NÖ Wirtschaftspressedienst - Ausgabe Nr. 1502 vom 14.09.2018

14.09.2018
NÖ Firmenchefinnen tagen in der IMC Fachhochschule Krems

Hunderte Firmenchefinnen von Betrieben aus ganz Niederösterreich werden am 3. Oktober in der IMC Fachhochschule Krems erwartet, wo das mittlerweile 41. „Unternehmerinnenforum“ stattfindet. Veranstaltet wird es von der Arbeitsgemeinschaft „Frau in der Wirtschaft“ der NÖ Wirtschaftskammer. So wie in den vergangenen Jahren erwartet die Teilnehmerinnen auch heuer wieder ein bunt gemischtes informatives Programm mit Workshops, Info-Ständen, Kinderbetreuung und der Gelegenheit zum Netzwerken.

Nach der Eröffnung des Unternehmerinnenforums durch die Landesvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ Waltraud Rigler hält die bekannte Journalistin und Publizistin Ingrid Brodnig einen Impulsvortrag zum Thema „Die Führung im Netz klug gestalten – Wie ich als Unternehmerin soziale Netzwerke geschickt nutze“. Über die Meinungsvielfalt diskutieren dann bei dieser Veranstaltung, zu der auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck per Videobotschaft zugeschaltet sein wird, NÖ Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, NÖ Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl sowie Justus Reichl vom Österreichischen Raiffeisenverband. (mm)

http://wko.at/noe/fiw

http://www.unternehmerin.at



14.09.2018
Schulterschluss der WeltmarktfĂĽhrer Haas und BĂĽhler zeigt Erfolge

Im September 2017 hat die FHW Franz Haas Waffelmaschinen GmbH mit Sitz in Leobendorf im Bezirk Korneuburg ihren bevorstehenden Verkauf an die Schweizer Unternehmensgruppe Bühler angekündigt. Ein Jahr danach und nach mittlerweile erfolgter Übernahme durch den eidgenössischen Konzern sieht Haas-Geschäftsführer Günter Muhr in den neuen Eigentumsverhältnissen zahlreiche Vorteile für den Weinviertler High-Tech-Betrieb mit seinen in Leobendorf 620 und weltweit fast 1.700 Beschäftigten.

„Wir haben jetzt viele Chancen, sei es z.B. bei Einkaufskooperationen, im Vertrieb oder in der Forschung und Entwicklung“, sagte Muhr im Rahmen einer vom Management Club Niederösterreich organisierten Betriebsführung durch die Haas-Produktionsanlagen in Leobendorf. Obwohl die Muttergesellschaft Bühler mit einem Jahresumsatz von 2,7 Milliarden Schweizer Franken und 11.000 Mitarbeitern in 35 Werken wesentlich größer sei als Haas, „haben sich hier zwei Partner gefunden, die ideal zusammenpassen“, meint der Geschäftsführer. Mit dem Schulterschluss entstehe ein weltweit einzigartiges Kompetenzzentrum für die Bäckerei-Industrie.

Die FHW Franz Haas Waffelmaschen GmbH ist ein „versteckter Weltmeister“. Jede zweite Waffel, die Menschen irgendwo auf der Welt verspeisen, stammt aus einer Maschine des niederösterreichischen Unternehmens. Mittlerweile beliefert die Haas-Gruppe mit ihren Anlagen und Systemlösungen Kunden in mehr als 100 Ländern. Der Exportanteil liegt bei 99 Prozent. Die Abnehmer der Haas-Anlagen, die zwischen 400.000 und sechs Millionen Euro kosten, gehören zur Crème de la Crème der Markenartikelindustrie: Nestlé, Masterfoods, Ferrero, Unilever, Manner oder Loacker.

Die Bühler-Gruppe ihrerseits ist Weltmarktführer in der Herstellung von Schokoladenmasse und deren Endprodukten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Schweizer betreiben ein rund 100 Servicestationen umfassendes globales Netzwerk, das nun auch Haas nutzen kann. Insbesondere in Indien, China und Indonesien, wo die Nachfrage nach Waffel- und Keksprodukten stark wächst, ergeben sich so neue Marktchancen.

„In Leobendorf bauen wir jedes Jahr durchschnittlich 200 Waffelmaschinen und investieren zwischen 1,5 Millionen und zwei Millionen Euro in den Ausbau des Standorts,“ gibt Muhr bekannt. Haas fertigt nur auf Bestellung. Ziel sei es, jeden Auftrag binnen zwölf Wochen abzuwickeln, sagt der Geschäftsführer. 2018 wird die Haas-Gruppe einen Umsatz von rund 340 Millionen Euro erwirtschaften. (mm)

http://www.haas.com/de

http://www.buhlergroup.com/global/de/home.htm



14.09.2018
Campingplätze in Niederösterreich rufen nach einer Qualitätsoffensive

Plus 30 Prozent – das ist ein Zuwachs, von dem viele Branchen nur träumen können. Diese Zahl hat Niederösterreichs Campingbranche für den Vergleichszeitraum Jänner bis Juni des Vorjahres und heuer verbucht. Konkret gibt es diesmal einen Zugewinn von 22.000 Nächtigungen. Das ist nicht zuletzt das Ergebnis eines europaweit boomenden Campingtourismus in Verbindung mit schönem Wetter. Nach einer Erhebung des Internet-Reiseportals camping.info haben 2017 rund 218.000 Gäste auf Niederösterreichs Campingplätzen übernachtet.

Trotz dieser respektablen Zahlen kommt bei Karl Heinz Kaiser, Spartensprecher Camping in der NÖ Wirtschaftskammer, keine Jubelstimmung auf. „64 Prozent des Nächtigungszuwachses entfallen auf nur zwei leistungsstarke Betriebe in der Region Donau. Diese arbeiten mit einem über Jahre entwickelten hervorragenden touristischen Angebot. Den Rest von 7.945 Nächtigungen teilen sich die übrigen 52 unserer Fachgruppe Freizeit & Sportbetriebe zugehörigen Betriebe“, so Kaiser, der weiter ausführt: „Insgesamt hält Niederösterreich im Vergleich zu anderen Bundesländern nur einen sehr geringen Anteil an Campingtourismus. Dabei haben wir hierzulande in Sachen Kultur und Natur viel zu bieten.“

Im Detail wünscht sich der Branchensprecher eine Qualitätsoffensive – und diese schon seit Jahren. Zuletzt wurde, so Kaiser gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst, darüber im November 2017 mit verschiedenen Beteiligten, den Betrieben und möglichen Geldgebern, gesprochen. Damals wurde ein detailliertes Arbeitskonzept mit mehreren Handlungsfeldern inklusive Roadmap beschrieben. Das Gesprächsergebnis sei vielversprechend gewesen, mit der Qualitätsoffensive sollte schon im Juni dieses Jahres gestartet werden. Doch passiert ist nichts.

„Vor allem gab es quasi in letzter Minute doch keine passende Förderschiene für die notwendige Projektbegleitung durch Experten. Auch seitens der Wirtschaftskammer war es wegen mangelnden Interesses nicht möglich, zumindest die Qualitätsoffensive zu unterstützen. Zu wenige Betriebe wollten sich am Projekt beteiligen“, gibt sich der Branchensprecher schon ziemlich illusionslos, um dann aber doch noch einen Vorschlag einzubringen: „Ein Neustart der Gespräche sollte erfolgen. Entsprechend den bisherigen Erfahrungen sollte erst einmal nach Wegen gesucht werden, um die Hindernisse für eine breite Unterstützung von Camping Niederösterreich aus dem Weg zu räumen. Eine Best Practice Analyse, ein Vergleich mit anderen Campingdestinationen, könnte weiterhelfen.“

Und für diesen Vergleich müssen sich die Niederösterreicher nur in den anderen Bundesländern umsehen. Allein die Zahlen sprechen für sich: In den Jahren 2012 bis 2017 gab es in Niederösterreich ein Nächtigungsplus bei Campingtourismus in der Höhe von 20.000 oder zehn Prozent, in Burgenland im gleichen Zeitraum eines von 55.000 oder 18 Prozent, in Oberösterreich ein Plus von 75.000 oder 25 Prozent, in der Steiermark eines von 130.000 oder 43 Prozent. Dabei sind dies alles Bundesländer, die vergleichbar sind mit Niederösterreich, von Kärnten oder Tirol möchte Kaiser gar nicht sprechen.

„Um es klar zu sagen, es gibt in Niederösterreich nur wenige Betriebe, die hauptsächlich vom Campingtourismus leben und daher überhaupt ein Interesse haben, dass vom Campingboom auch unser Bundesland profitiert. Einer davon ist unser Betrieb in Purgstall an der Erlauf, dessen Erfolg ich vor allem auf ein umfassendes digitales Angebot zurückführe. Ein ähnliches Modell in Sachen digitale Anbindung hätte ich gerne für ganz Niederösterreich entwickelt. Dazu braucht es aber – und damit komme ich zum wiederholten Mal zum Kern zurück – Geld und Betriebe.“ (jm)

http://www.freizeitinnoe.at

http://wko.at/noe/tf



14.09.2018
Rechnungshof ist eine Säule der Demokratie

„Eine Säule unserer Demokratie“ nannte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner den Niederösterreichischen Landesrechnungshof in der Festsitzung des NÖ Landtages aus Anlass seines 20jährigen Bestandsjubiläums. Hier sei eine kleine, aber feine Mannschaft mit großer Schlagkraft am Werk, „die Hausverstand mit Vernunft walten lässt.“ Edith Goldeband, der Rechnungshofdirektorin, dankte sie für „eine wahre Erfolgsgeschichte.“

„Mehr als 75 Prozent der Rechnungshofempfehlungen werden umgesetzt“, sagte Landtagspräsident Karl Wilfing. Die Kompetenz des Landesrechnungshofes will er an neu entstehende Anforderungen ständig angepasst sehen, um mit „selbst-kritischem Hinterfragen“ Verbesserungen zu erzielen.

Edith Goldeband legte ein Bekenntnis zum Subsidiaritätsprinzip ab. Und: „Für eine effiziente und exzellente Finanzkontrolle brauchen wir keine lauten Worte, sondern engagierte Mitarbeiter.“ (mü)

http://www.lrh-noe.at



14.09.2018
Ybbs an der Donau soll zwar mäßig aber stetig wachsen

Wachstum um jeden Preis ist nicht das Ansinnen des Bürgermeisters von Ybbs Alois Schroll. Zurzeit zählt die Stadt an der Donau 5.732 Einwohner. Wie der Stadtchef dem NÖ Wirtschaftspressedienst erklärt, ist sein Ziel vielmehr, dass ein jährlicher Zuwachs von maximal ein bis zwei Prozent nicht überschritten wird. „Denn jegliche Zunahme der Bevölkerung ist natürlich auch eine Herausforderung an die Infrastruktur. Wie etwa Wasserversorgung, Entsorgung, Straßenbau, Straßenbeleuchtung sowie Kindergärten und Schulen. Ein bis zwei Prozent Zuwachs bedeuten für unsere Stadt rund 57 bis 114 Personen mehr im Jahr. Ein solcher Anstieg und die damit verbundenen Rahmenbedingungen sind auch finanziell für uns machbar“, sagt der Bürgermeister.

Umsichtig zeigt sich Alois Schroll auch beim Wirtschaftswachstum: „Derzeit haben wir rund 495 Betriebe in der Stadtgemeinde. Die KMU und EPU stellen rund 4.250 Arbeitsplätze. Seit 2015 ist Ybbs in der glücklichen Lage, eine sogenannte Einpendlergemeinde zu sein. Das heißt, an die 2.400 Personen pendeln täglich aus Ybbs zur Arbeit hinaus und etwa 3.200 zu ihrem Arbeitsplatz in unsere Stadt hinein.“ Der stete Anstieg der Arbeitsplätze erhöhe auch die Kommunalsteuereinnahmen. Schroll nennt die Investitionen von Firmen, wie Stora Enso, Autohaus Senker, Schaufler, der Bäckerei Weinberger sowie der Unternehmen Lidl und Schuhe Orthopädie Geyrecker.

Seit Monaten ist die Stadtgemeinde, die jährlich ein Budget von 16,2 Millionen Euro verwaltet, mit der Firma Transgourmet wegen einer Betriebsansiedlung und einer damit verbundenen Schaffung von zirka 20 Arbeitsplätzen in Gesprächen. „Wir sind hier bereits in der Zielgeraden und haben uns bereits den Grund beim B1 Center von zwei Privateigentümern gesichert. Alle dazugehörenden Genehmigungen seitens der Aufsichtsbehörde sind schon erteilt worden“, sagt Schroll.

Was die Schaffung von neuem Wohnraum betrifft, sind rund 152 Wohneinheiten in der Pipeline. Einige sind bereits fertiggestellt bzw. bauverhandelt. Weitere Einheiten befinden sich derzeit in der Planungsphase. Eine besondere Wohnhausanlage verspricht die Hofhaussiedlung zu werden. Der Stil eines Reihenhauses trifft da auf den uneinsehbaren Wohncharakter eines Hofhauses. „Eine derartige Anlage habe ich bei meiner Tochter in Urfahr gesehen, war sehr beeindruckt und möchte für diese spezielle Wohnform auch in Ybbs werben. Mir geht es darum, die Stadt so weiterzuentwickeln, dass sie auch in Zukunft für alle Generationen lebenswert bleibt“, meint Bürgermeister Schroll. (dsh)

http://www.ybbs.gv.at



14.09.2018
Europas größte Maschinenbau-Messe zieht wieder viele NÖ Unternehmen an

Auch heuer werden wieder zahlreiche Betriebe aus Niederösterreich an der 60. Internationalen Maschinenbaumesse MSV in Brünn - der größten und wichtigsten ihrer Art in Mitteleuropa - teilnehmen. Verantwortlich dafür ist die wachsende wirtschaftliche Verflechtung, denn mit einem Volumen von mehr als 1,3 Milliarden Euro ist Tschechien für Niederösterreichs Unternehmen schon das zweitgrößte Exportland – knapp vor dem drittplatzierten Italien. Rund 40 Prozent aller österreichischen Ausfuhren nach Tschechien entfallen auf den Sektor „Maschinen und Verkehrsmittel“.

Mehr als 1.600 Aussteller und rund 80.000 Besucher aus aller Welt werden zu dem Branchentreff vom 1. bis 5. Oktober auf dem Brünner Messegelände erwartet. Aus niederösterreichischer Sicht zeigen vor allem Betriebe aus dem Industrieviertel Präsenz. Auf der MSV 2018 mit dabei sind die Unternehmen igm Robotersysteme AG aus Wiener Neudorf, HASCO Austria aus Guntramsdorf, Piovan Central Europe aus Brunn/Gebirge, E-M-M-A GmbH aus Hennersdorf, die Enzfelder GmbH aus Enzesfeld-Lindabrunn, die Wittenstein GmbH aus Leobersdorf sowie der Maschinenbauer Mayerhofer RIMM aus Ebreichsdorf. Auch die Sunpor Kunststoff GmbH aus St. Pölten, das Familienunternehmen Luger aus Purkersdorf, die Firma Creative Technik Maschinenbau (CTM) aus Hürm sowie der Waldviertler Kunststoffhersteller asma aus Weitra werden in Brünn ihr Leistungsangebot dem Fachpublikum vorstellen. (mm)

http://www.bvv.cz/de/msv



14.09.2018
Firma aus Wiener Neudorf produziert smarte Wasserzähler

1,5 Millionen Euro investiert die auf die Produktion von Wasserzählern spezialisierte G. Bernhardt’s Söhne GmbH in Wiener Neudorf, Bezirk Mödling, in die Erweiterung ihrer Betriebsfläche auf 3.500 Quadratmeter. „Wir verdoppeln unsere Fläche, um unser Lager zu vergrößern und auch noch zusätzliche Produktionsräume zu schaffen“, teilt Geschäftsführer Peter Mittner dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Seine Firma sei die einzige in Österreich, die Wasserzähler herstelle.

„Uns ist eine permanente Lieferfähigkeit sehr wichtig, weshalb wir im Lager mehr Platz brauchen. Weiters sind bei modernen Wasserzählern schon so viele elektronische Elemente verbaut, dass wir zur Produktion Sauberräume benötigen. So haben wir uns zur Erweiterung entschlossen, was hier im ecoplus Park von Wiener Neudorf sehr gut geht“, sagt Mittner. Die neuen Räume sollen im Frühjahr 2019 bezugsfertig sein.

Das Internet der Dinge (IoT) hat auch beim Wasserzähler schon Einzug gehalten. Mit einer entsprechenden Elektronik wird der Wasserdurchfluss nicht nur gemessen, sondern auch analysiert und verwaltet. „Jeder einzelne Wasserzähler meldet in ein Netzwerk ein, womit man relativ genau eingrenzen kann, wo sich ein Leck mit Wasserverlust befindet. In der EU haben Trinkwasserleitungen einen Verlust von 20 Prozent, den man so minimieren könnte“, berichtet Mittner. Seine Firma hat heuer im Frühjahr den „IoT/WT Innovation World Cup 2018“ gewonnen.

Einen klaren Vorteil sieht er auch für Wasserverbraucher. Schließlich verursacht eine unbemerkt rinnende Klospülung in einem Ferienhaus nicht nur erhebliche Mehrkosten, sondern verschwendet auch wertvolles Trinkwasser. Jeder Wasserzähler ist individuell programmierbar, so dass man auf unterschiedlichen Verbrauch und persönliche Gewohnheiten entsprechend reagieren kann. Derzeit läuft im ecoplus Park Wiener Neudorf ein Probebetrieb mit dem Bernhardt-System. Dazu gibt es eine Zusammenarbeit mit Kapsch, ORS und Microtronics Engineering GmbH.

Jährlich werden etwa 200.000 Wasserzähler produziert. Kunden sind Wasserversorger, Gemeinden, Großhändler und Installateure. Weiters ist Bernhardt einer der wenigen in Österreich, die über eine Eich- bzw. Prüfstation verfügen.

Heuer peilt die Firma mit 26 Mitarbeitern einen Umsatz von 6,4 Millionen Euro an. Bernhardt ist Teil der E. Wehrle GmbH in Furtwangen im Schwarzwald, Deutschland. Diese beschäftigt 300 Mitarbeiter und erzielt einen jährlichen Umsatz von 35 Millionen Euro. (hm)

http://www.bernhardt-wasserzaehler.at

http://www.wehrle.de



14.09.2018
Neunkirchner FWT entwickelt neuartigen Walzenbezug mit 93 Prozent Exportanteil

Die auf die Erzeugung von Walzen, Rohren, Antriebswellen und Sonderbauteilen aus Faserverbundstoffen spezialisierte FWT Composites & Rolls GmbH in Neunkirchen hat einen verschleißbeständigen Walzenbezug mit Antihaft-Eigenschaften entwickelt. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst betont Geschäftsführer Günther Kautz, das man in Österreich der einzige sei, der Carbonfaserkunststoff-(CFK)-Walzen in dieser großen Palette erzeuge.

„Mit dieser Antihaft-Beschichtung ist sichergestellt, dass diese Eigenschaften die gesamte Beschichtung umfasst und nicht nur die Oberfläche. Gerade in der Papierindustrie ist so eine Walze von großem Vorteil“, erklärt Kautz und betont, dass neben der Papierindustrie auch die Industriebetriebe, die technische Textilien oder Folienbeschichtungen herstellen, zu den FWT-Produkten greifen.

Jährlich werden etwa 2.000 Walzen erzeugt und dazu etwa 60 bis 70 Tonnen Kohlefasern als Compositmaterial verarbeitet. Weitere Produkte sind Rohre, Beschichtungen, Antriebswellen und Sonderbauteile. Auch ein Walzenservice wird angeboten. Zu den Kunden zählen unter anderem Valmet, Atlas Converting Equipment und BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH. Der Exportanteil beträgt 93 Prozent und geht in den EU-Raum mit Schwerpunkt Deutschland, Italien, England und Spanien sowie nach Japan und China.

Für 2018 peilt FWT mit 90 Mitarbeitern einen Umsatz von zwölf Millionen Euro an. Zusätzlich lernen zehn junge Menschen den Beruf des Zerspanungstechnikers im Betrieb. Für Kautz ist es wichtig, den Nachwuchs selber zu schulen, denn sonst hätte man in den letzten drei Jahren nicht so wachsen und den Umsatz verdoppeln können. (hm)

http://www.fwt.at



14.09.2018
Bildungsmesse Stockerau lockt Teenager mit buntem Info-Angebot

Aufgrund des großen Publikumsinteresses findet Anfang Oktober in Stockerau bereits zum neunten Mal eine Bildungsmesse statt, die sich unter dem Titel „Check4you“ speziell an 13- und 14-jährige Schülerinnen und Schüler aus dem westlichen Weinviertel wendet. Nach bewährtem Muster haben sich NÖ Wirtschaftskammer, NÖ Arbeiterkammer, AMS Niederösterreich, NÖ Bildungsberatung, 23 weiterführende Schulen des Bezirkes Korneuburg sowie die Stadtgemeinde Stockerau zusammengetan, um den Jugendlichen einen ersten Einblick ins Berufsleben zu verschaffen und ihnen dafür die Ausbildungsmöglichkeiten zu zeigen.

Zielgruppe von „Check4you“ ist vor allem die Schuljugend der 3. und 4. Klassen Mittelschule und der AHS-Unterstufe. Die Bildungsmesse soll dazu beitragen, den Informationsbedarf der Jugendlichen und auch ihrer Eltern mit konkreten Erklärungen, Tipps und Erläuterungen zu decken. Deshalb führen das AMS Korneuburg und die NÖ Wirtschaftskammer auch Eignungs- bzw. Interessentests durch. „Check4you“ findet im Veranstaltungszentrum Z2000 in Stockerau statt. Zeitpunkt: Donnerstag, 4. Oktober 8.00 - 13.00 Uhr, und Freitag, 5. Oktober, 8.00 - 17.00 Uhr. (mm)

http://www.lehre-respekt.at

http://wko.at/noe/korneuburg



14.09.2018
Tierpark Haag errichtet einen neuen Wirtschaftshof

Der 1973 eröffnete Tierpark Haag im Mostviertel zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in Niederösterreich. Eigentümer der 33 Hektar großen Anlage ist zu 100 Prozent die Stadtgemeinde Haag. Jährlich hat der Tierpark mit seinen derzeit 70 heimischen sowie exotischen Tierarten mehr als 200.000 Besucher, rund 25.000 davon sind Besitzer der NÖ-CARD. Pro Jahr erwirtschaftet das 13-köpfige Mitarbeiterteam einen Umsatz von 2,5 Millionen Euro.

„Da der Wirtschaftshof schon 35 Jahre alt ist und den heutigen Erfordernissen nicht mehr entspricht, haben wir uns entschlossen, einen neuen zu errichten“, teilt Bürgermeister Lukas Michlmayr, der auch Tierpark-Geschäftsführer ist, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Es müssen nicht nur immer mehr Geräte untergebracht werden, sondern es sind auch OP-Tische für die Großkatzen erforderlich. Die vom Gemeinderat bereits beschlossenen Baumaßnahmen sollen im nächsten Jahr umgesetzt werden.

Der neue Wirtschaftshof wird aus Aufenthaltsräumen, Büros, Sanitärräumen, Werkstätten und Lagerhallen bestehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro, mit dem Ende der Bauarbeiten wird im Jahr 2020 gerechnet. „Darüber hinaus haben wir im vergangenen Jahr entlang der Landesstraße L85 einen Geh- und Radweg mit einer Länge von 300 Metern errichtet. Einerseits um für mehr Sicherheit der Tierparkbesucher zu sorgen, aber auch um die Möglichkeit zu schaffen, per Rad in den Tierpark zu gelangen“, so Bürgermeister Lukas Michlmayr.

Im nächsten Jahr sieht er auch einen Online-Ticketverkauf vor. Auch das sei ein Schritt, den Tierpark mit seinen mehr als 700 Tieren fit für die Zukunft zu machen und den Gästen die Möglichkeit zu bieten, ihren Besuch noch flexibler zu planen. (dsh)

http://www.stadthaag.at



14.09.2018
Biedermannsdorfer TeDaLoS entwickelte neues Logistiksystem

Stark nachgefragt ist das von der TeDaLoS GmbH in Biedermannsdorf, Bezirk Mödling, entwickelte System zur autonomen und drahtlosen Lager- und Logistiküberwachung bzw. auch dessen Management. „Wir spüren, dass durch die anziehende Konjunktur ein immer größeres Interesse an der Entlastung der Lagerarbeiter von der Inventur und dem Durchzählen besteht“, betont Geschäftsführer Thomas Tritremmel gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Das Logistiksystem von TeDaLoS basiert auf Sensoren, die entweder auf den Transportgebinden oder auf der Ware selbst angebracht sind und in Echtzeit die entsprechenden Daten übermitteln. Laut Tritremmel können auf diese Weise nicht nur der Lagerbestand und die Position erfasst werden, sondern auf Kundenwunsch auch Temperatur und Feuchtigkeit. Zur Datenübermittlung wird entweder WLAN, das Mobilfunknetz, oder LPWA (Low Power Wide Area) genützt. Außerdem ist das System vom Nutzer extrem einfach zu bedienen, und die Menüführung erfolgt intuitiv sowie mit Piktogrammen. Neben der genauen Stückstahlbestimmung und dem jeweiligen Aufenthaltsort kann das System auch automatische Nachbestellungen vornehmen.

Die Sensoren werden am Standort Biedermannsdorf gefertigt und sind ab 15 Euro erhältlich. 2019 will man 100.000 Stück herstellen. Die dazugehörige Software ist als Abo für zehn Cent pro Monat verfügbar. Eingesetzt wird dieses System jeweils zu einer Hälfte von Industriebetrieben intern und zur anderen Hälfte von Großhändlern.

Zu den Kunden von TeDaLoS zählen z.B. die MIBA AG und CANON sowie Krankenanstalten. Der Exportanteil beträgt derzeit 30 Prozent und geht in die BENELUX-Staaten, Deutschland und Griechenland. 2019 soll der Exportanteil auf 80 Prozent gesteigert werden. Im Fokus liegt hier besonders die deutsche Industrie.

Wermutstropfen sind für Tritremmel die zum Wachstum der Firma benötigten Mitarbeiter: „Wir suchen dringend Personen aus dem Bereich Mechatronik und Programmierung. Leider wird in diesen Bereichen nicht so viel ausgebildet, wie Nachfrage in den Betrieben herrscht. Wir stellen auch gern ältere Personen ein und würden sie auch schulen. Wichtig sind für uns ein passendes Vorwissen sowie Interesse an unserem Projekt und Motivation.“

FĂĽr 2018 peilt die Firma mit fĂĽnf Mitarbeitern einen Umsatz von 500.000 Euro an. (hm)

http://tedalos.net



14.09.2018
Firma aus Tresdorf verhilft Behinderten zum maĂźgeschneiderten Fahrzeug

„Prinzipiell können wir allen Behinderten die Benützung eines eigenen Fahrzeuges ermöglichen. Die Frage ist nur, ob man das Auto als Fahrer oder als Passagier braucht. Jedenfalls können wir in beiden Fällen helfen und beraten“, teilt Geschäftsführer Thomas Pruckner dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Pro Jahr verlassen rund 250 behindertengerecht umgebaute Fahrzeuge seine Firma KIRCHHOFF Mobility Austria, in Tresdorf.

Als Kerngeschäft nennt Pruckner den Pedal-Umbau auf Handbetrieb und den Umbau der Türen für Rollstuhlfahrer. „Wichtig ist, dass der Kunde ohne sein Auto zu uns kommt. Dann können wir ihm ein für seine Behinderung passendes Fahrzeug, egal welcher Marke, Motorleistung oder Größe, empfehlen“, so Pruckner. „Das Alter der Kunden oder die Art ihrer Behinderung spielen für einen Umbau kaum eine Rolle.“

Die ersten, maßgeschneiderten Behinderten-Fahrzeuge haben die Autowerkstatt von Firmengründer Bernd Pruckner, damals noch in Korneuburg, im Jahr 1980 verlassen. Der gelernte Automechaniker war selbst Rollstuhlfahrer. Bis 2002 wurde die Werkstatt unter dem Namen Opel-Pruckner geführt, dann unter dem neuen Namen „Pruckner Rehatechnik“. Ein Jahr später übergab der Seniorchef die Geschäftsleitung seinem Sohn Thomas Pruckner, der sich vor allem mit Rehatechnik beschäftigte.

2013 beschloss die Geschäftsleitung, ihre Pruckner Rehatechnik der deutschen KIRCHHOFF-Gruppe, einem großen führenden Fahrzeug-Umrüster, zu übergeben. „Damit konnten wir unsere Angebotspalette wesentlich erweitern und die jährliche Umsätze um fast das Doppelte, auf rund 15 Prozent, steigern“, berichtet Thomas Pruckner. Der Mitarbeiterstand ist mit sieben Beschäftigten gleich geblieben. Den Autoverkauf übernahm das Raiffeisen-Lagerhaus. (km)

http://www.kirchhoff-mobility.at