeitswelt kennenlernen, daher wollen wir dazu beitragen, dass möglichst viele Schulklassen die Industriebetriebe besuchen.“ Weil die Industrie vielfach auch Ausbildungs- und Arbeitsplätze in den MINT-Fächern anbietet, sieht Heuras auch für die Schulen als „Gebot der Stunde, die Jugend in geeigneter Form für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu interessieren.“

Mit den Industrietagen 2018 könnte das gut gelingen. Ein buntes Programm, exklusive Führungen für Schulklassen, aber auch ein Gewinnspiel, bei dem Technik-Geräte sowie Tickets für das Red Bull Airrace gewonnen werden können, sind nur einige der Höhepunkte an diesen Tagen. „Selbstverständlich wollen wir auch die Menschen aus der Region sowie die Angehörigen der Industrie-MitarbeiterInnen in den Betrieben begrüßen“, erklärt Johannes Schedlbauer, Geschäftsführer der Sparte Industrie in der NÖ Wirtschaftskammer.

Präsentiert wurde das Programm der Industrietage bei der Firma Egger in Unterradlberg bei St. Pölten. Werksleiter Reinhard Grießler nannte nicht nur eindrucksvolle Kennzahlen – so produziert Egger hier pro Jahr rund 38 Millionen Quadratmeter beschichteter Spanplatten, eine Fläche, so groß wie ganz Wien - , er verwies auch darauf, dass speziell für Jugendliche viele Anschauungsmodelle sowie Projektpräsentationen von Lehrlingen gezeigt werden.

Laut IV-NÖ-Geschäftsführerin Michaela Roither zeigt eine Market-Umfrage, dass die heimische Bevölkerung von der Bedeutung der Industrie zwar überzeugt ist, „im Detail aber wissen unsere Landsleute eher wenig über die Top-Betriebe ihrer Region, obwohl „eine ganze Reihe von Welt- oder Europa-Marktführern darunter ist“, so Johannes Schedlbauer. Roither und Schedlbauer heben in diesem Zusammenhang hervor, dass gerade Niederösterreichs Industrie ein wichtiger Auftraggeber für andere Betriebe ist: „Ein Arbeitsplatz in der Industrie sorgt für zwei bis drei weitere Arbeitsplätze in zuliefernden Branchen.“

Damit das auch so bleibt, fordert IV-NÖ-Präsident Salzer: „Es ist höchste Zeit für ein Arbeitszeitgesetz, das den Anforderungen der modernen Arbeitswelt entspricht.“ Er verweist auf „sehr soziale Länder in Skandinavien, wo das durchaus gut funktioniert. Dort ist z.B. eine minimale Ruhezeit anstelle der maximalen Arbeitszeit vorgeschrieben. Wir wollen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht die Überstunden wegnehmen, aber wir wollen die Stunden im Bedarfsfall anders verteilen können. Wir brauchen mehr Flexibilität“, so Salzer. (rz)

www.noeindustrie.at

www.iv-niederoesterreich.at



8.06.2018
Großhändler Kastner baut seine Märkte in Amstetten aus und in Zwettl neu

Mit einem Investitionsvolumen von rund 7,5 Millionen Euro baut das Waldviertler Großhandelsunternehmen Kastner seinen Abholmarkt in Amstetten aus. „Wir tauschen dort die Wandkühlung aus, verdoppeln unsere Tiefkühl-Kapazitäten, erneuern die Frische-Abteilung und stellen die gesamte Innengestaltung neu auf“, teilt Geschäftsführer Christof Kastner in einem Interview mit dem Handels-Fachmagazin „Regal“ mit. Darüber hinaus erweitere man den Markt um vier Auslieferrampen von derzeit drei auf sieben.

Das Projekt in Amstetten wird in zwei Etappen abgewickelt. „In der ersten Bauphase heuer stellen wir zwei Millionen Euro bereit“, gibt Kastner bekannt. Wichtig ist dem Firmenchef, dass „Großhandel auch optisch Großhandel bleibt“.

Auch in Zwettl, am Stammsitz des Unternehmens, wälzt Christof Kastner große Pläne. „Dort wollen wir den bestehenden Abholmarkt in den nächsten zwei bis drei Jahren absiedeln und neu bauen“, kündigt er an. Ziel sei, noch mehr Umsatz aus der Region abzuschöpfen. Zurzeit erwirtschafte man mit der Abholung sieben Millionen Euro. Projekte für weitere Cash&Carry-Märkte gebe es auch in Gmünd, Krems, Ybbs und Wien-West, sagt Kastner.

Der Großhändler Kastner beliefert 160 Einzelhandelskaufleute der Kette „Nah&Frisch“ in Niederösterreich, im Burgenland und in der Steiermark mit Gütern des täglichen Bedarfs. Darüber hinaus betreibt das seit 1828 bestehende Traditionsunternehmen Großhandelsstandorte in Zwettl und im südburgenländischen Jennersdorf sowie vier weitere Abholmärkte in Amstetten, Krems, Wien und Eisenstadt. Ausserdem versorgt Kastner über die Tochtergesellschaft BIOGAST Naturkostfachhändler und Gastronomen mit einem Sortiment von 14.000 Artikeln und steuert mit seiner Online-Partnerfirma myproduct.at ein Shopnetzwerk im Internet mit 8.000 Artikeln von 400 ausschließlich österreichischen Produzenten. 2017 hat die Kastner-Gruppe mit 850 Beschäftigten einen Umsatz von 218 Millionen Euro erwirtschaftet. (mm)

www.kastner.at



8.06.2018
voestalpine Krems ist stabiles Konzernstandbein und Innovationsschmiede

Mit dem Standort der voestalpine Krems hat der Konzern nicht nur ein gut ausgelastetes und stabiles Konzernstandbein, sondern auch eine Innovationsschmiede. Ganz neu ist die Erzeugung von kaltgeformten Holprofilen endurance® dynamic. Mit diesem Produkt, das die Qualitätsvorteile von warmgeformten Profilen mit den Kostenvorteilen der Kaltformung verbindet, habe man neue Maßstäbe gesetzt, erläuterte Peter Schwab, Leiter der Division Metal Forming, zu der die voestalpine Krems gehört, anlässlich der Bilanzpressekonferenz dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Eine weitere Innovation aus Krems steht ganz im Zeichen der Elektromobilität: Mit compacore® wird hochwertiges Elektroband zu Rotor- und Statorpaketen, den zentralen Elementen eines Elektromotors, verklebt, was die Effizienz dieser Motoren nachhaltig steigert.

Im Geschäftsjahr 2017/18 haben die voestalpine Krems, voestalpine Krems Finaltechnik und voestalpine Profilform mit 883 Mitarbeitern einen Umsatz von 316 Millionen Euro erwirtschaftet. Die ebenfalls zum Konzern zählende voestalpine Precision Strip GmbH in Kematen im Ybbstal konnte mit 887 Beschäftigten einen Umsatz von 229 Millionen Euro erzielen. In alle zur Division Matal Forming zählenden Standorten in Niederösterreich wurden knapp 36 Millionen Euro investiert.

Als zuverlässiges profitables Konzernstandbein hat sich weiterhin die Böhler Ybbstal Profil GmbH mit dem Werk Bruckbach erwiesen. Der Umsatz betrug 25 Millionen Euro und der Mitarbeiterstand belief sich auf 150. Mit mehr als 5.000 unterschiedlichen Spezialprofilformen gehört Böhler Ybbstal Profil weltweit zu den Anbietern mit dem größten Know-how im Profilstahlsektor.

Die gesamte Division Metal Forming der voestalpine, zu der die Werke in Krems, Kematen und Bruckbach zählen, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 mit 12.003 Beschäftigten einen Umsatz von 2,74 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 325 Millionen Euro erzielt. Für den gesamten voestalpine-Konzern gab es einen Rekordumsatz von 12,9 Milliarden Euro, was eine Zunahme um 14,2 Prozent ist. Die Gruppe hat 51.600 Mitarbeiter an rund 500 Konzernstandorten, die auf mehr als 50 Länder auf allen Kontinenten verteilt sind. (hm)

www.voestalpine.com

www.voestalpine.com/compacore



8.06.2018
Zahl der Tankstellen in Niederösterreich steigt wieder leicht

583 öffentlich zugängliche Tankstellen - um elf mehr als zum Vergleichszeitpunkt 2016 - hat es Ende des Jahres 2017 in Niederösterreich gegeben. Das ist mehr als ein Fünftel des gesamten österreichischen Tankstellennetzes mit 2.685 Abgabestellen und die mit Abstand höchste Zahl im Bundesländervergleich. Das zweitplatzierte Oberösterreich kommt auf 523 Tankstellen, gefolgt von der Steiermark mit 442. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst einer aktuellen Statistik des Fachverbandes der Tankstellenbetreiber der Wirtschaftskammer Österreich.

Der Tankstellenmarkt in Niederösterreich zerfällt in zwei ungefähr gleich große Hälften: 284 Tankstellen im Bundesland gehören den sogenannten „Majors“, Avanti, BP, ENI, Jet, OMV und Shell. Die anderen 299 sind „freie Tankstellen“, wozu z.B. die Marken Avia, Genol, IQ, Turmöl oder die Hofer-Tankstellen zählen. In Niederösterreich gibt es in Österreich auch die meisten Dieselabgabestellen für die Landwirtschaft. 135 von insgesamt 286 befinden sich im Raum zwischen Enns und Leitha. (mm)

www.oil-gas.at



8.06.2018
Wiener Neustadt wird zum Weltraum-Branchentreff

Dass die Fachhochschule Wiener Neustadt mit dem angeschlossenen Technopol zum Ort der Austrian Space Cooperation Days am 7. und 8. Juni 2018 gewählt wurde, bestätige die Strategie Niederösterreichs, Forschung, Lehre und Wirtschaft zusammenzubringen. Damit werde dieser Standort zur Nummer eins der Weltraumtechnologie in Österreich, stellt NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav fest. Diese Veranstaltung präsentierte nationale und internationale Aussteller sowie Informationen zu Studienangebote in Sachen Weltraumtechnik.

„Gerade Wiener Neustadt zeigt, dass sogar aus der Forschung heraus Firmen entstehen können“, meint Bohuslav mit Verweis auf die Enpulsion GmbH, die sich auf Ionen-Antriebe für Satelliten spezialisiert habe. Damit konnten wir den Standorten Graz und Linz, die sich ebenfalls mit Weltraumtechnologie befassen, den Rang ablaufen“, so die Landesrätin.

Als international aktive Weltraumnation sieht Österreich der zuständige Bereichsleiter im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Ingolf Schädler. In diesem Sinne werde sich auch Minister Norbert Hofer in der kommenden EU-Ratspräsidentschaft einbringen. (hm)

https://www.austrianspacedays.at

http://www.fhwn.ac.at

https://www.spacetechnology.at



8.06.2018
Die wirtschaftliche Bedeutung der Pferde sorgt fĂĽr Milliardenumsatz

Die Militärakademie Wiener Neustadt ist als Ausbildungsstandort jener Pferde geplant, die in Wien für den Polizeieinsatz vorgesehen sind. Da sind zunächst 14 Pferde. Dass das der Bedeutung des Pferdes nicht gerecht wird und auch nicht dazu beiträgt, bei den Reitställen einen wirtschaftlichen Aufschwung auszulösen, ist ein Urteil, in dem sich Franz Ecker, Branchensprecher in der Wirtschaftskammer Niederösterreich, und Gerold Dautzenberg, Vorstand im Niederösterreichischen Pferdesportverband, einig sind, auch wenn sie sonst manch unterschiedliche Ansichten haben.

Dautzenberg, der selbst aus der Landwirtschaft stammt, hebt die Bedeutung des Pferdes für die Landwirtschaft hervor. „Pferde werden mit Heu aus der Region und nicht wie Schweine mit Soja aus Brasilien gefüttert", sagt er. Der berittenen Polizei kann er viel Positives abgewinnen. „Aus anderen Ländern wissen wir, wenn Pferde bei Demos eingesetzt werden, dass diese friedlicher ablaufen“, so Dautzenberg. In Bremen beispielsweise sei die berittene Polizei nach drei Jahren im Einsatz wieder abgeschafft worden, worauf die Bevölkerung ihre Wiedereinführung verlangt habe.

In einem gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang sieht Ecker das Pferd. „Global gesehen ist das Pferd noch immer ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, meint er. Was hierzulande, vor allem in Niederösterreich, abnehme, sei die Bedeutung des Hobbypferdes. „Immer weniger Leute nehmen sich Zeit und auch das Geld in die Hand, um sich dem Pferdesport zu widmen", so Ecker. Familien kommen vom Freitag am Abend bis Sonntag in die Reitställe, was Pferden nicht behagt, „da sie ständig und gleichmäßig bewegt werden müssen.“

Das Hauptthema sieht Ecker in den politischen Rahmenbedingungen, die den Pferdesport und die Reitställe einschränken. Beispielsweise ist ein Verfahren zum Betreiben eines Pferdestalles sehr aufwendig, und ob das dann in einem angemessenen Rahmen auch tatsächlich gelingt, sei von der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft abhängig. Auch die Gewerbeordnung sei ein Hemmschuh. Denn: „Reitlehrer müssen selbständig sein, obwohl sie durch ihre regelmäßige Arbeit eigentlich Angestellte sind.“

Ein weiteres Beispiel, mit dem sich die Branche herumschlagen muss, sei das Wasserrecht. Pferdestallbetreiber fühlen sich mit dem, was sie aus ihrem Betrieb abfließen lassen dürfen, schwer benachteiligt gegenüber den Bauern, die zum Teil mit Gift düngen würden und wesentlich geringeren Einschränkungen unterworfen seien.

Die Bedeutung der Pferdewirtschaft ist an den volkswirtschaftlichen Kennzahlen abzulesen. Einschließlich der Zulieferbetriebe, wie etwa Hufschmiede, hat die Branche im Vorjahr 2,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. „Allein in Niederösterreich gibt es 160 gewerblich betriebene Reitställe. Das ist in den letzten Jahren in etwa gleich geblieben, tendenziell sogar leicht angestiegen“, erklärt Ecker. (jm)

http://freizeitinnoe.at

www.noeps.at



8.06.2018
Regierung soll die Wirtschaft in Ruhe lassen, mahnen die Kaffeehäuser

In den letzten Jahren ist die Zahl der Kaffeehäuser in Niederösterreich immer rückläufig gewesen. Auch im Jahr 2017 sind sie um vier Betriebe auf 765 aktive Kaffeehausbetriebe zurückgegangen, teilte Markus Madar, Branchensprecher der Kaffeehäuser in der Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Die Kaffeerestaurants sind um zehn auf 943 Betriebe zurückgegangen sowie die Espressobetriebe, Stehkaffeeschenken und Buffet-Espressi um fünf auf nur mehr 61 aktive. Der Stand aktiver Kaffeekonditoreien ist mit 94 Betrieben gleich geblieben. „Ich denke, damit haben wir die Marktbereinigung endgültig hinter uns gebracht. Denn die meisten noch aktiven Betriebe weisen weiterhin eine stabile Entwicklung auf“, betont Madar.

Für Betriebsankäufe und Betriebsverkäufe regt er eine spezielle Internetplattform an, die täglich aktualisiert werden soll. So könne man rascher agieren und reagieren, Standorte womöglich sogar retten und Personal übernehmen. Die Plattform könnte man auf Immobilienbüros übertragen, die sich zu einer ständigen Aktualisierung verpflichten. Damit hätte man eine attraktive Auflistung der Betriebe, die zum Verkauf stehen, und alte nicht mehr aktuelle Angebote könnten entfernt werden.

Zwar hat sich puncto Personal auch die Zahl der Mitarbeiter von 2.478 auf 2.236 verringert, dennoch verspürt der Branchensprecher in der NÖ Wirtschaftskammer leichten Aufwind. „Vor allem durch die fortschreitende Digitalisierung, wie Registrierkassensystem und mobile Handhelds, können Bestellannahme, Weiterleitung und Abrechnung vor Ort rasch durchgeführt werden. Somit läuft alles viel schneller und effizienter ab, und die Gäste können rascher bedient werden. Dadurch ergibt sich auch eine Produktivitätssteigerung bei den Beschäftigten. Nach einem stagnierenden Geschäftsjahr 2017 ist daher für heuer wieder eine Steigerung zu erwarten“, so Markus Madar. Deshalb benötige die Branche auch wieder mehr Personal.

Allgemein bemerke man auch eine schnellere Vermittlung von Mitarbeitern und Lehrlingen als früher. „Innerhalb einer Woche kann man nun damit rechnen, ein Vorstellungsgespräch zustande zu bringen. Früher hat das oft zwei bis drei Wochen gedauerte“, berichtet Madar. Trotzdem sei die größte Herausforderung der Branche nach wie vor die Schulung der Mitarbeiter. Sie nehme viel Zeit in Anspruch, auch bei jenen, die bereits Erfahrungen mitbringen. Die nach wie vor noch immer nicht entschärfte Bürokratie mache den Kaffeehausbetreibern das Leben schwer. „Die Regierung soll die Wirtschaft in Ruhe lassen und nicht ständig neue Spielregeln erfindet“, bittet Markus Madar. „Damit wäre den Betrieben sehr geholfen, und sie könnten sich mehr auf die Arbeit konzentrieren.“ (dsh)

www.gastwirtnoe.at