NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1499 vom 24.08.2018

24.08.2018
NĂ– Rechnungshof bleibt strebsam

Das 20jährige Bestandsjubiläum des aus dem früheren Kontrollamt hervorgegangenen NÖ Landesrechnungshofes nahmen der Präsident des NÖ Landtages Karl Wilfing sowie die bereits in ihrer zweiten sechsjährigen Amtsperiode bestätigte Rechnungshofdirektorin Edith Goldeband zum Anlass, eine aktuelle Zwischenbilanz zu ziehen. Daraus geht hervor, dass der Landesrechnungshof nicht nur ein auf Wirtschaftlichkeit und Effizienz ausgerichtetes Kontrollorgan der Landesverwaltung und der ihr nachgeordneten Einrichtungen, wie etwa der Krankenhäuser, ist, sondern sich auch mit Konsultationen und Empfehlungen in laufende Entscheidungsprozesse kreativ einzubringen versteht. So sind seit 1998 in 296 Berichten 3.394 Empfehlungen verabschiedet worden. Als Beweis, dass eine Prüfung des Landesrechnungshofes von großem Nutzen für den Landtag und das gesamte Land Niederösterreich sein kann, führte Wilfing die Donau Schiffsstationen GmbH an. Mit der ihr empfohlenen Neuorganisation hat sie rund 2,2 Millionen Euro einsparen können. Wiewohl also der Rechnungshof sich erfolgreich auf Kurs bewegt, ist klar, dass es noch immer Luft nach oben gibt.

Die Überzeugungsarbeit, die der Rechnungshof in der Praxis nachvollziehbar demonstriert, begründet zugleich seine Autorität und Unabhängigkeit. Dies bestätigt eine Umfrage, die die Donau Universität Krems unter 83 aktiven und ehemaligen Abgeordneten durchgeführt hat. Bei einer Rücklaufquote von rund 50 Prozent haben 64 Prozent die Arbeit des NÖ Rechnungshofes als sehr gut und 36 Prozent als eher gut bewertet. 93 Prozent bezeichneten die Arbeit des Landesrechnungshofes als unabhängig, 98 Prozent als sehr oder eher hilfreich.

„Wir fühlen uns in unserer Arbeit bestätigt“, sagte Rechnungshofdirektorin Edith Goldeband bei einem Pressegespräch in St. Pölten. „Der Landtag erwartet von uns Hinweise auf Verbesserungen. Uns geht es um Optimierung, nicht um Skandalisierung.“



Aufgaben Ziele

Der Landesrechnungshof hat – als unabhängiges Kontrollorgan des NÖ Landtages – die Finanzgebarung des Landes auf Richtigkeit, Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit zu überprüfen. Unter den Begriff der Gebarung fällt jedes Verhalten, das finanzielle Auswirkungen hat. Diese Aufgabe umfasst den Landeshaushalt von rund neun Milliarden Euro und die Tätigkeit von rund 38.000 Landesbediensteten. Überprüft werden dabei Verwaltungen, Unternehmungen, Anstalten, Fonds und Stiftungen des Landes. Dazu zählen zum Beispiel 20 Bezirkshauptmannschaften, 19 Landeskliniken an 27 Standorten, 36 Berufs-, Fach- bzw. Sonderschulen an 40 Standorten, 6 Sozialpädagogische Betreuungszentren und 2 Pflege- und Förderzentren im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe sowie 48 Pflege- und Betreuungszentren. Kontrolliert werden auch Beteiligungen, Förderungen und Haftungen des Landes. (mü)

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24.08.2018
ASTA Elektrodraht legt beim Umsatz zu, baut aber Jobs ab

Der Elektrodrahthersteller ASTA Energy Transmission Components GmbH, der seine Zentrale und sein Stammwerk in Oed bei Wopfing im Piestingtal betreibt, konnte im Geschäftsjahr 2017 einen weiteren Erlösanstieg verbuchen. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst dem Industriemagazin entnimmt, hat das Unternehmen im Vorjahr einen Umsatz von 328 Millionen Euro erwirtschaftet. Das waren um 14 Millionen Euro oder 4,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016.

Mit mehr als 900 Beschäftigten, rund 350 davon in Oed, erzeugt die ASTA-Gruppe an vier Standorten in Österreich, Indien, China und Brasilien Wickelmaterial aus Kupfer für Transformatoren und Generatoren. Hauptabnehmer der Spezialware sind große Elektro-Konzerne, wie u.a. Siemens oder ABB. Die Produkte von ASTA finden sich bei Stromerzeugern rund um den Globus, so z.B. an der Drei-Schluchten-Talsperre des Jangtsekiang in China, dem größten Wasserkraftwerk der Welt. In Europa hält die Gruppe mit ihren Erzeugnissen nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 40 Prozent, weltweit von 20 Prozent.

Seit 2012 steht ASTA im Eigentum der Industrie-Holding Montana Tech Components (MTC) des Investors Michael Tojner. Weil das Marktumfeld für Zulieferbetriebe der Großtransformatorenindustrie rauer geworden ist, hat ASTA angekündigt, ein Fünftel der Beschäftigten in Oed abzubauen. Zurzeit setzt das Unternehmen einen Sozialplan um, mit dem gekündigte Mitarbeiter bei der Suche nach einem neuen Job unterstützt werden. (mm)

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24.08.2018
Fremdenführer wollen mehr niederösterreichische Städte bespielen

„Erstmals haben wir uns als geprüfte Fremdenführer in Niederösterreich in diesem Jahr zusammengetan und bieten regelmäßig zu fixen Terminen Führungen in elf Städten kreuz und quer im Bundesland an,“ teilt die Branchensprecherin Gitta Pavlovic dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Das sind St. Pölten, Baden, Stockerau, Wiener Neustadt, Krems, Mautern, Laxenburg, Neulengbach, Perchtoldsdorf, Tulln und Wolkersdorf. In diesen Städten werden Häuser, Kirchen, Denkmäler und Gassen lebendig. Zu geringen Gebühren finden auch noch im Herbst und Winter geführte Touren statt, teilweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Was auffällt: Manche Regionen – vor allem jene rund um Wien – sind gut vertreten, andere – wie insbesondere das Waldviertel – gar nicht. „Das hängt damit zusammen, dass wir nur in bestimmten Regionen geprüfte Fremdenführer oder Fremdenführerinnen haben, was die Voraussetzung ist“, so Pavlovic. Nicht zuletzt spiele auch der Preis eine Rolle. In Wien verlangt ein Fremdenführer pro Halbtag 130 bis 180 Euro, Preise, die in Kleinstädten nicht erzielbar seien.

Das ist der Grund, weshalb der Großteil der 130 geprüften niederösterreichischen Fremdenführer vor allem in Wien tätig ist. „Mit dem neuen Angebot, niederösterreichische Städte zu bespielen, wollen wir dem etwas entgegensetzen – eine Maßnahme, die von der Wirtschaftskammer mit vielfältigen Werbemaßnahmen unterstützt wird“, betont die Branchensprecherin. Sie räumt auch ein, dass es außerhalb Wiens nicht möglich sei, ausschließlich von den Honoraren als Fremdenführer zu leben.

Zu den Führungen, die in den Städten durchgeführt werden, kommen in erster Linie Einheimische, also Leute, die ohnedies in der Region leben und über diese mehr erfahren möchten. „In Wien sind 80 Prozent der von uns durchgeführten Touren Passagiere von Kreuzfahrtschiffen. Diese Personen haben weder Zeit noch Interesse, beispielsweise auch noch eine Tour durch Perchtoldsdorf zu machen“, sagt Pavlovic.

Dass niederösterreichische Städte von geprüften Fremdenführern als Schauplatz lebendig gemacht werden, bezeichnet sie als mittlerweile von Erfolg gekrönt. „Insbesondere mit der Auslastung in St. Pölten sind wir sehr zufrieden, das war uns wichtig. Oder Laxenburg: Dort sind erstmals geführte Touren angeboten worden. In Baden hingegen haben Fremdenführertouren schon eine lange Tradition. Hier können wir jeden Samstag mit regelmäßigen Stadtspaziergängen, die unter bestimmten Themen stattfinden, immer wieder neue Interessenten gewinnen.“ Einen kräftigen Impuls erwartet die Branchensprecherin für Wiener Neustadt im nächsten Jahr von der Landesausstellung. „Da sind wir in laufenden Gesprächen, um auch hier etwas Besonderes den Besuchern - auch den einheimischen - bieten zu können.“ (jm)

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http://www.wko.at/noe/freizeit



24.08.2018
riz up Amstetten setzt auf Freiheit in der Umsetzung eigener Ideen

Seit April dieses Jahres ist das riz up Amstetten optisch und ausstattungstechnisch auf den neuesten Stand gebracht worden. Eine komplett neu gestaltete Networking-Lounge mit integriertem Co-Working Bereich steht den Kunden sowie den Mietern des Gründerzentrums zur Verfügung. Außerdem wurden im Besprechungs- und Seminarraum eine spezielle Lichtlösung sowie ein Smartboard installiert. Sämtliche Arbeiten in den letzten Monaten sind mit Firmen aus dem riz up Gründerzentrum oder direkt aus Amstetten umgesetzt worden.

Bereits Anfang des Jahres ist ein Update des 30 Jahre alten Namens erfolgt. Aus dem Regionalen Innovationszentrum (RIZ) wurde riz up. „Unter dem Motto hilft riz up nun nicht mehr nur bei der Gründung eines Unternehmens, sondern auch bei seinem Wachstum - egal ob es um Gesellschaftsform, aktualisierten Businessplan, Personalaufnahme oder um neue Räumlichkeiten geht“, erklärt riz up-Zentrumsleiterin Doris Karl dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Zurzeit sind alle Flächen im riz up Amstetten vermietet. 27 Unternehmen und 89 Personen haben an der Zentrumsadresse Franz-Kollmann-Straße 4 ihren Betriebsstandort. Der Branchenmix reicht vom persönlichen Dienstleister bis zum Produkthersteller.

Was die Gründe für den Weg in die Selbständigkeit anbelangt, sind die Motive laut Doris Karl nach wie vor unterschiedlich. „Was sich aber generell abzeichnet, ist der Wunsch nach zeitlicher und inhaltlicher Freiheit in der Umsetzung der eigenen Ideen. Das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen“, sagt Karl.

In den Beratungsgesprächen zu beabsichtigten Neugründungen liegen nach wie vor „Dienstleistungen“ und „Digitales Services“ an der Spitze. Generell sehe man heuer keinen Rückgang der Nachfrage nach den bereits bestehenden Services, sondern vielmehr zusätzliche Möglichkeiten durch die neue Aufgabenerweiterung, die Unternehmen auch bei ihrem Wachstum zu begleiten.

„Die neue Lounge sowie der Business Digi-Room sind laufend ausgebucht“, meldet Doris Karl. „Der Seminarraum wird nämlich nicht nur für Business-Meetings genutzt, sondern auch für wöchentliche Yoga-Stunden, zu denen viele Mieter gern kommen. War das riz up Amstetten zwar schon bisher immer ein Ort des Zusammenarbeitens und der Kommunikation, die Neugestaltung und die baulichen Änderungen haben das nochmals verstärkt.“ (dsh)

http://www.riz-up.at



24.08.2018
DPD Austria schupft heuer besonders viele Packerln

In Österreich treiben die gute Konjunktur im Allgemeinen und der stetig wachsende Online-Handel im Speziellen das Geschäft der Paketzusteller kräftig an. So hat der Paketdienstleister DPD Austria (Direct Parcel Distribution) mit Sitz in Leopoldsdorf im Bezirk Bruck/Leitha die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2018 mit einem Anstieg um 4,6 Prozent auf 23,6 Millionen transportierte Einheiten abgeschlossen. „Das waren um rund eine Million Pakete mehr als im ersten Halbjahr 2017“, präzisierte Geschäftsführer Rainer Schwarz.

Das Plus wäre noch größer ausgefallen, hätte DPD Austria – sowie auch seine Mitbewerber – nicht mit dem Mangel an Logistikpersonal zu kämpfen. „In Österreich fehlen der Branche mehrere Hundert Zusteller“, stellt Schwarz fest. Die Mehrheit der DPD-Pakete wird im Inland versendet und zugestellt – im ersten Halbjahr 2018 waren es mehr als 12,7 Millionen Stück.

DPD Austria - ein Joint-Venture der Speditionsfirmen Lagermax, Schachinger und Gebrüder Weiss – betreibt seine Zentrale in Leopoldsdorf. 2017 hat das Unternehmen 46,5 Millionen Pakete zugestellt und damit mehr als 184 Millionen Euro erwirtschaftet. Österreichweit beschäftigt DPD rund 1.700 Mitarbeiter und verfügt über eine Transportflotte mit mehr als 1.000 Fahrzeugen. In Niederösterreich ist der Paketdienstleister mit drei Depots in Leopoldsdorf, Leobendorf und Pöchlarn vertreten. (mm)

http://www.dpd.com



24.08.2018
Passagier- und Umsatzzahlen am Flughafen Wien heben ab

Im ersten Halbjahr 2018 hat die Flughafen Wien AG sowohl beim Umsatz als auch bei den Passagierzahlen beachtliche Zuwächse erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse der Firmengruppe um 4,5 Prozent auf 373,5 Millionen Euro gestiegen, die Zahl der Fluggäste am Airport Wien-Schwechat um 5,5 Prozent auf mehr als 11,8 Millionen. Auch das Frachtaufkommen hat um 3,5 Prozent auf fast 143.000 Tonnen zugelegt.

Die positive Geschäftsentwicklung der Flughafen Wien AG schlägt sich auch in zusätzlichen Arbeitsplätzen nieder. „Heuer werden in der Airport City sowie in der Airport Region rund 2.500 neue Jobs hinzukommen“, rechnet Flughafen-Vorstand Günther Ofner vor. Projekte, die 2018 am Standort verwirklicht werden, seien ein neues Gesundheitszentrum, der DHL-Logistikcampus, weitere Airline-Basen sowie weitere Betriebsansiedlungen. (mm)

http://www.viennaairport.com



24.08.2018
Hauptsaison des Papierfachhandels beginnt mit Schulbeginn

In wenigen Tagen ist Schulbeginn. Das ist die Jahreszeit, in der Papierfachgeschäfte einen großen Teil ihres Umsatzes machen. Ein Drittel des österreichweiten Gesamtumsatzes in der Höhe von 600 Millionen Euro betrifft den Schulunterricht und wird zum Großteil zu Schulbeginn gemacht. Im Detail macht ein Einkauf zu Schulbeginn in Niederösterreich im Durchschnitt 226 Euro aus. Darin enthalten sind alle Ausgaben für den Schulstart, wie Kleidung, technische Produkte, etwa Laptops, und auch Süßigkeiten. In Summe werden damit Produkte für rund 50 Millionen Euro gekauft. „Rund die Hälfte davon wird für Hefte, Stifte, Schultaschen und dergleichen ausgegeben – also für jene Produkte, die im Papierfachhandel zu finden sind“, sagt Andreas Auer, Obmann des Landesgremiums des Papier- und Spielwarenhandels in der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Das Angebot der rund 120 niederösterreichischen Papierfachgeschäfte umfasst etwa 40.000 Artikel der verschiedensten Preisklassen. „Vor allem im Waldviertel und auch im nördlichen Weinviertel gibt es genug Papierfachhändler, die zugleich Buchhändler sind und somit umfassend den Erfordernissen der Schulen vor Ort, aber auch den Ansprüchen der Eltern und Schüler gerecht werden können“, erklärt Auer, der auch die fachgerechte Beratung hervorhebt, die den Fachhandel auszeichne. „Vor allem in Städten wie Schrems oder Gmünd sind unsere Mitglieder oft die einzigen Ansprechpartner für Schulen und Eltern“, sagt er. Anders sei dies rund um Wien, wo der Papierfachhandel vor allem dort präsent sei, wo es - wie etwa in Mödling - ein umfangreiches Angebot an Schulen gäbe.

Mit einer Umfrage unter den Mitgliedern des Papier- und Spielwarenhandels hat der Gremialobmann feststellen lassen, was besonders gewünscht sei. Während Eltern beispielsweise bei der Schultasche auf die Ergonomie achten, steht bei den Kindern das Motiv im Vordergrund. „Heuer besonders wichtig sind die Minions auf sämtlichen Schulsachen, aber auch Einhörner oder wieder Cars“, berichtet Auer. Ein Fachhändler sollte aber auch Schulsachen mit klassischen Motiven im Sortiment haben. Gemeint sind Fußball- und Automotive für Buben sowie Schmetterlinge, Pferde und Katzen, die von Mädchen gewünscht werden. „Zunehmend sind es aber bestimmte Fußballvereine, die auf dem Federpenal sein sollen“, sagt der Experte.

Und noch etwas hält er fest: „Auch wenn ich das schon seit Jahren sage, so gilt es glücklicherweise noch immer. Der Papierfachhandel ist im Geschäft mit Schulsachen vom Onlinehandel nicht betroffen. Da reden wir von 1,1 Millionen Schülern bis 19 Jahren in ganz Österreich, die bei uns auch ihre Zirkel, Stifte, Collegeblöcke und vieles mehr einkaufen.“ (jm)

http://www.wko.at/noe/papierhandel

http://www.schuleinkauf.at



24.08.2018
Ternitzer Ă–lfeld-AusrĂĽster SBO setzt seinen Wachstumskurs fort

Der Ternitzer Ölfeld-Ausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) verzeichnet weiterhin eine gute Geschäftsentwicklung und meldet für das erste Halbjahr 2018 erneut positive Bilanzzahlen. Wie das Industrieunternehmen bekanntgibt, ist der Konzernumsatz gegenüber der Vorperiode um 47,4 Prozent von 135,7 Millionen auf 200 Millionen Euro gestiegen, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) hat sich von 22 Millionen Euro auf 55,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt. SBO-Vorstandsvorsitzender Gerhard Grohmann erwartet nun eine mehrjährige Wachstumsphase, zumal die Branche in der Vergangenheit zurückgestellte Investitionen in die Erdöl- und Erdgasförderung jetzt nachholen müsse.

SBO ist Weltmarktführer in der Produktion von Hochpräzisionsteilen für die Ölfeld-Serviceindustrie und erzeugt neben Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnik auch Bohrmotoren und Bohrwerkzeuge. Hauptkunden des Ternitzer High-Tech-Unternehmens sind große Öl-Servicegesellschaften, wie z.B. Schlumberger, Halliburton oder Baker Hughes. Weltweit beschäftigt SBO 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 330 in der Zentrale in Ternitz. (mm)

http://www.sbo.at



24.08.2018
Töpferstube Wienerwald produziert Nachwuchs für altes Handwerk

Mit ihrer Töpferstube Wienerwald will die Einpersonen- und Start-up-Unternehmerin Sonja Lötsch in Pressbaum, Bezirk Sankt Pölten-Land, Stimmung für den Werkstoff Ton machen. Neben Töpferkursen bietet sie auch eine Lohnbrennerei an. Wie sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, werden ihre Töpferkurse sehr gut angenommen, zumal auch Erwachsene diesem Handwerk großes Interesse entgegen bringen.

Bei den Handwerksführungen „Lebendiges Handwerk“ im Wienerwaldmuseum Eichgraben habe sie gesehen, wie wichtig es sei, alte Handwerke am Leben zu halten. „Da ich auch eine pädagogische Ausbildung habe und bei Vorführungen immer wieder nach Kursen gefragt wurde, ist mir die Geschäftsidee gekommen“, erklärt Lötsch. Und merkt an, dass man Töpfern auch als Therapie, sowohl als Ergotherapie als auch als seelischen Ausgleich, betreiben könne.

Die Töpferkurse und Workshops gibt es als Eltern-Kind-Töpfern, Kinderworkshop, Kindergeburtstag und individuelle Veranstaltungen ab 35 Euro pro Person. Als Einpersonenunternehmerin sieht sich Lötsch in der Lage, schnell und flexibel auf individuelle Kurswünsche zu reagieren. Je zur Hälfte unterrichtet sie Kinder und Erwachsene. Viele Kursteilnehmer sind Wiederholungstäter, die Fortgeschrittenenseminare oder andere Kurse zur Auffrischung buchen. Heuer ist auch eine Ferienbetreuung im Programm, mit der man einen Mangel in der Region Pressbaum beheben will.

Gut angenommen wird auch das Brennservice. Es kommt zum Einsatz, wenn man daheim töpfert, aber dort keinen Brennofen hat. Vom normalen Brand bis zum Dekorbrand mit Gold ist alles möglich. Die Kunden kommen aus Wien und aus Niederösterreich. (hm)

http://www.toepferstube.cc



24.08.2018
MĂĽnchendorfer ism-technic hat volle AuftragsbĂĽcher

Die auf schweißtechnische Produkte spezialisierte ism-technic GmbH in Münchendorf, Bezirk Mödling, profitiert derzeit von den Investitionen, die Industrie und Hersteller in die Automatisierung ihrer Produktionsabläufe durchführen. „Wir liefern auf Wunsch vollautomatische Lösungen, die auf den Bedarf unserer Kunden genau abgestimmt sind“, teilt Geschäftsführer Andreas Stremitzer dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

„Wir haben derzeit eine sehr gute Auftragslage mit vollen Auftragsbüchern. Einerseits weil die Firmen verstärkt in die Automatisierung investieren und andererseits, weil man damit den herrschenden Mangel an Facharbeitern ausgleichen will“, erklärt Stremitzer und betont, dass die ism-technic auf Schweißen und Verbinden mit den entsprechenden Angeboten aus Schweißtechnik und Zubehör spezialisiert sei. Aufgrund der guten Geschäftslage möchte das Unternehmen zwei weitere Mitarbeiter einstellen und sich auch räumlich vergrößern.

Die Komponenten für die Automatisierungslösungen, wie Roboter und Steuerungen, werden zugekauft und für die jeweilige Anwendung des Kunden zu entsprechenden Fertigungszellen zusammengebaut. Je nach Größe der Zelle erfolgt das im eigenen Betrieb oder am Standort des Kunden. Als konkrete Beispiele nennt Stremitzer die Firma Wertheim, für die eine vollautomatische Fertigung von Safetüren konzipiert und gebaut wurde.

Dasselbe System bekommt die Firma Welser Profile für ihren Standort Bönen in Nordrhein-Westfalen. An die Firma Roth-Technik Austria in St. Aegyd am Neuwalde wird im nächsten Jahr eine Einheit im Investitionswert von etwa 2,1 Millionen Euro geliefert, die Abgasanlagen für Lkw fertigen soll. Darüber hinaus ist auch Engineering im Angebot, wie z.B. für die Firma MAGNA Steyr in Graz, die Komponenten bereitstellt, die von ism-technic konzipiert und in Graz zusammengebaut werden.

Die Exportquote beträgt 55 Prozent. Geliefert wird hauptsächlich in den EU-Raum sowie auch nach Indien, Türkei und China. Mit elf Mitarbeitern peilt ism-technic heuer einen Umsatz von rund 2,5 Millionen Euro an. (hm)

http://www.ism-technic.com



24.08.2018
St. Pöltens einziger Goldschmiedemeister exportiert auch nach Australien

Ein Goldschmiedemeister mit Leib und Seele ist der 50jährige Edwin Surin mit seinem Geschäft „Feines Schmuckhandwerk“ in St. Pölten, Kremser Gasse 19. Besondere Schmuckstücke exportiert er inzwischen auch nach Deutschland und sogar nach Australien und in die USA. „Mein erlerntes Handwerk macht es mir möglich, meine Kreativität in Verbindung mit dem Vertrauen der Kunden auszuleben“, erklärte er dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Und es macht mich umso stolzer, der einzige Meister meiner Zunft in der Landeshauptstadt zu sein.“

Begonnen hatte alles in der Goldschmiede Drobny in Linz, wo er dieses Handwerk erlernt hat. 1992 stellte er zum ersten Mal in einer Ausstellung eigene Schmuckstücke zur Schau. 1994 legte er die Meisterprüfung ab und arbeitete in der Galerie Rauhenstein im Wiener Stadtzentrum. „Zu dieser Zeit fertigte ich zusätzlich Schmuckstücke für namhafte heimische Juweliere, wie Alexander Skrein, das Juwelierstudio Bogy und Erich Gragl, sowie für meine eigenen Ausstellungen an“, berichtet er. Im Jahr 2000 hat er in St. Pölten sein erstes Geschäft eröffnet und dessen Standort elf Jahre später auf den derzeitigen verlegt.

Dort bietet Edwin Surin Anfertigungen in den unterschiedlichsten Materialien, wie Platin, Gold, Silber und Palladium, an. „Aufgrund meiner Zertifizierung zum geprüften Edelsteinfachberater sind viele Stücke mit nicht alltäglichen Steinen versehen“, sagt er. Er arbeitet auch alte Schmuckstücke um und führt in seinem Geschäft auch Handelsware.

Gern arbeitet er, wie er sagt, „mit den Launen der Natur.“ Mit unüblich gefärbten Steinen, bunten naturfarbigen Diamanten, besonders geformten Perlen und Korallenästen, aber auch mit „einfachen Steinen“, wie Bergkristallen mit Einschlüssen von Rutil und Schörl. Selbstverständlich wird auch verarbeitet, was Kunden mitbringen, wie Ring, Collier, Ohrhänger, Armbänder oder auch selbstgefundene Steine. Vor sechs Jahren ist Surin eine außerordentlich erfolgreiche Kooperation mit dem Steine-Experten Thomas Schröck eingegangen. Das Ergebnis sind einmalige Schmuckstücke, die Abnehmer über die Grenzen Österreichs hinaus finden, wie etwa in Deutschland, Australien und den USA.

Als Wermutstropfen in seiner Branche nennt Surin „in Zeiten der 24-Stunden-Lieferservice-Giganten“ die Ungeduld mancher Kunden, sowie geeignete Mitarbeiter zu finden. „Das eigene Zeitmanagement ist enorm gefordert“, meint er, „weil unser analoges Handwerk entgegen den modernen Gepflogenheiten der digitalen Welt noch immer ein gewisses Maß an Müßiggang und Selbstbeherrschung voraussetzt.“

Alles in allem ist der Goldschmiedemeister aber zufrieden. Ob er auch eines Tages sein Atelier an seinen 18-jährigen Sohn Valentin übergeben kann? „Es ist ein schöner Gedanke, nicht alles nur für den Moment und für sich selbst aufgebaut zu haben, sondern das Feuer an die nächste Generation weitergeben zu können“, sagt er. „Valentin besucht zurzeit eine HTL mit Schwerpunkt Gold- und Silberschmiede. Seine ersten Schmuckstücke sind bereits angefertigt worden. Die Chancen stehen also nicht schlecht. Und auch meine Ehefrau Katrin beschäftigt sich mit Schmuck. Vor sechs Jahren eröffnete sie ein Juwelier-Geschäft in St. Pölten, in welchem ausgefallener Schmuck von kleinen europäischen Gold- und Silberschmieden angeboten wird.“ (dsh)

http://www.surin.at